Europäer November 2012 (Jg 17 / Nr. 01)

28.10.2012

Editorial:
Drei Interviews zu Geist, Macht und Geld

Was ich denke
Interview mit Thomas Meyer

USA, Europa und China – abhängig von Erdölimporten
Interview mit Daniele Ganser

Man könnte den Menschen die Augenbinden abnehmen…
Interview mit Guido Preparata

Apropos 84
PDFSelbständig denken statt Lateinisch lernen!
Boris Bernstein

Zum Licht-Aspekt in Dürers «Melencolia I»
Claudia Törpel

Kerberos – der Wächter an der Schwelle
Johannes Greiner

Das Merkur-Motiv
Erich Prochnik

Rätsel

Ron Pauls «End the Fed»
Franz-Jürgen Römmeler

Hieronymus Bosch und die Rosenkreuzer
Buchbesprechung
Heiner Frei

Leserbriefe

 

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Europäer November 2012 (Jg. 17 / Nr. 1)

 

 


Kategorie: Europäer-Archiv

Kaspar Hauser – eine Tragödie von Paul Michaelis

26.10.2012

Dieses Drama von Paul Michaelis (1901-1974) verwebt die historischen Tatsachen mit einer Geistesschau auf die spirituellen Hintergründe des Kampfes gegen die Mission Kaspar Hausers. Das zeigt bereits die erste Szene, welche die Maßnahmen schildert, die in einer «joint venture» von freimaurerischen und jesuitischen Interessen rund zehn  Jahre vor Kaspars Geburt gegen seine künftig Mission getroffen wurden.

 

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Kategorie: Buch-PDFs, Kultur

Drei Interviews zu Geist, Macht und Geld

25.10.2012

Die Interview-Welle hält an: Nach dem großen Interview mit dem französischen Kulturschaffenden Jacques Le Rider in der letzten Nummer bringen wir in diesem Heft gleich drei Interviews sehr unterschiedlicher Art.

Den neuen Jahrgang eröffnet ein Interview, das ein amerikanischer Anthroposoph und Diplomat auf Durchreise durch Basel mit dem Herausgeber Thomas Meyer führte.

Da sein Inkognito gewahrt sein musste, nennen wir ihn Alexander Nasmyth, in Anknüpfung an den amerikanischen Nationalökonomen William Nasmyth (1882–1920), der Rudolf Steiner 1919 in Berlin aufsuchte und ihm nach Steiner «besonders kluge Fragen» zur Dreigliederung stellte.* Meyer ergriff die seltene Gelegenheit, sich zu Zeitfragen, aber auch zum Zustand der anthroposophischen Sache innerhalb und außerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft offen und ungeschminkt zu äußern.

Ähnlich ungeschminkt äußert sich der ehemalige Waldorfschüler und heutige Dozent an der Historischen Fakultät der Universität Basel Daniele Ganser in einem Interview mit Meyer über den gegenwärtigen Kampf ums Öl und andere Ressourcen, der im Hintergrund der Kämpfe im Nahen Osten steht und auf den Iran überzugreifen droht. Auch zum derzeitigen Stand der ernstzunehmenden 9/11-Forschung – und die wird bis heute meist von akademischen Außenseitern getragen – äußert Ganser sich. Seine diesbezüglichen Aktivitäten hatten vor ein paar Jahren zu seiner Entlassung aus dem Lehrkörper der ETH geführt – eine Schande für die angebliche akademische Lehrfreiheit in der Schweiz. Ganser hat sich mittlerweile durch die Gründung einer AG für Friedensforschung und Energie (www.siper.ch)  ein unabhängiges wirtschaftliches und geistiges Standbein aufgebaut.

Das dritte, für den Europäer stark gekürzte Interview führte der deutsche Journalist Lars Schall mit dem Perseus-Autor Guido Preparata. Preparatas Buch Wer Hitler mächtig machte – wie britisch-amerikanische Finanzeliten dem Dritten Reich den Weg bereiteten erscheint demnächst in dritter Auflage. Die englische Pluto Press, die das Buch 2005 erstmals veröffentlichte, hat auf Grund von Pressionen davon Abstand genommen, eine Neuauflage zu veranstalten.

Dieses Buch könnte manchem die Augen öffnen für die reale Macht einer anglo-amerikanischen Elite von Plutokraten, welche sich der politischen und nationalistischen Strömungen bedient, um skrupellos Geschäfte zu machen. Ihr Arm reicht gegenwärtig in die vom ehemaligen Goldman-Sachs-Banker Draghi geführt EZB. Auf Schalls Webseite (www.larsschall.com) findet sich auch ein Interview mit dem amerikanischen Wirtschaftsdiagnostiker Max Kaiser, der auf RT-Moscow (http://rt.com/on-air) regelmäßig eine eigene Sendung betreut, in der er Winkelzüge der von ihm so genannten «banksters» enthüllt. Die zunehmenden Massenproteste in Italien, Spanien oder Griechenland sind nichts als ein Spiegel der menschenverachtenden Profitgier der gegenwärtigen Finanzplutokratie.

Kenner der Geisteswissenschaft werden nicht übersehen, dass hinter all den rechtsbrüchigen Machenschaften ein geistiger Kampf steht. Sein Urbild ist in der dritten Versuchung Christi zu finden, aus der in der Darstellung Steiners (siehe GA 148) klar werden kann, dass das Geld- und Wirtschaftsproblem in die Herrschaft Ahrimans gleiten muss – wenn es nicht aus freier Einsicht durch Menschen gelöst wird.

Thomas Meyer

* Siehe «George William Nasmyth und seine Begegnung mit Rudolf Steiners» von Jens Göken, in Der Europäer, Jg. 14, Nr. 1, November 2009.


Kategorie: Editorial

Selbständig denken statt Lateinisch lernen! (Apropos 84)

16.10.2012

Vor kurzem titelte die renommierte Süddeutsche Zeitung (SZ): «Risiken der Akupunktur: Schwindelerregende Stiche». Sie doppelte mit dem Untertitel nach: «Schwindelanfälle, Bewusstlosigkeit, kollabierende Lungenflügel: Die Nebenwirkungen der Akupunktur sind größer als gemeinhin angenommen. Vom Nutzen kann man das nicht behaupten.» Für den Schnellleser heißt das: Akupunktur nützt nichts, hat aber erhebliche Risiken. Doch Vorsicht: Schnelllesen kann bedeutende Nebenwirkungen haben. Lesen Sie deshalb auch hier die «Packungsbeilage.» Diese wurde in den Anfangszeiten dieser Kolumne immer wieder angeführt; in der letzten Zeit nicht mehr, weil sie als bekannt vorausgesetzt wurde. Sie lautet: «Werden wir richtig informiert? Nur wenn wir den Guru unserer eigenen individuellen Vernunft in der richtigen Weise wirksam werden lassen. Das heißt: wenn wir uns um die nötigen Informationen bemühen und sie denkend verarbeiten. Sonst laufen wir Gefahr, in die Irre geführt zu werden.»

Weiterlesen: PDF: Selbständig denken statt Lateinisch lernen! (Apropos 84)


Kategorie: Apropos

D.N. Dunlop and the accusation of plagiarism

07.10.2012

by Thomas Meyer

PDF: D.N. Dunlop and the accusation of plagiarism


Kategorie: Various Items (english)

Interview mit dem Germanisten und Kulturschaffenden Jacques Le Rider

01.10.2012

«Das einzig Wirkliche sind die einzelnen Individuen»

Jacques Le Rider (geb. 1954) ist für die meisten Europäer-Leser kein Unbekannter. Wir veröffentlichten in der Sommerdoppelnummer des Jahres 2000 einen längeren Aufsatz zu Nietzsches zweiter Unzeitgemäßer Betrachtung; in der Sommernummer 2003 brachten wir einen Auszug aus seiner französischsprachigen Auswahl aus Goethes autobiographischen Schriften, unter dem Titel Goethe, die Französische Revolution und Napoleon. Beide Betrachtungen sind als PdF auf unserer Webseite zu finden.

Le Rider, der in Paris einen Lehrstuhl für deutsche Kulturgeschichte innehat, ist vielleicht der beste gegenwärtige Kenner der multikulturellen Sphäre der «Wiener Moderne» der vorletzten Jahrhundertwende, wie besonders das (aus seiner Habilitationsschrift hervorgegangene) Werk Das Ende der Illusion – Die Wiener Moderne und die Krisen der Identität, Wien 1990, dokumentiert. Sein erstes eigenständiges Werk zum Wien des Fin de Siècle war die 1982 in Paris und 1985 in Wien erschienene Monographie Der Fall Otto Wei-ninger – Wurzeln des Antifeminismus und Antisemitismus. Wir widmeten diesem genialen, rätselhaften Ausnahmemenschen zum 100. Todestag am 4. Oktober 2004 einen Gedenkartikel (In memoriam Otto Weininger, in: Der Europäer Jg. 7 / Nr. 12 / Oktober 2003; ebenfalls als PdF zu finden). Rudolf Steiner sprach im zweitletzten seiner Karmavorträge am 21. September 1924 über Weiningers Leben, Werk und Schicksal, während er im letzten dieser Vorträge Ausführungen über das Karma seines eigenen Lehrers Karl Julius Schröer machte. Beiden Gestalten des Fin de Siècle war trotz ihrer sonstigen Ungleichheit nach Steiner gemeinsam, dass ihnen von früheren Erdenleben her eine reiche Spiritualität innewohnte, welche sich im äußeren Lebensgang nur durch große Hemmungen manifestieren konnte. Weininger und Schröer liegen beide auf dem Matzleinsdorfer Friedhof in Wien begraben, in Sichtweite nebeneinander.

Jacques le Rider wirkt im großen Stile als ein Vermittler mitteleuropäisch-übernationaler Kulturwerte in den französischen Sprachraum. So redigierte er u.a., zusammen mit Jean Lacoste, eine zweibändige französische Nietzsche-Ausgabe. Vor einigen Jahren publizierte er eine Neuübersetzung des zweiten Teils von Goethes Faust (Näheres siehe unten). Dies war der Anlass für mich, ihn um ein Interview für den Europäer zu bitten. Die Fragen wurden per Mail gestellt, jeweils eine Frage per Mail, so dass für Fragen und Antworten genug Atemraum blieb. Ich danke Jacques Le Rider für seine Bereitschaft, auf alle Fragen offen und differenziert einzugehen.

Thomas Meyer 

Hier das Interview mit dem Germanisten und Kulturschaffenden Jacques Le Rider als PDF


Kategorie: Interviews