Editorial, Interviews, News

Unser krankes Finanzsystem und seine Heilung

Editorial-Interview mit Catherine Austin Fitts

Nach einer erneuten Begegnung mit Catherine Austin Fitts diesen Sommer in Basel machte der Chefredaktor ein kurzes Interview mit ihr*. Es wird das übliche Editorial ersetzen, doch für unsere Leser zweifellos nicht von geringerem Interesse sein. Gewiss sind die von Fitts vorgeschlagenen Wege nicht die einzigen oder endgültigen, auch nicht im Sinne einer künftigen assoziativen Wirtschaft. Doch sie können einen Übergang zu dieser schaffen helfen.

THM: Sie verfassten das Buch Dillon, Read & Co. Inc and the Aristocracy of Stock Profits**. Was veranlasste Sie dazu, dieses Buch zu schreiben?

CAF: Ich beschloss, dieses Buch zu schreiben, mitten in einem Gemüsegarten von Montana, im Sommer 2005. Ich kam nach Montana, um ein Modell für Beteiligungs-Kapital zu entwickeln, um eine gesündere und frischere Lebensmittel-Versorgung zu gewährleisten. Wenn wir sauberes Wasser, frische Nahrungsmittel, nachhaltige Infrastruktur und eine gesunde Gemeinde wollen, dann müssen wir diese Ressourcen selber in die Hand nehmen und finanzieren. Wir können nicht in die Aktien und Obligationen von großen Unternehmen, Banken und Regierungen  investieren, die unsere Nahrung, unser Wasser und unsere Umwelt mit allen Lebewesen schädigen, und dann erwarten, dass die Ressourcen uns zur Verfügung stehen, wenn wir sie brauchen.

Ich machte jedoch die Entdeckung, dass Viele der Menschen, die solche Bestrebungen unterstützen, damit fortfahren, die wachsende Korruption zu unterstützen und zu finanzieren.

Ich wollte mit meinem Buch ein «Fallbeispiel» liefern, das solchen Menschen helfen könnte, das Wesen und das Ausmaß der Korruption besser zu verstehen, in der Hoffnung, dass eine solche Erkenntnis dazu führen würde, ihre Zeit, Aufmerksamkeit und Ressourcen in wirkliche Lösungen zu investieren.

THM: Im einführenden Video zu Ihrem Buch sprechen Sie über die Diskrepanz zwischen dem, was Sie den «Popsicle Index» nennen und dem Dow Jones Index. Können Sie unsere Leser darüber kurz aufklären?

CAF: Ich entwickelte den Begriff des «Popsicle Index», während ich in der ersten Bush-Administration als Ministerin für Wohnbau und Stadtwesen arbeitete. Ich wurde von Lobbyisten belagert, deren Geschäftsinteressen von mir verlangten, Entscheidungen zu treffen, die ihre Aktien steigen ließen. Ich bemerkte, dass viele Dinge, die ihre Aktien hochtrieben, eine Verschlechterung des Familien-Einkommens und -wohlstands mit sich bringen und damit auch eine Verschlechterung der öffentlichen Gesundheit und Wohlfahrt.

Ich suchte nach einem «Index», welcher die Wohlfahrt der Gemeinde angibt.

Der «Popsicle Index» gibt den Prozentsatz von Menschen an einem bestimmten Ort an, welche glauben, dass ein Kind sein Heim verlassen, zum nächstmöglichen Laden gehen, ein Popsicle  (Eis am Stiel) kaufen und wieder allein und sicher nach Hause gehen kann. Ich habe bemerkt, dass ein direkter Zusammenhang zwischen dem “Popsicle Index” und der sozialen, umweltbedingten und ökonomischen Gesundheit eines Ortes besteht. Ein hoher Grad an Vertrauen findet sich an Orten, die mit Erfolg für Menschen und lebende Wesen arbeiten.

Ich verwendete den «Popsicle Index», um das Verhältnis zwischen Lebenswerten und Finanzwerten auszudrücken. Ich denke, dass, wenn wir Orte mit Lebensqualität finanzieren, die umgekehrte Relation zur bestehenden zwischen  dem Dow Jones Index (Finanzwert) und dem «Popsicle Index» (Lebenswert) entstehen könnte. Denn der «Popsicle Index» ist gesunken, während der Dow Jones Index immer höher gestiegen ist.

THM: Was sind die Hauptzüge des gegenwärtigen Finanzsystems, das von den Globalisten beherrscht wird?

CAF: Die Globalisierer zentralisieren die Macht und werden dies weiterhin tun, bis Menschenrechte, Eigentumsrechte und die individuelle Souveränität restlos eliminiert sind – falls sie nicht daran gehindert werden, dies zu tun.

THM: Ein Witzbold entwarf eine Dollarnote, auf der wir anstelle von «In God We Trust» lesen «In Fraud [Betrug] We Trust». Ist dies das herrschende Prinzip in der gegenwärtigen Finanzwelt?

CAF: Vielleicht sollte es heißen: «In Violence We Trust». Der Dollar als Reserve-Währung bedarf zu seiner Stützung immer mehr der Gewalt.

THM: Was halten Sie von der gegenwärtigen Trump-Administration und ihrer Politik?

CAF: Trumps Wahl bedeutete einen Produktivitäts-Rückgang. Die Demokraten repräsentierten die Investment-Interessen der Ost- und Westküste – Hollywood, Silicon Valley, Wall Street und Washington. Dies sind alles Gruppen, die mit intellektuellem Kapital zu tun haben. Der Mittlere Westen umfasst die Menschen, die die Nahrung produzieren, nach Öl graben und im Transportwesen und als Hersteller tätig sind. Sie haben es mit der konkreten Welt zu tun. Das Kernland war vom kulturellen Faschismus, der sich steigernden Überwachung, den Regulierungen und dem Finanzbetrug der Küstengruppen angewidert. Die außerordentliche Korruption der Clintons und der Clinton Foundation wurde das Aushängeschild für ihren Abscheu. So konnte ein Mann ohne Regierungserfahrung sich beim Volk beliebt machen, indem er öffentlich zur Sprache brachte, was die Amerikaner tatsächlich schädigt –  Impfungen, Kernpflichtfächer, fehlende Verantwortung für 9/11 und «fake-news»-Medien.

THM: Was halten Sie von den neuen Sanktionen gegen Russland? Zu was werden sie führen?

CAF: Die Neocons und ihre Verbündeten wollen den globalen Krieg. Hoffentlich sind genügend besonnene Herzen da, dies zu verhüten.

THM: Welche Rolle könnte Europa in naher Zukunft spielen? Sollten die EU-Länder nicht einfach die NATO verlassen, welche zu einer Kriegs-Vorbereitungsmaschine geworden ist, die Russland und den Rest der Welt bedroht?

CAF: Jeder Verbündete, der sich mit den USA in einer Art verbündet, die es den USA gestattet, Krieg zu erklären und sie mit hineinzuziehen, wird das noch bedauern. Ich empfehle Malcolm Frasers kurz vor seinem Tod gegebenes Interview über sein Buch Dangerous Allies.

Die Vereinigten Saaten sind ein wunderbares Land. Wir haben jedoch eine relativ kleine Gruppe von Leuten – die Neocons – mit einer kleinen Anzahl von gewalttätigen Verbündeten, einschließlich Israel, welche für ihre Ziele sowohl die Vereinigten Staaten als auch Europa zerstören würden. Es wäre gesundend, zu trennen und zu entflechten. Die Frage dabei ist: Können wir den Parasiten eliminieren, ohne den Wirt zu töten? Auf die eine oder andere Art sollten wir das verwirklichen, sonst wird der Parasit den Wirt töten.

THM: Sie haben soeben das Buch des früheren Finanzministers Varoufakis gelesen***. Warum sollten wir es lesen?

CAF: Es ist ein hervorragender Bericht über die Finanz-Strategie der EU, als Varoufakis in Griechenland als Finanzminister diente.

Sein Bericht zeigt, dass es das Ziel der EU war, Griechenland in die Armut zu führen. Es war eine Elite-Strategie, ein finanzieller Staatsstreich – Invasion und Unterjochung durch Finanzmittel. Die Führung der EU verschrieb sich einem Gewinn-Verlust-Resultat. Sie wollte nicht, dass Griechenland sich erholte, noch weniger, dass es die Schulden zurückzahlte, Schuld ist eine Waffe, nicht ein Finanzwert. Das Ziel ist Kontrolle und soziale Manipulation – einschließlich einer niedrigeren Lebenserwartung und Entvölkerung. Es ist schwer, die Wahrheit zu ermitteln. Varoufakis liefert aufschlussreiche Einzelheiten und eine umfassende Wirtschaftsanalyse, welche das Lügengewebe der «Fake-news»-Medien zerstört – für die, die die Wahrheit ertragen können.

 

* Eine ausführliche Fassung desselben ist unter www.solari.com zu finden
** https://dillonreadandco.com/why-i-wrote-this-story/
*** 
Adults in the Room – My Battle with Europe’s Deep Establishment.

Interview mit Kucinich «Sie versuchen alles, um ihn zu stürzen»

Dennis Kucinich über Mike Flynn’s Rücktritt und das Verhältnis der Geheimdienste zu Donald Trump

Ausschnitte aus einem TV-Interview mit dem früheren Repräsentantenhausabgeordneten Dennis Kucinich, am Valentinstag, 14. Februar 2017, einige Stunden nach Michael Flynns Rücktritt als Trumps Nationaler Sicherheitsberater. Kucinich war von 1996 bis 2013 als Demokrat Mitglied des Repräsentantenhauses. 2004 und 2008 bewarb er sich um die Nominierung als demokratischer Präsidentschaftskandidat.

TV-Moderator: Abgeordneter, gut Sie zu sehen! Danke, dass Sie gekommen sind! Das Justizministerium hat angeblich die Trump-Regierung gewarnt, dass Flynn wegen seiner Verbindung zum russischen Botschafter erpressbar sein könnte. Sind Sie überrascht von dem Rücktritt, wie sehen Sie das?

Kucinich: Nun, General Flynn hat zugegeben, dass er den Vizepräsidenten irregeführt hat, aber ich denke, wir müssen das Ganze etwas tiefer ausleuchten. Ein Telefongespräch des angehenden Nationalen Sicherheitsberaters wurde abgehört und der Inhalt an die Medien weitergegeben und offensichtlich durch Geheimdienstleute mitgeteilt. Worum es dabei im Kern geht, ist eine Bemühung so und so vieler aus dem Geheimdienstmilieu, jede positive Beziehung zwischen den USA und Russland zu beenden und ich sage Ihnen, (…) da versuchen Leute, die USA und Russland auseinander zu dividieren, damit diese militärisch-industriell-geheimdienstliche Achse einkassieren kann.

TV-Moderator: Ihrer Meinung nach geht es also hier darum, dass das nach außen gebracht wurde und dass jemand aus der Umgebung des Weißen Hauses das an die Presse gegeben hat? Oder was wollen Sie sagen?

Kucinich: Sehen Sie, das ist schon ein Thema und der General hat in seinem Rücktrittsbrief zugegeben, dass er den Vizepräsidenten irregeführt hat. Aber die Menschen in Amerika müssen wissen, dass hier ein Spiel im Geheimdienstmilieu gespielt wird, wo es die gibt, welche die USA so von Russland hinweg dividieren wollen, dass dadurch der Kalte Krieg neu entzündet werden könnte. Das steckt hinter all dem. Es ist früh am Morgen und heute ist Valentinstag, aber: Wach auf, Amerika!

TV-Moderator: Abgeordneter, denken Sie, dass das die Aussicht auf ein besseres Verhältnis mit Russland grundsätzlich ändert oder denken Sie, dass die Dinge so weitergehen können, wie der Präsident erklärt hat, dass sie gehen sollen?

Kucinich: Schauen Sie! Was sich im Geheimdienstmilieu mit diesem neuen Präsidenten abspielt, ist ohne Beispiel. Sie versuchen alles, um ihn zu stürzen. Wer weiß schon, wo hier die Wahrheit liegt? Das ist wie eine elektronische Version von MAD, Spion gegen Spion. Die Hauptlinie ist: wir sollten keinen neuen Kalten Krieg mit Russland beginnen. Das amerikanische Volk hat für den letzten Milliarden von Dollar geblecht und das hat die Lebensqualität hier im Land grundlegend verändert. Es geht hier etwas vor im Geheimdienstmilieu.

TV-Moderator: Was sollte Donald Trump also tun?

Kucinich: Zunächst muss er seinen eigenen Geheimdienstapparat in den Griff kriegen. Das ist kein Witz, das ist eine ernste Angelegenheit. Wenn er nicht herausfindet, woher die Informationen kommen, wird er niemals die Wahrheit wissen, das amerikanische Volk wird niemals die Wahrheit wissen und wir könnten in Kriege mit fast jedem Land hineingetrieben werden. Seid sehr vorsichtig, ist meine Warnung von heute morgen!

TV-Moderator: Im Zeitalter von Wikileaks, wo jeder unbegrenzten Informationszugang hat, was kann denn Trump jetzt tun? Ich meine, es scheint doch so, als ob diese Regierung in einer schwierigen Situation in Bezug auf nationale Sicherheit ist?

Kucinich: Warten Sie, es geht nicht nur um diese Regierung. Ich möchte die Zuschauer (…) daran erinnern, dass in ihren letzten Monaten Obamas Regierung ein Abkommen mit Russland ausgehandelt hatte, das Frieden in Syrien schaffen sollte. Eine Woche später tötete ein amerikanischer Militärschlag einhundert syrische Soldaten und das beendete dieses Abkommen. Was geschah, war, dass innerhalb der Geheimdienste und des Pentagon es eine eindeutige Absicht gab, ein Abkommen zu sabotieren, das das Weiße Haus abgeschlossen hatte. Das ist wie ein «tiefer Staat». Das klingt wie aus einem Spionageroman, aber es ist real und die Leute müssen verstehen, dass hier ein Spiel mit der Sicherheit unseres Landes gespielt wird. (…)

Die Nato ist ein Angriffsbündnis – Ein Interview mit Daniele Ganser

Daniele Ganser gehört zu den klarsichtigen Kritikern des westlichen Militärbündnisses NATO wie auch der offiziellen Darstellung des fatalen Ereignisses vom 11. September 2001. Er beschäftigt sich ferner mit der Frage des «Peak Oil» und alternativer Energiequellen für das 21. Jahrhundert. Er begründete das Schweizer Institut für Friedensforschung und Energie (SIPER) und untersucht den globalen Kampf um Erdöl und die Chancen der Energiewende.

Ganser hatte jüngst einen kurzen Auftritt in Budapest, bei welchem alle angeführten Fragenkreise prägnant umrissen werden. www.youtube.com/watch?v=dsfROmgVN5U&feature=youtu.be

Das Interview aus dem Europäer JG 20, Heft 12:

PDF: Ganser: Die Nato ist ein Angriffsbuendnis_2016

 

Alexander von Glenck: Persönlichkeiten im Umkreis des Goetheanums Teil 1 und 2

von-glenckAlexander von Glenck (geb. 1950) ist der älteste Sohn von Rahel Ruhtenberg und von Otto von Glenck. Er hatte eine jüngere Schwester und einen jüngeren Bruder, der vor drei Jahren unerwartet gestorben ist. Die Mutter war Waldorfschülerin und hatte noch Rudolf Steiner erlebt. Die Familie wohnte am Weg Auf der Höhe in Arlesheim und führte stets ein gastfreies Haus.

Alexander von Glenck erlebte so in seiner Kindheit und Jugend fast die ganze Dornacher und Arlesheimer «Prominenz» mit eigenen Augen und eigenen Ohren mit. Wir baten ihn zu einem Gespräch über seine erlebnisreiche Jugend. Daraus wurden viele Gespräche. Besucher im elterlichen Haus, Schauspieler, Künstler, Sprachgestalter, Vorstandsmitglieder werden aus der Perspektive kindlichen Erlebens und unbefangener jugendlicher Offenheit geschildert. Es werden spontane, subjektive Gefühlseindrücke wiedergegeben. Sie können und wollen kein abgeschlossenes, ausgewogenes Bild der geschilderten Persönlichkeiten liefern. Doch das kindlich-jugendliche Gemüt scheidet oft mit untrüglichem Gespür Großes von Banalem, Echtes von Gekünsteltem, manchmal in ein und derselben Person. Das macht den besonderen Reiz und den tieferen Wert dieser authentischen Schilderungen aus.

Wir bringen die nur leicht edierten Aufzeichnungen dieser Gespräche in mehrteiliger Folge ab dieser Nummer.

Thomas Meyer

Alexander von Glenck – Persönlichkeiten im Umkreis des Goetheanums Teil 1

Alexander von Glenck – Persönlichkeiten im Umkreis des Goetheanums Teil 2

Kaspar Hauser und die Wahrung des künftigen Menschen

Hier ein wunderabres Gespräch zu Kaspar Hauser mit Eckart Böhmer und Jasminka Bogdanovic:

PDF: Kaspar Hauser und die Wahrung des künftigen Menschen

Interview mit Volker Vogel zur „Zauberflöte“

Interview mit Volker Vogel zur Zauberflöte in Dornach als PDF

Interview mit Barbro Karlén «…dass die Seele unsterblich ist»

PDF des Interviews

Interview: Jacques le Rider über die «Zensur in jedem Sinne»

PDF des Interviews

David Marc Hoffmann im Interview

PDF des Interviews

Interview von Alexander Nasmyth mit Thomas Meyer: «Was ich denke»

Der Herausgeber des Europäer, der Verleger und Schriftsteller Thomas Meyer über das «neue Geld», Europa, die anthroposophische Sache und vieles mehr.

PDF: Interview mit Thomas Meyer: Was ich denke

Zur Identität von Alexander Nasmyth siehe «Die siebte Nebenübung» in Jg. 17, Nr. 8, Juni 2013.

 

Interview mit Guido Preparata: Man könnte den Menschen die Augenbinden abnehmen…

PDF: Man könnte den Menschen die Augenbinden abnehmen…

Interview mit Daniele Ganser: USA, Europa und China – abhängig von Erdölimporten

PDF: USA, Europa und China – abhängig von Erdölimporten

Interview mit dem Germanisten und Kulturschaffenden Jacques Le Rider

«Das einzig Wirkliche sind die einzelnen Individuen»

Jacques Le Rider (geb. 1954) ist für die meisten Europäer-Leser kein Unbekannter. Wir veröffentlichten in der Sommerdoppelnummer des Jahres 2000 einen längeren Aufsatz zu Nietzsches zweiter Unzeitgemäßer Betrachtung; in der Sommernummer 2003 brachten wir einen Auszug aus seiner französischsprachigen Auswahl aus Goethes autobiographischen Schriften, unter dem Titel Goethe, die Französische Revolution und Napoleon. Beide Betrachtungen sind als PdF auf unserer Webseite zu finden.

Le Rider, der in Paris einen Lehrstuhl für deutsche Kulturgeschichte innehat, ist vielleicht der beste gegenwärtige Kenner der multikulturellen Sphäre der «Wiener Moderne» der vorletzten Jahrhundertwende, wie besonders das (aus seiner Habilitationsschrift hervorgegangene) Werk Das Ende der Illusion – Die Wiener Moderne und die Krisen der Identität, Wien 1990, dokumentiert. Sein erstes eigenständiges Werk zum Wien des Fin de Siècle war die 1982 in Paris und 1985 in Wien erschienene Monographie Der Fall Otto Wei-ninger – Wurzeln des Antifeminismus und Antisemitismus. Wir widmeten diesem genialen, rätselhaften Ausnahmemenschen zum 100. Todestag am 4. Oktober 2004 einen Gedenkartikel (In memoriam Otto Weininger, in: Der Europäer Jg. 7 / Nr. 12 / Oktober 2003; ebenfalls als PdF zu finden). Rudolf Steiner sprach im zweitletzten seiner Karmavorträge am 21. September 1924 über Weiningers Leben, Werk und Schicksal, während er im letzten dieser Vorträge Ausführungen über das Karma seines eigenen Lehrers Karl Julius Schröer machte. Beiden Gestalten des Fin de Siècle war trotz ihrer sonstigen Ungleichheit nach Steiner gemeinsam, dass ihnen von früheren Erdenleben her eine reiche Spiritualität innewohnte, welche sich im äußeren Lebensgang nur durch große Hemmungen manifestieren konnte. Weininger und Schröer liegen beide auf dem Matzleinsdorfer Friedhof in Wien begraben, in Sichtweite nebeneinander.

Jacques le Rider wirkt im großen Stile als ein Vermittler mitteleuropäisch-übernationaler Kulturwerte in den französischen Sprachraum. So redigierte er u.a., zusammen mit Jean Lacoste, eine zweibändige französische Nietzsche-Ausgabe. Vor einigen Jahren publizierte er eine Neuübersetzung des zweiten Teils von Goethes Faust (Näheres siehe unten). Dies war der Anlass für mich, ihn um ein Interview für den Europäer zu bitten. Die Fragen wurden per Mail gestellt, jeweils eine Frage per Mail, so dass für Fragen und Antworten genug Atemraum blieb. Ich danke Jacques Le Rider für seine Bereitschaft, auf alle Fragen offen und differenziert einzugehen.

Thomas Meyer 

Hier das Interview mit dem Germanisten und Kulturschaffenden Jacques Le Rider als PDF

Interview mit dem ehemaligen US-Kampfpiloten Robert Bowman

«Die Wahrheit wird sich wie ein Buschfeuer verbreiten…»

Sonderbeilage in deutsch und englisch zum zehnten Jahrestag der Anschläge von New York am 11. September 2001

Dr. Robert Bowman (geb. 1934) – Direktor des Advanced Space Program (DOD), ehemaliger Leutnant in der US-Luftwaffe, ein Kampfpilot, welcher 101 Kampfeinsätze im Vietnamkrieg flog, heute Friedensaktivist, der das Star-War-Programm kritisiert – spricht über die Unmöglichkeit der offiziellen Regierungsversion der Ereignisse vom 11. September 2011 und die nachfolgende Vernichtung von Beweismaterial und deren Vertuschung.

Lesen: PDF: Interview mit dem ehemaligen US-Kampfpiloten Robert Bowman (DE / EN)

 

Aufklärungen über den Tod von Swiad Gamsachurdia – Interview mit Konstantin Gamsachurdia

Die Fragen stellte Thomas Meyer

Lesen: PDF: Aufklärungen über den Tod von Swiad Gamsachurdia- Interview mit Konstantin Gamsachurdia

 

Interview mit dem kanadischen Theosophen Ernest Pelletier

«Einfach die Tatsachen vorlegen …»

Im April dieses Jahres machte ich erneut eine Vortragsreise durch Kanada und die USA. Die erste Station war Edmonton. Hier sollte ich vor Theosophen über D.N. Dunlop sprechen. Die Theosophische Gesellschaft (TG) von Edmonton war mir bereits von dem Reprint her bekannt, den sie vor vielen Jahren vom Irish Theosophist gemacht hatte. Der Irish Theosophist war zwischen 1892 und 1897 von D.N. Dunlop und seinem Freund in Dublin herausgegeben worden. Der Canadian Theosophist brachte 1988 eine sehr ausgewogene Rezension meiner eben auf Englisch herausgekommenen Biographie über Dunlop. Eine für mich zunächst erstaunliche Tatsache, denn Dunlop hatte die Theosophische Gesellschaft 1922 verlassen.

Der jüngste und entscheidende Anlass für den Kontakt mit den Theosophen Edmontons war die Publikation eines Buches von deren Präsidenten Ernest Pelletier, das schon in seinem Titel und Untertitel mein Interesse weckte: The Conspiracy against William Q. Judge which Ruined the Theosophical Cause.

Lesen: PDF: Interview mit dem kanadischen Theosophen Ernest Pelletier

Interview mit dem ungarischen Architekten Imre Makovecz

«Ich möchte etwas Lebendiges machen»

Der ungarische Architekt Imre Makovecz (geb. 1935) ist in Mitteleuropa kein Unbekannter. In Überlingen baute er das Gebäude der Naturata, mit Restaurant und Hotel. In Witten sollte er das neue Seminargebäude bauen, was an finanziellen Hürden leider scheiterte. 1992 baute er den ungarischen Pavillon der Weltausstellung von Sevilla. Nach der Budapester Pfingsttagung 2009 (siehe den Bericht im Septemberheft) fand das hier in Auszügen wiedergegebene Interview mit Makovecz in seinem Büro in Budapest statt. Makovecz ist mit dem Gedankengut Rudolf Steiners tief verbunden. Der Baugedanke des ersten Goetheanums gehört neben dem Wirken von Antonio Gaudi, Frank Lloyd Wright und dem ungarischen Jugendstil zu den zentralen Ausgangspunkten seines eigenen Schaffens. Er rief eine Wanderschule für organische Architektur in Ungarn ins Leben, in der junge Architekten aus vielen europäischen Ländern studieren bzw. arbeiten können. Imre Makovecz hat den von den Russen niedergeschlagenen Aufstand von 1956 als Akteur und Zeitzeuge miterlebt.

Die Fragen stellten Thomas Meyer und der Schweizer Architekt Christian Glaser. Dolmetscherin: Agnes Karda ́s, Budapest.

Lesen: PDF: Interview mit dem ungarischen Architekten Imre Makovecz

„Eine erfrischende spirituelle Wachheit“ – Interview mit Barbro Karlén

Zwei Jahrsiebte nach der ersten Veröffentlichung ihrer reinkarnatorischen Holocaust-Erinnerungen

Die schwedische Schriftstellerin Barbro Karlén, die für viele unserer Lese keine Unbekannte ist, hat mit ihrem autobiographischen Buch «Und die Wölfe heulten…» teils ernstes Interesse, teils Aufsehen, teils harten Anstoß erregt. Dieses Buch berichtet in wenig verschlüsselter Form von ihren Erlebnissen zur Zeit des Holocaust: Karlén erlebte Einzelheiten aus dem Dasein der nach ihrem Tod, vor allem durch ihr Tagebuch, weltbekannt gewordenen Anne Frank.

Lesen: PDF: „Eine erfrischende spirituelle Wachheit“ – Interview mit Barbro Karlén

 

Interview mit Gerhard Wisnewski zu den Anschlägen vom 11. September 2001

„Die Aufklärung hat viel gebracht“

von Thomas Meyer

Vor genau sieben Jahren wurde die Weltöffentlichkeit durch die Anschläge vom 11. September 2001 erschüttert. Doch bald danach wurde offensichtlich, dass sie der US-Regierung als carte Blanche für eine skrupellose Umsetzung ihrer Weltmachtbestrebungen dienen sollten. Dass es in Afghanistan wie im Irak vordergründig auch um Öl geht, ist genugsam betont worden. Zahlreiche Menschen haben an der Aufklärung der September-Verbrechen mitgearbeitet, und wer sich genauer informierte, weiß, dass die US-Regierung selbst die Hand im Spiel hatte und dass die Beteiligung von «Islamisten» ebenso konstruiert ist wie das «Islamistan» auf der Karte aus dem Economist vom September 1990. («Konstruiert» heißt nicht etwa unwirksam!) Der jüngste Anschlag im islamischen Teil von China soll wohl das Gespenst des islamistischen Terrors auch in Asien installieren helfen.

Der Europäer stellte an Gerhard Wisnewski, einen der führenden investigativen Journalisten Deutschlands, einige Fragen zum 11. September – sieben Jahre danach. Wisnewski hat in Büchern, DVDs, Fernsehfilmen und Interviews die offizielle Version der Vorgänge demaskiert und viel für die Aufklärung der wirklichen Tathintergründe geleistet.

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Zum Südossetien-Krieg – Ein Interview mit Konstantin Gamsachurdia

Westliche Versäumnisse

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Interview mit dem Musiker und Wagnerkenner Stefan Mickisch

„…enorm hilfreich, um die musikalischen Werke tiefer zu verstehen“

von Thomas Meyer

Der Musiker und Pianist Stefan Mickisch hat sich eine besondere Aufgabe gesetzt: zum Erleben der verschiedenen Eigenarten der Tonarten hinzuführen. Es gibt nicht nur eine sinnlich-sittliche Qualität der Farben, wie Goethe dies nannte und in seiner Farbenlehre untersucht und dargestellt hat; es gibt auch eine noch wenig anerkannte sinnlich-sittliche Qualität der verschiedenen Tonarten. Wer sich unbefangen hörend auf den Charakter jeder Tonart einlässt, wird diesen spezifischen Qualitätscharakter mit der Zeit bemerken. Und es ist alles andere als zufällig oder nebensächlich, in welcher der zwölf Dur- und zwölf Moll-Tonarten die großen Werke der Musikgeschichte der Neuzeit komponiert sind. Ja, es ist geradezu das Kennzeichnen für die Größe eines Komponisten, dass er mit Bewusstheit oder wenigstens mit instinktiver Sicherheit zu dieser oder jener Tonart für eine Komposition greift. In höchstem Maße zeichnen sich die Werke Richard Wagners durch einen solchen Tonart-spezifischen Charakter aus.

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Georgien heute – Interview mit K. Gamsachurdia

Konstantin Gamsachurdia über die aktuelle Lage und die von ihm begründete Bewegung Tavisupleba

Konstantin Gamsachurdia, der Sohn des 1993 ermordeten, demokratisch gewählten Präsidenten Swiad Gamsachurdia hat letztes Jahr in Georgien eine politische Partei mitbegründet. Er lebt gegenwärtig in Georgien und arbeitet an deren Ausbau. Das folgende Interview wurde während seines jüngsten Aufenthaltes in der Schweiz im Juni 2006 geführt. Die Fragen stellte Thomas Meyer.

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Interview mit Gerhard Wisnewski: Der Weltraum ist für eine Lüge wie geschaffen…

Interview mit Gerhard Wisnewski über sein neues Buch „Lügen im Weltraum“

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Interview mit Daniele Ganser: Geschichtsschreibung in den USA – 9/11

Ein Interview mit Dr. phil. Daniele Ganser über einen ungewöhnlichen Kurs mit den Geschichtsstudenten an der Universität Zürich

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Wege aus dem gewalterzeugenden Bewusstsein, Interview mit Daniele Ganser

Ein Interview von Thomas Meyer mit Daniele Ganser über sein Buch NATO’s Secret Armies und dessen Implikationen 

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Lichtnahrung – Interview mit Michael Werner

«Sei dir darüber im Klaren, dass du einen großen chirurgischen Eingriff hinter dir hast.»1

Betrachtungen zum Phänomen der «Lichtnahrung»

Dr. rer. nat. Michael Werner (geb. 1949 in Braunschweig, DE), mit langjähriger Erfahrung in der chemischen Industrie und als Lehrer in der Waldorfschule, ist seit 17 Jahren Betriebsleiter im «Institut Hiscia» – Verein für Krebsforschung in Arlesheim (CH). Er ist eine der wenigen Persönlichkeiten, die in den letzten Jahren den «21-Tage-Prozess» durchlaufen haben. In ihm begegnet man einem herzgütigen und selten offenen Menschen, dessen Vertrauen gegenüber der Welt einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Den Prozess begann er am 1. Januar 2001 und führte ihn, den Anweisungen folgend, genau durch. Seither nimmt er keinerlei feste Nahrung zu sich, trinkt aber in kleinen Mengen Kaffee, Tee, Säfte oder Wasser aus sozialen oder Geschmacksgründen, auch wenn er ohne Trinken auskommen könnte (gelegentlich lebt er bis zu 10 Tagen ohne Flüssigkeit). Fazit: Er ist daran nicht gestorben, sondern fühlt sich noch besser inkarniert als zuvor. Wie ist das möglich? Das folgende Inter- view sucht nach Gesichtspunkten, die dem Leser diesbezüglich eine angemessene Urteilsgrundlage bieten können.

Lesen: PDF: „Sei dir darüber im Klaren, dass du einen großen chirurgischen Eingriff hinter dir hast“ – Interview über Lichtnahrung mit Michael Werner

 

„Die Demokraten wollen genau dieselbe US-Tyrannei..“ – Interview mit Gerhard Wisnewski

Ein Exklusiv-Interview von Thomas Meyer mit Gerhard Wisnewski

Lesen: PDF: „Die Demokraten wollen genau dieselbe US-Tyrannei..“ – Interview mit Gerhard Wisnewski

«Faust berührt das Zentralthema unserer Existenz», Interview mit Wilfried Hammacher

Gesamtaufführungen von Goethes Faust sind Raritäten. Die erste ungekürzte Aufführung beider Teile der Dichtung wurde 1938 von Marie Steiner in Dornach auf die Bühne gebracht. Seither ist in unregelmäßigen Abständen immer wieder der gesamte Faust in Dornach inszeniert worden. Vor ein paar Jahren wagte sich der deutsche Regisseur Peter Stein an die Aufführung des gesamten Werkes. Der Europäer machte aus diesem Anlass ein Interview mit ihm (siehe Der Europäer, Jg. 6, Nr. 5, März 2002).

Stein ist von einer großen Bewunderung für Goethes Werk er- füllt, hat aber kein positives Verhältnis zu dessen spiritueller Dimension. Anders Wilfried Hammacher, der dieses Jahr den ganzen Faust am Goetheanum neu inszenierte.

Weiterlesen: PDF: «Faust berührt das Zentralthema unserer Existenz», Interview mit Wilfried Hammacher

Interview mit Andreas von Bülow: Die US-Regierung hat etwas zu verbergen

Der Ex-Bundesminister Andreas von Bülow über Widersprüche um den Terror vom 11. September

«Die abenteuerlichste Theorie zum 11. September ist die offizielle Version der US-Regierung.» Davon ist Andreas von Bülow, deutscher Ex-Verteidigungsstaatssekretär, überzeugt. Der Autor des neuen Buches Die CIA und der 11. September, wehrt sich gegen Vorwürfe, er verbreite Verschwörungstheorien.

Lesen: PDF: Die US-Regierung hat etwas zu verbergen, Interview mit Andreas von Bülow

Wollen die Europäer nur noch US-Vasallen sein? – Ein Interview mit Andreas von Bülow

Andreas von Bülow (64) war Minister für Forschung und Technologie im Kabinett von Helmut Schmidt und 25 Jahre SPD-Abgeordneter im Bundestag. Im Untersuchungsausschuss Schalck-Golodkowski recherchierte er insbesondere im Zusammenhang mit der Rolle der internationalen Geheimdienste. Frucht dieser Arbeit ist sein Buch Im Namen des Staates – CIA, BND und die kriminellen Machenschaften der Geheimdienste.

Andreas von Bülow, der auch im Europäer schon mehrfach zitiert wurde (siehe z.B. die Märznummer, S. 17) ist einer der ganz wenigen deutschsprachigen Publizisten, die es wagen, in Interviews und an TV-Runden weiterhin an offensichtliche Ungereimtheiten und völlig ungelöste Fragen im Zusammenhang mit den weltpolitisch so folgenreichen Vorgängen des 11. September 2001 zu erinnern.

Weiterlesen: (PDF: Wollen die Europäer nur noch US-Vasallen sein? – Ein Interview mit Andreas von Bülow)

„… Gültig wie das Matterhorn“ – Interview mit Peter Stein

Ein Interview mit dem Faust-Regisseur Peter Stein, von Susanne Steinrück

Das folgende Interview vom 17. November 2001 gab Peter Stein im Zusammenhang mit der von ihm inszenierten Aufführung des gesamten Goetheschen Fausts. Die Fragen stellte die Philologin und Faust-Spezialistin Susanne Steinrück.

Weiterlesen: (PDF: „… Gültig wie das Matterhorn“ – Interview mit Peter Stein)

Jeder von uns trägt einen höheren Geist in sich, Interview mit Barbro Karlén

Im April dieses Jahres kam die englische Fassung von Barbro Karléns Buch «… und die Wölfe heulten» heraus (Clairview Books, London). Karlén beschreibt in diesem Buch bekanntlich u.a. reinkarnatorisch aufgefasste Erinnerungen an das Anne- Frank-Dasein, was zu starken Kontroversen Anlass gab. Während der Buch-Vernissage in London gab sie Radio-, Fernseh- und Zeitungsinterviews. Ein besonders aufschlussreiches Interview führte Tom Raines, Redakteur der englischen Zeitschrift New View mit der Autorin:

Weiterlesen: (PDF: Jeder von uns trägt einen höheren Geist in sich)

Ein Interview mit Anthony Sutton (1999)

Vorbemerkungen von Andreas Bracher:
Der Europäer hat in zwei Ausgaben 1999 (Jg. 3, Nr. 6-7 und Nr. 8) einen längeren Artikel über das Werk des amerikanischen Historikers Anthony Sutton gebracht, der u. a. über die Verwicklung amerikanischer Kreise in die Finanzierung sowohl des Nationalsozialismus als auch der Sowjetunion geforscht hatte. Suttons letzte erhältliche Publikationen stammten von Ende der 80er Jahre, sein weiteres Schicksal war unbekannt, seine Person blieb überhaupt nebelhaft. Kürzlich wurde uns ein dem Internet entnommenes Interview mit Sutton (www.devvy.com/sutton_19990913.html) aus dem Jahre 1999 bekannt. Es erscheint als Ergänzung des damaligen Artikels bemerkenswert. Im Folgenden werden die Hauptstellen aus diesem Interview in eigener Übersetzung wiedergegeben. Im Zentrum stehen Überlegungen zu Skull & Bones (S & B = Schädel und Knochen), jener Geheimgesellschaft, die Sutton Anfang der 80er Jahre entdeckt hatte und deren Wirken im Zentrum der amerikanischen Politik er auf die Spur zu kommen trachtete.

Weiterlesen: (PDF: Ein Interview mit Anthony Sutton (1999)

René M. Querido – Ein Interview

René Querido wurde am 9. September 1926 in Amsterdam geboren. Er besuchte Schulen in Holland, Belgien, Frankreich und – nach einer abenteuerlichen Flucht der Familie aus dem von den Nazis okkupierten Holland – in England. In seinem 21. Lebensjahr begegnete er der Anthroposophie. 1948 schloß er an der London University in Naturwissenschaft und Mathematik ab. Ab 1949 unterrichtete er für fünfzehn Jahre an der Michael Hall Waldorfschule in Sussex. Die Fächer waren: Französisch, Geographie, Mathematik und Weltreligionen. …

Weiterlesen: (PDF: René M. Querido – Ein Interview)

Barbro Karlén und Anne Frank (Interview)

Weiterlesen: (PDF: Barbro Karlén und Anne Frank, (Interview)