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Ludwig Ritter von Polzer
In Mußestunden
Novellen
Ludwig Polzers gleichnamiger Großvater
Ludwig Ritter von Polzer (18071874) war eine markante, kunstsinnige Persönlichkeit mit literarischen Fähigkeiten. In Brünn geboren trat er nach dem Studium ins Wiener Hofkriegsamt ein. Dank zweier beträchtlicher Erbschaften konnte er sich mit vierzig Jahren frühpensionieren lassen. Er lebte nun abwechslungsweise im Kreis der geliebten Familie in Graz auch seine Gattin war künstlerisch veranlagt: sie durfte sich als Sängerin in jungen Jahren manchmal von Franz Schubert am Klavier begleiten lassen , oder auf Reisen. Er schrieb Erzählungen für Zeitungen. Sie zeichnen sich durch einen tiefen Sinn für individuelle Schicksalszusammenhänge sowie für die großen Entwicklungslinien des geschichtlichen Werdens aus.
Ludwig Ritter von Polzer starb am 14. Juni 1874 in Graz.
Noch in seinem Todesjahr 1874 erschien sein Novellenband In Mußestunden. Eingeleitet wurde die Sammlung durch den mit Polzer befreundeten Anastasius Grün, einen damals bekannten österreichischen Dichter, der heute vergessen ist.
Rudolf Steiner las die Novellen während seines Besuchs auf Schloss Tannbach im Juni 1918 und bemerkte zu Ludwig Polzer, dass viel Schicksalsverständnis in ihnen liege.
Bei dem hier erstmals wieder vorgelegten Text handelt es sich um einen unveränderten Nachdruck.
Näheres zu Ludwig Ritter von Polzer in T.H. Meyer, Ludwig Polzer Hoditz Ein Europäer,
2. Aufl. Oktober 2008, S. 48ff.
281 S., brosch., Fr. 28. / Euro 19.
ISBN 978-3-907564-70-7
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