Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Europäer September 2017 (Jg 21 / Nr. 11)

Editorial: Wie weitblickend sollten wir werden?

Parsifal und die Überwindung des Bösen
Thomas Meyer

Meditatives zum Seelenkalender
E.C. Merry

100 Jahre Dreigliederung
Eine Matinee in Berlin
Gerald Brei

Wer ist Ken Jebsen?
Jutta Schwarz

«Gender» und Waldorfpädagogik
Senin Constantin

«Rote Linien» – «Rattenlinien»
Franz-Jürgen Römmeler

Brief aus Stourbridge
Die «Leichenfabrik»-Lüge von 1917
Terry Boardman

Nachruf auf Brzeziński
José García Morales

Freiheit und Besitz
Karl Bäschlin

Reisebericht aus Nepal
Gabriela Maria Gerber

Bagatelle
La Gioconda von Astano
Thomas Meyer

Leserbrief

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Wie weitblickend sollten wir werden?

Oliver Stones Interview-Serie mit Wladimir Putin

Oliver Stone (geb. 1946), der bekannte amerikanische Filmemacher, der kürzlich einen Film über Edgar Snowden gedreht hatte, machte während mehr als zwei Jahren eine Reihe von Interviews mit Wladimir Putin. Diese Gespräche sind in verschiedener Hinsicht bemerkenswert. Sie können kostenlos heruntergeladen werden.*

Berührt werden die NATO und ihre Osterweiterung, die russischen und die US-Militärausgaben, die Gefahr eines atomaren Krieges usw. usw. Eine der wiederkehrenden Äußerungen Putins ist, dass wir versuchen sollten, immer auch mindestens vierzig bis fünfzig Jahre in die Zukunft zu schauen. Und der russische Präsident, der sich mit seinem intelligenten Gesprächspartner offensichtlich wohlfühlt, sagt diesem zum Schluss: «Sie werden dafür [für diese Interviews] zu büßen haben.»

Oliver Stone und das Attentat auf John F. Kennedy

Stone ist, im guten Sinne, kein unbeschriebenes Blatt. Er machte unter anderem den Streifen Platoon und 1991 den Film JFK, der die Alleintäter-These beim Kennedy-Attentat in Frage stellt. Er stützte sich dabei auf die Recherchen des mutigen Anwalts aus New Orleans, Jim Garrison, der im Film selbst einen Auftritt hat. Dieser Film brachte neue Recherchen zu diesem Staatsstreich ins Rollen. Deren letzte wurden in Form des Buches JFK and the Unspeakable von James W. Douglass** vorgelegt. Putin und seinem Team wird diese Vorgeschichte von Stone natürlich bekannt gewesen sein.

Ein neuer 9/11 Whistle Blower

Zum 11. September, dem amerikanischen Initialstaatsstreich des dritten Jahrtausends, ist unlängst ein neuer Zeuge hervorgetreten. Es ist der ehemalige CIA-Mitarbeiter Malcolm Howard. Der 79jährige erzählt, wie er bei der Vorbereitung der «Sprengung» des Gebäudes 7 involviert gewesen sei. Er berichtet, dass diese Sprengung so perfekt war, dass man befürchtete, sie sei zu offensichtlich, was natürlich nicht die Absicht war und bis heute von vielen Menschen auch weiterhin geleugnet wird – allem offenbarem Augenschein entgegen.***

Howard schließt mit seinem Bekenntnis an Michael Ketcham an, welcher als ehemaliger Mitarbeiter der NIST  in diesem Jahr ebenfalls die Tatsache der Sprengung von WTC7 zugegeben und betont hatte (siehe das Editorial im Mai dieses Jahres).

Geopolitische Bestrebungnen für Hunderte von Jahren

Es ist gut, fünfzig Jahre vorauszublicken. Ein tieferes Verständnis der Gegenwartsereignisse nötigt uns jedoch, noch weiter zu blicken. Rudolf Steiner sprach von einer «okkulten Gruppe» innerhalb des anglo-amerikanischen Establishments, welche den jungen slawischen Kulturkeim im russischen Territorium zu beherrschen trachte.****

Diese Gruppe weiß, dass in etwa 1500 Jahren die slawische Kulturepoche beginnen wird. Mit «okkult» ist gemeint, dass die Gruppe über geistig-okkulte Einsichten über die Entwicklung von Rassen und Völkern verfügt; allerdings verwendet sie dies zu gruppen-egoistischen Zwecken, indem sie nur die Entwicklung und die Macht des anglo-amerikanischen Elementes fördern will. Dieses Wissen stand hinter dem «sozialistischen Experiment» von 1917.  Es stand und steht hinter den Geschehnissen in der Ukraine. Dieses Wissen ernst zu nehmen, heißt mit der Realität des Geistigen zu rechnen.

Es gibt in der Tat keinen wahren Weitblick, der nicht auch die Wirklichkeit des Geistes mitumfasst.

Thomas Meyer

 

http://123hulu.com/watch/zGWJAPxP-the-putin-interviews-season-1.html
** Siehe die Rezension von Andreas Bracher in Der Europäer ???
*** http://yournewswire.com/cia-911-wtc7/
**** Erstveröffentlichung in Der Europäer, Nr. 5, März 1999. «Kampf um den russischen Kulturkeim», www.perseus.ch/PDF-Dateien/Steiner-RussKultkeim.pdf

 

 

 

Europäer Juli/August 2017 (Jg 21 / Nr. 09/10)

Editorial: Die süße Freimaurerei – eine «Würdigung» in der Weltwoche

Die Geburtsstunde der Dreigliederung 1917
Thomas Meyer

Brief aus Boston
Nach 100 Jahren
Andreas Bracher

Forum
Rudolf Steiner zur Gehaltsfrage
Hans Kühn
Ergänzungen
Andreas Flörsheimer

Der Konzilbeschluss von 869 und seine Folgen
Johannes Geyer

Magna Charta Mitteleuropas
Franz-Jürgen Römmeler

Meditatives zum Seelenkalender
Eleanor C. Merry

Henry David Thoreau
Bernhard Kuhn

Rehabilitation von Milošević
Dr. Gerald Brei

Medien-Rückblick

Das amerikanische System
Cyril Moog

Sterbehilfe
Dr. Christin Schaub

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Forum
Zu Rudolf Steiners «Lebensgang»
Arnold Sandhaus

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Die süße Freimaurerei – eine «Würdigung» in der Weltwoche

Die moderne Freimaurerei feierte am 24. Juni ihren dreihundertsten Geburtstag – und mit ihr die Schweizer Wochenschrift Die Weltwoche.*

Anlass: der Gründungstag im Jahre 1717 der ersten Großloge in London (siehe Juni-Editorial). Das Titelblatt mit dem Hefttitel «Die Freimaurer», umrahmt von prominenten Köpfen, zeigt Zirkel und Winkel und verspricht «eine längst verdiente Würdigung».

Der Artikel «Humanität, Toleranz, Freiheit» des Chefredakteurs Köppel trieft vor Wohlwollen, Lob und Schlagworten. Zu den zum Teil durchaus bedeutenden Freimaurern zählen bekanntlich Menschen wie Mozart, Haydn, Goethe oder Schiller; aber auch Staatsmänner wie Winston Churchill. Alle aufgezählten Persönlichkeiten werden wahllos mit dem Schimmer des Wahren und Guten überzogen. Ja, wir erfahren sogar, dass wir der Freimaurerei exquisite Schokolade verdanken, denn Suchard und Tobler waren Freimaurer. O süße Naivität!

Die Weltwoche bringt ein Innenbild der Loge «Zum Neuen Venedig». Diese liegt unmittelbar gegenüber dem Jesuiten-Wohnheim «Borromäum» am Basler Byfangweg. Der Jesuit Abbé Joye richtete hier vor über 100 Jahren eine Jugendseelsorge ein, die zielbewusst das neue Medium Film einsetzte. Wer glaubt, Logentum und jesuitische Bestrebungen seien absolute Gegensätze, irrt.

Steiner und Heise diffamiert

Schon Rudolf Steiner machte darauf aufmerksam, dass die Freimaurerei eine ursprünglich gute und notwendige Sache sei, dass sie aber «eben eine schlechte wird, wenn sie zur Machtgrundlage einzelner Menschengruppen gemacht wird». Dies stellte er im Vorwort fest, das er zu einem Werk beisteuerte, welches eben diese «Verschlechterung» der Freimaurerei zur Zeit des Ersten Weltkriegs zum Gegenstand hat. Es handelt sich um Die Entente-Freimaurerei und der Weltkrieg des Publizisten Karl Heise (1872–1939)**.

Mittlerweile war die von England aus begründete Kontinental-Freimauerei mehr und mehr in das Schlepptau politischer und nationaler Interessen geraten. Am deutlichsten geschah dies mit dem «Grand Orient de France», der seit den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts auch Atheisten aufnahm.

Heise verstarb vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs; er hat den Nationalsozialismus in seinem Werden nicht immer klar beurteilt. Dass seine Analysen im Völkischen Beobachter positiv rezensiert und von führenden Nationalsozialisten wie Himmler geschätzt wurden, ist nicht ihm anzulasten, noch weniger Steiner.

Die Weltwoche aber scheut sich nicht (im Beitrag von Ch. Mörgeli) Heise generell zu verleumden und Steiner gleich dazu – zwei Fliegen auf einen Schlag, der natürlich nicht ohne das Schlagwort «verschwörungstheoretisch» auskommt: «Für Furore sorgte 1919 das esoterische verschwörungstheoretische Werk Die Entente-Freimaurerei und der Weltkrieg des nachmaligen National-Sozialisten Karl Heise. Der Anthroposoph Rudolf Steiner hatte dazu ein Vorwort geliefert und sich an der Finanzierung beteiligt.» So einfach lässt sich Heises Werk diffamieren und zugleich Anthroposophie in die Nähe des Nationalsozialismus rücken!

Niemand hat wie Steiner den hohen Ursprung der Maurerei erkannt und dargestellt, niemand wie er das Abkommen von diesem Ursprung kompromisslos diagnostiziert.***

Die oberflächliche Lobhudelei der Weltwoche-Darstellung gibt Steiners Diagnose auch heute noch recht. Darüber kann die süße, phrasenhafte Tünche nur Naivlinge hinwegtäuschen – und die können sogar als Freimaurer oder Freimaurer in spe in Chefredaktionsstuben sitzen und ihr Getünch für «Humanität, Toleranz und Freiheit» halten. Doch man kann dem Chefredakteur und seinem Team auch dankbar sein: man weiß nun aus berufenem Munde, welche Eide in der heutigen Eidgenossenschaft Hochkonjunktur haben. Eide auf Wahrhaftigkeit sind das sicher nicht.

Die längst verdiente Würdigung des Freimaurer-Kenners Steiner steht nach wie vor aus.

Thomas Meyer

Im Berner Historischen Museum ist bis zum 3. September eine Ausstellung zu sehen, bei der auch ein Freimaurer-Ritual gezeigt wird.

 

* Die Weltwoche, Nr. 23, 7. Juni 2017.
** 
Das Werk erschien 1919 in Basel. Steiner zahlte 3000 Franken an die Druckkosten. Das Buch trug den sachgemäßen Untertitel «Ein Beitrag zur Historie des Weltkrieges und zum Verständnis der wahren Freimaurerei». Heise hörte Steiners Zeitgeschichtliche Betrachtungen, die ihn zu seinem Buch inspirierten. Es gab mehrere Nachdrucke, das Werk ist heute online zu finden.

*** Siehe GA 265 und Der neue Kain. Die Tempellegende und ihre Vollendung durch Rudolf Steiner, hg. von Thomas Meyer, Perseus, 2013.

1917-2017: Freimaurerei, Globalisierung und Dreigliederung

Rudolf Steiner unterschied klar zwischen einer Freimaurerei mit hohen, allgemein-menschlichen Zielsetzungen und solcher mit politischen Partikularinteressen.  Zur Ersten werfe man einen Blick in die von Steiner erneuerten Rituale der drei ersten Grade*. Zur zweiten Form sagte er: «Eine Sache, die der ganzen Menschheit ohne Rassen- und Interessen-Unterschiede dienen sollte, wird aus einer guten eben eine schlechte, wenn sie zur Machtgrundlage einzelner Menschengruppen gemacht wird.» Diese Worte stehen im Vorwort, das Steiner zur Publikation Die Entente-Freimaurerei und Weltkrieg von Karl Heyse im Oktober 1918 beigesteuert hat.

Seit dem Ersten Weltkrieg ist fast nur noch diese Form von Maurerei verbreitet – und wirksam. Ihr Ursprung war England, wo zu Johanni 1717 die erste Londoner Großloge begründet wurde, die selbst durchaus der ersten Form angehörte. Allerdings gerieten deren Filialgründungen durch ganz Europa zunehmend in das politisch-partikulare Fahrwasser.** Insbesondere gilt das vom Pariser, von London aus begründeten «Grand Orient de France», dessen Kriegspolitik Steiner dazu bewog, das Zertifikat, das ihn ermächtigte, eigenständig Rituale durchzuführen, zu zerreißen.***

Im Jahre 1917 versammelten sich in der Albert Hall 8000 Maurer zur 200-Jahrfeier der Logengründung; in derselben Albert Hall, in der der Hochgradmaurer Churchill 1947 das wahre Ziel der von ihm betriebenen Europa-Einigung umriss: die Errichtung einer anglo-amerikanischen Weltregierung. In diesem Jahr wurde das 300-jährige Jubiläum bereits im April begangen.
Wichtigeres Jubiläum: Im Juni werden es exakt hundert Jahre sein, seitdem Steiner erstmals von der Dreigliederung gesprochen hat (Näheres in der Sommernummer).

Aktualität des Grand Orient
Der wie aus dem Nichts aufgestiegene französische Präsident Macron hielt vor einem Jahr im Grand Orient eine Art Antrittsrede, mit dem Titel «La Mondialisation peut-elle être synonyme de progrès»?**** Eine rhetorische Frage, die in Wirklichkeit die Globalisierung bewirbt. Macrons nivellierende EU-Propaganda dient den Globalisierungsinteressen der Bankwelt und hat mit den wahren Bedürfnissen der Europäer nichts zu tun.

100 Jahre nach der Geburt der Dreigliederungs-Idee soll durch Präsident Macron im Namen Europas und der als EU-Leitklang missbrauchten, von Beethoven vertonten Hymne an die Freude die Globalisierung durchgesetzt werden – die reine Karikatur der Dreigliederung, die weder Brüderlichkeit in der Wirtschaft, Gleichheit im Recht und schon gar nicht Freiheit im Geistesleben anstrebt. Es ist kein Zufall, dass Macron Russia Today, den einzigen Sender, der sich dem westlichen Medien-Monopol mit Erfolg zu widersetzen weiß, den Kampf angesagt hat.

Die wirklichen Europäer müssen sich endlich dazu entschließen, eine Politik großer Gesichtspunkte zu praktizieren, wie Steiner sie in den Memoranden vom Juli 1917 entwickelt hatte. Sonst erliegen sie endgültig den Machenschaften politisch-maurerischer Kreise, die zwar durchaus mit großen Gesichtspunkten rechnen, diese aber fortwährend «zur Machtgrundlage einzelner Menschengruppen» machen möchten.

Thomas Meyer

* Siehe Der neue Kain, Die Tempellegende und ihre Vollendung durch Rudolf Steiner, Basel 2013. ** GA 265, S. 110. *** GA 174, Vortrag vom 20. Januar 1917. **** Den Hinweis auf diesen Vortrag verdankt der Verfasser Terry Boardman.

Europäer Juni 2017 (Jg 21 / Nr. 08)

Editorial: 1917-2017: Freimaurerei, Globalisierung und Dreigliederung

Natürliche und vom Menschen geschaffene Elementarwesen
Thomas Meyer

Meditatives zum Seelenkalender
Eleanor C. Merry

Die Kategorien des Aristoteles
Pfingstvortrag von Hans Börnsen

Brief aus Stourbridge
Eine Geburtstagsfeier in Rom
Terry Boardman

Medien-Rückblick

Bagatelle

Wer war Marie Steiner?
Wilfried Hammacher

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Lügen-Phantome und das Salz der Wahrheit

Unter «Phantomen» versteht man in der Geisteswissenschaft eine Art von «Naturwesen», welche durch den Menschen geschaffen werden. Und zwar menschliches Lügen, durch Heuchelei und Ähnliches. Auch sogenannte konventionelle oder Höflichkeits-Lügen zählen dazu.1

Solche Wesen durchschwirren den Seelenraum und wirken entwicklungshemmend; insbesondere den Wahrheitssinn betörend und umnebelnd, neues Lügen erzeugend.

Man wird das 20. Jahrhundert vielleicht einmal als das Phantom-Jahrhundert bezeichnen, denn sein Weg ist mit Kolossal-Lügen gepflastert worden wie kein vorheriges: von den Lügen über den Ersten Weltkrieg (Kriegsschuldlüge) und den Zweiten Weltkrieg («Überraschungs»-Angriff durch die Japaner) ist in dieser Zeitschrift wiederholt die Rede gewesen. Fast ebenso oft von den Monumental-Lügen, mit denen das dritte Jahrtausend eröffnet wurde: Der Lügen, mit welchen die Attentate vom 11. September 2001 sofort umgeben wurden. Neben den kollabierenden Türmen von New York schossen sofort gigantische Lügen-Türme in die Höhe.

Jeder Wahrheitssucher, der die etablierten Lügen zu entlarven sucht, gerät in das okkulte Visier der genannten Wesenheiten. Sie wehren sich in vehementer Weise gegen jede Wahrheitsfindung. Heute wirken sie häufig durch das wahllos gebrauchte Lügen-Schlagwort der «Verschwörungstheorie»2 der Wahrheitsfindung entgegen. Das ist ihre Natur. Das kann entmutigend und verwirrend wirken. Daher muss die Wahrheit heute durch die Überwindung des Widerstandes solcher Wesen errungen, ja erkämpft werden. Dadurch allein können sie in Zukunft aus ihrem Lügenbann befreit und umgewandelt werden.

Wie stark die heutigen Medien von einer Lügen-Atmosphäre durchsetzt sind, konnte man kürzlich auch in der Schweiz beobachten. In einer Fernsehsendung wurde der Historiker und Wahrheitssucher Daniele Ganser verunglimpft, verleumdet und u.a. in die Nachbarschaft von gefälschten Schriften wie den «Protokollen der Weisen von Zion» gerückt.3 Gutes Zeichen für die Denkweise von 492 sofort reagierender Unbefangener: «So viele Beschwerden gab es [beim SRF] noch nie», stand am 18. März in der BAZ

In einem Magazin der Basler Zeitung war in Bezug auf 9/11 und «Verschwörungstheorien» fast zeitgleich zu lesen: «Alles, worauf ich vertraue, spricht dafür, dass die Ereignisse sich so zutrugen, wie ich immer angenommen habe: als Terroranschlag der al Qaida (…) Beweisen kann ich es natürlich nicht. Dafür habe ich einfach zu wenig Ahnung.»4 So spricht ein Kopf, der durch Lügen-Phantome verwirrt die Wahrheitssuche aufgegeben hat.

Wiederum fast zeitgleich zu diesem Artikel tritt Michael Ketcham, ein langjähriger Mitarbeiter von NIST, an die Öffentlichkeit und enthüllt den kompletten Phantomcharakter des Berichts dieser offiziellen Untersuchungsbehörde über den Einsturz der Türme in New York.5 Hier ist wieder einmal Einer inmitten eines gigantischen Lügenturmes, unter dem er fast selbst endgültig begraben worden wäre, plötzlich aufgewacht.

Ketcham spricht von einer verbreiteten Lähmung durch die Furcht vor der Wahrheit. Er wurde eines Tages von ihr geheilt und verwandelte sich in einen furchtlosen Wahrheitsbekenner – ein immer wieder gerade bei einzelnen Amerikanern auftretendes Phänomen, in auffälligem Kontrast zum intensiven Phantom-Wirken in ihrer eigenen Heimat.

Ketcham spricht auch von den «Wunden von 9/11» und betont, dass diese so traumatisch seien, dass nur ein starkes schmerzhaftes Mittel sie zu heilen helfe – die ungeschminkte Wahrheit: «Die Wahrheit ist das heiße [alkalisalzhaltige] Seifenwasser, mit denen die Wunden von 9/11 ausgewaschen werden.»

Vergessen wir nie: Die 9/11-Phantome dienten zur verlogenen Rechtfertigung aller bisherigen US-Kriege im dritten Jahrtausend. Sie hatten also eine ungeheure Wirkung. – Schon Hippokrates empfahl die Verwendung von entzündungshemmendem Salzwasser für Wunden. Wer die Entzündungs- und Ansteckungswirkung von Phantomen unschädlich machen will, darf nicht davor zurückschrecken, Wahrheits-Salz in die Lügen-Wunden zu streuen. Es schmerzt, aber heilt.

Thomas Meyer

1 Siehe die Ausführungen R. Steiners vom 9. Juni 1908 in GA 98, auch als Einzelausgabe in Pfingsten, das Fest der freien Individualität.

2 Sendung auf SRF 1 vom 26. Januar 2017: «Anatomie von Verschwörungstheorien», 26. Januar 17; «Arena» vom  24. Feb. 2017. «So viele Beschwerden gab es noch nie», stand am 18. März in der BAZ.

3 Auf den CIA-Ursprung dieses Schlagwortes nach dem Kennedy-Mord machten wir wiederholt aufmerksam. – G.W. Bush, dessen Vater CIA-Chef gewesen war, sagte unmittelbar nach 9/11: «Let us never tolerate outrageous conspiracy theories concerning the attacks of September 11th.»

4 Das Magazin, 11. März 2017, S.11.

5 www.youtube.com/watch?v=GvAv-114bwM&feature=youtu.be  Siehe auch Ketchams Letter to the editor von Europhysics News unter www.ae911truth.org/news/324-news-media-events-former-nist-employee-speaks-out-with-lte-in-europhysics-news.html

Lenin vor dem «Leichnam Christi» – und die «Post-Fake-Ära»

An einem Novemberabend des Jahres 1916 stattete Wladimir I. Lenin (1870–1924), von seinem Zürcher Exil-Domizil herkommend, der Stadt Basel einen wenig bekannten Besuch ab. Der äußere Zweck war eine Ansprache vor russischen Akademikern, Arbeitern und Kaufleuten russischer Herkunft. Die Zusammenkunft fand im Erdgeschoss des heutigen Restaurants «Chez Donati» an der Johanniterbrücke statt. Die Ausführungen, die den Sturz des Zarismus forderten, fanden wenig Anklang. Lenin verabschiedete sich mit den Worten: «Von mir werden Sie noch hören.» Er übernachtete im Blaukreuzhaus, dem heutigen Hotel Rochat, in welchem regelmäßig Europäer-Samstage stattfinden. Hier konnte man damals billig speisen und nächtigen. Am anderen Morgen suchte er die Öffentliche Kunstsammlung auf und betrachtete lange und eingehend ein Bild, das in Dostojewskis Roman Der Idiot eine wichtige Rolle spielt: «Der Leichnam Christi» von Hans Holbein dem Jüngeren.*

Wegbereiter des «sozialistischen Experiments»

Am 15. März des folgenden Jahres kam es nach der Februarrevolution zum Sturz des Zaren.

Im April begann Lenin in Zürich seine legendäre Fahrt im plombierten Wagen durch Deutschland und Finnland nach Petersburg, wo er am 16. April eintraf.

Hundert Jahre später scheint der «Bolschewismus» längst Geschichte geworden, wenn auch die Wunden, die seine steinharte Geistigkeit der wahren russischen Volksseele geschlagen hat, längst nicht vernarbt sind.

Im Mausoleum Lenins in Moskau, das gegenwärtig restauriert wird, kann die mumifizierte und täglich am Scheinleben gehaltene Leiche in Anzug und Krawatte besichtigt werden. Der einstige Betrachter des «Leichnams Christi» ist selbst zum Jahrhundert-Leichnam geworden.

Ein neuer «Leninismus» im Westen

Doch der zersetzende Leichengeruch des Bolschewismus wirkt fort. Und heute weht er ausgerechnet aus dem gleichen Westen, der in seiner materialistischen Geist-Verfinsterung das sozialistische Experiment konzipiert und durch Werkzeuge wie Lenin in den Osten exportiert hatte. Stephen Bannon, Chefstratege der Trump-Regierung, brüstete sich offen mit Äußerungen wie den folgenden: «Finsternis ist gut (…) Es kann uns nur helfen, wenn die Gegenseite nicht erkennt, wer wir sind und was wir vorhaben.» Und: «Ich bin Leninist. Lenin wollte den Staat zerstören. Und das ist auch mein Ziel. Ich will das ganze System zu einem krachenden Kollaps bringen und das gesamte heutige Establishment zerstören.»** Solche Bekenntnisse sind kein gutes Omen aus dem innersten Kern der neuen US-Regierung.

…und eine versöhnliche Stimme aus dem Osten

Wie anders tönt es heute aus dem Osten! Der russische Außenminister Lawrow rief kürzlich auf der Münchner Sicherheitskonferenz zu einer friedlichen Verständigung mit den USA auf und sprach von einer «Post-West-Weltordnung»: Zum Abschluss sagte er: «Wir stehen vor großen Herausforderungen und müssen Kompromisse finden. (…) Russland möchte mit niemandem einen Konflikt haben (…) Wir wollen einen Dialog, der zum Nutzen aller sein sollte (…), dann könnten wir (…) irgendwann eine Post-Fake-Ära erreichen.»***

Viel hängt gegenwärtig davon ab, ob Auferstehungsluft ins Denken und Empfinden einzieht und den Leichengeruch des toten Intellekts ersticken kann.

Thomas Meyer

* Adolf Wanner, Berühmte Gäste in Basel, Buchverlag der Basler Zeitung, 1982, S. 91 ff.
** Zitiert nach NZZ am Sonntag, 5. 2. 1917.
*** https://deutsch.rt.com/international/46670-lawrow-zeit-neue-weltordnung-eu-usa-sicherheitskonferenz/

Die Nato ist ein Angriffsbündnis – Ein Interview mit Daniele Ganser

Daniele Ganser gehört zu den klarsichtigen Kritikern des westlichen Militärbündnisses NATO wie auch der offiziellen Darstellung des fatalen Ereignisses vom 11. September 2001. Er beschäftigt sich ferner mit der Frage des «Peak Oil» und alternativer Energiequellen für das 21. Jahrhundert. Er begründete das Schweizer Institut für Friedensforschung und Energie (SIPER) und untersucht den globalen Kampf um Erdöl und die Chancen der Energiewende.

Ganser hatte jüngst einen kurzen Auftritt in Budapest, bei welchem alle angeführten Fragenkreise prägnant umrissen werden. www.youtube.com/watch?v=dsfROmgVN5U&feature=youtu.be

Das Interview aus dem Europäer JG 20, Heft 12:

PDF: Ganser: Die Nato ist ein Angriffsbuendnis_2016

 

Der 16. März – das Referendum auf der Krim

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Erster Weltkrieg: Wie die französisch-russische Allianz geschmiedet wurde

 

Die französisch-russische Allianz war das Ergebnis eines lange währenden Täuschungsmanövers. Frankreich wollte das Bündnis mit Russland, um die verlorenen Gebiete Elsass und Lothringen zurückzugewinnen. Der nachfolgende Artikel zeigt, wie zu diesem Zweck die Dreyfus-Affäre lanciert und die zaristische Regierung in das Bündnis hineinbetrogen wurde. Darüber hinaus unterstreicht er die Bedeutung der Staatsvisite des französischen Präsidenten Poincaré für den Ausbruch des Krieges. TM

Täuschungsmanöver und Weltpolitik

Holocaust und Reinkarnation – Barbro Karlén in Budapest (Okt. 2013)

Barbro Karlén sprach am 13. Oktober 2013 in Budapest vor rund 300 Menschen. Ihre Holocaust-Erinnerungen hat die 1954 geborene Autorin in dem Buch «…und die Wölfe heulten» niedergelegt. Ihr Schweizer Verleger hielt bei dieser Gelegenheit eine Ansprache, welche einen Überblick über die kontroverse Rezeption dieses Buches und der in ihm angesprochenen Sachverhalte gibt.

Im Anschluss an die Tagung machte Meyer ein Interview mit Karlén.

Ansprache und Interview sind hier als PDF zu finden. TM

Barbro Karlén, Anne Frank und der Holocaust

Antrag gegen den Vertrieb der SKA im Goetheanum

27. Februar 2014

Ein Antrag für die Generalversammlung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft vom 11./12. April 2014 fordert die Einstellung des Vertriebs des von C. Clement herausgegebenen SKA-Bandes 5 und weiterer geplanter Bände der Reihe Rudolf Steiner Schriften – Kritische Ausgabe. Die Begründungen der Antragsteller sind sachlich berechtigt. Der gesamte Antrag findet sich hier als PdF-Datei; ebenso das Editorial aus dem Europäer, Dez./ Jan. 13/14, welches von der von Clement auf Facebook verkündeten Taufe Rudolf Steiners im Jahre 1992 berichtet. TM

SKA-Antrag Februar 2014

Mormonen tauften Rudolf Steiner

Ein unmögliches Verlags-Bündnis – mit zwei neuen Beiträgen (17.1.14)

Die SKA ist laut Titelseite bei «frommann-holzboog – Rudolf Steiner Verlag» erschienen. Das erweckt naturgemäß den Eindruck einer Kompatibilität dieser Ausgabe mit der ursprünglichen Zielsetzung des Rudolf Steiner Verlages, Steiners Werk im Rahmen der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA) zu veröffentlichen und zu verbreiten. Dieser Eindruck ist irreführend.

Der zuerst erschienene fünfte Band der SKA – eine kommentierte Neuausgabe von Steiners Schriften Die Mystik (GA 7) und Das Christentum als mystische Tatsache (GA 8) – ist in methodischer und inhaltlicher Art, bei allen Verdiensten einzelner Stellenkommentare, problematisch und mit dem Kern der Geisteswissenschaft Steiners unvereinbar. Dies kommt bereits im Vorwort, vor allem aber in der Einleitung des Herausgebers Clement zum Ausdruck.

Wilfried Hammacher, bekannt als Regisseur, Schauspieler und Biograf Marie Steiners, schrieb eine kritisch-sachliche Rezension, welche auf die begründete und konsequente Forderung einer künftigen Lösung der Verlags-Allianz Fromann/Steiner Verlag hinausläuft.

Als jüngsten Beitrag veröffentlichen wir an dieser Stelle eine kritische Betrachtung von Arnold Sandhaus über die Rezeption der SKA in anthroposophischen Kreisen.

Als vorläufigen Abschluss bringen wir eine Blütenlese von Zitaten Clements über R. Steiner sowie ein Wort von D.N. Dunlop über die Notwendigkeit, die Geisteswissenschaft in ihrer Integrität zu erhalten. (Siehe auch das Editorial der Februar-Nummer des Europäer).

Im Folgenden findet sich als PDF herunterladbar:

Die Auswahl ist nicht abgeschlossen.

T.H. Meyer,
Chefredakteur der Monatsschrift Der Europäer

 

 

Zu Christian Clements Kritischer Ausgabe der Werke Rudolf Steiners

Materialien zur Urteilsbildung

Die folgenden zwei Artikel erschienen in der Novemberausgabe der Zeitschrift Der Europäer.

Sie wollen zur Urteilsbildung über die von Christian Clement gezeichnete, insgesamt auf acht Bände veranlagte Ausgabe beitragen. Der erste Band dieser Ausgabe wurde im August 2013 durch den Stuttgarter frommann-holzboog Verlag und den Rudolf Steiner Verlag Basel in Koproduktion publiziert.*

Die am Schluss des Artikels von Irene Diet angehängte satirische Zeichnung hat inzwischen zu einer Reihe von Facebook-Mitteilungen durch Christian Clement über die im Mormonentum üblichen Taufrituale geführt. Diese werden auch an Verstorbenen durchgeführt, durch sogenannte Stellvertretertaufen in einem Mormonen-Tempel. Die in der Satire fiktiv in Aussicht gestellte Taufe Rudolf Steiners hat laut Clement in Wirklichkeit bereits längst stattgefunden: am 22. Januar 1992.

Nicht nur die mangelnde Wissenschaftlichkeit Clements, auch die von ihm gebilligten, ungefragt vollzogenen Taufrituale solcher Art werfen ein Licht auf den geistigen Hintergrund seiner «Kritischen Ausgabe».

Thomas Meyer

PDF der Vollversion der Artikel: Zu Christian Clements Kritischen Ausgabe der Werke Rudolf Steiners

 

*Auf Amazon wird derzeit (3. November) nur der Steiner Verlag genannt.

Meteorregen aus dem Sternbild des Perseus

Meteorregen aus dem Sternbild des PERSEUS

Für die Nächte vom kommenden Samstag und Sonntag (11. und 12. August) rechnen Astronomen mit bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde, die aus der Richtung des Sternbildes des Perseus sichtbar werden. Perseus, der Überwinder der Medusa, ist der Michael der Griechen.

Die Besucher unserer Webseite mögen dieses wahrhaft kosmische Schauspiel nicht verpassen!

 

Eine wichtige Publikation zum Syrien- und Irankonflikt

Angesichts der immer lauter werdenden Forderrung nach einem gewaltsamen Regimewechsel in Syrien, welcher zum blutigen Präludium für den Angriff auf den Iran werden könnte, sei auf eine Publikation hingewiesen, die den Syrienkonflikt im Rahmen der Dämonisierung des Iran behandelt:

Michael Lüders, Iran: Der falsche Krieg – Wie der Westen seine Zukunft verspielt

Das Buch gibt einen guten Überblick über die Geschichte und Entwicklung des Iran im 20. Jahrhundert und analysiert u.a. die verlogene US-Interventionspolitik und den Einfluss der «Israel-Lobby auf den Gang derselben.

«Ein mutiges Plädoyer gegen einen Krieg, der dieses Jahrhundert prägen könnte wie der Erste Weltkrieg das vorige.»

 

Richtigstellung

Herr Dr. Christian Clement machte uns darauf aufmerksam, dass das von ihm eingerichtete Online-Archiv mit Werken Rudolf Steiners  weiterhin auf dem Server der BYU {Brigham Young University, Salt Lake City) zur Verfügung unter der Adresse: http://anthroposophie.byu.edu

Wir bedauern die Fehlinformation vom 17. Juni, dass dies nicht mehr der Fall sei.

Auf dieser Webseite findet sich auch eine eingehende Darstellung der von Clement initiierten historisch-kritischen Steiner-Ausgabe.

TM

Titanic und Titania

Am 14. April vor exakt hundert Jahren sank die Titanic. Zur gleichen Zeit war Rudolf Steiner auf einer Titania nach Finnland unterwegs….

 

Lesen Sie mehr: PDF: Die Titanic und die Titania

Schlüsseldokument zum US-Geldsystem von Paul O’Leary

Wir publizieren ein Schlüsseldokument zum US-Geldsystem von Paul O’Leary. Es heißt «The Federal Reserve System – Fiat Money and Fractional Reserve Banking». Für eine deutsche Fassung brauchen wir einen kompetenten Übersetzer.