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Version des Portraittextes
Die
Intention, eine Zeitschrift zu begründen, geht auf T.
H. Meyers vor rund fünfundzwanzig Jahren erfolgte Entdeckung
der Monatsschrift The Present Age zurück, die von W. J. Stein
in den Jahren vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in London
herausgegeben wurde. Realisierbar wurde dieser alte Wunsch nach
Abschluss von Meyers Arbeit an der Biographie Ludwig Graf Polzer-Hoditz Ein Europäer. Polzer (18691945), einer der ersten Schüler Rudolf Steiners und Bruder des Kabinettchefs des letzten österreichischen Kaisers, war wie wenige damalige Zeitgenossen mit der Europafrage verbunden, wie sie heute hochaktuell ist. So konnte dank der Mithilfe einer Reihe von freien Mitarbeitern im November 1996 die erste Nummer der Zeitschrift
Der Europäer Symptomatisches aus Politik, Kultur und Wirtschaft-Monatsschrift auf der Grundlage der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners erscheinen.
Der Untertitel soll erstens auf die von der Idee der Dreigliederung
des sozialen Organismus umspannte soziale Urdreiheit verweisen.
Diese steht heuteeinseitig unter der Dominanz der Wirtschaft,
soll sich aber in der Zukunft zu den relativ autonomen Sphären
des Rechtslebens, des Geisteslebens und der Wirtschaft umgestalten;
denn ohne eine solche Umgestaltung fehlt den großen Ideale
von Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit auch weiterhin
die ihnen entsprechende konstruktive Realisationsbasis. Mit "symptomatisch"
ist gemeint, dass es uns nicht darum geht, zur quantitativen Flut
der Informationen, mit denen die heutige Menschheit überschwemmt
wird, noch einige weitere, überflüssige Tropfen hinzuzufügen.
Vielmehr soll mit der Zeitschrift versucht werden, entscheidende
Ereignisse und Tatsachen in deren eigentümlicher Qualität
näher zu beleuchten.
Neu in dieser Zeitschrift sind daher nicht in erster Linie die
Informationen selbst, sondern die Art, wie sie beleuchtet werden.
Grundlegende in der Zeitschrift erscheinende Aufsätze werden
separat in der Europäer-Schriftenreihe
publiziert.
Die
Orientierung an der Geisteswissenchaft R. Steiners ist nicht in
dogmatischem, sondern in methodischem Sinne aufzufassen: Für
die im Prinzip von jedermann erlernbare Methodik einer geschichtlichen
und zeitgeschichtlichen Symptomatik finden sich bei ihm in unseren
Augen mit Abstand die umfassendsten und klarsten Gesichtspunkte.
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