Jg. 24/Nr. 2/3 Dezember/Januar 2019/20

11.12.2019

Editorial: 5G, Tao und die moderne Geisteswissenschaft

Freies Geistesleben – oder Denkverbot
Thomas Meyer

Die Sixtinische Madonna
Ricarda Meyer

Tod und Geburt als Weihnachtsereignis
Mario Betti

«Sie hörten mich wohl, 20 verstehen konnten sie mich nicht»
(R. Steiner)
Alexander Caspar

VON PEKING AUS GESEHEN
Christus in falscher Gestalt
Martin Barkhoff

Herman Melville
zu seinem 200. Geburtstag
Gerald Brei

Israel und Palästina
Martin Meyer

Faust
Monica von Miltitz

Novalis
Hans Börnsen

Von der Schönheit
Reto Andrea Savoldelli

BUCHBESPRECHUNG

LESERBRIEFE

Impressum

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

The Present Age Volume 5 / No. 6 September 2019

11.12.2019

Contents

Editorial
Impressions from a trip to the North

“Fioritura” – Florescence
Martin Meyer

Saharabbi or the Beginning and End of Kali Yuga
A spiritual journey by Countess Johanna von Keyserlingk under the direction of Rudolf Steiner

The Emergence and the Meaning of Kali Yuga
An aphoristic commentary by T.H. Meyer

Samuel Beckett on “The Philosophy of Freedom”
T.H. Meyer

The Loosening of the Etheric Heart since 1721
Harald Herrmann

THREEFOLDING: 100 YEARS
Karl Heyer: Esoteric Foundations and Aspects of Social Threefolding
Indications by Rudolf Steiner

September Calendar

The Solari Report, Copenhagen
T.H. Meyer and Niels Harrit
28 March, 2019

Are There Any Swiss Left in Switzerland?
Aphoristic Thoughts for the National Day
T.H. Meyer

Encounters
During My Anthroposophical Studies
Olaf Koob M.D.

Imprint

 

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5G, Tao und die moderne Geisteswissenschaft

11.12.2019

Impressionen von einer Vortragsreise nach China

Wie schon vor einem Jahr gab es auch diesen Herbst eine Gelegenheit zu einem zweiwöchigen Chinabesuch. Die erste Station war diesmal Shenzhen. Diese Stadt, etwa 100 km südlich von Honkong gelegen, ist heute die viertgrößte Stadt Chinas. Entstanden ist sie allerdings erst vor 38 Jahren! Es war in der ersten Nach-Mao-Zeit. Shenzhen entwickelte sich zu einer Metropole der hypermodernen Technologien. Hier wurde die unheilvolle 5G-Technologie erstmals entwickelt, durch den Techno-Giganten Huawai und nicht in den USA, wie man erwarten könnte.
Man befindet sich hier gewissermaßen auf der Speerspitze modernster Inven-
tionskraft.
Das vom Chinesen Wei Zheng arrangierte viertägige Seminar fand also in einer besonderen Stadtatmosphäre statt. Schon das Thema «Die Anthroposophie als modernste Erscheinungsform des Taoismus» stellte den denkbar größten Kontrast zu ihr dar.
Doch solche Kontraste sind essentiell: Wo der Materialismus mit seiner bornierten Super-Intellektualität am stärksten blüht, da kann nicht genug für den umfassenden Geist der Geisteswissenschaft gewirkt werden. Vier Waldorfschulen und eine Lehrerausbildungsstätte zeugen von solchem Wirken. Die etwa 30köpfige Zuhörerschaft war äußerst aufmerksam. Die Bitte, die natürlich hier erst recht verbreiteten Handys erst nach Abhalten des Unterrichts wieder einzuschalten, verfehlte ihre Wirkung nicht.
Die Darstellung führte über eine Skizze der spirituellen Weltevolution, wie sie in Steiners Geheimwissenschaft im Umriss, die mittlerweile auf Chinesisch übersetzt wurde, geschildert wurde, in die frühe atlantische Zeit.
Es war die Zeit der Ich-Geburt, in der die Geister der Form die Menschenwesen aus der Sonne herab mit dem Ich-Funken begabten. Diese Geister der Form wurden vom Atlantier als «der Große Geist» verehrt. Und der Klang TAO ertönte im Hinblick auf ihn und aus ihm heraus. Es war die Wurzelzeit am Baum des TAO-Erlebens der Menschheit.
Viel später, während der griechischen Michaelzeit, in der Plato und Aristoteles wirkten, entstand in China das tiefgründige Taoteking von Laotse. Es entsprach gewissermaßen der Blattbildung dieses Baumes ewiger, geistgetragener Entwicklung.
Ich konnte den Zuhörern ein schönes Gedicht von Bertolt Brecht vortragen lassen, welches die Entstehung des Taoteking beschreibt und zu meiner und der meisten Hörer Überraschung ins Chinesische übersetzt wurde. Ein kleiner Tribut eines mitteleuropäischen Dichters an die alte chinesische Spiritualität.
Die transdualistische Erlebnisweise des Tao pflanzte sich auch in Mitteleuropa fort. Der Stamm dieses Baumes lebte im Schaffen Goethes fort, der in seinem «Hymnus an die Natur» laut Steiner von einer «Tao-Empfindung» getragen war. Steiner forderte, dass dieser Empfindungsinhalt ins volle Bewusstsein getragen werde. Das tat er bereits in seinen Grundwerken. Die Philosophie der Freiheit geht konsequenterweise nicht von irgendwelchen Gegensätzen oder Begriffen aus, sondern von dem «Naturwesen in uns», das sich als die Fähigkeit zum Denken entpuppt.
Erscheint bei Goethe eine Arte Blüte des Taoimus, so bei Steiner die modernste Frucht desselben.
Konkrete Fragen würzten die gemeinsame Arbeit, die fortgesetzt werden wird.

Der finsteren Seite der Stadt entsprechend wurden in diesen Tagen auch aus den USA importierte Angriffe auf die Anthroposophie in China erörtert, die erneut als unwissenschaftlich eingestuft wird, wie dies auch die neuen Steiner Studies anstreben, die ab Januar 2020 erscheinen werden. Deren Hauptherausgeber Helmut Zander und Christian Clement haben allerdings nicht einmal einen klaren Begriff von dem, was wissenschaftliches Streben als solches ist, nämlich die Synthetisierung von Wahrnehmung und Begriff – gleichgültig, auf welchem Gebiete die Wahrnehmung liegt. Sie setzen willkürlich Wissenschaft mit Natur-Wissenschaft gleich und sind daher nicht dazu berufen, der Geisteswissenschaft den Wissenschaftscharakter abzusprechen. Der gleiche Geist, der in der hypermodernen 5G-Technik wirkt, sucht auch die von Steiner entwickelte Geisteswissenschaft zu diffamieren. Und dazu hat er geeignete Reineckes gefunden. Mögen wahre Anthroposophen diesen Sachverhalt durchschauen.

Ben Cherry, Begründer der chinesischen Waldorfschulen
Die nächste Station war Chengdu, in der Provinz Sichuan (Sezuan). Die Millionenstadt liegt in der Nähe Tibets, weshalb hier viele Exiltibeter anzutreffen sind.
Das wichtigste Ereignis vor dem zweitägigen Seminar über das TAO war die Begegnung mit Ben Cherry.
Der 1947 in Schottland geborene Cherry absolvierte die Eliteschule von Eton, deren Erziehungskorsett er später energisch abschütteln musste. Nach einem Studium in Cambridge befasste er sich mit vielen spirituellen Wegen, bis er der Anthroposophie begegnete, für die zu wirken sein Lebensziel wurde. Er regte 1994 in einem Teehaus in Chengdu in einem Gespräch mit den Besitzern zur Gründung einer Waldorfschule an. 2004 wurde ein Kindergarten eröffnet, ein Jahr später die erste Schule in Chengdu. Es ist von großer symptomatischer Bedeutung, dass Ben Cherry nicht nur dem britischen Erziehungs-Establishment den Rücken kehrte, sondern auch zum Pionier einer Bewegung in China wurde, die diesem Land und Volk etwas ganz Anderes zu bieten hat als unselige Opiumkriege, welche es im 19. Jahrhundert wirtschaftlich und physisch-seelisch zerrütteten.
Die inzwischen stark gewachsene Waldorfbewegung (rund 80 Schulen) ist so etwas wie ein karmischer Ausgleich für die tiefgreifenden Schäden, die der Westen in China angerichtet hatte.

Thomas Meyer, 12. November 2019, Shenzhen


Kategorie: Editorial, News

Europäer November 2019 (Jg 24 / Nr. 1)

12.11.2019

Editorial: Die reine Ätherströmung aller Menschheit

Michaels kosmisches Sabbatical
Thomas Meyer

«November»
Gedicht von Monica von Miltitz

Tagung in Zürich zu 9/11
Gerald Brei

Von der intuitiven Erkenntnis
Walter Johannes Stein

D.N. Dunlop
Johanna Gräfin von Keyserlingk

Johanna von Keyserlingks «Neue Astronomie»
Christian Lazaridès

Gedanken zum Jahr 1721
Jens Göken

Ukrainischunterricht
Andrei Nikitin

Jasminka Bogdanovic «Farbe und Portrait»
Ruedi Bind

FORUM
Maschinen können nicht denken
Eli Bernhard Larsen

Impressum

BUCHBESPRECHUNG

Eine Reiseepisode mit Rudolf Steiner
Dr. Stefan Engel

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Die reine Ätherströmung aller Menschheit

12.11.2019

Überall erblicken wir Konflikte. Im Politischen, im Wirtschaftlichen, im Zwischenmenschlichen. Das Spektrum reicht von harmlos scheinenden Streitereien bis zu ausgewachsenen Kriegen mit ihren Verheerungen und Zerstörungen. Es wäre unmöglich, eine konfliktlose Gegend der Welt zu nennen, insofern sie von Menschen bevölkert ist.
Wo Konflikt ist, herrscht die Zweiheit. Menschen entzweien sich untereinander, leben aber auch im inneren Zwiespalt. Dieser gehöre eben zum Kern der menschlichen Natur, meinen Viele. Von Kämpfen unter Menschen sprechen die Mythen aller Völker. Aber auch von Kämpfen in der ganzen außermenschlichen Welt. Berichten die Mythen nicht von unzähligen Götterkriegen? Der streitende Mensch befindet sich also sogar in mehr oder weniger guter Götter-Gesellschaft…
Das sei immer so gewesen und werde immer so bleiben, meinen Viele.
Ist dem so? «Immer» bezieht sich auf alles zeitliche Geschehen und Werden. Wie war es aber vor dem «Jetzt» und «Immer», das heißt vor dem Anfang der Zeit?

Schöpfung der Zeit
Darüber dachte schon der große Augustinus in seinen Bekenntnissen nach. Und er stellte die Frage, was Gott denn vor der Erschaffung der Zeit getan habe. Doch da er scharfsinnig bemerkte, dass die Frage in dieser Form gar nicht zu stellen ist, da sie mit ihrem «vor» bereits Zeit voraussetzt, eben bevor sie geschaffen war, antwortete er gleich selbst: Da habe Gott Ruten geschnitzt für unnütze Frager.
Aber Augustinus wollte damit nicht sagen, dass es keine «Zeit» gab, in der keine Zeit war. Dass die Schöpfung insgesamt nicht auch die Schöpfung der Zeit beinhalte.
Auch der griechische Mythos zeigt ein zeitschaffendes Wesen: den Chronos. Aber er zeigt ihn sogleich in Konflikt geraten mit seinem Vater Uranos, den er entmannt.
Hier fügt die moderne Geisteswissenschaft Rudolf Steiners eine sehr essentielle Ergänzung hinzu (25. 8. 1911, GA 129): «Erst mit dem Momente, da die Saturnentwickelung beginnt, setzt die Zweiheit in allem makrokosmischen Wirken ein. Diese Zweiheit deutet die griechische Mythologie dadurch an, dass sie den alten Saturn oder Kronos, wie ihn die alten Griechen nannten, zugleich zum Gegner seines Vaters, des Uranos, macht, und dadurch ist zugleich angezeigt, dass sie sich bewusst ist, dass ursprünglich eine Einheit aller makrokosmischen Kräfte vorliegt.» Und: «Als die Saturnentwicklung begonnen hat, besser gesagt, ‹bevor› sie noch begonnen hat, da ist die Ätherströmung aller Menschheit und aller Erdenentwickelung (…) noch eine einzige, und eigentlich entsteht in dem Momente, wo die Saturnentwickelung einsetzt, der Zwiespalt, die Zweiheit in den Kräften des Makrokosmos.»
Etwas von diesem Zwiespalt lebt von da an in allen Wesen, auch in allen mikrokosmischen Wesen wie dem Menschen fort. Aber ursprünglich war und ist er nicht. Am Ursprung stand die einig-harmonische Ätherströmung der Menschheit. Dieser sollen wir uns wieder zuzuwenden lernen.

Der Lebensstrom der Menschheit
Dies meditierend zu tun, ist ein Kernbeitrag zu jeder, auch aller äußeren Konfliktlösung, zunächst im einzelnen Menschen. Dazu gehört Selbstlosigkeit. Und die Hilfe durch das einzige makrokosmische Wesen, das den Zwiespalt niemals in sich getragen hat, und durch den ihm dienenden sieghaften Geist Michael.

Sieghafter Geist
Durchflamme die Ohnmacht
Zaghafter Seelen.
Verbrenne die Ichsucht,
Entzünde das Mitleid,
Dass Selbstlosigkeit,
der Lebensstrom der Menschheit,
Wallt als Quelle der geistigen Wiedergeburt.

In diesem Spruch Rudolf Steiners (in GA 40) wird von keinem anderen Lebensstrom gesprochen, als von der «Ätherströmung aller Menschheit», die vor aller Entwicklung war. Zu der wir uns, über allen Konflikt hinaus, wahrhaft friedenstiftend, erheben können. Denn wir atmen, wenn auch vielleicht nur für Augenblicke, in der Sphäre vor allem und nach allem Konflikt.

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

Die 9/11-Bewegung und ihr Erkenntnis-Defizit

10.10.2019

Pünktlich zum 11. September publizierte Catherine Austin Fitts ein Interview, das im März 2019 in Kopenhagen mit ihr und dem Redaktor dieser Zeitschrift stattgefunden hatte.1
Im Mittelpunkt des Gespräches stand Niels Harrit, emeritierter dänischer Chemieprofessor. Harrit hat die Nano-Thermit-Rückstände in den Türmen des WTC untersucht. Das Ergebnis sprach laut gegen die offizielle Version mit den windigen Erklärungen der Einsturzursachen (Kerosinbrand in den Flugzeugen etc.). Er enthüllt auch die Schlüsselrolle, welche die NATO und ihr Generalsekretär in den Tagen nach den Anschlägen in Brüssel spielte.
Ebenso pünktlich fand am 18. Jahresgedenktag der New Yorker Katastrophe in Zürich eine großangelegte Veranstaltung statt, an der Niels Harrit ebenfalls auftrat; neben Richard Gage und Daniele Ganser und Anderen. Keine Presse vor Ort, versteht sich; jedenfalls keinerlei nachfolgende Berichterstattung.
Ganser ist den Europäer-Lesern wohl bekannt, nicht zuletzt von der Veranstaltung im Basler Scala vom März 2018 her, welche viel Staub aufgewirbelt hatte: Eine ganze Reihe von maßgeblich sein wollenden «Anthroposophen» taten sich anschließend zusammen, um die Veranstalter und Redner als «Verschwörungstheoretiker» zu brandmarken, wobei sie gemeinsam ihre brillante Fakten-Ignoranz und -Aversion an den Tag legten.
Den Zug der unentwegten Wahrheitssucher hielt das nicht im Geringsten auf, wie gerade die jüngste Zürcher Veranstaltung mit dem ehemaligen Waldorfschüler Ganser belegt.
Der in Zürich ebenfalls auftretende Richard Gage vertritt seit vielen Jahren hartnäckig die Forderung nach Neu-Untersuchungen von 9/11 und benutzt als Einstieg dazu in erster Linie den Einsturz von Gebäude 7 (kontrollierte Sprengung). Wir werden über diese Veranstaltung im nächsten Heft berichten.
Der US-Publizist Craig Roberts – ein ehemaliger Finanzminister unter Reagan – schrieb zum 11. September 2019: 9/11: «Wissenschaftler der University of Alaska Fairbanks bestätigen die Sprengung von WTC 7». Immerhin die erste akademische kritische Untersuchung!2 Die Mainstream Presse übergeht das bis jetzt mit Schweigen. Roberts vermutet, dass diese Nachricht sofort vom «memory hole» verschluckt worden sei…

Aufforderung zur Geist-Erkenntnis
Warum ist die Auseinandersetzung mit 9/11 nach wie vor so wichtig? Das wohl schlimmste Ereignis zu Beginn des dritten Jahrtausends stellt ein so ungeheuer böses Machwerk dar, dass es die noch viel grundsätzlichere Auseinandersetzung mit dem Bösen und seiner Rolle in der Welt laut herausfordert. Zu dieser Forderung gehört, dass geisteswissenschaftlich längst erforschte übersinnliche Realitäten ernsthaft ins Auge gefasst werden: zum Beispiel die Welt von Phantomen, Spektren und Dämonen, auf die in dieser Zeitschrift mehrfach hingewiesen wurde.3
Die kritische 9/11-Bewegung hat diese Auseinandersetzung trotz all ihrer Verdienste um die Lügen-Demontage bis heute gemieden. Die erforderliche Erkenntnis des Bösen ist aber die wichtigste Konsequenz aus den furchtbaren Ereignissen. Leider ist auch die 9/11-Bewegung von der heute epidemisch verbreiteten Geistes-Furcht angesteckt. Versteht sie ihren Aufklärungsimpuls recht, muss sie de m inneren Anti-Geistes-Terror ebenso mutig ins Auge blicken lernen, wie sie das mit dem äußeren Terror und seiner vielfältigen Camouflage tut.
PS: Die Schweiz, leider sehr führend in der Verbreitung der neuen 5G-Technologie, erlebt zunehmenden Protest dagegen. Am 21. September kam es in Bern zu einer öffentlichen Forderung nach einem Referendum.4 Der Schweiz würdiger als das besinnungslose Geschäftemachen mit der neuen Technologie.

Thomas Meyer

_________________________

1  https://home.solari.com/solari-report-special-truth-telling-9-11-with-dr-niels-harrit-thomas-meyer

2 https://ine.uaf.edu/wtc7

3 Siehe u.a. Rudolf Steiners Vortrag vom 9. Juni 1908 (aus GA 101)

4 https://news.yahoo.com/health-fears-prompt-swiss-5g-revolt-031507130.html


Kategorie: Editorial, News

Europäer Oktober 2019 (Jg 23 / Nr. 12)

10.10.2019

Editorial: Die 9/11-Bewegung und ihr Erkenntnis-Defizit

Die Auseinandersetzung mit dem Bösen und Goethes «Faust»
Thomas Meyer

Eine Reise mit Rudolf Steiner
von Berlin nach Dresden 1919
Johanna Gräfin von Keyserlingk

Die neuen Offenbarungen der Archai
Harald Herrmann

Zur Absurdität der Klimareligion
Gerald Brei

Gedanken zur CO2 -Diskussion
Heidrun Christner / Christel Traut

Fragwürdige Verbindung von zwei Symbolen
Christian Lazaridès

Eine siebenfältige Form
Anregung Rudolf Steiners zum 7. Bild der «Pforte der Einweihung»
Wilfried Hammacher

Roland Dunkel
Ausstellung in Basel
Ruedi Bind

BUCHBESPRECHUNG

William Turner in Luzern
Jasminka Bogdanovic

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

The Present Age Volume 5 / No. 4/5 July/August 2019

30.09.2019

Contents

Editorial
Beings of Lies and Truth

The First Dissertation on Anthroposophy
W.J. Stein’s Pioneering Achievement and its Acknowledgment by Vienna University

“Nothing but the Philosophy of Freedom”
A Contribution on the History of Rudolf Steiner’s Life – a conversation with Rudolf Steiner by W.J. Stein

“Invent a New Art…”
Conversations and Meetings with Rudolf Steiner, by Countess Johanna von Keyserlingk (Part Three)

Are There Any Swiss Left in Switzerland?
Aphoristic Thoughts for the National Day
T.H. Meyer

The Framework Agreement between Switzerland and the EU
Andreas Flörsheimer

LETTER FROM STOURBRIDGE
From ‘No Deal’ to New Vision: Britain Today and the EU
Terry Boardman

July Calendar

August Calendar

THREEFOLDING: 100 YEARS
Karl Heyer: Esoteric Foundations and Aspects of Social Threefolding
Indications by Rudolf Steiner

1879 – 1912/13
The “Soul Calendar” in the Two Streams of Time
or the Christ Language About Nature
Bernd Lampe

Integrity & Our Access to Divine Intelligence
Catherin Austin Fitts Interview with T.H. Meyer

BOOK REVIEW

Imprint

 

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Beings of Lies and Truth

30.09.2019

Nothing happens in the world one-sidedly.
R. Steiner

 

Rudolf Steiner once referred to “mendacity as the basic trait of public life in our time”. That was in August 1920. Today, almost a hundred years later, the truth of this statement cannot be moderated; on the contrary, this basic trait has in the meantime permeated everything – science, politics, spiritual strivings, etc., in short, our entire public life.
We do not need to say much about lying in politics. It pursues its aims mostly with power and pressure, and through the mainstream media. This is why especially countries with a vestige of freedom are being targeted. Like Switzerland. Are there still any Swiss in Switzerland? This is no chauvinist, patriotic question about being overwhelmed by foreigners.
It’s aimed at the weakening roots of the original notion of freedom in the former Swiss Confederation (Eidgenossenschaft). Are the so-called “framework conditions” advantageous for the EU or for Switzerland? See the analysis by Andreas Flörsheimer on p. 22.
In the EU mendacity may be becoming ever more apparent. Recently, on the basis of the latest research, a courageous Frenchman clearly demonstrated the un-European manner in which today’s EU emerged, namely, via the forces of the CIA and the Vatican, which could already be read in the final part of my biography of Ludwig Polzer-Hoditz, who inspired this present journal.1
Philippe de Villiers reveals some new connecting threads. Robert Schuman, who is revered – delusionally – as the ‘founding father’ of the EU, cultivated relations with the Pétain regime [Vichy], and his ‘founding brother’ Jean Monnet did the same with the CIA. The latter, according to Villiers, was not even the author of his own “Memoirs”, apart from their final passages. On 23 April, the birthday of Ludwig Polzer-Hoditz, the Swiss newspaper Zeit-Fragen [Zurich] “coincidentally” carried an interview with de Villiers which is worth reading.
Andreas Bracher, our colleague here at Der Europäer and The Present Age, who edited Polzer-Hoditz’s book Das Mysterium der europäischen Mitte [The Mystery of Middle Europe], is mentioned in Zeit-Fragen as someone “who has questioned the sacrosanct European ideology”.2 It is good that such connections have become visible in the uncovering of the most blatant lies!
But what do today’s mainstream “Anthroposophers” say about today’s EU construct? They want to incorporate the pentagon-dodecahedron of the Foundation Stone into the EU’s 12-star symbol, which is demonstrably traceable to Catholic sources! This is the expression of their much hoped-for “Anthroposophical” spiritualisation of this political monstrosity, which from its very beginnings was doomed to failure – and to this end they are organising in August the 10th “Soul of Europe Conference”, this time in Brussels.3
To the darkening mendacity of our times belongs everything that has to do with the case of Julian Assange. If, after his arrest in London on 11 April, it comes to him being extradited to the United States through a prior agreement with the UK Home Office, we can expect one of the worst public show trials in modern history. The US dictators are likely to set an example with Assange that is directed against all liberal tendencies.

With regard to Der Europäer: Helmuth Zander, who cannot refrain from poking around in what he considers to be Anthroposophy, refers in a new publication to “insiders”, according to whom the monthly edition of our German language magazine, Der Europäer, supposedly does not exceed two to three hundred copies. They cheer too soon. In reality, the number is many times more than that: Zander’s insiders evidently are not to be found standing inside the truth.

From a spiritual perspective, the lord of lies is Ahriman. In his current incarnation he is drawing the forces of his subterranean lair (the sixth layer of the earth) up to the surface. This explains the ahrimanisation of all current earthly affairs.
Parallel to this, souls who are filled with the spirit of Michael bring a piece of heaven down to earth. These are the souls who know that the uncovering of lies is a powerful service to the truth. They know that in the end. ‘all lies have short legs’ [i.e. come to grief]. They also know that through the Mystery of Golgotha “the sting was already taken” from Ahriman’s activity once and for all, as Rudolf Steiner once said. With farsightedness then, no-one need to lose his balance because of ‘short-legged’ lies and fall into fear and terror.

T.H. Meyer

_________________________

1   Thomas Meyer, Ludwig Polzer-Hoditz – A European, Basel 2nd. ed. (Eng. transl.) 2014.

2   Andreas Bracher, Europa im amerikanischen Weltsystem, Basel, 5th ed.

3  http://soulofeurope2019.eu/

4   On 2 April 1922, GA 223.

 


Kategorie: TPA Editorial

Dr. med. Daphné von Boch: Von Kinderkrankheiten bis zur Grippe?

21.09.2019

Das Thema der Impfung bewegt die Gemüter. In einem vor kurzem erschienenen Dokumentarfilm stehen die Eltern vor der Entscheidung, ob sie ihr Kind impfen lassen sollen. Da heißt es:…

Weiterlesen: (Ist Impfung sinnvoll? (Impfen: Von Kinderkrankheiten bis zur Grippe?))


Kategorie: Zeitgeschichte

Europäer September 2019 (Jg 23 / Nr. 11)

07.09.2019

Editorial: Impressionen von einer Nordlandreise

Saharabbi oder der Anfang und das Ende des Kali Yuga
Eine Geistreise von Johanna Gräfin von Keyserlingk

Die Bedeutung des Kali Yuga
Ein aphoristischer Kommentar Thomas Meyer

Phänomene in Natur und Kosmos am Todestag Rudolf Steiners
Werner Schäfer

Begegnungen
aus meiner anthroposophischen Studienzeit
Dr.med. Olaf Koob

Samuel Beckett und «Die Philosophie der Freiheit»
Thomas Meyer

Die Lockerung des Ätherherzens seit 1721
Harald Herrmann

5G – Der finale Angriff
Jeremy Naydler

Emil Molt und Hermann Hesse
Eine schicksalhafte Begegnung
Dr. Christin Schaub

Buchbesprechung

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Impressionen von einer Nordlandreise

07.09.2019

Diesmal konnte ich dem knalligen schweizerischen Nationalfeiertag glücklich entfliehen. Die Eidgenossen – einst conspirati genannt, Schwurleistende auf den alten Geistesbund, – begannen in der Ferne zu entschwinden. Neue Horizonte öffneten sich. Finnland hieß den Reisenden willkommen. Erste gute Nachricht: Finnland ist nicht in der NATO, im Gegensatz zu Norwegen und Dänemark. 70% der Bevölkerung sind dagegen, auch wenn die Regierung immer wieder Versuche macht. Nördlich des 60. Breitengrades herrscht ein anderes Klima, auch ein anderes Geistesklima. Von verschiedener Seite wurde ich auf das Kalevala angesprochen, das große Epos der Finnen. Es hat einen weiteren Zeitradius als alle anderen europäischen Mythen. Es reicht zurück bis in die hyperboräische Zeit, als die Sonne noch in der Erde war. Als noch keine Geschlechtertrennung waltete und ein reiner Sonnenimpuls herrschte. Die Griechen wussten, dass ihr Sonnengott Apollo im Winter die hyperboräischen Regionen aufsuchte, die man weder zu Schiff noch zu Lande erreichen konnte. Delphi war ein Ableger der ursprünglichen nordischen Mysterien.
Bei dieser Geistesweite lässt sich besser atmen. Kein Zufall, dass der Finne Pekka Ervast Rudolf Steiner zum Hierarchien-Zyklus nach Helsinki einlud (GA 136). Er schrieb später das Werk «Der Schlüssel zur Kalewala» und verfasste ein Stück über H.P. Blavatsky, das zum 100. Geburtstag von H.P.B. 1931 in Helsinki aufgeführt wurde. Blavatsky ist zweifellos die spirituell bedeutendste Persönlichkeit im Vorfeld des Wirkens Steiners.
Ein mehrtägiges Seminar mit aufmerksamsten Teilnehmern – darunter eine ganze Anzahl Lehrer – widmete sich in der Waldorfschule von Helsinki dem Impuls und der Welt der Philosophie der Freiheit, in vielen Schattierungen. War es doch das Werk, von dem Steiner sagte, dass es Jahrtausende überdauern würde.
Zum Abschied erhielt ich ein zauberhaftes Geschenk von farbigen Filzfiguren aus der Mariatta-Episode des Kalevala. Herzerwärmend, wie alles, was jenseits des kalten Boreas-Windes im hyperboräischen Lande liegt…
Am Sonntag der Abfahrt durfte ich im Zweig über den zweiten Vortragszyklus Steiners in Helsinki sprechen. Ich beschränkte mich auf die darin in einzigartiger Weise geschilderte «Perle des Hellsehens», welche das Ende der alten Hellsichtigkeit wie auch den besten Beginn des neuen, modernen Hellsehens darstellt (GA 146).
Finnland birgt eine große Vergangenheit, aber auch eine große Zukunft. Möge es allen Erstickungs-, Erkältungs- und Geist-Verdumpfungskräften widerstehen!

An der Grenze zu Russland wurde kein Gepäck untersucht – außer das Geschenkpaket mit den Mariatta-Figuren. Und der Zollbeamtin, die vielleicht Devisen oder Kokain witterte, entrang sich ein leises Lächeln.
Die erste Frage richtete ich an den Taxifahrer auf dem Weg zum Hotel: «Was halten Sie von Putin?» Die salomonische Antwort war: «Besser als Jelzin.»
Petersburg war voller Touristen. Ich nahm Zuflucht im wenig besuchten Dostojewski-Museum, das hervorragend und sorgfältig ausgestattet ist. Das einzige große Gemälde war der Basler Holbein: der Leichnam Christi. So stark ist der Roman Der Idiot hier verwurzelt, in dem das ausnehmend hässliche Gemälde eine große Rolle spielt; auch noch Lenin war davon fasziniert, als er 1916 Basel besuchte.
Der Jussupow-Palast war eine Überraschung, voller Kostbarkeiten, mit einem zweistöckigen Theater im Palastinneren, einem Konzertsaal und Gemäldegalerien. Im ausgedehnten Kellergeschoss, wo einst die Junggesellenwohnung des reichen Fürsten lag, lud dieser im Dezember 1916 Rasputin zu einem Nachtmahl ein. Shakespearsche Szenen. Das Zyankali wirkte nicht. Umsonst erschoss ihn Jussupow. Schließlich feuerte der britische Geheimdienstoffizier Oswald Rayner den Gnadenschuss ab. All dies ist im Text zur Ausstellung offen vermerkt. Rasputin war das große Hindernis für die britischen Intentionen, das sozialistische Experiment durchzuführen und die Zarenfamilie zu liquidieren. Prophetisch sind die Worte Rasputins: «Ich fürchte nichts für mich selbst, aber ich fürchte für das Volk und die königliche Familie, denn wenn man mich tötet, wird das Volk leiden und der Zar wird verschwinden.»

So erhaben die Gesinnung des Kalevala ist, so niederträchtig die Liquidierung Rasputins.
Eine versöhnliche Note erklang plötzlich in der Eremitage, im Raum der Rembrandt-Werke. Ich blieb wie gebannt stehen, weniger wegen der Masse von Leuten als wegen der Ausstrahlung des Gemäldes vom «Verlorenen Sohn». Ist nicht jeder Mensch ein verlorener Sohn, der aus allen Irrungen herausfinden kann und vom «Vater» deshalb besonders geliebt wird?
In Zarskoje Selo führte ich schließlich ein Gespräch mit einem russischen Verlegerehepaar, von dem noch die Rede sein wird. Vor einer Plastik mit dem Namen «Perseus». Die Sterne wölbten einmal mehr den Horizont.

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

Christian Lazaridès: Wenn man zwei Symbole unangemessenerweise koppelt…

25.07.2019

1/ Schon im Januar 2019 in Bruxelles, unter dem Titel « Looking for the Soul of Europe » (Auf der Suche nach der Seele Europas), luden die Jesuiten ein…

Weiterlesen: (Wenn man zwei Symbole unangemessenerweise koppelt… (Ein Akt des spirituellen Hochverrats))


Kategorie: Zeitgeschichte

The Present Age Volume 5 / No. 3 June 2019

15.07.2019

Contents

Editorial
“The Passage from Good to Evil”

Estate – High Summer
Martin Meyer

“It is Necessary to Clarify the Facts”
World-historical events in Spring 1919
T.H. Meyer

‘Reflections and Memories’
Helmuth von Moltke

June Calendar

THREEFOLDING: 100 YEARS
Karl Heyer: Esoteric Foundations and Aspects of Social Threefolding
Indications by Rudolf Steiner

The Lions and the Three Divine Promises
From: “Conversations and Encounters with Rudolf Steiner” by Countess Johanna von Keyserlingk (Part Two)

Moses on Mt. Horeb
An ‘I Meditation’ in the Spirit of Michael
Mario Betti

The Rhine
Poem by Wilfried Hammacher

Announcements

The New Way of Seeing in the Aesthetics of the Arthur Stream
Liane Collot d’Herbois, Arnold Böcklin and Fercher von Steinwand
Imanuel Klotz

READERS’ LETTERS

Imprint

 

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Kategorie: TPA archives, TPA current

“The Passage from Good to Evil”

15.07.2019

“No more and no less than the passage from good to evil” – This is the answer given by the spirit summoned by Lessing’s Faust when Faust asks him how fast he is.
Evil and speed – an insightful thought on Lessing’s part!

The world is in fact in a state of feverish acceleration, if not to say acceleration madness. On all the billboards across Switzerland, against a background of large construction sites, cities or beautiful lakeland landscapes, is emblazoned the new ultimate buzzword known as 5G. It comes as a Christmas present yet to be opened, accompanied by the happy message trumpeted from the rooftops that it is good news for everyone. What is its merit? To be faster than anything before it. A DVD can now be downloaded in seconds, to say nothing of its other much-vaunted advantages. Health concerns are dismissed as “unscientific”. And behind such concerns, as William J. Broad informed us on 14 May in the renowned New York Times, astonishingly, – are the Russians! In all seriousness, the news channel RT America was held responsible for the resistance against the ultra-fast introduction of the super-fast 5G after the broadcaster, indeed all of Putin’s Russia, had already been blamed for Hillary Clinton’s electoral defeat. Or maybe the NYT was not so serious? After all, it is in business with Verizon, the US I.T. giant, all under one roof. All clear? Thus has one of the most prestigious US newspapers mutated in the shortest time into an advertising sheet for economic and surveillance interests.
That Broad’s article was treated with respect in the Swiss press was no less grotesque. The headline of the free newspaper 20 Minutes was:
“This is why Russia wants us to be afraid of 5G.” Fear is the reverse side of the excessive addiction to speed. Fear of missing the connection, fear that Switzerland will lose out as a place to do business. But what is this crazy whirling dance actually?
On 13 May RT America featured a perceptive, sometimes amusing analysis of this farce, presented by Rick Sanchez. Following the irresponsibly forced introduction of 5G technology, the international situation could become so acute – for example, in view of the narrow-minded warmongering stance by NATO and the USA towards Iran – that something might have to happen that Rudolf Steiner referred to after the rejection of the German peace offer during the First World War: an intervention by the spiritual world and its powers through natural or other disasters. Or in the words of the Spirit of the Elements in the fourth scene of Steiner’s First Mystery Drama:

“Spirits would have to break worlds
Before your actions within the course of time
Bring devastation and death to the eternities.”

What a contrast: evil occurs daily at a hellish speed.
What is spiritual and good advances only at a snail’s pace. But it goes on for millennia!

 

T.H. Meyer


Kategorie: TPA Editorial

Wesen der Lüge und der Wahrheit

07.07.2019

Nichts geschieht einseitig in der Welt. R. Steiner

Rudolf Steiner bezeichnete einmal die «Verlogenheit als Grundzug des öffentlichen Lebens unserer Zeit». Das war im August 1920. Heute, fast ein Jahrhundert später, lässt sich diese Aussage nicht abmildern; im Gegenteil: Dieser Grundzug hat inzwischen alles durchsetzt, Wissenschaft, Politik, spirituelle Bestrebungen usw., kurz das ganze öffentliche Leben.

Was sagt die Wissenschaft heute zum Impfen?  Ein «Muss» für jeden vernünftigen Menschen. Impfzwang ist überall im Vormarsch. Was sagt die Geisteswissenschaft? Ein Verbrechen, insbesondere die Abschaffung von Kinderkrankheiten, wenn nicht aller Krankheiten. Diese dienen nämlich einer erhöhten Gesundheit. (Siehe den Artikel von Daphné von Boch auf S. 13)

Über das Lügen in der Politik brauchen wir nicht viel Worte zu machen. Sie verfolgt ihre Ziele meist mit Macht und Druck, und durch die Mainstream Medien. Deshalb werden insbesondere Länder mit freiheitlicher Rest-Gesinnung ins Visier genommen. Wie die Schweiz. Gibt es noch Schweizer in der Schweiz? Dies ist keine chauvinistisch-patriotische Frage im Hinblick auf sogenannte «Überfremdung». Sie zielt auf den morschen Wurzelgrund der freiheitlichen Ur-Gesinnung der einstigen Eidgenossenschaft.

Sind die sogenannten Rahmenbedingungen mit der EU für die Schweiz oder die EU von Vorteil? Siehe die Analyse von Andreas Flörsheimer auf S. 8.

In Europa tritt die Verlogenheit vielleicht noch stärker in Erscheinung. Hat doch jüngst ein mutiger Franzose aufgrund neuster Recherchen überdeutlich nachgewiesen, wie un-europäisch die heutige EU entstanden ist. Nämlich aus Kräften der CIA und des Vatikans, was schon im Schlussteil meiner Biografie über Ludwig Polzer-Hoditz, der die vorliegende Zeitschrift inspiriert hat, nachzulesen ist.

Philippe de Villiers weist neue Verbindungsfäden nach. Der illusionär verehrte Gründungsvater Robert Schuman pflegte unter anderem Beziehungen zum Regime Pétains, sein Gründungs-Bruder Jean Monnet zur CIA. Letzterer, so Villiers, war, bis auf die Schlusspassagen, nicht einmal der Verfasser seiner eigenen «Memoiren». Die Zeit-Fragen brachten «zufälligerweise» am 23. April, dem Geburtstag von Ludwig Polzer-Hoditz, ein lesenswertes Interview mit de Villiers. Der Europäer-Mitarbeiter und Herausgeber von Polzers Buch Das Mysterium der europäischen Mitte, Andreas Bracher, wird in den Zeitfragen als Persönlichkeit angeführt, «der die sakrosankte Europa-Ideologie in Frage gestellt» hat.

Schön, dass derartige Querverbindungen bei der Aufdeckung dreister Lügen sichtbar werden!

Doch was sagen die Mainstream-
«Anthroposophen» zum heutigen EU-Gebilde? Sie wollen dem 12-Sterne-Symbol, das nachweislich auf katholische Quellen zurückgeht, das Pentagon-Dodekaeder einverleiben! Als Wunschausdruck einer erhofften «anthroposophischen» Spiritualisierung dieses von Anfang an zum Scheitern verurteilten Polit-Monstrums – und veranstalten dazu im August die zehnte Soul-of-Europe-Konferenz, diesmal in Brüssel.

In die Lügenverfinsterungen unserer Zeit gehört alles, was mit dem Fall Julian Assange zusammenhängt. Falls es nach seiner Verhaftung in London am 11. April effektiv zu einer durch das britische Innenministerium bereits genehmigten Auslieferung in die USA kommt, ist mit einem der schlimmsten öffentlichen Schauprozesse der neueren Geschichte zu rechnen. Die US-Diktatoren dürften mit Assange ein gegen alle freiheitlichen Tendenzen gerichtetes Exempel statuieren.

*

A propos Der Europäer: Helmuth Zander, der es nicht lassen kann, in dem, was er für Anthroposophie hält, herumzustochern, beruft sich in einer neuen Publikation auf «Insider», laut denen die Auflage unserer Zeitschrift zwei bis dreihundert Exemplare nicht überschreiten dürfte. Zu früh gejubelt. In Wirklichkeit beträgt sie ein Vielfaches davon: Zanders Insider stehen nicht auf der Innenseite der Wahrheit.

*

Konkret spirituell betrachtet: Der Herr der Lüge ist Ahriman. Bei seiner gegenwärtigen Inkarnation zieht er die Kräfte seines unterirdischen Wohnsitzes (die sechste Erdschicht) zur Erdoberfläche hinauf. Das erklärt die Durchahrimanisierung aller gegenwärtigen Erdenverhältnisse.

Parallel dazu wird von Seelen, die von Michael durchdrungen sind, ein Stück Himmel auf die Erde heruntergetragen. Das sind die Seelen, die wissen, dass das Aufdecken von Lügen ein gewaltiger Wahrheitsdienst ist. Die wissen, dass letzten Endes alle Lügen kurze Beine haben. Und die wissen, dass schon durch das Mysterium von Golgatha dem Wirken Ahrimans ein für alle Mal «die Spitze abgebrochen wurde», wie Rudolf Steiner einmal feststellte. Niemand soll daher über – weitsichtig gedacht – kurzbeinigen Lügen das Gleichgewicht verlieren und in Furcht und Schrecken verfallen.

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

Europäer Juli/August 2019 (Jg 23 / Nr. 9/10)

07.07.2019

Editorial: Wesen der Lüge und der Wahrheit

Gibt es noch Schweizer in der Schweiz?
Thomas Meyer

Das Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU
Andreas Flörsheimer

Impfen – eine Kontroverse
Dr. med. Daphné von Boch

Beurteilung der Dissertation von W.J. Stein
Philosophische Fakultät Wien

Das «Haager Gespräch»
Walter Johannes Stein

Margaret Fuller
Bernhard Kuhn

Lehrgespräche mit R. Steiner  (Teil 3)
Johanna Gräfin von Keyserlingk

Aspekte des «Seelenkalenders»
Bernd Lampe

Buchbesprechungen
Beckett in seinen Briefen
Ruedi Bind

Helmut Hauck, «Späte Begegnung»
Peter Stühl

Impressum

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Europäer Juni 2019 (Jg 23 / Nr. 8)

07.06.2019

Editorial: «Der Übergang vom Guten zum Bösen»

Klarstellung der Tatsachen
Weltgeschichtliche Ereignisse 1919
Thomas Meyer

Betrachtungen und Erinnerungen
Helmuth von Moltke

Lehrgespräche mit Rudolf Steiner (Teil 2)
Johanna Gräfin von Keyserlingk

Die Dreigliederung als Inspiration der Templer
Bernardo Steiner

Moses auf dem Horeb
Mario Betti

Brief aus Boston
Elaine Pagels
Andreas Bracher

Neues Schauen in der Kunst
Imanuel Klotz

Der Rhein
Wilfried Hammacher

Leserbriefe 

«Pfingsten»
Monica von Miltitz

Danksagung

Impressum

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

«Der Übergang vom Guten zum Bösen»

07.06.2019

Dies ist die Antwort, die der vom Lessing‘schen Faust beschworene Geist gibt, als Faust sich bei ihm erkundigt, wie schnell er ist –  nämlich «nicht mehr und nicht weniger als der Übergang vom Guten zum Bösen».

Das Böse und die Geschwindigkeit – ein geistreicher Gedanke Lessings!

Die Welt befindet sich tatsächlich im Geschwindigkeitsfieber, um nicht zu sagen im Geschwindigkeitswahn. Von allen Plakatwänden der Schweiz prangt, auf dem Hintergrund großer Bauplätze, Städte oder schöner Seelandschaften, das neue Nonplusultra namens 5G. Es kommt als Weihnachtsgeschenk daher, bevor es ausgepackt ist, begleitet von der von den Dächern posaunten Frohen Botschaft, dass es zum Besten aller Menschen sei. Was ist sein Verdienst? Schneller zu sein als alles Bisherige. Eine DVD kann nun in Sekunden heruntergeladen werden, von den anderen gepriesenen Vorzügen ganz zu schweigen.

Gesundheitsbedenken werden als «unwissenschaftlich» weggewischt. Und hinter solchen Bedenken stecken, wie uns am 14. Mai erstaunlicherweise die renommierte New York Times weismachte – die Russen! Verfasser: William J. Broad. Allen Ernstes wird der Nachrichtensender RT America für den Widerstand gegen die ultraschnelle Einführung des supraschnellen 5G verantwortlich gemacht, nachdem man den Sender, ja das ganze Russland Putins, schon für die Wahlschlappe Clintons verantwortlich zu machen suchte. Oder doch nicht so viel Ernst? Die New York Times steckt nämlich geschäftlich mit Verizon, dem US-IT-Giganten, unter einer Decke. Alles klar? So mutierte eine der renommiertesten US-Zeitungen in kürzester Zeit zum Werbeblatt für Wirtschafts- und Kontrollinteressen.

Dass Broads Artikel auch in der Schweizer Presse mit Ehrfurcht behandelt wurde, macht die Groteske nicht besser. Die Gratiszeitung 20 Minuten titelte: «Darum will Russland, dass wir Angst vor 5G haben.» Angst ist die Rückseite der maßlosen Geschwindigkeitssucht. Angst, den Anschluss zu verpassen, etwa den des «Wirtschaftsstandorts Schweiz». Doch was steht denn in diesem wahnwitzigen Wirbeltanz überhaupt noch?

RT America brachte am 13. Mai eine von Rick Sanchez geführte treffende, mitunter auch witzige Analyse dieser Schmierenkomödie. –

Zusätzlich zu der verantwortungslos forcierten 5G-Technik könnte sich die internationale Lage derart zuspitzen – etwa angesichts der bornierten Kriegstreiberei der NATO oder der USA gegen Iran –, dass etwas eintreten müsste, mit dem Rudolf Steiner nach der Zurückweisung des deutschen Friedensangebots schon während des Ersten Weltkriegs gerechnet hatte: ein Eingreifen der geistigen Welt und ihrer Mächte durch Natur- oder andere Katastrophen. Oder mit den Worten des Geistes der Elemente im dritten Bild des ersten Mysteriendramas:

«Es müssen Geister Welten brechen,
Soll euer Zeitenschaffen
Verwüstung nicht und Tod
Den Ewigkeiten bringen»

Welch ein Kontrast: Böses geschieht täglich mit Höllenschnelligkeit. Geistig-Gutes schreitet nur im Schneckentempo vorwärts. Doch wirkt es durch Jahrtausende!

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

The Most Dangerous Extremism

05.06.2019

There’s currently much talk about extremism. Even the mere word is enough to send a shiver down the spine of many people. Right-wing extremism is held to be particularly bad, but left-wing extremism is not much better. The issue is by no means as static and definitive as one might think, because experience shows that a political radical left-wing position can easily turn into its opposite. Haven’t former leftists like Joschka Fischer sometimes suddenly turned to the right, in his case, a former opponent of the Vietnam War suddenly approving of the bombing of Serbia? Extraordinarily reprehensible, of course is everything that heads in a ‘brown’ (Far Right) direction. In Germany, some people might point to the AfD as an example and say, “Resist the beginnings” (of fascism). But how can they make that claim when the AfD is the only party that openly criticises Merkel’s current senseless policies – on opening the door to mass immigration or on ratifying the UN migration pact? Or her straitjacket-like adherence to the Schengen Agreement? Why don’t the “respectable” governing parties make such criticisms on a grand scale?
It is certainly unfortunate when a basically reasonable position is represented by people who can summon up memories of bad times in Germany But was the criticism of the Versailles Treaty 100 years ago unreasonable, just because it was made primarily by the one who “was led” (J. Tautz) by dubious forces? Certainly not. But that the wrong people represent a right cause is not only a misfortune, it’s also a consequence of the failure of those who should know better but are afraid to stand against “political correctness” and who prefer to leave the necessary criticism to those who can be easily and rightly criticised for other reasons.

Political extremism can only flourish when a healthy middle is unable to gain a hearing between the extremes in the social organism. And what would be a healthy middle, especially in Europe? It is the barely visible community of people who, since the beginning of the Age of Michael (i.e. since 1879) and of the Age of Light (since 1899), have been seeking to understand the spiritual foundations of world development – right down as far as political events. The “enlightened” moderates, on the other hand, who pride themselves on being free of any extremism, sleep through the real signs of the times and think they can get along without “spirit”.

In reality, they form the breeding ground for the most devious of all extremisms. This is the narrow-minded, rigid and chronic denial of the spirit. Of all extremisms, it is really the most dangerous, because it usually prowls around completely unrecognised, paralysing all spiritual awakenings and stamping its mark on all external events. The extremism of the denial of the spirit, which encompasses the entire political spectrum, makes all the solemn speeches at Easter – the Festival of Resurrection of the cosmic Spirit of Christ – into outright, phrasemongering lies.
And where this extremism flourishes, the situation cannot be much better at Whitsuntide (Pentecost). But the true mediators, those with a spiritual will, work and speak on, unceasingly, in silence. That is reason for hope.
May not all ears remain deaf to their voices.

T.H. Meyer


Kategorie: TPA Editorial

The Present Age Volume 5 / No. 1/2 April/May 2019

05.06.2019

Contents

Editorial
The Most Dangerous Extremism

“Espansione”
Martin Meyer

“On the Shoulders of Giants”
The Michael School and its four previous phases from the 15th century to the present and the near future
T.H. Meyer

Announcements

The Anti-Christian Impulse of Gondishapur
Ricarda Murswiek

The Consciousness of the Third Millennium …
From: “Conversations and Encounters with Rudolf Steiner” by Countess Johanna von Keyserlingk

Europe at the Abyss
Spiritual and Occult Aspects of the Migration Problem (Conclusion)
Gerald Brei

May Calendar

April Calendar

LETTER FROM BOSTON
The Lance Armstrong Conspiracy
An affair in the world of cycling and what it shows
Andreas Bracher

FORUM
Anthroposophical Societies and the Formation of Cultural Oases
Reto Andrea Savoldelli

Without competent teachers, no High School
Alexander von Glenck

Shattered Remnants…
Franz-Jürgen Römmeler

THREEFOLDING: 100 YEARS
Karl Heyer: Esoteric Foundations and Aspects of Social Threefolding
Indications by Rudolf Steiner

Commemorating 150 Years Since the Death of Hector Berlioz (1803–1869)
(Conclusion)
Gerald Brei

An Old Irish Legend
by Eleanor C. Merry

Pablo Picasso
Jasminka Bogdanovic

Imprint

 

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Price: 22 CHF


Kategorie: TPA archives, TPA current

Rudolf Steiner Edited by T. H. Meyer: The First Class Lessons and Mantras – Recapitulation Lessons given in Prague, Berne, Breslau, London, and Dornach, 1924 (CW 270)

24.05.2019
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“Why does the Guardian of the Threshold stand there? The Guardian of the Threshold stands there because true knowledge can be achieved only when we approach it with the right, well-prepared, inward attitude of mind and a genuine desire for knowledge. There is nothing theoretical about truly striving for knowledge. True striving for knowledge is achieved only when the soul lifts itself above all that is offered by the sensory world.” —Rudolf Steiner (April 3, 1924)

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Kategorie: Books in English

The Present Age Volume 4 / No. 12 March 2019

10.04.2019

Contents

Editorial
Cut Off From the Spiritual World?

5G – The Final Assault
Jeremy Naydler

THREEFOLDING: 100 YEARS
Karl Heyer: Esoteric Foundations and Aspects of Social Threefolding
Indications by Rudolf Steiner

Can We Still Avoid an Economic and Social Catastrophe?
Alexander Caspar
Afterword by Andreas Flörsheimer

March Calendar

Europe at the Abyss
Spiritual and Occult Aspects of the Migration Problem (Part Two)
Gerald Brei

LETTER FROM BOSTON
Experiences or Projections
A Review of “Why Religion?” by Elaine Pagels
Andreas Bracher

Imprint

Commemorating 150 Years Since the Death of Hector Berlioz (1803–1869)
(Part One)
Gerald Brei

 

Unfortunately pdf download is not possible at the moment.

Price: 14 CHF


Kategorie: TPA archives, TPA current

Cut Off From the Spiritual World?

10.04.2019

Thoughts on the Coming 5G Mobile Phone Standard

The new superfast, more efficient and wireless technology is supposed to be about to revolutionise mobile phone communication and the Internet – at the latest by 2020. China is currently in the vanguard. A hundred times more efficient than the fourth generation technology (4G) now in use, 5G will enable users to download entire movies in seconds, in addition to its many other much-vaunted uses. Such is the hype, and many users are enthralled at the prospect. All reality threatens to become a “virtual reality“. In order for this technology to function, it will need a virtually seamless forest of masts, much thicker than before, a forest of small but powerful radio towers. Tiny microwaves will be used, but these waves cannot penetrate buildings, hence the need for the forest of small new masts. Previously, masts between 50 and 70 km apart were sufficient. For 5G, mini-masts every 300 metres will need to be installed. The net will therefore become practically gapless throughout the world. But the amount of electromagnetic radiation will grow enormously.

From a spiritual perspective
Electro-magnetic technologies work from the subnatural realm of forces. From a spiritual scientific perspective, this is the domain of Ahriman and his hosts. Ahriman is the spirit of intellect, which offers a captivating picture of the world, in which there is only what is sensory and physical. Everything is merely of a material nature. The supersensory has no place in it. We have therefore already called this spirit a narrow-minded intelligence, which is the complete opposite to that of Michael, who helps mankind to come to a spiritual picture of the world. The most lauded new technology will give ahrimanic beings a further powerful impetus.

An admonitory imagination
These beings can be imaginatively experienced as black crows of misfortune, which belong underground, but which have in the course of the last hundred years forced their way powerfully to the surface and seek to cut off human beings “from Michael’s spiritual radiance”. “The black crows of misfortune intend to entrap the human race in materialism and then bring about the cosmic materialisation of human thoughts and feelings themselves (…) This would mean that the ‘greatest illusion’ that there has ever been would take on a cosmically real form.”
The seamless electro-magnetic net threatens to imprison human beings in a complete world of illusion and make them totally forget the spirit which, along with their own spiritual individualities, also includes beings such as Ahriman and Lucifer. This should be kept in mind in view of these new technologies. It will carry us in giant steps straight toward this danger. The danger mentioned in the passage quoted above can still be avoided, “if the yearning for what is merely material takes up the other yearning for what is spiritual.” On this – but only on this condition. The cardinal question here then is: how can the yearning for the spiritual be awakened and fostered through reason? Then a liberating spiritual reason can be set against the narrow-minded ‘reason’ of the technologies mentioned above, which can check or even neutralise their evil consequences.

T.H. Meyer

_________________________

1   Helmuth von Moltke, Post-mortem communication of 13 January 1924, in: Helmuth von Moltke (1848–1916), Dokumente zu seinem Leben und Wirken, Band II.

Some helpful information about 5G technology:
https://www.youtube.com/watch?v=GEx_d0SjvS0 (how it works)
https://www.youtube.com/watch?v=2DG3pMcNNlw (a positive view of 5G)
https://youtu.be/4HJmF0awfvQ (a critical view of 5G)
International Appeal to Stop 5G: www.5gspaceappeal.org


Kategorie: TPA Editorial

Ostern und der gefährlichste Extremismus

01.04.2019

Von Extremismus wird viel geredet. Schon das bloße Wort, wird es einem vorne oder hinten angeklebt, jagt Vielen einen Schauer den Rücken hinab. Rechtsextrem ist dabei besonders schlimm. Linksextrem ist aber nicht viel besser. Doch die Sache ist keineswegs so statisch-definitiv, wie man meinen könnte. Denn die Erfahrung zeigt, dass eine politische Links-Position leicht in ihr Gegenteil umschlagen kann. Sind nicht frühere Linke wie Joschka Fischer plötzlich auf einen Rechtskurs umgeschwenkt, um als einstige Vietnam-
kriegsgegner auf einmal die Bombardierung Serbiens gutzuheißen? Außerordentlich schlimm ist natürlich nach wie vor alles, was in eine braune Richtung zielt. Da mag man dann in Deutschland etwa auf die AfD zeigen und sagen: «Wehret den Anfängen». Doch wie, wenn das die einzige Partei ist, die die gegenwärtige Merkel-Politik, ihre besinnungslose Immigrations-Türöffnung oder den Migrationspakt offen kritisiert? Oder die zwangsjackenähnliche Bindung an das Abkommen von Schengen. Warum tun das denn die «anständigen» Regierungsparteien nicht in großem Stile?

Es ist gewiss ein Unglück, wenn eine im Grunde vernünftige Position von Leuten vertreten wird, die an schlimme Zeiten in Deutschland erinnern können. Doch war die Kritik am Versailler Vertrag vor 100 Jahren etwa unsinnig, nur weil sie in erster Linie von dem durch dubiose Kräfte «Geführten» (J. Tautz) vertreten wurde? Gewiss nicht. Doch dass die falschen Leute eine richtige Sache vertreten, ist nicht nur ein Unglück, es ist auch eine Folge des Versagens derer, die es besser wissen könnten, sich aber davor scheuen, gegen die «political correctness» zu verstoßen und welche die notwendige Kritik lieber denen überlassen, die man in anderer Beziehung selber leicht und zu Recht kritisieren kann.

Politischer Extremismus kann nur blühen, wenn im sozialen Organismus eine gesunde, die Extreme vermittelnde Mitte kein Gehör findet. Und was wäre eine gesunde Mitte, besonders in Europa? Das ist die kaum sichtbare Gemeinschaft von Menschen, welche sich seit dem Anbruch der Michaelzeit (seit 1879) und dem des Lichten Zeitalters (seit 1899), auf die geistigen Grundlagen der Weltentwicklung zu besinnen suchen – bis hinab in die Niederungen des politischen Geschehens. Die «aufgeklärten» Mittelmäßigen hingegen, die sich rühmen, frei von jedem Extremismus zu sein, verschlafen die wahren Zeichen der Zeit. Und meinen ohne «Geist» auszukommen.

Sie bilden in Wirklichkeit die Brutstätte für den hinterhältigsten aller Extremismen. Er besteht in der bornierten, verstockten und chronischen Geist-Verleugnung. Von allen Extremismen ist dieser wirklich der gefährlichste. Denn er schleicht meist völlig unerkannt herum, lähmt alles Geist-Erwachen und drückt allem äußeren Geschehen seinen Stempel auf.

Der das gesamte politische Spektrum umfassende Geist-Verleugnungs-Extremismus macht alles feierliche Reden von Ostern – dem Fest der Auferstehung des kosmischen Christusgeistes – zur platten, phrasenhaften Lüge. Und mit Pfingsten kann es, wo dieser Extremismus blüht, nicht viel besser stehen. Doch die wahren Mittler, die Geist-Gewillten, wirken und sprechen unentwegt im Stillen. Das ist Grund zum Hoffen.

Mögen nicht alle Ohren taub für ihre Stimmen bleiben.

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

Europäer April/Mai 2019 (Jg 23 / Nr. 6/7)

01.04.2019

Editorial: Ostern und der gefährlichste Extremismus

«Auf den Schultern von Riesen»
Vorabdruck / Thomas Meyer

Europa am Abgrund (Schluss)
Gerald Brei

Erste Begegnung mit Rudolf Steiner
Johanna Gräfin von Keyserlingk

Der Impuls von Gondishapur
Ricarda Murswiek

Hector Berlioz zum 150. Todestag (Schluss)
Gerald Brei

Brief aus Stourbridge
Heilung für Europa?
Terry Boardman

Pablo Picasso
Jasminka Bogdanovic

Leserbrief

Forum
Bildung von Kulturoasen
Reto Andrea Savoldelli

Buchbesprechungen
Marie Steiner und die Christengemeinschaft
Dr. Christin Schaub

Rolf Henrich: Ein aufrechter Bergmann
Manfred Kannenberg-Rentschler

Rolf Henrich: «Ausbruch aus der Vormundschaft»
Helmut Woll

Impressum

 

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Kategorie: Europäer-Archiv

Von der geistigen Welt abgeschnitten?

08.03.2019

Gedanken zum kommenden Mobilfunkstandard 5G

Die neue superschnelle, leistungsfähigere und drahtlose Technologie soll Mobilfunk und Internet revolutionieren – bis spätestens im Jahre 2020. Dabei ist derzeit China führend.

Hundertmal stärkere Leistungsfähigkeit als die gegenwärtige vierte Generation (4G). In Sekundenschnelle können, neben vielen anderen gepriesenen Nutzungsarten, Downloads von ganzen Filmen gemacht werden. So wird verheißen. Viele Nutzer sind begeistert. Alle Wirklichkeit droht zu einer «virtual reality» zu werden.

Um diese Technologie funktionsfähig zu machen, braucht es, viel dichter als bisher, einen quasi lückenlosen Mastenwald, einen Wald von kleinen, aber leistungsstarken Funktürmen. Es werden winzige Millimeterwellen verwendet, doch diese Wellen können Gebäude nicht durchdringen, weshalb es ein Meer von neuen kleinen Masten braucht. Bisher reichten zwischen 50 bis 70 km auseinanderliegende Masten. Bei 5G müssen alle 300 Meter Minimasten installiert werden. Die Vernetzung wird damit praktisch weltweit lückenlos. Aber die elektro-magnetische Strahlenbelastung wird in ungeheurem Maße wachsen.

Real-geistig betrachtet

Elektro-magnetische Techniken schöpfen aus dem Kräfte-Bereich der untersinnlichen Natur. Geisteswissenschaftlich betrachtet ist dies die Domäne Ahrimans und seiner Scharen. Ahriman ist der Geist des Intellekts, der ein bestechendes Weltbild liefert, in dem es nur sinnlich-physisch zugeht. Alles ist letztlich materieller Natur. Übersinnliches hat darin keinen Platz. Wir nannten diesen Geist daher auch schon die bornierte Intelligenz. Sie steht in vollem Gegensatz zu der von Michael, der den Menschen daneben auch zu einem spirituellen Weltbild verhilft. Die meist gepriesene neue Technologie gibt den ahrimanischen Wesen weiteren stärkeren Auftrieb.

Eine Warn-Imagination

Diese Wesen können imaginativ als Unglücks-Schwarzraben erlebt werden, die unter die Erde gehören, im Laufe des 20. Jahrhunderts aber mächtig nach oben drängen und die Menschen «vom Michael-Geistesschein abschneiden» wollen. – «Die Unglücks-Schwarz-Raben haben vor, das Menschengeschlecht ganz einzuspinnen in den Materialismus und dann die Gedanken und Empfindungen selbst zur kosmischen Materialisation zu bringen  (…) Damit aber würde die ‹größte Illusion›, die bisher dagewesen ist, kosmisch-reale Gestalt annehmen.»*

Die lückenlose elektro-magnetische Vernetztheit droht, den Menschen in einer völligen Illusionswelt gefangen zu setzen. Und ihn den Geist – und dazu gehören neben seiner eigenen Geist-Individualität auch Wesen wie Ahriman und Luzifer – radikal vergessen zu lassen. Dies sollte angesichts der neuen Technologie bedacht werden. Sie trägt uns mit Riesenschritten eben dieser Gefahr entgegen.

Die Gefahr, heißt es in der zitierten Äußerung weiter, kann noch abgewendet werden, «wenn die Sehnsucht nach dem bloß Materiellen die andere Sehnsucht nach dem Geistigen aufnimmt.» Unter dieser, aber nur unter dieser Bedingung. Die Kardinalfrage in dieser Sache heißt also: Wie kann die Sehnsucht nach dem Geistigen in vernünftiger Art geweckt und gepflegt werden? Dann kann der bornierten Vernünftigkeit der gekennzeichneten Technologien eine befreiende Geist-Vernünftigkeit entgegengesetzt werden, die deren üble Folgen in Schach halten oder gar neutralisieren kann.

Thomas Meyer

* Helmuth von Moltke, Post-mortem-Mitteilung vom 13. Januar 1924, in: Helmuth von Moltke (1848–1916), Dokumente zu seinem Leben und Wirken, Band II.

Ausgewählte Hinweise zur 5G-Technik:

https://www.youtube.com/watch?v=GEx_d0SjvS0 (Funktionsweise)

https://www.youtube.com/watch?v=2DG3pMcNNlw (Positives Schwärmen)

https://youtu.be/4HJmF0awfvQ (Kritische Sicht)

Internationaler Aufruf zur Verhinderung des 5G-Projekts: www.5gspaceappeal.org


Kategorie: Editorial, News

Europäer März 2019 (Jg 23 / Nr. 5)

08.03.2019

Editorial: Von der geistigen Welt abgeschnitten?

9/11, Finanzbetrug und Gideon 
Gespräch von Catherine Austin Fitts mit Thomas Meyer (Teil 2)

Hector Berlioz 13 zum 150. Todestag (Teil 1)
Gerald Brei

Europa am Abgrund (Teil 2)
Gerald Brei

George W. Bush senior
Nachruf auf einen Kriegsverbrecher
Franz-Jürgen Römmeler

Ist eine gesellschaftliche Katastrophe noch vermeidbar?
Alexander Caspar

Buchbesprechung
Wilhelm Rath – ein Wegbereiter der Jugend
Mario Betti

Leserbrief
Alexander von Glenck

Impressum

 

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Kategorie: Europäer-Archiv

9/11, Finanzbetrug und die Geschichte von Gideon

08.03.2019

Ein Gespräch mit Catherine Austin Fitts – (30. Okt. 2018) Teil II

9/11 und das fehlende Geld

TM: Alle in unserer «Salon»-Gruppe interessierten sich auch für 9/11, da es ein so riesiges Ereignis für dieses Jahrhundert darstellt. Alle folgenden Kriege basierten ja auf der akzeptierten offiziellen Version der Katastrophe dieses Tages. Falls die offizielle Version einstürzen sollte, wäre es mit aller geblufften Rechtfertigung aus. Deshalb wird die offizielle Story so heftig verteidigt, wie du aus eigener Erfahrung weißt. Könntest du ein paar Beispiele geben, die mit 9/11 und umliegenden Ereignissen zu tun haben?

CAF: Während vier bis fünf Jahren trug ich dazu bei, die jetzt bekannten Fakten offenzulegen. Ich erwähnte Allister Thompson. Eine ganze Gruppe von uns, in Australien und in den US, regten Untersuchungen an, «Unanswered Questions» genannt. Das half den Untersuchungsprozess offen zu halten. Es fing ursprünglich damit an, dass ich in Narco News einen Artikel veröffentlichte, der besagte, dass die offizielle Story kompletter Mist sei. Das war am 18. September 2001.

TM: Eine Woche nach den Attentaten.

CAF: Genau. Ich nannte den Artikel «Cui bono?» – «Wem nützt es?». Damit fing die Cui-bono-Sache an. Ich hatte vorher nicht viel publiziert. Ich hatte vielen anderen Journalisten geholfen, Recherchen zu machen. Doch mit dem 9/11-Artikel begann Narco News eine ganze Reihe von Artikeln von mir, die auch in Neuseeland publiziert wurden.

Zuvor hatte ich mit einer Journalistin in Washington zusammengearbeitet, die eine große Artikelserie über das vermisste Geld geschrieben hatte. Ich selbst hatte mit einer Gruppe von Pension-Fund-Leitern gearbeitet, die mir mitteilten, dass die US-Führung die Nation aufgegeben hatte und Vorbereitungen traf, im Herbst (2001) alles Geld ins Ausland zu schaffen. Es war mir klar, dass ein großer Finanz-Coup begonnen hatte.

Vom Jahre 1998 an versuchte ich die Aufmerksamkeit der Menschen darauf zu lenken, dass es eine erhebliche vorsätzliche Zerstörung innerhalb der Führungskräfte des Finanzministeriums gab: Man zerstörte die internen nationalen Finanz-Kontrollen innerhalb der US-Regierung und begann damit, phantastische Geldsummen aus der Regierung hinauszuschiffen, einschließlich der Immobilien-Blase und des Aktien-Betrugs.

Thomas, es ist wie eine jener schrecklichen Tragödien, von denen man liest, wo Menschen versuchen, nachts auf einer Autobahn Autos anzuhalten, weil die Brücke unterspült ist. Aber die Autos halten nicht an und fliegen von der Straße und die Menschen sterben. Da gibt es diese Geschichten von Menschen, die sie zu stoppen versuchen, doch sie können nicht gestoppt werden und fahren einfach über die Klippen.

Ich fand eine Journalistin, die bereit war, über das fehlende Geld zu schreiben, und damit fing sie im Jahre 2000 an. Als es auf 9/11 zuging, arbeiteten wir an der 9. Folge der Serie. Es sollte eine große Titelgeschichte für Inside Magazine werden – eine Zeitschrift, die an jedes Mitglied des Senats und des Repräsentantenhauses gesandt wird.

Wir hatten so lange daran gearbeitet, dass wir im Sommer 2001 die Sache gründlich beherrschten und mit der Story einen großen Durchbruch erwarteten. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir dokumentiert, dass 3,3 Billionen im Verteidigungsministerium und im Departement für Wohn- und Städtebau (HUD) fehlten. Das hatte enorme Auswirkungen für Wertpapier-Investoren und Pensionskassen-Anleger, und ferner auch für unabhängige Krankenkassen rund um den Globus. Wir reden von einem sehr bedeutenden Anlagen-Betrug.

Dieser Artikel sollte am Freitag, dem 14. September, erscheinen; 9/11 passierte am Dienstag davor.

Hickory Valley und die Baptisten-Kirche

CAF: Von der Zeit an, da ich in Hickory, Tennessee, wohnte, besuchte ich die örtliche Baptistenkirche. Ich entdeckte, dass wir alle paar Wochen eine politische Predigt bekamen. So erhielten wir durch das ganze Jahr 2000 und während einem Dreiviertel von 2001 alle paar Wochen eine politische Predigt. Ich rief die Journalistin an, mit der ich arbeitete, und sagte: «Das haben wir gerade in der Kirche gehört.»

Darauf sagte sie: «Wie kann das denn sein? Meine beste Quelle vom CIA rief mich eben an und hat mir das erzählt.»

Wir stellten fest, dass eine erstaunliche Übereinstimmung zwischen den Lecks bestand, zu denen sie aus der CIA und dem FBI Zugang hatte, und den Informationen, die ich in der Kirche bekam. Es war wie ein Marketing-Programm: Man musste verschiedene Teile der Welt erreichen, und dabei waren die Kirchen fest in das Netzwerk eingebunden.

TM: Eine Baptistenkirche?

CAF: Eine südstaatliche Baptistenkirche. Es gab eine Reihe von Vorfällen im Zusammenhang mit ENRON und dem Geld im August 2001. Das sagte mir, dass etwas Großes bevorstand. Ich machte mich also auf einen sehr interessanten, sehr intensiven Herbst gefasst. Nun ging ich an diesem Sonntag, dem 9. September, also wieder zur Kirche. Und da hörte ich die allerpolitischste Predigt, die ich bisher je gehört hatte.

Damals waren zwei christliche Frauen in Afghanistan verhaftet worden, weil sie die Bibel predigten. Es gab viele Schlagzeilen darüber. Was der Pfarrer sagte, war im Wesentlichen, dass der Kampf zwischen dem Islam und dem Christentum nun an einem Höhepunkt angelangt sei, und dass dieser Kampf nur durch Krieg zu stoppen sei. Er legte daraufhin eine Art grundlegenden Kriegsplan vor, der uns erstens nach Afghanistan und zweitens in den Irak führen sollte, und so weiter. Es war fast wie Wesley Clarks Rede der «Sieben Länder in fünf Jahren».

Ich ging sofort nach Hause und berichtete meiner Journalistin: «Wir gehen in den Krieg.» Sie sagte: «Ich habe davon nicht Wind bekommen.» Es war das erste Mal, dass sie parallel zu dem, was ich in der Kirche hörte, nichts erfahren hatte. Ich sagte: «Wir gehen in den Krieg, erst in Afghanistan, danach im Irak.» Sie sagte: «Davon hörte ich kein Wort.»

Das war am Sonntag. Der nächste Tag war Montag, der 10. September. Rumsfeld hielt eine Pressekonferenz ab und verkündigte, dass im Regierungsbudget 2,3 Billionen fehlten. Wir dachten, er würde im Vorfeld des Erscheinens unseres Artikels am 14. September nochmals eine Pressekonferenz veranstalten.

Ich sagte zu Kelly: «Wenn sie über die 2,3 Billionen von den 3,3 Billionen nochmals eine Konferenz machen, dann kann nichts verhindern, dass unsere Story in den Mainstream gelangt», was das letzte Mal war, dass ich so etwas sagte. Ich habe meine Lektion gelernt.

In jener Nacht arbeitete ich bis in die Morgenstunden und schlief bis in den Tag hinein. Das Telefon schellte, und es war Kelly, die mir sagte, dass Flugzeuge in das World Trade Center geflogen waren. Ich wusste augenblicklich, dass es eine False Flag Operation war. Einfach so. Es konnte gar nichts Anderes sein.

Ich besitze kein TV-Gerät. Interessant war, dass Leute, die einen Fernseher besaßen und die Nachrichten schauten, viel mehr dazu neigten, die offizielle Story zu glauben. Ich wusste unmittelbar, dass es eine False Flag Operation war – wegen der Finanzberichte im Zusammenhang mit den 3,3 fehlenden Billionen – mit denen die Anlagen finanziert wurden. In Gebäude 7 befand sich Salomon Brothers, da befanden sich Cantor Fitzgerald und all die diversen Anlage-Firmen, welche das fehlende Geld finanzierten.

Und ich wusste auch, dass, wenn man die FAA-Protokolle kennt, so etwas unmöglich geschehen kann, wenn es keine Insider-Hilfe dazu gibt.

Doch ich war verblüfft, dass in den ersten 24 Stunden alle meine Bekannten auf den Köder reinfielen.

Durch was gesalbt?

CAF: Der nächste Tag war Mittwochmorgen, ich verließ mein Haus, und eines der Dinge, die mir auffielen, war, dass im nächsten Monat die Afro-Amerikaner meiner Gemeinde eine völlig andere Sicht hatten. Die weißen Gemeinde-Mitglieder glaubten unbedingt, dass wir attackiert worden waren, die Afro-Amerikaner aber wussten, dass die Sache stank.

Ich spazierte durch die Stadt, und einer der örtlichen Farmarbeiter – ein Afro-Amerikaner – sagte zu mir: «Was glauben Sie? Wir glauben, dass es die Bushes waren.»

TM: Und dann gingst du an jenem Tag zur Kirche?

CAF: Das war am Morgen gewesen. Am Abend fand ein Gebets-Gottesdienst statt. So ging ich am Mittwochabend in die Kirche. Unsere ganze Gemeinde, 50 bis 60 Menschen, war versammelt. Der Pfarrer betrat das Rednerpult. Alle saßen in Hochspannung da. Er sagte: «George W. Bush ist von Gott für eine Zeit wie diese gesalbt worden.»

Ich nahm den Kopf zwischen meine Hände, und sagte bloß: «O Herr, hilf mir. Gib mir ein Zeichen. Ich brauche einen göttlichen Eingriff.»

Ich sah, wie die sieben Südstaaten, einschließlich Tennessee, die meisten Soldaten aufbieten würden. Ich wusste, dass all diese jungen Männer verletzt oder getötet würden und dass die wirtschaftlichen Auswirkungen davon furchtbar sein würden. Wir würden alle finanziell ruiniert werden. Ich wusste also, was geschehen würde. Doch wie verständigst du dich mit Menschen, die keinen Dunst davon haben, dass dies wirklich passieren wird?

Ich saß da, im Gebet versunken, und plötzlich sagte mein Pfarrer: «Austin, du hast doch in Washington gearbeitet. Was denkst denn du?»

Ein Pfarrer der «Southern Baptist Convention», der in einem solchen Moment eine Frau um ihre Ansicht fragt – das ist göttlicher Eingriff. Ich hatte um ihn gebeten, und ich bekam die Hilfe. Ich holte tief Atem und sagte: «Meiner Erfahrung nach wurde die Bush-Familie durch Finanzbetrug, Drogenhandel und Pädophilie gesalbt.»

Die ganze Kirche war außer Atem, und der Pfarrer sah aus, wie wenn er von einer Schaukel gefallen wäre. Er sagte: «Wenn das stimmt, dann sind wir verloren!»

Ich sagte: «Erzählen Sie keinen Blödsinn! Wir haben einen Herrscher. Sein Name ist Gott. Wir brauchen die Bushes nicht. Leute wie die Clintons und die Bushes kommen und gehen. Wir brauchen sie nicht; wir haben Gott.»

Einer meiner Nachbarn, der ein großer Demokrat war, rief: «Yeah!»

Es war wie im Bibelspruch: «Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind…». Nun waren wir zwei. Nun, das brach den Bann der Trance. Es schloss sich dann eine Diskussion darüber an, ob Muslime so etwas getan haben konnten. Meine Behauptung – und sie war das Letzte, was ich sagte, bevor ich den Mund hielt – war: « Bei einer derartigen Operation, die so gigantisch ist und mit so viel Geld zu tun hat, geht man nicht das Risiko ein, einen Haufen von Amateuren einzuschleusen. Das tut man einfach nicht.»

Vorwarnungen und eine inspirierende Predigt

CAF: Im nächsten Sommer stellte sich heraus, dass der «National Security Council» über das Risiko informiert war, dass Flugzeuge in die Türme fliegen könnten und die Sicherheitsbehörde in New York entsprechend warnte. Beide weigerten sich aber, die Menschen zu warnen und verursachten damit Tausende von Toten. Als das ans Licht kam, änderte sich die Auffassung in Hickory Valley. Ich glaube, die Menschen wurden in ihrer Auffassung bestärkt, weil sie eben doch nicht ganz auf die Sache reingefallen waren.

Am Sonntag darauf, dem ersten nach 9/11, begab ich mich zur Afro-American Kirche, die ich so liebe. Ich betrat sie und vernahm eine sehr inspirierende und erfrischende Predigt. Der Pastor, der ein wundervoller Mann ist, betrat das Rednerpult und etwa zwanzig oder dreißig Sekunden schaute er einfach in die Gemeinde. Man hätte eine Nadel fallen hören können. Dann sagte er: «Ladies and Gentlemen, rush hour ist da.» Das hielt ich für die beste Umschreibung des Ereignisses, die ich je hörte. Dann sagte er: «Wir wissen alle, dass  niemand eine solche Operation ohne Komplizen durchführen kann. Heute möchte ich über den mächtigsten Komplizen predigen, den diese Leute hatten, Osama bin Lucifer.» Dann predigte er über das Böse und den Krieg. Das war sehr klärend, denn wir hatten die Wahrheit nötig.

Ich kehrte nach Hause zurück. Damals arbeitete ich für eine Investment Firma in der City von London. Ich nahm den Hörer ab, und der Mann, der die Firma leitete, fragte: «Warum klingst du so glücklich?» Ich sagte: «Weil ich soeben die inspirierendste Predigt hörte.» Nächsten Monat war sein Kommentar «Rush hour ist da».

TM: Hatten deine Äußerungen in der Southern Baptist Church negative Folgen, bei Freunden oder deiner Familie?

CAF: Ich glaube, meine Familie machte sich große Sorgen um mich, sie dachten ich hätte sehr Anstoß erregt. Doch das änderte sich, als die Geschichten über das «Versagen» des Nationalen Sicherheitsrates, die Sicherheitsdienste in New York zu warnen, bekannt wurden – da man den Leuten sagte, in den Gebäuden zu bleiben.

TM: Außer ein paar wenigen Leuten, welche die Information erhielten, nicht in den Gebäuden zu bleiben.

CAF: Genau, und einigen Leuten wurde auch gesagt, an diesem Tag nicht zu fliegen. Solche Diskrepanzen zu beachten, hat meiner Meinung nach zu einer anderen Haltung geführt. Die Menschen spürten, dass irgendwas nicht stimmte.

TM: Ich erinnere mich an einen Bericht auf Fox News, glaube ich. Mehrere Male zeigten sie, wie ein Flugzeug in einen der Türme einschlug. Auf einem Bild konnte man aber sehen, wie die Nase des Flugzeugs auf der anderen Seite des Gebäudes wieder herauskam. Hast du das je gesehen?

CAF: Nein.

TM: Es sieht so aus, als ob alles vorbereitet war und in der Sendung einfach das falsche Bild reinrutschte…

Gebäude 7: Die verfrühte Meldung der BBC

CAF: Meine Lieblingsnummer war, dass die BBC ankündigte, dass das Gebäude 7 eben eingestürzt sei, doch im Hintergrund der Live-Übertragung war es noch zu sehen. Es stürzte erst 20 Minuten später ein.

TM: Die BBC hat das nie korrigiert. Doch in Sussex wurde sie deshalb von einem Zuschauer eingeklagt und dieser erhielt vor Gericht sogar Recht. – Danke, Catherine, das waren großartige Geschichten aus Hickory Valley.

CAF: Du wolltest, dass ich auch noch die zwei anderen 9/11-Stories erzähle?

TM: Unbedingt! Die erste war so eindrücklich, dass ich ganz vergaß, nach den beiden anderen zu fragen…

«Sie sind eine Lügnerin»

CAF: Nun, die zweite Geschichte spielte sich ein paar Jahre später ab, als es offizielle Zeugenaussagen gab.

Das «Unanswered Questions»-Team arbeitete hart dafür, dass eine 9/11-Kommission entstand. Wir hatten große Hoffnungen, dass dadurch unsere Fragen beantwortet würden. Erst machten sie Kissinger zum Vorsitzenden, nebst den Angehörigen der Opfer. Dann wechselten sie zu Governor Kane über, nebst einem früheren Senator oder Kongressmann.

Die Kommission machte weiter, und dann wurden einige Leute aus der Bush-Administration in den Zeugenstand gerufen, die unter Eid aussagten, darunter Condoleezza Rice, die damals nationale Sicherheitsberaterin war. Die Familienangehörigen hätten eigentlich antworten sollen, doch aus ihren Antworten wurde deutlich, dass sie von ihren Anwälten und den Gesetzesfragen unter Druck gesetzt waren, so dass sich kein klares Bild ergab.

Einige Leute riefen mich an und sagten: «Du musst was tun!» Es war Osterzeit [2004], und ich war sehr beschäftigt. Ostern ist ja eine Zeit der Verjüngung und des Feierns.

Ich sagte mir: «Gut, ich schreibe einen Brief.» Ich schrieb also mitten in der Osterzeit einen Brief an Condoleezza Rice, in welchem ich erklärte, weshalb ihre Zeugenaussage kompletter Mist war. Er war kurz, nett und beschränkte sich auf die wichtigsten Punkte (siehe unten).

TM: Wenn ich mich recht erinnere, brachtest du vier Punkte zur Sprache.

CAF: Ja, genau. Ich drückte mich äußerst klar aus, und begann: «Verehrte Condoleezza Rice. Ich schreibe Ihnen, um auf Ihre Zeugenaussage unter Eid zu antworten.» Es war eben wichtig, dass sie unter Eid aussagte. Der Präsident und Dick Cheney sagten nicht unter Eid aus, doch sie tat es. Ich sagte: «Punkt eins: Sie sind eine Lügnerin.»

Es war alles einfach, klar, offen. Ich legte die zwingendsten Beweise vor, wie zum Beispiel, dass der Generalstaatsanwalt Ashcroft davor gewarnt worden war, an jenem Tag ein Flugzeug zu besteigen; ferner, dass sie den Sicherheitschef des World Trade Center nicht gewarnt hatten, und dass er am selben Tag im Gebäude umkam. Und so brachte ich eine ganze Reihe von vernichtenden Punkten vor. Dann machte ich die Verbindung zu verschiedenen Tatsachen, zum Beispiel, dass die meisten angeblichen Hijackers in Saudi Arabien am Leben gefunden wurden.

Ich hatte die stärksten Dinge vorgebracht, doch alles nur auf zwei Seiten. Ich sandte eine Kopie des Schreibens an Cheney und Rumsfeld. Ich sprach auch vom fehlenden Geld – und wie das fehlende Geld mit der ganzen Sache zusammenhängt.

Ich schickte also den Brief los, und dann wurde er von World Net Daily an einem Freitagabend in Washington aufgegriffen und verbreitet. Dann wurde er von Rense aufgegriffen und verbreitet. So wie es eben manchmal geht. Dieser Brief landete überall, und aus der ganzen Welt strömten E-mails zu. Sie waren sehr berührend. Ein Mail sagte: «Ich bin ein pensionierter Offizier, und Sie haben meinen Glauben an unser Land verjüngt, über das ich so deprimiert war.»

Es war klar: Millionen von Amerikanern waren einfach furios und befanden sich in einem Zustand tiefster Trauer über all die Lügen.

Am Montagmorgen erhielt ich den Anruf eines Reporters von UPI (United Press International), einer der größten Nachrichtenagenturen des Landes. Er sagte: «Ich werde eine Story über Ihren Brief schreiben.» Ich sagte: «Das wird Ihr Editor nie zulassen.» Er sagte: «O doch, das habe ich schon mit ihm geklärt. Ich werde mich nicht auf den Inhalt einlassen. Es geht einfach um einen Hahnenkampf: Zwei Frauen der Bush-Mannschaft liegen sich in den Haaren. Die Leute in Washington lieben so was. Und ich werde die Story in UPI Picks obenan setzen.» UPI Picks ist eine Liste der Top Stories in Washington, die in jeden Haushalt kommen.

Ich sagte: «Ihr Editor wird die Story nicht obenan setzen.» «Doch, das werden wir tun.» «Warum wollen Sie das tun?»

Er sagte: «Weil wir Condoleezza Rice hassen.» Also schrieb er eine Story: «Hahnenkampf – zwei Frauen der Bush-Mannschaft liegen sich in den Haaren.» Und er setzte sie als Nummer eins obenan. Das schlug wie eine Bombe ein.

Wir hatten damals Programme auf unserer Webseite, mit denen man leichter feststellen konnte, wer die Webseite besuchte. Jedenfalls war in den nächsten zwei Tagen Halliburton, deren Direktor Cheney gewesen war, der häufigste Besucher meiner Webseite. Und am dritten Tag wurde ich vergiftet und wäre beinahe daran gestorben.

Ich begann 2006 mit einer großen Entgiftungskur, die bis 2009 andauerte. Also insgesamt etwa vier Jahre lang. Ich rief eines Tages einen Mann an, der, wie ich wusste, mit verdeckten Operationen im Zusammenhang mit dem Justiz-Departement befasst war. Ich sagte zu ihm: «Tu mir bitte einen Gefallen und finde heraus, wer hinter der Vergiftung steckte. Keine schlimmen Gefühle meinerseits. Ich möchte es einfach wissen.» Ich hatte nichts von Halliburton gesagt. Er rief zurück und sagte: «Wir waren es nicht. Wir glauben, es war Halliburton.»

Weißt du, was mir das sagte? Es war nämlich zur Zeit, als der Supreme Court sich für das «Projekt für ein Neues Amerikanisches Jahrhundert» entschied, das die Öl-Industrie zusammenrief und sagte: «Wir brauchen ein neues Pearl Harbor.»

TM: Ja, genau.

CAF: Mir sagte das Ganze, dass man in diesem Zeitraum, bis sich der Supreme Court zugunsten Cheneys entschied, befürchtete, die Kontrolle über die 9/11-Story zu verlieren. Davor hatte man in Washington  große Angst. –

Wir hatten vereinbart, dass ich noch eine weitere 9/11-Geschichte erzähle. Soll ich?

TM: Bitte!

Wie George Tenet sich aus der Verantwortung zu stehlen suchte

CAF: Das war um das Jahr 2005. Jedes Jahr findet in New Orleans eine große Gold-Konferenz statt. Ich beeilte mich, um zu den großen Reden zu kommen. Dick Amery und George Tenet sprachen. George Tenet hatte im Juli 2004 die Leitung der CIA abgegeben. In der Zeit von 9/11 war er der Präsident der CIA. Ich öffnete die Türen und betrat den Ballraum und wurde von einer Entrainment-Woge empfangen. Es war mir klar, dass hier Entrainment genutzt wurde.

Ich hatte Entrainment bereits am Telefon oder in den Medien erlebt, und ich vermute, dass es bei den Präsentationen von Analysen von ENRON verwendet wurde, was der Grund war, weshalb ENRON so erfolgreich darin war, sich von Wall Street-Analytikern unterstützen zu lassen. Das war bei mir allerdings noch Vermutung.

Ich hatte es bisher noch nie in einer Konferenz oder in einem Vortrags-Arrangement erlebt. Ich sagte mir: Du musst wirklich aufpassen, denn das wirkt so stark. Ich konnte wirklich erleben, dass es außerordentlich stark wirkte. Dick Amery sprach und jedermann klatschte Beifall und war zufrieden.

TM: Wer ist Dick Amery?

CAF: Ein Kongressabgeordneter. Dann sprach George Tenet. Und nach dem Vortrag konnte man Fragen stellen. Ich dachte: «Toll, da kann ich Fragen stellen!»

Tenet begann zu reden, und ich machte mir Notizen. Irgendwann hörte er auf. Ich war so damit beschäftigt, mir Notizen zu machen, dass ich aufgehört hatte, mein Bewusstsein unter Kontrolle zu halten. Plötzlich ließ ich meinen Stift fallen und begann zu klatschen. Ich dachte: «Ist er nicht wunderbar!»

Dann bemerkte ich aber: «Nein, er ist gar nicht wunderbar. Seine Rede ist fürchterlich. Warum klatsche ich also?» Die Technik tat ihre Wirkung an mir, obwohl ich sie kannte. Und es war mir klar, dass das Auditorium nichts über Entrainment wusste. Sie waren alle einfach überwältigt. «Oh, die Rede ist wunderbar. Er ist so wunderbar.»

Wenn du auf das hörtest, was er wirklich sagte, war es eine furchtbare Rede. Die ganze Rede drehte sich darum, zu zeigen, wie 9/11 einfach ein Versagen der Koordination zwischen der Armee und der Luftwaffe und der NSA und den anderen Diensten darstellte. Daher müssten wir die Vorlage durch den Kongress bringen, die gesamte Koordination zwischen den operativen Diensten und der Armee zu reorganisieren, so dass sie viel enger wird. Das war natürlich gar nicht das Problem. Es war ein Fake-Problem mit einer Fake-Lösung.

Tenet beendete also seine Rede, jedermann gab ihm einen Riesenapplaus, und dann wurde man zu Fragen eingeladen. Ich dachte: «Das musst du tun.»

Er wusste natürlich, wer ich bin. Ich schritt also zum Mikrophon und sagte: «Mr. Tenet, vielen Dank für Ihre Rede. Mein Name ist Catherine Austin Fitts.» Man konnte sehen, wie sein Gesicht erstarrte. Ich sagte: «Können Sie erklären, warum die Air Force während 9/11 viermal am Boden blieb?» Das erfordert nämlich keine Koordination zwischen verschiedenen Diensten.

Er wurde hellrot. Wenn du trainiert wirst, politische Reden zu halten, so wirst du auch darin trainiert, auf eine Frage, die dir nicht passt, entsprechend zu antworten, indem du zum Beispiel sagst: «Herr Meyer, was für eine brillante Frage! Ich danke Ihnen außerordentlich für diese Frage.» Doch dann lässt du etwas folgen, was gar keinen Zusammenhang mit der Frage hat und beantwortest stattdessen die Frage, die du gerne gehört hättest. Doch du bist sehr freundlich mit der Person, welche die Frage stellt. Du wirst weder rot noch wütend, das kommt nicht in Frage. Du antwortest einfach auf etwas Anderes.

Offenbar hat er in diesem Training geschwänzt. So wurde er feuerrot, erstarrte und sagte schließlich in sarkastischem Ton: «Meine Liebe, Sie sollten die Air Force fragen. Ich war nicht Haupt der Air Force. Ich war Haupt der CIA», was natürlich seiner ganzen Behauptung über Koordination und Integration komplett widerspricht.

Da schien das ganze Auditorium plötzlich aus der Trance zu erwachen. Es war, wie in der Baptisten-Kirche. Jedermann blickte auf ihn, und er bekam Angst. Aber Angst wovor? Was hatte er zu verbergen? Da spürten die Leute, dass etwas nicht stimmt.

Nachher sagten mir viele Händler, dass sie wegen meines Kommentars viel Gold verkauften, was natürlich nicht meine Absicht war. Ich hatte nicht die Absicht, Gold auf den Markt zu bringen. Doch an diesem Punkt fingen die Leute an zu merken, dass was nicht stimmt.

Ein vielsagendes offizielles Dokument

TM: Eine großartige Erfahrung! Darf ich die Geschichte meinerseits etwas illustrieren?

CAF: Natürlich!

TM: Ich machte eine Entdeckung, welche die Bedeutung von dem, was du eben sagtest, illustriert und zusätzlich unterstreicht.

Ich fand nämlich ein Dokument auf der Webseite des Pentagon, das später natürlich verschwand. Aber ich kopierte es. Es wurde etwa zwei Wochen nach 9/11 auf die Webseite gesetzt, auf die offizielle Webseite des Pentagon (siehe Abb.). Darauf siehst du George Bush, der eine Ansprache vor der CIA in Langley hält. Das war am 26. September 2001. Bush sagt unter anderem: «Ich danke Ihnen allen sehr. Vielen Dank auch dir, George, und danke, dass Sie mich wieder eingeladen haben.» Lachen. «Es gibt keinen Zweifel daran, dass ich mich in einer Halle von Patrioten befinde, und ich möchte Ihnen jetzt ein paar Dinge sagen. Erstens: Danke für Eure harte Arbeit. Wie Ihr wisst, haben George und ich viele schöne Momente miteinander verbracht.» Gelächter. «Es gibt einen Grund dazu. Ich habe viel Vertrauen zu ihm, und ich habe viel Vertrauen zur CIA.» Applaus. «Und das sollte auch Amerika haben…»

Ist das nicht ein erstaunliches Dokument? Ich weiß nicht, wie es reingerutscht ist. Ich fotografierte es sofort. Bush besucht also die CIA und statt zu sagen: «Ihr seid alle wegen eures Versagens entlassen», lobt er sie über den grünen Klee. Natürlich verschwand das Dokument, um nie mehr wieder zu erscheinen. Das bekräftigt doch, was du mit Tenet erfahren und uns berichtet hast. Kanntest du die Sache?

Größter Bankraub der Weltgeschichte

CAF: Nein, sie war mir nicht bekannt. – Es gab ja so viele Prozesse und Geltendmachung von Wertschriften. Alle Dokumente der Handelskammer und des FBI waren verbrannt.

TM: Das war im Gebäude 7.

CAF: Richtig. So hat 9/11 für die Führung des Landes viele Vorteile gebracht. Eines der Dinge, die aus 9/11 resultierten, war, dass der Fluss der ersten gestohlenen vier Billionen Dollar verdeckt wurde. Ich sage vier Billionen, denn mehr wissen wir nicht darüber. Wer weiß, wie hoch die wirkliche Ziffer war?

TM: Inzwischen hast du die Zahl auf 22 bis 23 Billionen erhöht.

CAF: Am Ende des Fiskaljahres 2015 war die Summe 21 Billionen Dollar. Ein Teil des Patriot Act und die Änderungen im Gesetz ermöglichten es der Führungsclique, diese Dinge fortzusetzen.  Man schuf einfach die nötige legale Infrastruktur, um den Finanz-Staatsstreich fortzusetzen.

TM: Dies war wohl eine der Haupttriebfedern für 9/11.

CAF: 9/11 war der größte Bankraub der Weltgeschichte. Man ist in die Banken eingebrochen.

TM: Sicherlich eine der Schichten: Die geopolitischen Perspektiven der PNAC-Leute wurden angefeuert.

CAF: Es finanzierte die nächste Runde der Globalisierung. Und baute die Infrastruktur für einen nationalen Sicherheitsstaat auf. Es handelt sich darum, zwei Zivilisationen aus einem einzigen Budget zu finanzieren, indem du die eine Zivilisation vor der anderen verborgen hältst. Wie ein Mann, der zwei Familien hat, die er aber voneinander verborgen hält. Doch aus einem einzigen Budget muss er zwei Haushalte finanzieren.

TM: Vielen Dank, Catherine! – Sollen wir zum Schluss noch etwas zu «Mind Control» und was wir dagegen tun können, erörtern? Und dann haben wir noch dieses wunderbare Beispiel aus dem Alten Testament – Gideon.

Mind Control

CAF: Wir haben auf Solari Report viel über EMF-Strahlung (Elektromagnetische Feldstrahlung), 5G Entrainment-Technologie, unterschwellige Programmierung und alle möglichen Techniken gebracht, die das Bewusstsein der Menschen beeinflussen sollen. Und dann gibt es natürlich auch die Massenmedien und die sozialen Medien (wie Twitter und Facebook etc.)

Mind Control ist eine sehr komplexe Thematik, doch es gibt eine ganze Menge von Informationen darüber. Es handelt sich um eine – besonders in den USA – sehr bedeutende Sache. Und es scheint, dass es einen Teil der Bevölkerung gibt, der dagegen widerstandsfähiger ist als andere Teile.

Jetzt, wo 5G aufkommt, wird damit das Überwachungssystem ungeheuer verstärkt.

TM: Was ist 5G?

CAF: 5G ist die nächste Stufe des Mobilfunkverkehrs. Er kann Gebiete erreichen, welche von der gegenwärtigen Technologie nicht erreicht werden können.

Ich mache mir große Sorgen darüber, denn ich glaube, ein Großteil der öffentlichen Reaktion auf die verstärkte politische und wirtschaftliche Zentralisierung und reale Gesetzlosigkeit beruht auf Mind Control. Die Mind Control-Techniken wirkten mit großem Erfolg.

Wir machten einen Solari Report, «Control 101», um das im Einzelnen zu beschreiben. Etwas, wozu ich die Menschen immer ermutige, egal ob sie sich über ihre Gesundheit oder ihre wirtschaftliche Prosperität Sorgen machen, ist, sich ein klares, kohärentes Bewusstsein zu bewahren. Anders können wir nicht navigieren. Alles, was wir tun können, um Mind Control zu verstehen und uns davor zu schützen, ist also absolut wesentlich, sowohl für deine Gesundheit wie auch für dein finanzielles Wohlergehen und dein Glück.

TM: Wir müssen lernen, unser eigenes Bewusstsein zu kontrollieren, sonst werden wir vom Bewusstsein anderer kontrolliert. Ein gewisser Schutz besteht also darin, uns selbst zu entwickeln und uns als geistiges Wesen in einem physischen Körper zu erfassen. Wir sollten uns nicht einfach mit den physischen Strukturen, wie dem Gehirn, identifizieren. Insofern wir das tun, sind wir manipulierbar.

CAF: Genau. Wenn man versteht, dass Andere möglicherweise deine Gedanken lesen und auch Gedanken in dein Bewusstsein setzen können, dann sollte man lernen, Herr des eigenen Bewusstseins zu werden.

Das Beispiel von Gideon

TM: Genau. Und da haben wir das große Beispiel einer wunderbaren Geschichte aus dem Alten Testament. Ich habe sie auf deine Anregung hin studiert. Lass mich zunächst nur Eines erwähnen, das ich sehr bemerkenswert finde. Viele Menschen haben heute geistige Erfahrungen, doch sind sie oft naiv und hinterfragen sie nicht. Denn auch geistige Erfahrungen können zu Illusionen und Täuschungen führen.

Ich bin froh, dass du mich auf die Gestalt des Gideon aus dem Alten Testament aufmerksam gemacht hast (Buch Richter). Er ist dazu bestimmt, sein Volk zu erretten. Er hat eine Inspiration vom Engel des Jahwe, doch er nimmt sie nicht einfach naiv hin, sondern er will 150% sicher sein, dass es wirklich dieses Wesen ist, das ihn inspiriert. Das ist eine ganz moderne Bewusstseinshaltung. Ich glaube, gerade heute brauchen wir einen solchen prüfenden Willen. Viele Menschen haben ihn nicht. Er gibt nämlich dem Engel Jahwes drei Aufgaben, die zeigen sollen, dass er wirklich der Engel Jahwes ist. Das ist so modern, so wesentlich. Danke, dass du mich auf seine Geschichte aufmerksam gemacht hast. Er ist ein Pionier des geistigen Unterscheidungsvermögens. Doch du hast noch einen anderen Aspekt im Auge, warum er für uns so wichtig ist.

CAF: Wir haben darüber in deinem «Salon» gesprochen. Die Frage, die sich uns stellt, ist: Wie komme ich durch diese Zeit mit Tsunami-ähnlichen Veränderungen, und mit den Beeinflussungen, von denen wir gesprochen haben? Wie schaffe ich das? Für mich sagt uns die Geschichte von Gideon viel über dieses Wie.

Der Engel verlangt von ihm, dass er die Midianiten aus Israel hinauswirft. Und der Höhepunkt des Prozesses ist, dass die Midianiten so bösartig, misstrauisch und hasserfüllt sind, dass sie sich gegenseitig töten.

Ich denke, dieser Teil der Geschichte zeigt, dass wir nichts direkt bekämpfen müssen. Einige Menschen meinen, sie müssen etwas direkt bekämpfen. Wer das tun muss, soll es tun. Doch für die meisten von uns gilt, dass wir ausweichen und uns zurückziehen sollen. Wir müssen uns von den Midianiten zurückziehen, und dann brauchen wir Vertrauen. Wenn wir gesunde Alternativen entwickeln und den geistigen Raum mit Liebe und Licht erfüllen, dann werden sich die Midianiten gegenseitig umbringen.

Selbst als Investmentbanker würde ich sagen: Du kannst den Planeten nicht ohne Vertrauen und Kooperation lenken. Er ist einfach zu groß, und zu viele Dinge spielen sich auf ihm ab.

Man glaubt anscheinend, mit Artificial Intelligence und totaler digitaler Kontrolle und Mind Control kann der Planet von einer relativ kleinen Gruppe von Leuten gelenkt werden. Aber ich glaube, so läuft das einfach nicht. Daher sage ich voraus, dass sich die Midianiten gegenseitig umbringen werden. Was wir brauchen, ist, Bedingungen herbeizuführen, die den Menschen zeigen, dass es Alternativen gibt. Wenn sie dann aufhören, den Midianiten nachzulaufen und ihnen aus dem Wege gehen, dann werden sich die Midianiten eben selbst gegenseitig umbringen.

TM: Das erfordert die mutvolle Einsicht, dass das Böse niemals ewig ist. Es wird von den höheren Mächten der geistigen Welt zugelassen und ins Spiel gebracht. Deshalb wird es sich am Ende selbst zerstören. Es ist nicht imstande, das höhere Gute in der Welt zu zerstören. Das scheint mir eine wichtige Perspektive zu sein.

D.N. Dunlop – ein moderner Templer

TM: Wenn du einverstanden bist, schließen wir unser Gespräch mit einem großartigen Zitat. Es weist auf den geistigen Hintergrund aller Kämpfe der Gegenwart. Lass mich ein paar Sätze zum Mann, von dem es stammt, vorausschicken. Der Schotte Dunlop war der erste Mensch, der in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts eine selbstlose Weltwirtschaft zu entwickeln trachtete. Er organisierte 1924 eine World Power Conference in London, die vom damaligen Prince of Wales eröffnet wurde. Es war die erste Konferenz, auf der Spezialisten der Energiewirtschaft aus allen Ländern vereinigt wurden.

CAF: Ich möchte nur darauf hinweisen, dass die Schotten in der Wirtschaft immer führend waren.

TM: Er war zwar Schotte, wurde aber im Laufe der Zeit ein wahrer Kosmopolit. Er war einst Templer gewesen. Ich denke, du stimmst mir bei, wenn ich sage, dass die Templer die ersten Menschen waren, die zeigten und bewiesen, dass wirtschaftlicher Reichtum und Wohlstand in selbstloser Art erlangt werden kann. Sie waren reich, doch kein Templer war reich für sich.

CAF: Genau. Und deshalb wurden sie immer reicher.

TM: Richtig.

CAF: Ich möchte hier einschalten, dass einer der Gründe, warum ich so gern Steiner lese, der ist, dass er die Templer als geistige Strömung beschreibt. Während die meisten Menschen heute glauben, es handle sich bei ihnen um eine Sekte innerhalb der Freimaurerei. Wir haben es mit einem spirituellen Phänomen zu tun.

TM: Jawohl, und sie hatten auch einen unmittelbaren Einblick in die höhere Natur des kosmischen Christus-Wesens. Das hat die Kirche nie gehabt und auch nie erstrebt. Es handelt sich wirklich um einen spirituellen Strom außerordentlicher Menschen.

CAF: Genau. Ein Templer ist jemand, der in diesem Strom und aus diesem Strom lebt. Es ist eine geistige Zugehörigkeit.

TM: Unbedingt. Lass uns nun eine Art Epilog unseres Gespräches lesen. Ein Teil eines verlorenen Briefes an Dunlops Seelenfreundin Eleanor C. Merry. Der Wortlaut ist wie folgt:

«Ich ruhe in meinem Zelt, inmit-ten der himmlischen Sterne. Da ist kühler Schatten und klares Sonnenlicht, einer jeglichen Stimmung zu begegnen. Da wirst du Erquickung finden für die matten Stunden, gelebt in der Welt, in der die Müden ihre Zeit verbringen, ohne zu ahnen, wie nahe sie sind den ewigen Hügeln und hohen Bäumen. Wie königlich ich mich fühle! … Wollen wir nicht zusammen auf die grandiose Schlacht blicken, die im Gange ist, da, wo unsere ‹Schatten› sich befinden – auf die kosmische Schlacht zwischen Ahriman und Michael! Ich kann Michaels Majestät erleben, während er darauf wartet, dass wir ihm seine Macht zurückbringen helfen. Und er wartet nicht vergebens…!»

CAF: Das bringt uns zu unserem Besuch auf dem Mont Saint-Michel zurück. Die Statue auf seiner Spitze ist so großartig.

TM: Danke, Catherine, für dieses inspirierende Gespräch. Wir könnten es noch lange fortsetzen…

CAF: Das werden wir auch. Wir haben ja noch Jahre vor uns…

TM: Wir werden nochmals über die Templer sprechen müssen. Zu ihrer Zeit kam ja auch eine teuflische Anwendung der Folter auf. Der König wusste, wie er Informationen aus ihnen herausbekommen konnte, die gegen sie aussagten, wenn das Bewusstsein unter den Folterschmerzen fast verlöschte. Sie schilderten das, was sie an inneren Versuchungen durchgemacht hatten, als wirkliche Vergehen. Das sollte ins Auge gefasst werden, da wir ja in einer Zeit leben, in der ähnliche Folterpraktiken überall auf der Welt auf eine lästerliche Art Auferstehung feiern.

CAF: Und zwar gewissermaßen im Namen des Gesetzes. Es ist sehr wichtig für die üblen Leute, die guten Leute als üble Leute zu brandmarken. Und das werden sie noch lange fortsetzen.


Kategorie: Interviews

The Present Age Volume 4 / No. 10/11 January/February 2019

06.03.2019

Contents

Editorial
The Supersensible Michael School – and how we were able to forget it

The Year as an Archetype of the Activity of the Human Soul
Commentaries on Rudolf Steiner’s Soul Calendar verses​ by Monica von Miltitz

The Path of Discipleship
by D.N. Dunlop

Chartres, 9/11, Financial Fraud, and the story of Gideon
Interview with Catherine Austin Fitts by T.H. Meyer (Part Two)

LETTERS FROM STOURBRIDGE
What On Earth Is Going On In Britain?
Terry Boardman (Part One)

The Deeper Background to Britain’s Current Crisis
Terry Boardman (Part Two)

January/February Calendar

A Short Study of Hegel
Immanuel Klotz

The “Rule of UnlawfuIness” and the Migration Problems
Gerald Brei

100 YEARS THREEFOLD
Karl Heyer: Esoteric Foundations and Aspects of Social Threefolding
Indications by Rudolf Steiner

Siegfried and The Twilight of the Gods
Ricarda Murswiek

Rudolf Steiner’s Peat Fibre Impulse
Ruth Erne

Peat Fibre Refining and its Effect on Electricity
A suggestion by Rudolf Steiner
Peter Böhlefeld, Andreas Bracher

FORUM
Destiny and the Process of Dying
A comment by Are Thoresen

Imprint

Bothmer Gymnastics
or the Movement of the Free Human Body
Gabriela Maria Gerber

LETTER FROM BOSTON
Cartoons from Capitalism to Socialism
Andreas Bracher

Unfortunately pdf download is not possible at the moment.

Price: 14 CHF


Kategorie: TPA archives, TPA current

The Supersensible Michael School – and how we were able to forget it

06.03.2019

In her book Der Brief der Lehrerin (The Teacher’s Letter), written in her youth, Barbro Karlén says that at the age of 12 she had written that the human being goes through a schooling in an actual school in the spiritual world before birth. She describes life on earth as a great summer holiday from this supersensible school.

And as the principals of schools on earth give the students summer holidays to relax and do better in the next school year, “the highest teacher in the universe treats his children to summer holidays so that they can gather their strength before the final test! Summer holidays in which all feel free, in which all find time to think about their task. And if they did it well, should not they try to do it even better next time?”1

What the child Karlén, who at this early age had already had experiences of reincarnation, relates in this simple way, is profound and true. Not only has there been an actual supersensible school in the supersensible world since the beginning of the 15th century, the earthly vacation time is also rightly characterised by Karlén as the time “in which all feel free”. For freedom can only be gained and practised on earth! In this sense the “summer holidays” are the earthly school of freedom.

Rudolf Steiner’s modern spiritual research has cast a profound light on this supersensible school. Especially pregnant is what he says about it in the karma lectures of 1924, notably in Arnheim (GA 240). This school too has a great cosmic teacher – Michael, who of all the archangels stands the closest to Christ. The most important teaching content of the school is a far-reaching survey of the great Mystery Schools in human history, an imagination of the great “initiation teachings” (R. Steiner) of all ages.

Out of this review came a preview of the time in the future which was to bring about a new mystery wisdom. This time was the 20th century, and the initiate of the new mystery teachings was Rudolf Steiner.

All those who are drawn to the revelations of spiritual science thereby recognise that in their souls a mostly unconscious memory of their time in the Michael School can light up. Karlén became aware of this already in her youth.

But the present ahrimanic spirit in our time does not care for any such great and comprehensive survey of the past and the future. Ahriman is the inspirer of a narrow-minded intelligence, which does indeed achieve great things in very restricted fields but remains uncomprehending of anything beyond the limits set by academic sciences or falls into a vague mysticism.

Not so Michael. He calls for a comprehensive, wide-ranging thinking that includes both sensory and supersensible realities. The new mystery teachings can only be grasped through such a spiritualised thinking.

Just as in the summer holidays much that was learned and experienced at school is forgotten and must be forgotten, so most people completely forget what they have experienced in the supersensible school. Many have drunk so deeply from Lethe’s draught of forgetfulness that everything of a supersensible nature that they have received appears to be extinguished in them. The most effective means of refreshing the memory of our pre-birth experiences is the earnest study of spiritual science

T.H. Meyer

 

The new Age of Michael began 140 years ago in the year 1879.
On 19 February 2019 we will be exactly 120 years after the end of Kali Yuga, which called for the acquisition of knowledge of the world of the senses and which ended on 19 February 1899, to be followed by an Age of Light.

 

_________________________

1    Barbro Karlén, Der Brief der Lehrerin, Perseus Verlag, Basel, 2nd. ed. 1995, p. 35

2   From: Ch. Kovacs, The Mission of Michael (Die Sendung Michaels), Perseus Verlag, Basel 2011.


Kategorie: TPA Editorial

Die übersinnliche Michaelschule und wie wir sie vergessen konnten

01.02.2019

Barbro Karlén spricht in ihrem Jugendbuch Der Brief der Lehrerin, das sie mit zwölf Jahren geschrieben hatte, davon, dass der Mensch in der geistigen Welt vor der Geburt eine Schulung durchmacht, in einer eigentlichen Schule ist. Das Erdenleben dagegen beschreibt sie als die großen Sommerferien von dieser übersinnlichen Schule.

Und wie die Leiter von Erdenschulen den Schülern Sommerferien gönnen, um sich zu entspannen und es im nächsten Schuljahr besser zu machen, so wird auch «der höchste Lehrer des Weltenalls seinen Kindern Sommerferien gönnen, damit sie Kräfte sammeln können vor der letzten Prüfung! Sommerferien, in denen sich alle frei fühlen, in denen alle Zeit finden, über ihre Aufgabe nachzudenken. Und wenn sie sie gut erledigt haben, sollten sie dann nicht versuchen, es das nächste Mal noch besser machen?»*

Was die kindliche Karlén, die bereits in diesem frühen Alter Reinkarnationserlebnisse hatte, in schlichter Art erzählt, ist tiefgründig und wahr. Nicht nur gibt es im Übersinnlichen seit dem Beginn des 15. Jahrhunderts tatsächlich eine übersinnliche Schule; auch die irdische Ferienzeit wird von Karlén sachgemäß charakterisiert als die Zeit, «in der sich alle frei fühlen». Denn die Freiheit kann nur auf Erden erworben und erübt werden! In diesem Sinne sind die «Sommerferien» die Erdenschule der Freiheit.

Tief hineingeleuchtet in diese übersinnliche Schule hat die moderne Geistesforschung Rudolf Steiners. Besonders prägnant sprach er darüber in den Karmavorträgen des Jahres 1924, besonders in Arnheim (GA 240). Auch diese Schule hat einen höchsten Weltenlehrer. Es ist Michael, welcher von allen Erzengeln dem Christus am nächsten steht.

Der wichtigste Lehrinhalt ist ein weit gespannter Überblick über die großen Mysterienschulen der Menschheitsgeschichte, eine Vergegenwärtigung der großen «Initiatenlehre» (R. Steiner) aller Zeiten. Aus diesem Rückblick wurde ein Vorblick auf die künftige Zeit, die eine neue Mysterienweisheit zu bringen hat. Diese Zeit ist das 20. Jahrhundert, der Initiat der neuen Mysterienlehre Rudolf Steiner.

Alle, die es zu den Offenbarungen der Geisteswissenschaft hinzieht, dokumentieren damit, dass in ihren Seelen eine meist unbewusste Reminiszenz an den Aufenthalt in der Michaelschule aufblitzt. Bei Karlén tritt sie in schon jugendlichem Alter ins Bewusstsein.

Doch der heutige ahrimanische Zeitgeist liebt keine solchen großen, Vergangenheit und Zukunft umfassenden Überblicke. Ahriman ist der Inspirator der bornierten Intelligenz, die zwar auf beschränktem Feld Großes leistet, für die jedoch, was jenseits der akademisch-wissenschaftlich abgesteckten Grenzen liegt, unfassbar bleibt oder dem diffusen Mystizismus anheimfällt.

Nicht so Michael. Er fördert ein umfassendes, großzügiges Denken, das sowohl sinnliche wie übersinnliche Realitäten durchmisst. Die neue Mysterienlehre ist nur durch ein solches spiritualisiertes Denken zu erfassen.

So wie in den Sommerferien Manches vergessen wird und vergessen werden muss, was in der Schulzeit durchgenommen wurde, so vergessen die meisten Menschen gründlich, was sie in der übersinnlichen Schule aufgenommen haben. Manche haben vor der Geburt so viel vom Lethe-Trank des Vergessens genossen, dass alles übersinnlich Aufgenommene wie ausgelöscht erscheint. Das wirksamste Mittel zur Auffrischung des vorgeburtlichen Gedächtnisses ist das ernsthafte Studium der Geisteswissenschaft.

Thomas Meyer

Vor 140 Jahren begann im Jahre 1879 das neue Michael-Zeitalter.

Am 19. Februar 2019 stehen wir überdies exakt 120 Jahre nach dem Ende des Kali Yuga, das die Sinnes-Erkenntnis förderte und am 19. Februar 1899 zu Ende ging, um durch ein lichtes Zeitalter abgelöst zu werden.

* Barbro Karlén, Der Brief der Lehrerin, Perseus Verlag, Basel, 2. Aufl. 1995, S. 35.


Kategorie: Editorial, News

Europäer Februar 2019 (Jg 23 / Nr. 4)

01.02.2019

Editorial: Die übersinnliche Michaelschule und wie wir sie vergessen konnten

Eine Amerikanerin erlebt Chartres
Gespräch von Catherine Austin Fitts und Thomas Meyer

Herrschaft des Unrechts und Migration
Dr. Gerald Brei

Zum «Friedensvertrag» von Versailles
Cyril Moog

Siegfried und die Götterdämmerung (Teil 2)
Ricarda Murswiek

Hegels Begriff der Wiedergeburt
Imanuel Klotz

Wirrnisse um die AAG
Franz-Jürgen Römmeler

Februar
Gedicht von Monica von Miltitz

Zur Äthergeographie von Schottland
Renatus Derbidge

Der Torffaser-Impuls von Rudolf Steiner
Ruth Erne

Leserbriefe 

Impressum 

 

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Kategorie: Europäer-Archiv

Eine Amerikanerin erlebt Chartres

01.02.2019

Ein Gespräch mit Catherine Austin Fitts – (30. Okt. 2018) Teil I

Diesmal übernahm ich die Initiative zu einem Interview mit Catherine Austin Fitts, nachdem sie schon mehrere mit mir gemacht hatte. Wir unterhielten uns an unserem Wohn- und Arbeitsplatz in Arlesheim.

Am Freitag, dem 26. Oktober, hatten wir ein Treffen mit etwa 20 Menschen. Es ging um die brennenden Zeitfragen, einschließlich der neuen Mind Control-Technologie, Finanzskandale und so weiter. Auch Catherines jüngster Besuch von Chartres wurde berührt.

Wie sie auf Solari Report berichtet, verbrachte sie im Sommer mit Freunden ein paar Tage in Chartres und besuchte anschließend auch den Mont Saint-Michel. Als inspirierenden Reisebegleiter trug sie das faszinierende Buch von Henry Adams im Gepäck – Mont-Saint-Michel and Chartres. Adams stammte aus einer hochstehenden amerikanischen Familie, die zwei Präsidenten hervorgebracht hatte. Die Route führte die kleine Gesellschaft über Orléans, das im Mittelalter ebenfalls zur «Schule von Chartres» gehörte.

Ich möchte einleitend aus dem Solari Report zitieren: «Als wir auf Chartres – unser Zielort – zufuhren, versprach ich, dass der Regen aufhören würde, sobald die Kathedrale sichtbar werde. Und in der Tat, es teilten sich die Wolken, die Sonne brach durch, und einer der größten Regenbogen, die ich je gesehen hatte, spannte sich über den ganzen Himmel, und eines seiner Enden ging gerade neben der Kathedrale nieder. Ein vielversprechender Anfang.

Wir blieben schließlich vier Tage in Chartres. Eigentlich hätten wir nach Paris weiterfahren sollen, doch wir waren alle derart von der Kathedrale fasziniert, dass wir Führungen mitmachten, das Labyrinth abschritten, Orgelkonzerte hörten und Light Shows erlebten. Der Besuch war Monate zuvor geplant worden. Für die Vorbereitung riet mir Thomas Meyer, Henry Adams’ Buch Mont-Saint-Michel and Chartres zu lesen. Ich sah mir auch zahlreiche Dokumentarfilme über Chartres und die großen Kathedralen an. Doch nichts kann einen meiner Meinung nach auf so viel Schönheit vorbereiten, die plötzlich vor einem steht. Worauf ich ebenso wenig vorbereitet war, ist, dass die Kathedrale eine Kirche der Aktivitäten ist. Der Kirchgemeinde wie dem allgemeinen Publikum offenstehend, finden hier Hochzeiten, Gottesdienste, Taufen, Konzerte und Gemeindeveranstaltungen statt. Dies ist eine Kirche voller Liebe, umgeben von einer Gemeinde, die ihre Kathedrale und ihre vielen Segnungen, welche die Menschen anziehen, schätzt. Wenn man den Bau durchschreitet, realisiert man, dass er durch praktisch jedermann gebaut und bewahrt wurde – nicht nur von Königen und Bankern, sondern auch von Metzgern und Farmern – selbst die örtlichen Prostituierten sollen eines der Glasfenster gestiftet haben. Dann kamen wir in Saint-Michel an. (…)»

Thomas Meyer

TM: Catherine, du hast einen ziemlich starken Eindruck von Chartres bekommen, wenn man deine Worte liest.

CAF: Jawohl. – Aber zuerst möchte ich hinzufügen, dass die Zusammenkunft nicht nur in eurem Heim stattfand, sondern dass es ein sehr schönes Heim ist.

TM: Vielen Dank.

CAF: Wir hatten in deinem neuen Heim den ersten «Meyer-Salon». Nicht nur führten wir außerordentliche Gespräche. Es gab auch meine musikalische Lieblingskombination – Beethoven und Schubert.

TM: Das wurde von einem alten Freund gespielt.

CAF: Auch gab es ein paar Meditationen von Steiner, die sehr schön und ansprechend waren.

TM: Wir brachten auch ein Zitat von D.N. Dunlop, das wir am Ende bringen könnten.

CAF: Ja, das war großartig.

Henry Adams und die Gesinnung der Lehrer von Chartres

TM: Nun zurück nach Chartres. Du hast also das Buch von Adams als Reisebegleiter mitgenommen. Für mich ist dieser Amerikaner aus einer Familie mit politischer Tradition, der Mitteleuropa so schätzte, eine außergewöhnliche Gestalt. Sein Buch diente dir also gewissermaßen als ein Führer?

CAF: Es ist völlig zerlesen! Ich schleppte es durch ganz Europa! Es war so heiß, dass ich nasse Kleider um den Hals legte, um kühl zu haben. Und natürlich habe ich Unterstreichungen gemacht, denn ich wollte es ja nicht einfach lesen, sondern mich damit auf die Reise vorbereiten. Während der Fahrt las ich Ulrike und Nicole Passagen daraus vor. Dann stiegen wir aus, und es fiel mir zu Boden.

Wenn ich dir sage, es war völlig zerbeult, dann war es völlig zerbeult. Du würdest wahrscheinlich sagen «mein Gott!»

TM: Das zeigt, dass du wirklich mit dem Buch gearbeitet hast. Bücher sind doch zum Gebrauch da, nicht zur Dekoration.

CAF: Nun, dieses wurde sicherlich gebraucht.

TM: Chartres ist in der Tat ein großer Ort. Gestern hatten wir uns schon ziemlich lange über die Geschichte und die Bedeutung dieses Ortes unterhalten.

CAF: Chartres hat mich so tief beeindruckt, zunächst weil es ein Ort großer Schönheit ist. Bist du ein Christ, so klingt diese Schönheit sofort harmonisch mit deinem Glauben zusammen. Dadurch wird dein Glaube sehr inspiriert. Doch wenn du mehr über Chartres und seine Geschichte erfährst, dann erkennst du, dass es eine Kirche und eine spirituelle Sphäre ist, die stark unter dem Einfluss des Christus und der Jungfrau Maria steht. Auch herrscht hier ein wunderbares Gleichgewicht zwischen Männlichem und Weiblichem. Beide sind sehr stark, und beide werden ohne Konflikt gefeiert; einfach wunderbar.

Wenn man dann mehr über die Kirche und darüber, wie sie erbaut wurde, erfährt, dann erkennt man, dass sie mit all den verschiedenen Schichten der Gemeinde verbunden war – von den Königen bis zu den Metzgern und Prostituierten, wie ich sagte – und alle lieben diese Kirche. Das war so wunderbar. So umfassend-einschließend. Alle sind willkommen. Es ist eine offene Kirche. Und doch steht sie unter Schutz.

TM: Die katholische Kirche sucht überall die großen Orte der Vergangenheit auf. Überall findet man Zeichen von irgendeinem Papstbesuch an den Mauern. Doch Chartres war in dieser Hinsicht wirklich ein geschützter Ort. Kein Papst hinterließ hier seine Spur. Und die Menschen damals waren hier ja auch nicht so sehr katholische, sondern mehr keltische Christen. Es war eine Kirche der Geburt und des Lebens. In der Kathedrale findet sich kein einziges Grab. Das sagt viel. – So steht sie unter einem Schutz. Ihre Spiritualität ist einzigartig. Ich kann die Gesinnung dieser Spiritualität am besten mit einem berühmten Zitat von einem der Lehrer von Chartres charakterisieren, nämlich von John of Salisbury (gestorben 1180), der in Amerika wohl nicht sehr bekannt ist. Er schrieb ein Buch mit einem seltsamen Titel – Metalogicon. Darin zeigt er vor allem, warum es von Nutzen ist, einen klaren logischen Verstand zu besitzen.

«Zwerge auf den Schultern von Riesen»

TM: Einige dieser Menschen studierten die Logik des Aristoteles sehr gründlich. Sie selbst waren dabei mehr platonisch gesinnt und neigten mehr zu einem imaginativen Denken. Sie waren platonische Christen. Nun findet sich im Metalogicon das erwähnte berühmte Zitat überliefert, auf das ich angespielt habe. Es stammt von einem anderen der großen Lehrer von Chartres, Bernhard von Chartres, der für seinen Unterricht in der Grammatik berühmt war. Bernhardus pflegte zu sagen: «Wir sind wie Zwerge auf den Schultern von Riesen. Und wenn wir etwas weiter sehen als sie, dann nur, weil wir von ihnen etwas in die Höhe gehoben werden, nicht kraft unserer eigenen Sehschärfe.»

Das charakterisiert die ganze Bescheidenheit – die Mentalität der Lehrer und Schüler von Chartres. Es war eine Gesinnung der Dankbarkeit und der spirituellen Kontinuität. Es bedeutet, dass man bescheiden auf dem Felde weiterarbeitet, das andere schon bepflügt und bearbeitet haben. Man ist nicht einfach ein vom Himmel gefallenes «Genie», ohne historische Vorläufer. Heute eine seltene Gesinnung.

Ich möchte etwas zur sozialen Zusammenarbeit dieser Menschen sagen. Sie war von doppelter Art. Die erste bezeichne ich als horizontale Kooperation. Man findet in der Welt die Menschen, mit denen man zusammenarbeiten kann und denen man Vertrauen schenkt. Daneben gibt es die vertikale Zusammenarbeit, die über die Schwelle der geistigen Welt reicht. Hier haben wir eine anders ausgerichtete Zusammenarbeit, nämlich die zwischen den Lebenden und den sogenannten Toten.

Die Menschen von Chartres waren sich beider Arten von Zusammenarbeit voll bewusst. Zu jener Zeit erlebten sie, dass es bedeutende Geister in der Welt der Verstorbenen gab, und diese hatten mehr eine aristotelische Prägung. Sie sollten sich erst später, in der scholastischen Strömung des 13., 14. oder 15. Jahrhunderts inkarnieren. Die verkörperten Platoniker des 12. Jahrhunderts waren sich dessen bewusst, dass sich ihre Partner oder ihre «Riesen» in der geistigen Welt befanden. Sie sagten sich:  Wir bedürfen der Zusammenarbeit mit unseren Freunden dort oben. Das nenne ich die vertikale Kooperation.

Übrigens: Wir finden an der Kathedrale zwei Aristoteles-Skulpturen, aber keine einzige von Plato. Das zeigt, dass die Platoniker von Chartres die Realität ihrer «Riesen» betonen wollten, welche sich gerade in der vertikalen Linie der Kooperation durch Inspiration befanden. Sie trugen Plato «in sich», Aristoteles «über sich».

CAF: In Chartres ist das so spürbar – die horizontale Kooperation, aber auch die vertikale. Und die Schönheit von Chartres liegt wohl auch darin, dass sowohl Maria wie der Christus so präsent sind. Man hat den Reichen und den Armen, Mann und Frau, die geistige Welt in der äußeren Welt. So hat man die Vertikale und die Horizontale. Es ist so umfassend. Es gibt diese Einschließlichkeit in Bezug auf die materielle und die spirituelle Welt. Und das konnte man unterscheiden.

TM: Ja, das konnte man unterscheiden. Man arbeitete mit gegenwärtigen, lebenden Menschen und zugleich in einem Strom von Menschen aus der Vergangenheit, die sich aber später wieder inkarnieren würden.

Ein Kontrasterlebnis in Rom

CAF: Kann ich ein Erlebnis im Vatikan einschalten? Vor vielen Jahren ging ich zu einem Workshop in Assisi. Ich hatte vor, nach Rom zu fliegen und eine Zeit im Vatikan zu verbringen. Ich war nie zuvor im Vatikan gewesen. Ich dachte, ich fliege hin und verbringe das Wochenende in der Nähe des Vatikans und besuche dann am Montag die Vatikanischen Museen. Ich kam hin und fand eine Umgebung, die so unglücklich war, wie ich das nie erlebt hatte. Die Leute waren voller Zorn und schrullig. Und das an einem Ort, der ungeheuren Tourismus und Geld anzieht. Wegen des Vatikans und seiner Museen.

Ich ging in den Vatikan, und traf eine ebenso unglückliche Atmosphäre. Aufregung und Hektik, drei Tage lang. Ich bangte darauf, nach Assisi zu kommen. Und wenn du dann Assisi betrittst, das Heim von Franz von Assisi, wirst du plötzlich von einem ganz anderen Geist umfangen, einem heiligen Geist.

Auch ohne genau zu wissen, was im Vatikan alles vorgeht, wenn du an einem bestimmten Ort bist, dann weißt du, ob die Menschen mit dem Christus verbunden sind. In Chartres ist das der Fall.

TM: Da spricht ja eine alte Ketzerin…, würde ich sagen. Deshalb fandest du Rom so abstoßend. Du weißt ja, was ein Ketzer ist. Er hat eben keine katholische Ansicht. Katholiken lieben es natürlich, in Rom zu sein…

CAF: Das ganze Erlebnis kam in einem wahren Sinnbild zum Ausdruck: Ich las vor der Abreise in den Anweisungen für den Workshop in Assisi, dass man eine Bibel mitbringen solle, und sagte mir: «Ich besorge mir einfach eine im Vatikan.» Und so gehe ich zum Vatikan hinüber und entdecke, dass man keine Bibeln verkauft!

Man kann im Vatikan keine Bibel, keine heilige Schrift bekommen. Alles, was man kriegt, sind Schmuckstücke aller Art, von den Römern gestohlen, als sie die Welt eroberten.

TM: Ein kleines aufschlussreiches Detail: Es gab eine Bank des Heiligen Geistes in Rom, il Banco di Santo Spirito, eine der größten Vatikanbanken. Der «heilige» Geist ist hier einfach ein Finanzgeist wie an der Wall Street. Mehr heiligen Geist findet man sicher in Sofia und Chartres…

Zurück nach Chartres

TM: Ich fragte dich, und ich glaube, du hast es bestätigt: Du sahst doch das wunderbare blaue Fenster mit der Jungfrau und dem heiligen Geist?

CAF: Ja, ich habe es gesehen. Es hat den Brand von 1194 überlebt.

TM: Vielleicht können wir eine Abbildung von ihm im Interview einfügen. Ebenso wie eine Abbildung der «Zwerge und Riesen», im Südteil der Kathedrale. Hier sieht man die vier Evangelisten auf den Schultern von vier Propheten sitzen. Das kann jeden ansprechen, der es sieht. Was für eine wunderbare Bildsprache!

CAF: Was ich noch erwähnen möchte: Wir besuchten zwei Orgelkonzerte. Sie haben ja ganze Reihen von Orgelkonzerten und andere Veranstaltungen. Und sie besitzen eine wunderbare Orgel. Einfach wundervoll. Die Konzerte kosten nichts, die ganze Kirche ist voll. Die Musik und all das Können ist atemberaubend. Musik in solcher Umgebung zu hören, ist ein unglaubliches Erlebnis. Ein Teil des Chartres-Erlebnisses ist die Musik.

TM: Absolut. Und im Mittelalter hatten sie an diesem heiligen Ort auch profane und Mysterienspiele in der Kathedrale aufgeführt. Die Kirche konnte auch gut gereinigt werden, was daraus ersichtlich ist, dass der Boden leicht geneigt ist. So konnte routinemäßig sauber gemacht  werden.

Wie Welborn Griffith Chartres vor der Zerstörung rettete

CAF: Jede Woche haben wir auf dem Solari Report einen «Helden der Woche». In der Woche, in der ich in Chartres weilte, war der Held Welborn Griffith, der amerikanische Armeeleutnant. Ich weiß nicht, ob du seine Geschichte hören möchtest?

TM: Gerne. Bitte!

CAF: Wenn ich per Wagen reise, ist es meine Angewohnheit, mich über die Geschichte der Orte, durch die wir fahren, zu orientieren. Als wir Richtung Chartres fuhren, informierte ich mich auf Wikipedia über die Geschichte des Ortes. Und was ich fand, las ich dann jedermann im Auto vor.

Dabei entdeckte ich unterwegs – und das ist bezeichnend für eine Stadt, die auch unter dem vertikalen Schutz steht, von dem du gesprochen hast –, dass Welborn Griffith während des Zweiten Weltkriegs ein Leutnant war. Er war ein junger Mann aus Texas. Ich glaube, er stand im Beginn seiner 40er Jahre, und er entdeckte, dass die Führungsspitze seiner Division festgestellt hatte, dass Chartres von Deutschen besetzt war und als Hauptquartier benutzt wurde und sie die Stadt mitsamt der Kathedrale deshalb bombardieren und zerstören wollten.

Er ging zum Kommandanten und sagte: «Das könnt ihr nicht machen. Kriege kommen und gehen. Aber Kathedralen wie diese hier sind für die Ewigkeit gebaut. Das könnt ihr nicht machen.»

Er überredete einen General, wie ich glaube, dazu, ihm einen Jeep zu geben und einen Fahrer, um hinter die Frontlinie des Feindes zu fahren, um zu beweisen, dass die Stadt nicht als deutsches Hauptquartier benutzt wurde. Das war ungeheuer gefährlich, doch er brachte es zustande. Er ging hinter die feindliche Frontlinie, kam nach Chartres und durchquerte es, und konnte bezeugen, dass die Deutschen kein Hauptquartier in Chartres hatten. Und so konnte er die Bombardierung verhindern.

Er kehrte am gleichen Nachmittag zu seiner Truppe zurück und wurde später an diesem Nachmittag getötet, nachdem er die weitaus gefährlichere Mission ausgeführt hatte. Ich sagte zu meinen Begleiterinnen in Chartres: «Gott hat zugeschaut und gesagt: Diesen Mann brauche ich. Lasst ihn sofort herkommen.»

TM: Danke! Das ist eine wunderbare Geschichte. Und für mich schließt sie direkt an die Liebe von Henry Adams zu Chartres an.

Nochmals Henry Adams

CAF: Es ist in der Tat höchst frappierend, wie stark Henry Adams Chartres schätzte. Er geht in so viele Einzelheiten, dass er schwer zu lesen ist. Man beginnt ihn erst in Chartres zu verstehen. Viele Passagen konnte ich erst verstehen, nachdem ich dagewesen war.

TM: Das glaube ich. Er breitet fortwährend ein riesiges detailreiches Panorama aus. Ich glaube, es ist berechtigt, die Frage aufzuwerfen: Geht Adams nach Chartres, weil er schon einmal dort gewesen ist? Hatte er tiefere Wurzeln in jener Zeit?

Jedenfalls gibt es ein Gedicht aus dem Jahre 1901 von ihm, das «Prayer to the Virgin of Chartres» heißt. Darin sagt er:

«Wie ich vor siebenhundert Jahren demutvoll
umsonst bei Dir um Gnade flehte (…)
so bitte ich erneut um Deine Gnade.
Ein englischer Gelehrter mit Normannen-Namen,
war ich unter Tausenden, die einst das Meer
durchquerten, um sich in Paris den Ruhm zu holen.
Als dein byzantinisches Portal [der Notre Dame] noch jung war,
betete ich dort mit meinem Meister Abélard;
Und als das Ave Maris Stella zum ersten Mal gesungen wurde,
half ich dem hl. Bernhard mitzusingen.»

Abélard, Bernhard – zwei der prominenten Menschen aus der Zeit des 12. Jahrhunderts. Adams scheint zu dieser Zeit und Örtlichkeit eine starke Affinität zu haben. Reinkarnation?

Mont Saint-Michel und Maria

CAF: Ich möchte noch erwähnen, dass Allister Thompson, der Publizist von «Scoop», der jetzt nach Europa übersiedelt ist, auch nach Chartres gekommen ist. Mit ihm bin ich dann in die Bretagne gefahren. Ich merkte nicht, dass wir am Mont Saint-Michel vorbeigefahren sind, den wir zwei Tage später tatsächlich besuchten. Wir fuhren über den Berg, und da erhob sich Nebel. Ich tat etwas, was ich nur selten tue: Ich stieß einen Schrei der Verwunderung aus. Es war ein so großartiger Anblick. Es war nicht nur die physische Schönheit, das Ganze hatte eine Aura, die man erleben kann. Atemberaubend. Die Vertikale. Unglaublich. Zwei Tage später machten wir die Feierlichkeiten von Mariä Himmelfahrt mit. Wo immer ich in Frankreich hinfuhr, Maria war präsent.

Mutter Maria ist in Frankreich überall anwesend, und das ist Teil des keltischen Erbes.

TM: Das war Mitte August, nicht wahr?

CAF: Ja, Mitte August.

TM: Vielen Dank, Catherine. Vielleicht bekommen jetzt einige Menschen Lust, selbst an diese Orte zu fahren, und, falls man Amerikaner ist, es Henry Adams gleichzutun.

CAF: Vor meiner Reise sah ich mir, wie gesagt, viele DVDs über den Bau der großen Kathedralen an, ich las Henry Adams, und ich studierte die Geschichte. Wenn man dann geht, will man einfach vorbereitet sein. Die großen Kathedralen sind eine sehr erstaunliche Leistung.

TM: Unbedingt. Es gibt in Europa ja hunderte. Oft von den Templern finanziert. Sie waren die selbstlosen «Bankiers» der Zeit. Doch wo sind sie denn heute, Catherine? Wo verstecken sie sich?

CAF: Sie verstecken sich in eurem Haus…

TM: Gut zu wissen. Da muss ich einen Deal mit ihnen machen.

[Der zweite Teil des Gesprächs behandelt den gigantischen US-Finanzbetrug, 9/11 und die Gestalt des Propheten Gideon (erscheint in der Märzausgabe).]


Kategorie: Interviews

The Present Age Volume 4 / No. 9 December 2018

16.01.2019

Contents

Editorial
Celebrating Christmas – on the Meditative Path of the Michael School

The Year as an Archetype of the Activity of the Human Soul
Commentaries on Rudolf Steiner’s Soul Calendar verses​ by Monica von Miltitz

The Three Kings
Martin Meyer

Isis-Sophia – Reflections at Christmas
The New Isis Legend for Our Time
T.H. Meyer

Chartres, 9/11, Financial Fraud, and the story of Gideon
Interview with Catherine Austin Fitts by T.H. Meyer (Part One)

The Coming Poetry of Life
Part Two
Martin Barkhoff

December Calendar

The Madonna of Stalingrad
Dr. Christin Schaub

The Death of Count Keyserlingk
by Countess Johanna von Keyserlingk

Christmas Festival Thoughts as a Social Impulse
Reflections by Bruno Krüger

FORUM – OPEN ANTHROPOSOPHY

Imprint

 

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Kategorie: TPA archives, TPA current

Celebrating Christmas – on the Meditative Path of the Michael School

16.01.2019

Rudolf Steiner’s lectures on the great annual festivals were not for edification, intended to caress the soul. In the course of his activities they increasingly took on the character of actual awakening lectures – awakening listeners from a sleep from which probably not all of them wanted to be so rudely awoken.
Thus the Christmas lecture, which Steiner held nearly 100 years ago, on 25 December 1919, begins with the sobering words: “When in recent years I have had to speak at one of the annual festivals, Christmas or Easter or Whitsun, I had to draw attention to the fact that especially on such occasions, these days we have no right to conduct such celebrations in the old customary way, forgetting all the pain, all the suffering of our times and only remembering at such times the greatest event that has occurred in earth evolution (…) We have the obligation to allow all the phenomena of decline in modern culture which grip humanity to stream into the event, even as far as the Christmas Tree. Today we are obliged to take even the birth of Christ Jesus into our hearts, into our souls in such a way that we do not leave out of consideration the frightful decline by which so-called cultured humanity has been gripped.” (GA 195) Today, this cultured humanity really seems to have been dragged down into this fearful decline.

Three challenges on the path of the Michael School
Today, we have to look up to “the greatest event that has occurred in earth evolution” while cognitively witnessing the misery of the present all the more intensively.
This is a leading goal and motif of a mantra which Steiner gave on 21 March 1924 for the Meditative Path of the Michael School1, namely, in the sixth lesson, the first mantra of which is:

“(…) But mindfulness of earthly needs
Maintains you as a human being.”

Without such contemplation, the Christmas festival threatens to become more of a numbing, luciferic-ahrimanic orgy of sentimentality and consumption.

The second mantra of this lesson ends with these words, as though pointing the way forward:

“(…) But love of values of the Earth
Will save your human soul.”

This by no means refers only to material values, but primarily the value of “the greatest event that has occurred in earth evolution”.

The third mantra of this lesson also ends with the inspiring words:

“(…) But earthly will, to spirit devoted,
Lets the divine in us hold sway.”

Who can honestly say that his will is devoted to the spirit? That he is on the point of grasping the divine in man and of letting it prevail? Yet this is precisely what is to be striven for in looking towards the festival before us. Mindful, in all modesty, of Christ’s words which are to be fulfilled: “You are gods” (John: 10:34).

We therefore stand before elemental challenges for a contemplative celebration of the Christmas Festival.
In the sense of these three challenges which appear on the path of knowledge of the School of Michael, we wish all our readers a true, beautiful and good Christmas Festival and a happy transition into the year 2019.

your T.H. Meyer

 

_________________________

1    Der Meditationsweg der Michaelschule, edited by T.H. Meyer, published by Perseus Verlag, Basel, 5th ed. 2017. In English: The First Class Lessons and Mantras: The Michael School Meditative Path in Nineteen Steps, 2017.


Kategorie: TPA Editorial

Europäer Dezember/Januar 2018/19 (Jg 23 / Nr. 2/3)

01.12.2018

Editorial: Weihnachten feiern – auf dem Meditationsweg der Michaelschule

Isis-Sophia – eine Weihnachtsbetrachtung
Thomas Meyer

Zwölf heil’ge Nächte
Monica von Miltitz

Der Tod von Carl Graf von Keyserlingk (Erstveröffentlichung)
Johanna Gräfin von Keyserlingk

Die kommende Poesie (Teil 2)
Martin Barkhoff

Künstlerporträt von Jasminka Bogdanovic
Ruedi Bind

Morsch gewordene Trümmer
Franz-Jürgen Römmeler

Brief aus Stourbridge
Von Gurdjieff zu Steiner
Terry Boardman

Eine Begegnung mit Gurdjieff
Rom Landau

Weihnacht als sozialer Impuls
Bruno Krüger

Die Madonna von Stalingrad
Dr. Christin Schaub

Siegfried und die Götterdämmerung (Teil 1)
Ricarda Murswiek

Bothmer-Gymnastik
Gabriela Maria Gerber

Forum
Mark Zuckerberg und der Holocaust
Andreas Bracher

Zur «offenen Anthroposophie»
Katrin Gerber, Bernhard Kuhn, Nicholas Dodwell

 

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Kategorie: Europäer-Archiv

Weihnachten feiern – auf dem Meditationsweg der Michaelschule

01.12.2018

Rudolf Steiners Vorträge zu den großen Jahresfesten waren keine Erbauungsvorträge, die der Seele wohltun sollten. Sie bekamen im Laufe seines Wirkens zunehmend den Charakter von eigentlichen Weckvorträgen – aus einem Schlaf, aus dem wohl nicht alle Zuhörer gerissen werden mochten.

So beginnt etwa der Weihnachtsvortrag, den Steiner vor bald hundert Jahren, am 25. Dezember 1919 gehalten hatte, mit den ernüchternden Worten: «Wo ich in den letzten Jahren zu sprechen hatte an einer der Jahresfeiern, Weihnachtsfeier oder Osterfeier oder Pfingstfeier, da musste ich darauf aufmerksam machen, dass insbesondere bei solchen Gelegenheiten wir gegenwärtig kein Recht dazu haben, in der altgewohnten Weise solche Feiern zu begehen, den ganzen Schmerz, das ganze Leid der Zeit zu vergessen und in solchen Tagen uns nur zu erinnern an das Größte, das hereingespielt hat in die Erdenentwicklung (…) Wir haben die Verpflichtung, hereinströmen zu lassen bis an den Weihnachtsbaum heran alles dasjenige, was in der gegenwärtigen Kulturwelt die Menschheit ergreift an Niedergangserscheinungen. Wir haben heute geradezu die Verpflichtung, auch die Geburt des Christus Jesus so in unsere Herzen, in unsere Seelen aufzunehmen, dass wir nicht außer acht lassen den furchtbaren Niedergang, von dem die sogenannte Kulturmenschheit ergriffen worden ist.» (GA 195) Heute scheint diese Kulturmenschheit in den furchtbaren Niedergang regelrecht hinabgerissen worden zu sein.

Drei Forderungen auf dem Weg der Michaelschule

Umso intensiver muss heute der Aufblick zum «Größten, das hereingespielt hat in die Erdenentwicklung», im erkennenden Miterleben der Gegenwarts-Misere unternommen werden.

Dies ist ein leitendes Ziel-Motiv eines Mantrams, das Steiner am 21. März 1924 im Laufe des Meditationsweges der Michaelschule* gegeben hat, nämlich innerhalb der sechsten Stunde, deren erstes Mantram so ausklingt:

«Besinnung auf die Erdennöte
Wird dich im Menschensein erhalten.»

Ohne solche Besinnung droht gerade das Weihnachtsfest einmal mehr zu einer betäubenden, luziferisch-ahrimanischen Sentimentalitäts- und Verkaufsorgie zu werden. –

Auch das zweite Mantram dieser Stunde endet wegweisend:

«(…) Liebe zu den Erdenwerten
Wird dir die Menschenseele retten.»

Damit sind keineswegs nur materielle Werte gemeint, sondern eben in erster Linie der Wert «des Größten, das hereingespielt hat in die Erdenentwickelung». –

Und auch das dritte Mantram dieser Stunde mündet in ein befeuerndes Zielwort:
«(…) Erdenwollen geist-ergeben,
Es lässt den Gott im Menschen walten.»

Wer kann ehrlich sagen, dass sein Wollen geist-ergeben ist? Dass er im Begriffe ist, den Gott im Menschen zu ergreifen und walten zu lassen? Dieses aber ist gerade im Hinblick auf die bevorstehende Festeszeit anzustreben. Eingedenk des in aller Bescheidenheit zu verwirklichenden Christus-Wortes: «Ihr seid Götter» (Joh. 10,34). So stehen wir vor drei Elementarforderungen für ein besinnliches Begehen des Weihnachtsfestes.

Im Sinne dieser drei Forderungen, die auf dem Erkenntniswege der Michaelschule auftreten, wünschen wir allen unseren Lesern ein wahres, schönes und gutes Weihnachtsfest und einen glücklichen Übergang in das Jahr 2019.
Ihr Thomas Meyer

________________

* Der Meditationsweg der Michaelschule, hg. von Thomas Meyer, Basel 5. Aufl. 2017.


Kategorie: Editorial, News

The War on Terror and the Fear of the Spirit

16.11.2018

Some thoughts about the present world situation

Humanity is steeped in a permanent war – the “global war on terror”. It terrorises in fact a great number of souls trying to make their living in peace and to find a purpose in life. Living has become a daily danger. Over the present situation a dark cloud seems to hang, stretching from West to East, enveloping and overshadowing everything below it and threatening to cast down storms, lightning and thunderbolts. This cloud makes the stars beyond the clouds invisible and fills all souls with fear. This fear is nourished daily and kept alive by the continuous onrush of ever new terrible events.

For a few weeks the world was in shock because of the atrocious murder of the journalist Jamal Khashoggi in the Saudi embassy in Istanbul. Others have been shocked by the fact that President Trump recently announced the cancellation of an atomic treaty with Russia which has limited the danger of nuclear war for over thirty years. On 25 October NATO embarked on the largest military manoeuvres in its history – in Norway, which has a northern border with Russia. This no doubt will strengthen the fear of “aggressive” Russia in many people. Many Europeans fear the social effects of uncontrolled immigration in their countries. Others fear the sudden crash of the economy and the loss of their money and pensions. Addicted users of the Internet fear the sudden global blackout of this tool of information and communication. The list could be continued almost without end.
Apart from natural disasters like earthquakes, volcano eruptions or tsunamis, most of these fears seem to be connected in one way or another to global terrorism, and global terrorism has a standard origin: the media tell us that we have to be afraid of something dark and terrible out there, in some “terrorist” people, mainly of an Islamic background. This fear of Islamic terrorism is the red thread within all the other particular fears pressuring the present age.

Americanism and the fear of the spirit
But there is one fear which is usually completely overlooked, though it is of a more fundamental nature than the ones mentioned: this is the fear of the spirit. This fear is not somewhere “out there”. It sits in the depths of every single human soul in our age. It is high time to find and paralyse this root fear within us. Otherwise we are doomed to continue to be terrorised by this very root fear.

Rudolf Steiner, the founder of the modern science of the spirit, once characterized three movements full of destructive forces for our time: Bolshevism, Jesuitism and Americanism (GA 181, July 30 1918). About the latter he says: “Everything which may be called Americanism has the ever-increasing tendency to produce a fear of the spirit and to make the world merely an opportunity to live in it physically – a world in which you can live in comfort and wealth. Under the influence of this stream, the connection with the spiritual world is bound to be destroyed.” This deeper layer within modern Americanism – not meaning by this term what was and is in America of high value in Western civilisation – is behind what since 9/11 has been imposed on the whole of mankind as the “war on terror”. It is in its deepest roots born out of the fear of the spirit.

A proxy war and the courage of cognition
In this sense the whole “war on terror” is the real proxy war of our time – and this war is in reality directed against the spirit and the awakening of the soul to it. The “war on terror” is designed to keep mankind in the state of sleeping, drugged prisoners who are paralysed by the fear of the spirit. The war on terror strengthens this weakness in every present soul – instead of helping it to overcome it and to wake up to the spirit, and thereby to find the real purpose of life.
To achieve such an awakening, we need the courage of cognition. This courage is a real jewel within the human soul potential. But it is covered by thick layers of fear, of hate and doubts. To polish this jewel and make it shine is to wage the real war on terror and to stop being terrorised by the fear of the spirit. We start to actively engage in a battle between Michael, the true spirit of our time, and Ahriman, the spirit of darkness and of hyper-materialism of all sorts. Then the stars beyond the black cloud can once more begin to become visible – under any circumstances.

T.H. Meyer


Kategorie: TPA Editorial

The Present Age Volume 4 / No. 8 November 2018

16.11.2018

Contents

Editorial
The War on Terror and the Fear of the Spirit

The Year as an Archetype of the Activity of the Human Soul
Commentaries on Rudolf Steiner’s Soul Calendar verses​ by Monica von Miltitz

On the Anthroposophical Calendar of the Soul
Dr. Christin Schaub

The Three “I Am” Books
An indication by Rudolf Steiner
Martin Barkhoff

How the Apocalypse of St. John Came to Be
A World-historical Example of Objectivity as a Fundamental Condition for the Publication of Spiritual Knowledge
T.H. Meyer

China and the West in the Light of the TAO
Lecture by T.H. Meyer at the Scala, Basel, 5 September 2018

LETTER FROM STOURBRIDGE
Reflections on Current Controversies: “Globalism”, “Nationalism”, and “Identity Politics”
Terry Boardman

November Calendar

Karl Marx, the “Chief of the Socialists”
A Look at Rudolf Steiner’s Karma Lectures on the Occasion of the 200th Anniversary of the Birth of Karl Marx
Franz-Jürgen Römmeler

Sport
Olaf Koob, M.D.

On the Swiss Cow Horn Initiative
Gerald Brei

BOOK REVIEW

FORUM

READERS’ LETTERS

Imprint

The Coming Poetry of Life
Part One
Martin Barkhoff

CORRIGENDUM
Amendments to Boch, ‘Vitamin D’ (TPA Vol. 4/No. 7)

 

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Kategorie: TPA archives

Daphné von Boch, M.D.: The Dangers of Vitamin D Treatment

12.11.2018

The Dangers of Vitamin
Article from TPA Vol. 4 / No. 07 / October 2018

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Kategorie: Articles in English, Various Items (english)

China und die Waldorfbewegung

01.11.2018

In dieser Ausgabe findet sich die Nachschrift eines Vortrags über China, welchen ich unmittelbar vor meiner Abreise nach Guangzhou im Scala Basel gehalten habe (S. 3). Hier ein paar Impressionen von dem, was ich während des darauf folgenden China-Besuches erlebte:

Vom Opiumkrieg zum modernsten Taoismus

In Guangzhou, ehemals Kanton, sprach ich einleitend über die fatalen Opiumkriege, die ja in dieser Stadt ausgelöst worden waren. Ich brachte Skizzen mit, die Laurence Oliphant an Ort und Stelle gemacht hatte (siehe das auf S. 6 reproduzierte Bild von der Bombardierung von Kanton). Es war eine glückliche Fügung, dass ein europäischer Referent an die, wenn auch tragische Ortsgeschichte, die zu einem Stück Weltgeschichte wurde, anknüpfen konnte. Ich sprach vor Eltern und Lehrern der Waldorfschule dann über das Tao und seine Urverwandtschaft mit der Anthroposophie Rudolf Steiners. Diese ist gewissermaßen die reifste Frucht am Baum des Taoismus, was ich bereits vor dreißig Jahren in meiner kleinen Schrift über das Tao darstellte.

Die vier Tage dauernde Tagung war bestens organisiert und die Referenten – nach mir sprach die Ärztin Dr. Daphné von Boch, welche mein eigenes Kommen angeregt hatte – wurden von den Damen Vicky und Jetsia auf das Sorgfältigste und Freundlichste betreut.

Darauf folgte ein Intermezzo in dem den Chinesen nach dem ersten Opiumkrieg entrissenen Hongkong, wo allerdings der schon die Philippinen verheerende Riesen-Taifun «Mangkhut» im Ansturm war, weswegen ich Hongkong einen Tag früher als geplant Richtung Peking wieder verließ.

Kosmologischer Charakter der Tempel Pekings

Den gewonnenen Tag verwendete ich für eine Erkundung der großen Tempelstätten in der Stadt, vorab des Tempels des Himmels und des Tempels der Erde, beide streng ausgerichtet auf die Frühlings- und Herbst-Tagundnachtgleiche. Essentielle Kommentare meines Führers Martin Barkhoff, des einstigen Chefredaktors der Wochenschrift Das Goetheanum, waren eine Art Intensivkurs in  chinesischer Kulturgeschichte. Dem Besucher erschloss sich besonders der ganz im Einklang mit dem Tao-Impuls stehende kosmologische Hintergrund dieser Stätten.

Fruchtbar verliefen die weiteren vier Tage im Waldorf-Lehrerseminar von Peking, kundigst organisiert durch Martin Barkhoff, einem der Leiter dieses einjährigen Seminars. Hier ging es wiederum um das Tao-Thema, in weiten Verzweigungen. Wiederum aufmerksamste Hörer.

Rasante Ausbreitung der Waldorfbewegung

Die seit zehn Jahren entstandene und stürmisch angewachsene Waldorfbewegung in China – mit landesweit über 80 Schulen und 400 Kindergärten – steht vor riesigen Herausforderungen: In Peking wurde mir erstmals bewusst, wie sensitiv die Ausbreitung der Waldorf- und der anthroposophischen Bewegung in China derzeit tatsächlich ist.

Denn es muss streng vermieden werden, dass Schule und Geisteswissenschaft in den Geruch einer religiösen Bewegung oder Sekte gelangen. Denn sonst droht ihr ein ähnliches Schicksal wie es der Falun Gong-Sekte beschieden war.

Die Falun Gong-Sekte als Warnung

In den 80er Jahren begründet, wuchs diese Bewegung mit Körper- und Meditationspraktiken, auch taoistischen Gepräges, in kurzer Zeit rasant an. Am Ende der 90er Jahre erreichte sie eine Mitgliederzahl von nahezu 100 Millionen. Als es zu Demonstrationen mit politischen Forderungen kam, sah die Partei buchstäblich Rot: Im April 1999 demonstrierten 10’000 Falun Gong-Anhänger vor dem Gelände der Zentralregierung in Peking. Es folgte eine scharfe Verhaftungswelle. Im Oktober desselben Jahres wurde Falun Gong von der Regierung als eine «häretische Organisation» gebrandmarkt, die Bewegung wurde verboten. Die Verfolgungen setzten ein. Zahlreiche Mitglieder sollen getötet, andere auch gefoltert worden sein.

Das rasante Wachstum der Waldorfbewegung in den letzten zehn Jahren ist daher nicht nur außerordentlich erfreulich; es sollte auch zu höchster Vorsicht mahnen, soll ihr ein ähnliches Schicksal wie das der Falun Gong-Sekte erspart bleiben. Sie darf nicht in den Verdacht kommen, eine religiöse Bewegung zu sein, denn aus solchen Bewegungen können, so meint die Partei, leicht politische werden.

Im spirituellen Spannungsfeld

Die Bevölkerung wird scharf überwacht, mit modernster Technologie. Der ahrimanische Charakter der großen Städte, aber auch der chinesischen Militärmacht ist nicht zu verkennen – neben der besuchten Pekinger Waldorfschule befindet sich eine Kaserne, von deren Schießplatz periodisch Schüsse zu hören sind.

Da China einst Schauplatz der Inkarnation Luzifers war, begleitete den Reisenden aber auch immerfort die Frage, wie Ahriman in der Zeit seiner jetzigen Inkarnation gerade in China an die Wirkung der Inkarnation seines Bruders Luzifer anzuknüpfen sucht. Nicht zuletzt wohl auch durch die Förderung weltflüchtiger spiritueller Bewegungen wie Falun Gong. Bewegungen, die, wie auch die des Dalai Lama, gerade durch ihr äußeres Verbot eine gewisse geistige Macht erhalten.

Angesichts dieser spirituellen Doppel-Konstellation fällt der Ausbreitung der Waldorfbewegung und der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners eine geradezu entscheidende und die Gegensätze heilende Rolle zu.

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

Europäer November 2018 (Jg 23 / Nr. 1)

01.11.2018

Editorial: China und die Waldorfbewegung

China und der Westen im Lichte des TAO
Thomas Meyer

Die drei «Ich-bin» Bücher
Martin Barkhoff

Die kommende Poesie (Teil 1)
Martin Barkhoff

Vom Sport
Dr. med. Olaf Koob

Die Schweizer Hornkuh-Initiative
Dr. iur. Gerald Brei

Karl Marx – Betrachtung zum 200. Geburtstag
Franz-Jürgen Römmeler

Das Wesen von Rudolf Steiners Karmaforschung
Nachwort zur Neuerscheinung von Norbert Glas über Otto Weininger
Thomas Meyer

Forum «offene Anthroposophie»
Theorie und Verschwörung
Friedwart Husemann
Schutz vor «Verschwörungstheorien»?
Eva Held

Buchbesprechungen

 

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Kategorie: Europäer-Archiv

The Present Age Volume 4 / No. 7 October 2018

21.10.2018

Contents

Editorial
China and the Waldorf Movement

The Year as an Archetype of the Activity of the Human Soul
Commentaries on Rudolf Steiner’s Soul Calendar verses​ by Monica von Miltitz

The Two Questions in the Soul Calendar
T.H. Meyer

FROM THE ARCHIVE OF RUDOLF GEERING-CHRIST
The Riddling Questions of Existence
Rudolf Steiner, Basel, 5 February 1907

An Unpublished Esoteric Lesson
Rudolf Steiner, Basel, 28 September 1912

BOOK REVIEW
Wilhelm Rath – A Pathfinder for Youth
Alfred Kon

The Dangers of Vitamin D Treatmen
Dr. Daphné von Boch

FORUM
Commentary to “Social Threefolding for All”
Attila Ertsey

October Calendar

The Jewish Question
A Problem of Mankind (Part Three)
Norbert Glas

Imprint

Russia 2018
Impressions of a trip from St. Petersburg to Moscow
Dr. Jutta Schwarz

 

 

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China and the Waldorf Movement

21.10.2018

In September I had a unique opportunity to visit China. First I visited Guangzhou, then the Waldorf teacher seminar in Beijing. Here are a few impressions from what I lectured on and experienced on this China visit.

From the Opium Wars to the most modern form of Taoism
In Guangzhou, formerly known as Canton, I spoke at first about the fatal Opium Wars, which broke out in this city. I had brought sketches with me which Laurence Oliphant had made at the location. It was fortunate that a European lecturer could connect to the history of the city which became a part of world history, although tragically. I spoke before an audience of parents and teachers at the Waldorf School then about the Tao and its original connection to the Anthroposophy of R. Steiner, which is, as it were, the ripest fruit on the tree of Taoism, as I wrote in my little book about the Tao thirty years ago now.1
The 4-day conference was very well-organised, and the lecturers – the doctor Dr. Daphné von Boch spoke after me; she had prompted my own visit – were looked after in a most conscientious and friendly manner by two ladies, Vicky and Yejia.
This was followed by an ‘intermezzo’ in Hongkong, which was taken from the Chinese after the First Opium War. The city was being battered by the giant typhoon “Mangkhut” which had already devastated the Philippines, so I left for Beijing a day earlier than planned.

Cosmological character of the temples in Beijing
I made use of the day gained to visit the great temple sites in the city, first the Temple of Heaven and the Temple of the Earth, both strictly aligned to the spring and autumn equinoxes. The essential commentaries by my guide Martin Barkhoff, a former chief editor of the weekly, “Das Goetheanum”, were a kind of intensive course in Chinese cultural history. I learned especially about the cosmological background of the sites, which was entirely in harmony with the impulse of the Tao.
The next four days at the Waldorf Teachers’ Seminar in Beijing passed very fruitfully and were expertly organised by Martin Barkhoff, one of the leaders of this one-year seminar training. Here I spoke again about the theme of the Tao and its further ramifications. Once again, the audience was most attentive.

The dramatic expansion of the Waldorf movement
The Waldorf movement in China has boomed these last ten years – with more than 80 schools and 400 kindergartens across the country – but it is faced with enormous challenges: in Beijing I learned for the first time how sensitive the issue of the spread of the Waldorf and the Anthroposophical movement actually is in China at the moment. For it has to be firmly avoided that the schools and spiritual science have about them the whiff of a religious movement or a sect. Otherwise, a similar fate to that of the Falun Gong sect might befall them.

The Falun Gong sect as a warning
Founded in the 1980s, the Falun Gong movement, with its physical and meditative practices, and also its Taoist character, grew rapidly over a short period. By the end of the 1990s, its membership had reached almost 100 million. When it came to demonstrations with political demands, the Communist Party literally saw red: in April 1999 10,000 Falun Gong supporters demonstrated in front of the central government area in Beijing. A severe wave of arrests followed. In October of that year Falun Gong was branded a “heretical organisation” by the government and the movement was banned. Persecutions followed. Numerous members are supposed to have been killed, others tortured.
The rapid growth of the Waldorf movement in the last ten years is therefore not only extremely welcome; it also calls for the utmost caution if it is to be spared a fate similar to that of the Falun Gong sect. It must not come under suspicion of being a religious movement, for the Party’s view is that such movements can easily become political.
In reality Anthroposophy is, of course, neither a religion nor a political movement but a spiritual scientific path to develop insight into spiritual realities, just as natural science has researched the natural realities of the sense world.

 In the spiritual field of tension
The population are under strict surveillance with the most advanced technology. The ahrimanic character of the great cities, but also that of Chinese military might is not to be underestimated – next to the Beijing Waldorf School I visited is a military barracks; shots can be heard periodically from the shooting range.
As China was once the stage for the incarnation of Lucifer, this traveller always had the question how Ahriman, in this time of his present incarnation, will seek to connect to the effects of the incarnation of his brother Lucifer precisely here in China – not least also through the promotion of escapist spiritual movements like Falun Gong, movements which, like that of the Dalai Lama, have a certain spiritual power precisely because they are forbidden.
In view of this spiritual double constellation, the spread of the Waldorf movement and of Rudolf Steiner’s spiritual science plays a very decisive role that can heal this polarity.

T.H. Meyer

_________________________

1    German ed. 1988. English ed.: Clairvoyance and Consciousness – The Tao Impulse in Evolution, London, 1991.


Kategorie: TPA Editorial

Gefahren der Vitamin D-Behandlung

05.10.2018

In den letzten Jahren hat sich in der menschlichen Zivilisation ein gewisser Vitamin D-Rausch ausgebreitet. Alle Bereiche der Medizin sind davon betroffen, ob die Innere Medizin oder die Onkologie, die Naturheilkunde oder die Anthroposophische Medizin. Auch die Medien, vor allem die Zeitschriften der Regenbogenpresse, gesellen sich diesem Reigen hinzu. Gegen Müdigkeit und chronische Infekte, gegen Krebs und Leistungsabfall: Vitamin D scheint ein Allheilmittel geworden zu sein.

Vitamin D ist jedoch kein Vitamin

Zunächst muss man wissen, dass das sogenannte „Vitamin D“ in Wirklichkeit kein Vitamin ist. Definitionsgemäß ist ein Vitamin eine Substanz, die der Mensch nicht selbst produzieren kann, deshalb muss er sie mit seiner Nahrung von außen aufnehmen. Andernfalls entsteht ein Mangel – und aus diesem Mangel eine Erkrankung.

Als Beispiel sei das Vitamin C genannt, das sich in allem frischen Gemüse und im Obst befindet. Als früher die Matrosen monatelang auf hoher See waren und kein frisches Gemüse oder Obst zu sich nehmen konnten, bekamen sie Skorbut. Skorbut ist ein akuter Vitamin-C-Mangel mit gehäuften Zahnfleischblutungen und Ausfallen der Zähne. Das Essen von Frischem heilte dann diese Erkrankung vollständig aus.

Anfangs dachte man, Vitamin D sei ein Vitamin. Später fand die Medizin heraus, dass das Vitamin D vom Organismus selbst produziert wird. Eine vom Organismus selbst produzierte Substanz mit Wirkung auf den Stoffwechsel ist aber definitionsgemäß ein Hormon und kein Vitamin. Vitamin D ist also ein Hormon, wie Kortison und Östrogen. Deshalb wurde das Vitamin D umbenannt in „D-Hormon“. Dieser neue Name blieb aber sogar den meisten Ärzten unbekannt. Der neue abstraktere chemische Name für Vitamin D, „Cholecalciferol“, verdeckt vollständig das Wesentliche: Dass wir es hier mit einer Substanz zu tun haben, die der Organismus selber produziert. Dabei hat diese Tatsache weitreichende Konsequenzen: Wenn man eine normale Menge eines Hormons produziert, dann ist jede zusätzliche „prophylaktische“ Einnahme eigentlich eine Überdosierung. Und jede Überdosierung bringt so manche kleinere oder größere – oft irreversible – Schädigung mit sich. Ein warnendes Beispiel hierfür ist die prophylaktische Verabreichung von Östrogen nach den Wechseljahren, die, wie später erkannt wurde, Brustkrebs fördert.

Wo im Körper wird das Vitamin D produziert?

Unser Organismus produziert nicht das Vitamin D selbst, sondern Provitamin D. Dies geschieht in der Niere. Das Provitamin D gelangt dann in die Haut, wird dort vom Licht beschienen und in das aktive Vitamin D umgewandelt. Man müsste sagen, das wirkliche Vitamin, das von außen kommt und das wir nicht selber produzieren können, ist das Licht.

Was bewirkt nun dieses durch Licht aktivierte Vitamin D?

Die Funktion des Vitamin D

Wir nehmen Calcium durch Milch und Milchprodukte in uns auf. Das aktivierte Vitamin D bewirkt, dass dieses Calcium dann im Darm aufgenommen wird und in die Blutbahn gelangt. Von dort aus geht ein Teil des Calciums in die Knochen und macht sie hart. So können die Knochen das Gewicht des Körpers tragen, ohne sich zu biegen.

Zugleich schützt sich jedoch der Körper vor einer übermäßigen Aufnahme von Kalk: Nur ca. 30% von dem gesamten mit der Nahrung aufgenommenen Kalk wird im Darm tatsächlich aufgenommen. Das ist der gesunde Zustand bei einer normalen Produktion von Vitamin D. Was aber ist eine normale Produktion?

Der sogenannte „normale“ Wert von Vitamin D im Blut

In den Büchern steht, dass der normale Wert von Vitamin D im Blut über 30 pg/ml beträgt. Wenn man aber die Werte von vielen Menschen vergleicht, wird deutlich, dass in Wirklichkeit kaum jemand diesen sogenannten „normalen“ Wert erreicht, sondern dass dieser Wert eher um 5-10 pg/ml liegt. Ein höherer Wert ist vor allem während der Wintermonate nicht zu erreichen, wo aufgrund des geringeren Sonnenlichtes dieser Wert grundsätzlich niedriger ist. Wenn aber der angeblich normale Wert von über 30 pg/ml von kaum jemandem erreicht wird, dann kann es kein „normaler“ Wert sein.

Es ist dringend notwendig, die statistische Bestimmung des normalen Wertes von Vitamin D im Blut während der Wintermonate nachzuholen. Man kann ihn ebenso wenig mit den Blutwerten im Sommer vergleichen, wie man den normalen Wert von Östrogen bei Frauen vor den Wechseljahren mit dem Östrogenwert von Frauen nach den Wechseljahren vergleichen kann. Selbstverständlich haben Frauen nach den Wechseljahren normalerweise einen niedrigeren Östrogenwert.

Offenbar handelt es sich hier um eine ähnliche Situation wie bei dem angeblich „normalen“ Wert von Cholesterin. Offiziell liegt seit den 1980er Jahren der Normalwert von Cholesterin unter 200 mg/dl (5,2 mmol). Die meisten gesunden Menschen haben aber einen Cholesterin-Wert von 250 bis 280 mg/dl (6,5-7,3 mmol), der also deutlich höher liegt als dieser offizielle Normalwert – und der deshalb „pathologisch“ ist. Der frühere Normalwert von unter 300 mg/dl (7,8 mmol), den die Ärzte vor 1980 benutzten, hat wirklich zur Realität gepasst. Inzwischen sind viele Publikationen erschienen, die auf diese Tatsache aufmerksam machen, z.B. Die Cholesterin-Lüge von Hartenbach[i] oder Fette Irrtümer von Colombani[ii].

Schädigung durch Vitamin D

Am deutlichsten ist die Schädigung durch Vitamin D an den extremen Fällen zu sehen – an den Fällen der Vergiftung. Diese Tatsache ist spätestens seit den 1960er Jahren bekannt. Damals wurden die Neugeborenen bis zum zweiten Lebensjahr mit Vitamin D als Rachitis-Prophylaxe „gestoßen“. Ein Vitamin-D-Stoß betrug eine einmalige Verabreichung des 400Fachen von der heute üblicherweise empfohlenen täglichen Dosierung von Vitamin D (500 I.E. pro Tag). Der Vitamin-D-Stoß betrug also 200 000 I.E. auf einmal. Dieser wurde dann im Abstand von sechs Monaten wiederholt, und zwar bis zu sechsmal(!) insgesamt in den ersten beiden Lebensjahren.

Es gab bei dieser Behandlung mehrere Todesfälle von kleinen Kindern. Die Kinderleichen wurden untersucht, und es fand sich eine ausgeprägte Verkalkung der Gefäße.[iii] Das ist nicht erstaunlich, denn das Vitamin D fördert die Aufnahme von Calcium aus dem Darm ins Blut. Besonders die Gefäße von Herz und Lunge waren betroffen. Der Austausch der Gase war allmählich nicht mehr möglich, und das Kind erstickte langsam. Leider wurde dieses erschütternde Ergebnis nur zögerlich zur Kenntnis genommen. Die Vitamin-D-Stöße wurden dann letztlich doch aufgegeben – aber lediglich die Stöße.

Verursachen auch kleine Dosierungen von Vitamin D Schädigungen?

Es ist wie gesagt naheliegend, dass Vitamin D eine Verkalkung der Gefäße fördert, denn es fördert die Aufnahme von Calcium über den Darm in unser Blut. Calcium als Substanz hat die Eigenschaft, sich abzulagern, was man an der Bildung von Tropfsteinen in Höhlen sehen kann. Im Körper lagert sich das Calcium an den Gefäßwänden ab, vor allem da, wo bereits eine Unebenheit, eine Plaque, vorhanden ist. Sind schon Kinder, die keine Plaque haben, durch Überdosierung von Vitamin D an schwerer Verkalkung der Gefäße gestorben, dann können wir annehmen, dass auch kleine, aber häufig eingenommene Dosierungen bei jedem Menschen, wenn sie auch nicht den Tod herbeiführen, so doch langsam, aber stetig Schädigungen durch Verkalkung der Gefäße verursachen. Gerade bei älteren Menschen, aber eigentlich in jedem Alter, wird damit eine allgemeine Verkalkung gefördert. Diese Verkalkung ist gerade bei den filigranen Gehirngefäßen verheerend – und fördert nicht zuletzt die steigende Tendenz zur Demenz.

Zugleich liegt nahe, dass auch schon bei einer geringfügigen Gefäßverkalkung des Gehirns andere Schädigungen auftreten, die nicht in einer sichtbaren physischen Erkrankung erscheinen, sondern „nur“ als eine seelische Tendenz, die in Richtung einer allgemeinen Erstarrung geht. Davon sind letztlich alle betroffen, die regelmäßig Vitamin D in einer kleinen Dosierung nehmen – nicht nur Kinder.

Wie sehen die „kleinen“ Schädigungen genau aus?

Die „kleinen“ Schädigungen von Vitamin D sind wieder bei den Kindern, die mit hohen Dosierungen behandelt worden sind, am einfachsten zu sehen. Wilhelm zur Linden, der viele solcher Kinder beobachtet hat, beschreibt, was auch andere (Cook, Beuren, Taussig) bei den mit Vitamin-D-Stößen behandelten Kindern „geistige Schädigungen“ oder „Hemmungen der geistigen Entwicklung“ nennen. Zur Linden selbst charakterisiert diese geistigen Schädigungen als eine nachlassende schulische Leistung, Interesselosigkeit, Einengung des geistigen Horizontes auf rein technische Interessen und eine „Vergröberung des Skelettes bei gleichzeitiger Schrumpfung der Bewusstseins-Weite und Hemmung der geistigen Beweglichkeit“.[iv] Das bedeutet also eine allgemeine seelische Verhärtung. Er stellt die Frage in den Raum, ob Vitamin D eine Verminderung sogar der Bildungsfähigkeit überhaupt verursachen könnte. Diese Schädigungen sind weit bedenklicher als alle Beschwerden, bei denen das Vitamin D Hilfe bringen könnte, denn sie verändern die gesamte Persönlichkeit in Richtung Erstarrung und Mangel an Beweglichkeit des Denkens, kurz: Sklerotisierung. Zur Linden beendet seinen Artikel mit der berechtigten Frage, ob diese mit Vitamin-D- Prophylaxe behandelten Säuglinge, die auf den Weg der Verkalkung gebracht wurden, nicht die Scharen der an Demenz erkrankten alten Menschen in Zukunft deutlich vergrößern werden.

Ebenfalls entscheidend ist hier, dass zur Linden diese subtilen Veränderungen der psychischen Eigenschaften nicht nur bei Kindern festgestellt hat, die mit hohen Dosierungen von Vitamin D in größeren Abständen behandelt worden sind, sondern auch bei denen, die über viele Monate eine ausgedehnte Vitamin-D-Behandlung in täglichen kleinen Dosierungen von 500 bis 1000 I.E. bekommen haben.[v]

Wie sieht ein wirklicher Mangel an Vitamin D aus?

Da Vitamin D die Aufnahme von Calcium im Darm bewirkt, wird bei einem Vitamin-D-Mangel zu wenig Calcium aufgenommen.

Das ist ein Problem nicht bei Erwachsenen, sondern bei Kindern, besonders bei Neugeborenen und Säuglingen, weil ihre Knochen noch aus Knorpel bestehen und deshalb weich sind. Bei zu weichen Knochen kann sich der Hinterkopf verflachen durch das Liegen, und die Beine können krumm werden durch den Versuch zu stehen und zu gehen. Ein Mangel an Vitamin D zeigt sich also an der Verformung der Knochen, da diese weich bleiben: Es ist die Rachitis.

Rachitis ist eine Erkrankung, die bei Erwachsenen äußerst selten vorkommt. Sie heißt dann Osteomalazie oder Rachitis des Erwachsenen. Normalerweise haben Erwachsene Knochen, die schon sehr stark mit Kalk durchsetzt sind. Diese relativ hohe Menge an Calcium müsste sich zuerst einmal gänzlich auflösen, um eine Erweichung der Knochen zu bewirken. Dies geschieht bei Erwachsenen extrem selten, und wenn, dann eher durch eine Störung der Nebenschilddrüse als durch einen Mangel an Vitamin D und eine dadurch bedingte mangelhafte Aufnahme von Calcium. Ganz im Gegenteil: Früher wusste man, dass gerade der alte Mensch sich etwas hüten muss vor Calcium, weil er schon von sich aus eine Tendenz zur „Verkalkung“ hat. Das bedeutet nicht, dass der alte Mensch keine Milch oder keine Milchprodukte zu sich nehmen sollte, denn übermäßiges Calcium wird, wie weiter oben erläutert, durch den Stuhl wieder ausgeschieden. Es bedeutet aber, dass der alte Mensch zu dem im eigenen Körper produzierten kein zusätzliches Vitamin D einnehmen soll, das den Körper zwingt, mehr Calcium aufzunehmen, als er braucht.

Wer nimmt heute Vitamin D ein?

Vitamin D ist bis heute das Mittel der Wahl zur Rachitis-Prophylaxe in einer empfohlenen „kleinen“ Dosierung: täglich 500 I.E. für Neugeborene ab der zweiten Lebenswoche bis zum zweiten Lebensjahr. Diese Empfehlung wird heute bei fast allen Säuglingen durchgeführt. Ab dem zweiten Lebensjahr wird die eigene Produktion als ausreichend für das ganze Jahr beurteilt, wenn Hände und Gesicht von Kindern im Frühjahr und im Sommer zwei Stunden pro Woche der Sonne ausgesetzt werden (Praxisleitfaden für Allgemeinmedizin, Urban & Fischer, München 2014, S. 867). Außerdem wird das Vitamin D heute alten Menschen gegeben, meistens Frauen, als Prophylaxe und Therapie der Osteoporose (500 bzw. 1000 I.E. pro Tag).

Zusätzlich bekommen heute all die vielen Menschen Vitamin D, die glauben, von diesem profitieren zu können. Wie oben gesagt: Viele Menschen nehmen von sich aus oder auf Verordnung des Arztes Vitamin D wegen aller möglichen Beschwerden (Müdigkeit, chronische Infekte, Krebs, Leistungsabfall usw.). Es wird aber auch ohne jegliche Beschwerden eingenommen, nur weil der Blutwert „zu niedrig“ ist.

Vitamin D bei der Rachitis-Prophylaxe und -Therapie

Aus allem hier Beschriebenen sollte ersichtlich sein, dass Vitamin D als Prophylaxe zu einer nicht erwünschten Verhärtung des ganzen Kindes führt. Das Vitamin D zwingt den Organismus, mehr Calcium aufzunehmen als nötig. Ein potenziertes Heilmittel aus der anthroposophischen Medizin hingegen stimuliert die Eigenproduktion von Provitamin D, ohne dass diese Produktion die gesunde Menge überschreitet.

Diese prophylaktische Behandlung besteht in der Verabreichung von Apatit/Phosphorus comp. K (Weleda): morgens nüchtern drei Tropfen in etwas Tee bei Säuglingen unter acht Monaten, bzw. fünf Tropfen bei Säuglingen über acht Monaten. Abends gibt man dann den Säuglingen vor dem Essen eine Messerspitze Conchae/Quercus comp. K (Weleda). Die Prophylaxe fängt einen Monat nach der Geburt an und wird bis zum zweiten Lebensjahr durchgeführt. Sie ist besonders in lichtarmen Ländern während der Wintermonate zu empfehlen. Ein halbstündiger Spaziergang im Kinderwagen mit indirekter Lichteinstrahlung drei- bis viermal in der Woche ergänzt die Prophylaxe.

Auch bei der Therapie der Rachitis ist Vitamin D wegen seiner allgemein verhärtenden Wirkung nicht förderlich. Die Therapie ist nur nötig, wenn eine wirkliche Krankheit besteht, d.h. wenn Zeichen von weichen Knochen, meistens zuerst am Hinterkopf, bemerkbar sind. Sie besteht in einer Verstärkung der prophylaktischen Behandlung: man nimmt eine zweite Dosis von Apatit/Phoshorus, und zwar vor dem Mittagessen, und eine zweite Dosis von Conchae/Quercus vor dem Zubettgehen. Diese Behandlung wird sechs Monate durchgeführt.

Wenn das nicht ausreichend ist und die Knochen immer noch verformbar sind, kann zusätzlich einmal täglich Lebertran gegeben werden. Ist der Lebertran naturbelassen, was sehr wichtig ist, dann ist darin das Vitamin D harmonisch mit Vitamin A verbunden. Vitamin A ist ein Gegenspieler des Vitamin D und hebt dessen Nebenwirkungen im Großen und Ganzen auf. Diese Gabe von Lebertran wird ungefähr vier Wochen durchgeführt.

Wie verhält es sich mit Vitamin D bei Osteoporose?

Trotz aller gegenteiligen Meinungen beruht die Osteoporose nicht auf einem Mangel an Vitamin D oder Calcium![vi]

Wenn man das Phänomen der Osteoporose beobachtet: Was ist überhaupt das Problem bei der Osteoporose? Die Brüchigkeit der Knochen.

Wir haben gesehen, dass Kalk hart macht, also auch die Knochen verhärtet. Dadurch werden sie fest und können das Gewicht des Körpers tragen, ohne sich zu biegen. Aber: Harte Substanzen sind starr und dadurch auch brüchig. Fällt eine harte Substanz wie Glas auf einen Steinboden, zerbricht sie. Das geschieht bei einem Klumpen feuchten Lehms nicht. Hartes ist also fest und zugleich auch brüchig. Mit Calcium machen wir die Knochen härter, aber gerade dadurch – brüchiger! Durch den Kalk werden die Knochen der Osteoporose-Kranken eigentlich noch brüchiger als sie schon sind.

Was fehlt dann den Osteoporose-Kranken? Nicht Kalk, sondern Knorpel. Es fehlt die elastische Knorpelmatrix, die den Knochen durchzieht. Dieser Knorpel ist überhaupt die Basis, an der dann der Kalk sich ablagern kann. Diese Knorpel-Basis in den Knochen fehlt den Osteoporose-Kranken. Bei alten Menschen überhaupt fehlt der Knorpel in den Knochen, auch an den Knochenenden, in den Gelenken. Das nennt man eine allgemeine Arthrose.

Was ist dann die Therapie? Nicht Kalk, sondern Knorpel. Bei Röntgenaufnehmen aber sieht es aus, als ob Kalk fehlen würde, deshalb der Name „Osteoporose“. Der Knochen ist porös, durchsetzt mit Löchern. Das ist aber nur deshalb so, weil der Knorpel fehlt und der Kalk keine Grundlage hat, an der er Halt finden und von wo aus er den Knochen wieder festigen könnte. Das Problem liegt darin, dass der Knorpel selber im Röntgenbild nicht zu sehen ist. Knorpel ist für die Röntgenstrahlen unsichtbar. Wäre der Knorpel ebenfalls auf dem Röntgenbild sichtbar, würde man bemerken, dass der Knochen noch deutlich weniger Knorpel hat als Kalk. Das Calcium fehlt nur sekundär, weil es nicht genug Knorpelfläche als Grundlage hat. Da man jedoch zu wenig Kalk sieht und nicht an den (unsichtbaren) Knorpel denkt, kommt es zum Fehlurteil: Es fehlt Kalk, diesen muss man ersetzen…

Bei Osteoporose fehlt also Knorpel. Der wichtigste Bestandteil von Knorpel ist organisches Silicium. Das organische Silicium, nicht das anorganische, hat die Eigenschaft, das 330Fache seines eigenen Gewichts an Wasser an sich zu binden. Damit bildet dieses organische Silicium eine Substanz, die nicht flüssig und nicht fest ist, sondern etwas dazwischen: eben gelatinös/elastisch. Deshalb sollte man prophylaktisch auf eine kieselsäurereiche Ernährung achten. Diese Eigenschaft besitzen Hirse, Gerste und Gelatine (als Sülze oder als Basis für die Suppe: Früher hat man Knochen ausgekocht, um den Knorpel daraus zu lösen. Dieser gelöste Knorpel ist die Gelatine. Gelatine gibt es auch fertig im Bioladen). Man kann auch Knorpel von Tieren einnehmen, insbesondere von solchen, die in ihren Knochen fast nur Knorpel bilden mit nur sehr geringer Calciumablagerung. Sie haben eine außerordentlich starke Knorpelbildungskraft. Das sind die sogenannten „Knorpelfische“. Ein großer Repräsentant dieser Familie ist der Haifisch. Man kann also als Prophylaxe Haifischknorpel-Kapseln nehmen, z.B. von Allcura, einmal täglich eine Kapsel. Ist die Osteoporose bereits ausgebrochen, sind also schon Beschwerden da, sollte man zweimal täglich eine Kapsel einnehmen. In diesem Fall sind zusätzlich Injektionen von potenziertem Knorpel der Bandscheibe (Disci) notwendig.  Das ist Disci comp.cum Argento (Wala), das man zweimal wöchentlich als Injektion unter die Haut in die Nähe der schmerzhaften Stelle spritzt. Wenn die Packung leer ist, nimmt man Disci comp. cum Stanno. Nach dieser Packung nimmt man wieder cum Argento, danach wieder cum Stanno usw. Dies muss ein bis zwei Jahre durchgeführt werden, zusammen mit den Haifischknorpelkapseln.

Hilft Vitamin D wirklich bei allen anderen Beschwerden?

Wie ist es mit der Müdigkeit, mit den immer wieder auftretenden Infekten, mit der Leistungsschwäche und deren Zusammenhang mit Vitamin D? Gibt es überhaupt einen solchen Zusammenhang? Könnten diese Beschwerden auch andere Ursachen haben als einen Vitamin-D-Mangel? Drei sehr naheliegende Gründe könnte es geben für diese heute epidemisch auftretenden Beschwerden: Das sind Schlafmangel, Bewegungsmangel und ein Mangel an Nahrungsmitteln, die wirklich Leben enthalten (siehe Otto Wolff, Was essen wir eigentlich?).[vii] Auch die tägliche stundenlange Benutzung von elektronischen Medien muss hier erwähnt werden.

Leider ist es typisch für den Menschen, lieber ein paar Tabletten einzunehmen als festgefahrene, lieb gewordene schlechte Gewohnheiten zu verändern.

Die Behandlung von Schäden durch Vitamin D

Es ist einfacher, einem weichen, unreifen Zustand zur Reifung und Verhärtung zu verhelfen als einem verfrühten Verhärtungs- und Alterungsprozess rückgängig zu machen. Trotzdem ist seit eh und je bekannt, dass Silicium auch eine antagonistische Wirkung zum Calcium hat. Daher kommt der bezeichnende Name eines alten Medikaments, „Sklerosol“, das aus reinem Siliciumdioxid bestand. Man nutzte Siliciumdioxid früher gegen jede Form von Sklerose. Sikapur® ist ein heutiges Präparat. Es enthält Siliciumdioxid in kolloidaler Form, d.h. fein verteilt in Wasser, das dadurch vom Organismus leicht aufzunehmen ist. Erwachsene nehmen einen Esslöffel morgens nüchtern mindestens ein Jahr lang und danach als Kur zweimal jährlich drei Monate. Auch Kinder, die Vitamin D längere Zeit bekommen haben, können damit behandelt werden. Wenn sie unter fünf Jahre alt sind, ist ein Teelöffel statt eines Esslöffels ausreichend. Kinder werden nur sechs Monate damit behandelt.

Eine globale Verhärtungstendenz?

Es gibt ganze Länder, wie die USA und Kanada, in denen seit den 1950er Jahren der Milch per Gesetz Vitamin D zugesetzt werden muss (400-900 I.E. pro Liter). Diese Tendenz fängt an, sich über die ganze Welt auszubreiten, z.B. auch schon in manchen Ländern in Südamerika. Was bedeutet das nun für ein ganzes Volk? Dass der Mensch gezwungen wird, dieses Hormon mit der Milch aufzunehmen, hat sehr wohl nachvollziehbare Folgen. Um zur Linden zu zitieren: die Schrumpfung der Bewusstseins-Weite und die Hemmung der geistigen Beweglichkeit der Menschen.

Rudolf Steiner berichtete schon 1919 über dieses moderne menschliche Phänomen. Damals war zwar Vitamin D noch nicht einmal bekannt. Trotzdem hatte die Verhärtungstendenz der Menschen bereits angefangen. Rudolf Steiner beschrieb, wie diese Verhärtungstendenz aussieht, in einem Brief über seine Erlebnisse nach einem öffentlichen Vortrag über das dringendste Problem unserer Zeit und seine Lösung, über neue Wege im großen sozialen Miteinander: „Dabei dieser Mangel an „Verständnisfähigkeit“ bei den Leuten. Wichtiges, was ich will, hören sie einfach nicht. Es ist, als ob sie nur fähig wären, Dinge zu verstehen, an die sie bis zur Satzgestaltung seit 30 Jahren gewöhnt sind. Verhärtete Gehirne, gelähmter Ätherleib, leerer Astralleib, völlig dumpfes Ich. Das ist die Signatur der Menschen der Gegenwart.“[viii]

Der Unfähigkeit, unsichtbare Zwischentöne zu begreifen, d.h. geistige Gedanken, dieser schon damals bestehenden Tendenz wird jetzt durch Vitamin D ein deutlicher Vorschub geleistet.

Die hier vorgebrachten Gedanken mögen als ein Weckruf dienen.

Dr.med. Daphné von Boch

 

Zur Autorin

Daphné von Boch ist in Canada geboren und lebt seit vielen Jahren in Basel. Sie hat fünfzehn Jahre als anthroposophische Ärztin und Psychologin in zwei anthroposophischen Rehabilitationskliniken für Allgemeinmedizin und Psychosomatik gearbeitet, die letzten drei Jahre als leitende Ärztin. Seit 2017 arbeitet sie in einer eigenen Privatpraxis in Deutschland. Seit vielen Jahren bildet sie Ärzte in Anthroposophischer Medizin im Osten und in Fern-Ost aus und gibt die Bücher von Otto Wolff neu heraus.

 

[i] Walter Hartenbach, Die Cholesterin-Lüge. Das Märchen vom „bösen“ Cholesterin. Herbig 2012.
[ii] Paolo Colombani, Fette Irrtümer. Ernährungsmythen entlarvt. Orell Füssli, Zürich 2010.
[iii] Prof. A. Beuren, im ärztlichen Kongress vom 6.-8.Mai 1966 in Bremen. Zitiert durch Wilhelm zur Linden,  Erfahrungsheilkunde, Band XVI, Heft 2, 1967.
[iv] zur Linden, ebd.
[v] ebd.
[vi] Vgl. Florian Horn, Biochemie des Menschen, Thieme, Stuttgart/New York 2012, S. 393.
[vii] Otto Wolff, Was essen wir eigentlich? Freies Geistesleben, Stuttgart 1996. Überarbeitete Neuausgabe ebd., 2012.
[viii] Thomas Meyer (HG), Helmuth von Moltke. Band 2, Perseus-Verlag Basel 2007, S. 240.


Kategorie: News, Technik, Wirtschaft

Europäer Oktober 2018 (Jg 22 / Nr. 12)

05.10.2018

Editorial: Vom Tao Tê King zum China von heute

Die zwei Fragen im «Seelenkalender»
Thomas Meyer

Nachlass von Rudolf Geering-Christ:
Vortrag von Rudolf Steiner 1907 Erstveröffentlichung
Esoterische Stunde 1912 Erstveröffentlichung
Tagebuchnotiz 

Der Zarenmord
Elisabeth Heresch

Gefahren von Vitamin D
Dr. Daphné von Boch

Offene Gegner der Anthroposophie
Franz-Jürgen Römmeler

Forum «offene Anthroposophie»
War Rudolf Steiner ein «Verschwörungstheoretiker»?
Nicholas Dodwell, Friedwart Husemann, Christel und Torsten Traut, Caron Scanlan

Dostojewskis Lebensreise (Teil 1)
Jeff Bronow

Buchbesprechungen

 

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Kategorie: Europäer-Archiv

Vom Tao Tê King zum China von heute

05.10.2018

Ich schreibe dieses Editorial im Flugzeug, das mich zu einem ersten Chinabesuch nach Guangzhou bringt. Zur vorbereitenden Lektüre gehören nebst einem Reiseführer das Tao Tê King von Laotse (um 395–305 v. Chr.) und eine kleine, leider vergriffene Schrift von Runhild Böhm über die folgenreichen Opiumkriege Englands gegen China. Laotses in kurzen Kapiteln niedergelegte Weisheit, verrät noch atlantischen Ursprung. Sie kreist um das TAO, das als das Umfassende, Umgreifende, das Ewige umschrieben werden könnte – dasjenige, was allem Entstandenen und sich in Gegensätzen Auslebenden prä-dualistisch vorangegangen ist und vorangeht. Diese bedeutende Schrift wurde erstmals im Jahre 1842 in eine europäische Sprache übersetzt, und zwar ins Französische. Es war just im Jahre, in dem der Gewaltfriede von Nangking China zum Öffnen seiner Häfen, zur Einfuhr des in Indien gewonnenen Opiums zwang und ihnen Hongkong entriss. Einen unbestechlichen Blick für diese Geschehnisse hatte kein anderer als Karl Marx, welcher als Korrespondent in London die Eigeninteressen der Briten klarsichtig verfolgte.

Guangzhou hieß früher Kanton, und diese südchinesische Hafenstadt war der Ausgangspunkt der ersten beiden Opiumkriege. Das britische Nationalvermögen ist zu einem beträchtlichen Teil, unter Mitwirkung der East India Company, aus dem erzwungenen Handel mit dem Opium aufgebaut worden.

Rudolf Steiner hat mitten im Weltkrieg, am 30. und 31. Dezember 1916 (GA 274a) von den Opiumkriegen gesprochen und nebst den wirtschaftlichen Aspekten darauf aufmerksam gemacht, dass zahlreiche Seelen, die sich hätten in China inkarnieren wollen, dies wegen des weitgehenden Verfalls chinesischer Leiber infolge des epidemisch verbreiteten Opiumgenusses nicht vermochten. Sie verkörperten sich stattdessen in Europa, während für Europa prädestinierte Seelen ihre europäische Inkarnation auf die Zukunft verschieben mussten. Eine Seelen-Umleitung und Inkarnations-Verschiebung gigantischen Ausmaßes. Es bedeutete eine «Chinesisierung» Europas und eine Schwächung der eigentlichen europäischen Mission, die dem Britischen Weltimpuls ebenso willkommen sein musste wie die erzielten asiatischen Handelsvorteile. Der heutigen Immigrations-Welle in Europa ist also eine grandiose Seelen-Immigration der gekennzeichneten Art vorausgegangen, die viel weniger beachtet wird.

Ist dem Westen daraus vielleicht die Verpflichtung erwachsen, wieder ein Gleichgewicht der an Seelen gebundenen Aufgaben in West, Mitte und Ost anzustreben? In der gleichen geschwächten Mitte, die dann dem Nationalsozialismus verfallen konnte, ist in der Zeit der Krise, die in den Ersten und den Zweiten Weltkrieg führte, die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners geboren worden. Diese aber ist, wie ich schon vor dreißig Jahren in meiner kleinen Schrift Ichkraft und Hellsichtigeit – Der Tao-Impuls in Vergangenheit und Zukunft gezeigt habe, nichts anderes als ein umfassender, in eine zeitgemäße Form metamorphosierter Taoismus.

Heute stehen wir vor der sehr bemerkenswerten Tatsache, dass gerade in China ein größtes Interesse an Anthroposophie, Eurythmie oder Anthroposophischer Medizin erwacht ist. Über sechzig Waldorfschulen sind bereits in wenigen Jahren in Erscheinung getreten. Der in Europa gewissermaßen steckengebliebene Weltimpuls der Anthroposophie – kann er gerade in China zum Entwicklungshelfer eines modernen Taoismus werden, jenseits von allem Krieg und Gegensatz? Eines Taoismus, der den Menschen wieder zur Erkenntnis des Ewigen hinführt?

Desselben Ewigen, von dem Lao-Tse sagt:

«Das Ewige erkennen heißt Erleuchtet-Sein.
Das Ewige nicht erkennen, macht verderbt
und unglücklich.»

Im Sinne dieses Ausspruchs kommen wir alle aus Jahrhunderten der Verderbtheit und des Unglücks heraus. Wird die homöopathische Dosis von anthroposophischen Impulsen im gegenwärtigen China mit dazu beitragen können, eine Epoche des neuen Erleuchtet-Seins zu erringen?

Mit der Hoffnung im Herzen, auf solche Fragen erste Antworten zu finden, werde ich in wenigen Stunden erstmals chinesischen Boden betreten.

Thomas Meyer, auf der Höhe von Archangelsk


Kategorie: Editorial, News

A Modern Public Pathway to the Spirit

01.10.2018

The First Class Lessons and Mantras: The Michael School Meditative Path in Nineteen Steps – Under this title in Dec. 2015 Steinerbooks published the spiritual legacy of Rudolf Steiner from 1924. The editor T.H. Meyer added comments and an afterword about the history of the so called “Class”. It was the first time ever that the 19 Class lessons had been printed in English for the public at large. Before they had only been known and studied within an inner circle of the Anthroposophical Society. The decision for an unrestricted publication was taken after serious consideration of the needs of our time.

What are the lessons about? They outline a modern path of crossing the threshold to the spiritual world. Such a conscious crossing is indispensable if the hyper-materialism of our time is to be transcended and overcome. For fruitful work with these unique texts and mantras, however, some knowledge of and experience with some of Steiner’s basic writings such as The Way of Initiation, as well as some acquaintance with his book Occult Science, is indispensable.
The publication was in a certain sense a risk. Would it not “vulgarise” the highly esoteric contents of the lessons? But we remember the answer Aristotle once gave when his pupil Alexander thought that his teacher had given away too many esoteric truths and that he should not have made them exoteric. “For those who do not understand them,” Aristotle replied, “they still remain esoteric.”This truth was in a certain sense verified by the first public reactions to the publication.

First public echoes
Since the first moment the book was available from Amazon.com there have appeared nine reviews of it there which seem to come from the general public and not from anthroposophical circles. They represent without exception positive appraisals of this publication.
The first review states:
Finally a book on the Esoteric school of Rudolf Steiner. Previously you had to be a member of the national anthroposophical society and then get a mentor and take these classes. Here with this book is provided a good way to study the lessons. It was needed as there are lots of unclear ‘’bootleg’’ lessons out there. The book contains color prints of Steiner’s drawings that accompany the lessons, it is a complete presentation of Steiner’s lessons. This is the path laid out by Rudolf Steiner and like nearly all of Steiner’s material it’s not an easy read or an easy path, but this book makes that path much more accessible and brings Steiner’s teachings to those not near an anthroposophical center. This brings an aspect of Steiner’s teaching to those outside Anthroposophical circles. Although Steiner’s path is difficult to learn it is probably the most accessible of the Western Esoteric paths by a bona fide teacher. This book is a must, albeit difficult, for all serious Steiner’s students and Western esotericists.
Or:
This book won’t be of value to many people who are not somewhat familiar with Rudolf Steiner’s work. That being said, there is a very good reason for this book to be in the public domain, as it is now necessary. There are no First Class Readers near us, and the books from the Goetheanum were hundreds of dollars. (…) Beautiful, worth it for sure, but times necessitate affordability (…) something the Society hasn’t caught on to in many instances. This is a serious book to be taken and worked with respectably and with humility and gratitude. This is a wonderful opportunity for those who are drawn to it to join others in the School of Michael.
Or finally:
For years the German speaking world has had public access to this remarkable body of work. The path of the Michael School is a personal one which comes to life in a social, worldly context. At long last, it is available to all people in the English-speaking world having an interest in this subject at a cost that is affordable for most. The form of the book and the way it is laid out makes good sense, while giving the reader reasonable entry into the material. Historical commentary and great color drawings of blackboard exhibits enhance the value of this book. I look forward to a deepening of my experiences with this book over time.
I refer the reader to the Amazon website to see the other six reviews.

Two newly-discovered recapitulation lessons now published for the first time
This positive echo from the “normal” world is encouraging. In fact, in a few months there will be Volume 2 with a number of so-called “recapitulation lessons”, in which Steiner repeated the contents of the first basic lessons for people who were not able to attend them.1
There are no new mantras, but quite different comments on them than in Vol. 1. Furthermore, this second English-language volume will contain two recapitulation lessons never known or published before. They were given in Breslau (Silesia) on 12 and 13 June 1924.
The editor discovered them a few years ago in the Kolisko Archive in England in a stenogram by Lily Kolisko. The grandson of Eugen and Lily Kolisko, Andrew Clunies-Ross, gave us permission to publish them. The editor had them transcribed into German and is happy that they are now included in Vol. 2 of the English edition. There will be a separate bi-lingual English-German edition of these newly- found lessons in the near future.

An “official” publication
Apart from this well-received publication of the “esoteric” class lessons, the headquarters of the Anthroposophical Society, located in Dornach, Switzerland, is preparing a bilingual edition of the 19 lessons, based on the edited versions of earlier translations.
This edition will only be available, as announced, for members of the “Class”. This is in striking contrast with the wish of the officials to be in tune with the demands of the times, and raises the question: is the headquarters aware of the general public’s gratitude for the availability of these texts, as reflected in the above reviews? And how does it relate to Steiner’s own words: “when the Class lessons lead to sectarian behavior and pretensions of power, they will have to be published like all my other lectures.”2

T.H. Meyer

_________________________

1    The First Class of the Michael School, Recapitulation Lessons and Mantras, Great Barrington 2018.

2    The First Class Lessons and Mantras: The Michael School Meditative Path in Nineteen Steps, Preface to the First English edition, p. VII. – Original quote from Wege, ed. A. Kimpfler, No. 3, 2011, p. 26..


Kategorie: TPA Editorial

The Present Age Volume 4 / No. 6 September 2018

25.09.2018

Contents

Editorial
A Modern Public Pathway to the SpiritOpponents of Which “Anthroposophy”?

The Year as an Archetype of the Activity of the Human Soul
Commentaries on Rudolf Steiner’s Soul Calendar verses​ by Monica von Miltitz

Thoughts on the Michaelmas Festival
Bruno Krüger

The Original TAO Layer Within the Human Soul
Introductory words at a Der Europäer Saturday seminar by Edzard Klemm and T.H. Meyer

Open Letter to President Trump Concerning 9/11
Thierry Meyssan

LETTER FROM STOURBRIDGE
Healing (Heilung) for European Culture?
Terry Boardman

1879 – The History of Music and the History of the World
Bernd Lampe

September Calendar

Richard Wagner and “The Ring of the Nibelung”
Lecture by Dr. Olaf Koob, 7 July 2018 in Sofia

The Jewish Question
A Problem of Mankind (Part Two)
Norbert Glas

FORUM

BOOK REVIEW

Imprint

Raphael’s “Madonna with the Fish”
A Healing Task
Dr. Christin Schaub

 

 

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Kategorie: TPA archives

Europäer September 2018 (Jg 22 / Nr. 11)

01.09.2018

Editorial: Gegner welcher «Anthroposophie»?
Ein offenes Wort

Die ursprüngliche TAO-Schicht in der Menschenseele
Thomas Meyer

Richard Wagner und sein «Ring»
Dr. Olaf Koob

Reise nach Russland 2018
Dr. Jutta Schwarz

Die «offene Anthroposophie»
Arnold Sandhaus

Klarstellung gegenüber Vertretern der «offenen Anthroposophie»
Thomas Meyer, Kirsten Juel, Béla Szoradi, Roland Tüscher

Zur AAG Generalversammlung
Franz-Jürgen Römmeler

Zur World Goetheanum Association
Franz-Jürgen Römmeler

Eine Michael-Betrachtung
Bruno Krüger

Raffaels «Madonna mit dem Fisch»
Dr. Christin Schaub

Offener Brief an die muslimische Welt
Buchbesprechung
Thomas Meyer

Mussolini und «Die Kernpunkte»
Andreas Bracher / Thomas Meyer

Impressum

 

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Kategorie: Europäer-Archiv

Gegner welcher «Anthroposophie»?

01.09.2018

Ein offenes Wort vom Chefredaktor des Europäers

Jüngst verbreiteten mehrere Anthro-Medien einen von acht Autoren zusammengestellten Artikel, der eine kollektive Willens-Erklärung darstellt: «Die offene Anthroposophie und ihre Gegner» (siehe den Artikel von Arnold Sandhaus auf S. 19).

Die Autoren ziehen darin wie Krieger gegen das Gift von «Verschwörungstheorien» zu Feld. Außer Schlagworten und Unterstellungen haben sie nichts Substantielles zu bieten. Der Chefredakteur von Info-3, Jens Heisterkamp, geht sogar so weit, konkret zwei offenbar recht unangenehme Konkurrenten zu seinem Frankfurter Blatt als Gegner seiner «offenen Anthroposophie» zu brandmarken: das von Roland Tüscher und Kirsten Juel herausgegebene Nachrichtenblatt und den Europäer. Letzterem werden auch «neo-nationalistische» Einschläge unterstellt.

Da wir nun – auch von der Redaktion der Dornacher Wochenschrift für «Anthroposophie» – ganz offen als Gegner der «offenen» Anthroposophie angeprangert werden, wollen wir die Gelegenheit nicht versäumen, offen mitzuteilen, dass wir dies für ein – allerdings ungewolltes – Kompliment betrachten. Ich will mich kurz erklären: Die «offene Anthroposophie» erheischt seit ihrer Frankfurter Geburt vor vielen Jahren diktatorisch Offenheit für fast alles, was uns der «Zeitgeist» – ja, welcher? – um die Ohren weht. Namen wie Ken Wilber, Andrew Cohen oder Info-Bannerträger wie Felix Hau und Sebastian Gronbach mögen genügen, um die Offenheit dieser Anthroposophie zu bezeichnen. Wer aber in einer geistigen Bewegung alle Fenster aufreißt, erzeugt ganz einfach spirituellen Durchzug. Mit einer solchen Durchzugs-Anthroposophie wollen wir in der Tat nichts zu tun haben. Sie kann nur zu geistigen Erkältungszuständen mit gleichzeitigen oder anschließenden Fieberzuständen führen. Wir sind stolz darauf, Gegner einer solchen «Anthroposophie» zu sein. Wir lieben zwar Frankfurter Würste. Aber die in der Goethestadt (!) zubereitete und über die Zwischenstation Dornach nach einem weltweiten Export gierende Durchzugs-Anthroposophie erachten wir – auf dem Hintergrund wahrer Anthroposophie – einfach als einen Etikettenschwindel mit schönen, hochtrabenden, zumeist ganz leeren Worthülsen.

Offen genug?

Wem dies alles übertrieben erscheint oder gar ungerechtfertigt, der lese die beste Selbst-Darstellung, die Info-3 je geliefert hat. Das Blatt und sein Umkreis sieht seine Aufgabe darin, der Menschheit eine «Anthroposophie» zu vermitteln, die nachvollziehbar und zeitgemäß sei, was derjenigen von Rudolf Steiner schlicht abgesprochen wird. Unter der Überschrift «Einfach mal durchlüften» erschien in der Juni-Nummer eine Vorschau auf einen bis jetzt nicht erschienenen Artikel mit Sentenzen von Mathias Wais: Man lese und staune: «Rudolf Steiner hat uns überfordert. Das Kolossale seiner Ausführungen ist weithin nicht nachvollziehbar. Also sind wir zu eigenen zeitgemäßen Wegen aufgerufen. Mathias Wais mit Gedanken zur Anthroposophie zwischen gestern und morgen.» Erst wird posaunt, dass die Anthroposophie objektiv kaum nachvollziehbar und zeitgemäß sei, dann wirft man sich zu deren berufenem Reformator auf, damit sie endlich das werde, was sie für Menschen, die einen gewissen Denkwillen aufbringen wollen, schon immer war: nachvollziehbar und zeitgemäß. Wir wollen gerne glauben, dass manche Leute beim Studium der Anthroposophie überfordert sind… Doch das gibt ihnen keine Befugnis, ihr subjektives Nicht-Verstehen zur allgemeinen Norm zu erheben.

Schließlich: einer der glorreichen Acht, Henning Kullak-Ublick, Vorstand des Bundes der Freien Waldorfschulen, spricht in seiner Erklärung von der verschwörerischen Tendenz, dem irrationalen Grundsatz zu huldigen «Nichts ist, wie es scheint». Kullak-Ublick hat vor Jahren bekanntlich dafür gesorgt, dass Menschen wie der ehemalige Waldorfschüler Ken Jebsen von Oberstufenvorträgen an Waldorfschulen prinzipiell fernzuhalten seien. Nun erschien in diesem Jahr ein Buch des Tübinger Akademikers Michael Butter, das zur Bibel der Glorreichen Acht und aller von ihnen Beeindruckten werden könnte: Nichts ist, wie es scheint – Über Verschwörungstheorien. Darin findet sich eine «Fallstudie» prägnanter Art: Daniele Ganser, ebenfalls einst Waldorfschüler und Freund und Kollege von Ken Jebsen, der auch am 3. März 2018 in Basel aufgetreten war, wird als typischer Verschwörungstheoretiker hingestellt. Man fragt sich, woher der Ganser-Furor kommt. Wird er etwa beneidet, weil kein Geringerer als Noam Chomsky sein NATO-Buch gelobt hat?

Ja, nichts ist, wie es scheint. Dieses Wort muss auch auf die Willens-Erklärung der Glorreichen Acht angewendet werden. Sie scheinen sich Sorge um die Anthroposophie zu machen – und haben ihre Gegner. Wirklich?

Nein, nicht einmal uns. Wir haben, genau genommen, keine Gegner, auch nicht diese Menschen. Wir kümmern uns einfach nicht weiter um sie. Wir respektieren ihre Freiheit, die Anthroposophie nicht nachvollziehbar, unzeitgemäß und reformationsbedürftig zu finden und widmen uns weiterhin dem Bemühen, sie immer besser zu verstehen und zu verwirklichen.

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

The Present Age Volume 4 / No. 5 August 2018

25.08.2018

Contents

Editorial
Opponents of Which “Anthroposophy”?

The Year as an Archetype of the Activity of the Human Soul
Commentaries on Rudolf Steiner’s Soul Calendar verses​ by Monica von Miltitz

From Siegfried to Parsifal
A previously unpublished Stuttgart lecture by Rudolf Steiner from 1914

Gold – its Origin, its Curse and its Redemption
A lecture on the occasion of a performance of the Ring by Richard Wagner

The Jewish Question
A Problem of Mankind (Part One)
Norbert Glas

August Calendar

Zuckerberg and Holocaust Denial
Andreas Bracher

The Glorious Eight of ‘Open Anthroposophy’
Arnold Sandhaus

BOOK INTRODUCTION
Olaf Koob: If the Organs Could Speak
Understanding the Character of Inner Anatomy

Hans Georg Aenis – Independent and Inventive
Ruedi Bind

READERS’ LETTERS

Imprint

 

 

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Kategorie: TPA archives

Opponents of Which “Anthroposophy”?

25.08.2018

An Open Statement by the Chief Editor of Der Europäer and The Present Age

Recently, several anthro-media put out an article “Open Anthroposophy and its Opponents”, consisting of short texts by eight authors. The article represents a collective declaration of intent (see the article by Arnold Sandhaus on page 25).
The authors take the field like heroic warriors against the poison of “conspiracy theories”. Except for well-known slogans and all sorts of insinuations, they have nothing substantial to offer. The editor-in-chief of Info3, Jens Heisterkamp, even has the audacity to label two apparently awkward competitors to his Frankfurt magazine as opponents of his “Open Anthroposophy”: Ein Nachrichtenblatt, (A Newsletter) published by Roland Tüscher and Der Europäer. The latter he also imputes to be “neo-nationalist”.
Since we are now – even by the editorial board of the Dornach weekly Wochenschrift für “Anthroposophie” – openly denounced as opponents of “open” Anthroposophy, we do not want to miss this opportunity to state openly that we consider this an – albeit unwanted – compliment. Let me explain myself briefly: since its birth in Frankfurt many years ago, this “open Anthroposophy” has demanded in a dictatorial manner openness towards almost everything that blows around one’s ears from the “zeitgeist” – yes, but which one? Names such as Ken Wilber, Andrew Cohen or info-standard bearers like Felix Hau and Sebastian Gronbach may suffice to indicate the openness of this Anthroposophy. But in a spiritual movement, someone who throws open all the windows simply creates a spiritual draught. We actually wish to have nothing to do with such a draughty Anthroposophy. It can only lead to catching spiritual colds with simultaneous or subsequent fevers. We are proud to be opponents of such an Anthroposophy. Certainly, we love Frankfurter sausages, but the draughty Anthroposophy prepared in the city of Goethe (!), an Anthroposophy that is greedy for worldwide export via the intermediate station of Dornach, we consider – based on true Anthroposophy – to be simply a labelling swindle that consists of fine, high-sounding, but mostly completely empty words.
Is that open enough?
If all this seems exaggerated or even unjustified to anyone, let them read the best self-portrayal Info3 has ever provided. The paper and its circle see its task in conveying to humanity an “Anthroposophy” that is comprehensible and contemporary, which it simply denies to the Anthroposophy of Rudolf Steiner. Under the headline “Simply let in some air”, a preview of a hitherto unpublished article by Mathias Wais appeared in the June issue; the preview included some of his words; one can read it and be amazed: “Rudolf Steiner overwhelmed us. The colossal nature of his remarks is far from comprehensible. So we are called on to go our own contemporary ways. Mathias Wais with thoughts on Anthroposophy between yesterday and tomorrow.” First it is trumpeted that, objectively, Anthroposophy is scarcely comprehensible and contemporary, then one puts oneself up as its appointed reformer, so that it can finally become what it in fact always was for people who seek to exercise a certain willed thinking: understandable and contemporary. We can well believe that some people feel overwhelmed when studying Anthroposophy, but this does not entitle them to raise their own subjective incomprehension to a general norm.

Finally, one of the ‘Glorious Eight’, Henning Kullak-Ublick, board member of the Federation of Free Waldorf Schools, speaks in his statement of the conspiratorial tendency to laud the irrational principle “Nothing is what it seems”. It is well-known that Kullak-Ublick has for years sought to prevent, on principle, people like the former Waldorf student Ken Jebsen from giving talks to upper school pupils at Waldorf schools. This year, a book by the Tübingen academic Michael Butter has appeared, which could become the Bible of the ‘Glorious Eight’ and all those who are impressed by them; the title is Nichts ist, wie es scheint – Über Verschwörungstheorien. (Nothing Is As It Seems – On Conspiracy Theories.) In it there is a very pregnant “case study”: Daniele Ganser, who was also once a Waldorf student and a friend and colleague of Ken Jebsen, both of whom appeared at an event in Basel on 3 March 2018, is presented in the book as a typical conspiracy theorist. One asks oneself where the anti-Ganser fury comes from. Is he envied because no less a person than Noam Chomsky has praised his book on NATO?

Yes, nothing is what it seems. This phrase must also be applied to the declaration of intent by the ‘Glorious Eight’. They seem to be concerned about Anthroposophy – and have their opponents. Really?
No, not even us. We have, strictly speaking, no opponents, not even these people. We are simply not concerned about them. We respect their freedom to find Anthroposophy incomprehensible, outmoded and in need of reform, and we continue to dedicate ourselves to the effort to understand and realise it more and more.

T.H. Meyer

_________________________

1    See his striking essay “Besinnung in Brüssel”, in Die Christengemeinschaft 5/2018.

2    See also the Brussels chapter in my novel Der unverbrüchliche Vertrag.

 


Kategorie: TPA Editorial

The Present Age Volume 4 / No. 4 July 2018

18.07.2018

Contents

Editorial
Marx, Steiner and the Euro-Statue in Brussels

The Year as an Archetype of the Activity of the Human Soul
Commentaries on Rudolf Steiner’s Soul Calendar verses​ by Monica von Miltitz

Countess Keyserlingk on Spiritual Streams in the USA
in Relation to the Impulse of Threefolding
Countess Johanna von Keyserlingk

The Solution to the Social Question Our Times
Friedrich Rittelmeyer

If the Duce had read Steiner earlier…
A Meeting Missed
Luigi Capano

Tatiana Kisseleff, Mussolini and the Sociologist Vilfredo Pareto
Supplementary Remarks by Brigitte Schreckenbach

Is this account of Mussolini’s reaction to Steiner’s key text on Threefolding credible?
Andreas Bracher

Anastasia Romanov – the Child of Russia
Bettina Volz

July Calendar

LETTER FROM STOURBRIDGE
From Gurdjieff to Steiner
A Personal Journey
Terry Boardman

An Encounter with Gurdjieff
Extracts from God is My Adventure
by Rom Landau

Saul Bellow’s Relationship with Anthroposophy
Excerpts from a Talk by Bellow’s Friend
William Hunt

BOOK REVIEW
Anthroposophists as Essenes
Stephen E. Usher’s Recollections
Andreas Bracher

READERS’ LETTERS

Imprint

 

 

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Kategorie: TPA archives

Marx, Steiner and the Euro-Statue in Brussels

18.07.2018

Karl Marx (1812–1883) wrote his “Communist Manifesto” in a café on the Great Square (la Grand Place) in Brussels in 1847. We pointed out the karmic background of Marx in the June issue of TPA. Marx had developed his basic ideas out of his past life experiences.
How different it was with Rudolf Steiner! His Kernpunkte der sozialen Frage (published in English as: Towards Social Renewal) which calls for social threefolding was derived from the path of destiny of the whole of modern western humanity and merely states that which is seeking to forge a new social path.
The book was intended for everyone who had an unprejudiced view of the contemporary situation. Even a man like Mussolini recognised its value, even if too late (see the article on p. 9). Countess Johanna Keyserlingk shows in a previously unpublished fragment how far understanding for the essential ideas contained in Steiner’s book and for threefolding was also growing in the USA.
Near the entrance to the EU Parliament building in Brussels stands a Euro-statue with a telling message: a hard-looking, lean woman holds up the symbol of the Euro, and below her is a man who, according to an eye-witness view by the Christian Community priest Mathijs van Alstein, has the features of Rudolf Steiner!1 Is this the expression of a spiritual struggle in the 20th and 21st centuries? Mammon versus a really new social order?
Whether the face of the male in the statue resembles Steiner or not, he too spent some time in Brussels and there discovered the work of the very significant visionary painter Antoine Wiertz (1806–1865). The Euro-goddess could have alighted from Wiertz’s “La révolte des Enfers contre le Ciel [The Revolt of Hell against Heaven]. The plaque of “rue Wiertz” right behind her on the wall, the Wiertz Museum opposite the EU Parliament building! What a language of contrasts!2
It is time the Euro-goddess returned to the same underworld from which she arose and left the prospect free for Steiner’s practical Utopia, which will outlast both Marx and the dreams of the Brussels globalists.

T.H. Meyer

_________________________

1    See his striking essay “Besinnung in Brüssel”, in Die Christengemeinschaft 5/2018.

2    See also the Brussels chapter in my novel Der unverbrüchliche Vertrag.

 


Kategorie: TPA Editorial

Marx, Steiner und die Euro-Statue in Brüssel

01.07.2018

Karl Marx (1812–1883) schrieb in einem Café auf dem Großen Markt von Brüssel 1847 sein «Kommunistisches Manifest». Weltweit wurde am 5. Mai seines 200. Geburtstags gedacht. Wie viele Menschen dachten dabei auch an die Tatsache, dass Rudolf Steiner den karmisch-geschichtlichen Hintergrund des Mannes erforscht hat, der wie kein Anderer das moderne Denken über Arbeit, Kapital und Eigentum prägte? (Siehe u.a. die Vorträge vom 5. und 6. April 1924, in GA 236 und 239).

Die Individualität von Marx lebte im 9. Jahrhundert in Nordfrankreich, also nicht weit entfernt vom Geburtsort des Kommunistischen Manifestes. Sie war Landbesitzer mit ausgeprägten Verwaltungsfähigkeiten. Eines Tages wurde dieser Landeigentümer von einem anderen, abenteuernden Landbesitzer enteignet und musste fortan auf seinem früheren Grundbesitz Frondienste leisten. Der neue Landbesitzer wurde in seiner späteren Inkarnation der Freund und Helfer von Marx, Friedrich Engels.

So kam Marx aus ganz persönlichem Schicksal heraus zu den Kerngedanken von Eigentum und Kapital.

Wie anders Rudolf Steiner. Seine die soziale Dreigliederung fordernden Kernpunkte der sozialen Frage sind am Schicksalsgang der ganzen modernen westlichen Menschheit abgelesen worden und konstatieren nur, was sich sozial Bahn brechen will.

Sie waren an jedermann gerichtet, der einen unbefangenen Blick in die Zeitlage hatte. Sogar ein Mann wie Mussolini anerkannte ihren Wert, wenn auch zu spät (siehe den Artikel auf S. 6). Und Johanna Gräfin Keyserlingk zeigt in einem bisher unveröffentlichten Fragment, wie weit auch in den USA Verständnis für die Kernpunkte und die Dreigliederung aufblühte.

Am Eingang des Brüsseler Parlamentsgebäudes steht eine künstlerisch grässliche Euro-Statue, mit vielsagender Botschaft: Krampfhaft hält eine hart-hagere Frau das Eurozeichen hoch, unter ihr ein Mann, der nach der Augenzeugen-Auffassung des Christengemeinschaftspriesters Mathijs van Alstein die Züge Rudolf Steiners trägt!* Ausdruck eines Geisteskampfes im 20. und 21. Jahrhundert? Mammon versus eine wirklich neue Sozialordnung?

Ob dem männlichen Statuengesicht ähnlich oder nicht: Auch Steiner weilte jedenfalls in Brüssel und entdeckte dort den sehr bedeutenden visionären Maler Antoine Wiertz (1806–1865). Die Euro-Göttin könnte seinem Gemälde «La révolte des Enfers contre le Ciel», entstiegen sein. Das Schild der «rue Wiertz» gleich hinter ihr an der Mauer, das Wiertz-Museum gegenüber dem Parlamentsgebäude! Welche Sprache der Kontraste!**

Es ist Zeit, dass die Euro-Göttin in die gleiche Unterwelt zurückkehrt, der sie entstieg und den Blick frei gibt auf Steiners Real-Utopie, die sowohl Marx wie die Träume der Brüsseler Globalisierer überdauern wird.

Thomas Meyer

* Siehe seinen bemerkenswerten Aufsatz «Besinnung in Brüssel», in Die Christengemeinschaft 5/2018.
** Vgl. auch das Brüssel-Kapitel in meinem Roman Der unverbrüchliche Vertrag.


Kategorie: Editorial, News

Europäer Juli/August 2018 (Jg 22 / Nr. 9/10)

01.07.2018

Editorial: Marx, Steiner und die Euro-Statue in Brüssel

Der blinde Fleck
Die fehlende Ahriman-Erkenntnis
Thomas Meyer

Wenn Mussolini Steiner früher gelesen hätte…
Luigi Capano

Keime der Dreigliederung in den USA
Johanna Gräfin Keyserlingk

Johannifest-Gedanken
Bruno Krüger

Brief aus Boston
Dan Emerson
Ein Weg zur Anthroposophie
Andreas Bracher

Brief aus Stourbridge
Eine anglobale Hochzeit
Terry Boardman

Das Erbe der Ära Bush
Franz-Jürgen Römmeler

Vom Aufbau des Seelenkalenders
Vortrag von Hans Börnsen

Sexualismus
Erstveröffentlichung
Norbert Glas

Der Maler Hans Georg Aenis
Ruedi Bind

Anton Bruckner und das Jahr 1879
Bernd Lampe

Buchbesprechung 

Leserbrief: Illusionen zur Michael-Prophetie
Damian Mallepree

Impressum 

 

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Kategorie: Europäer-Archiv

The Present Age Volume 4 / No. 3 June 2018

12.06.2018

Contents

Editorial
Human Indignity, Karl Marx and the Spiritual Challenge of Getting Beyond the Dollar

The Year as an Archetype of the Activity of the Human Soul
Commentaries on Rudolf Steiner’s Soul Calendar verses​ by Monica von Miltitz

Whitsun
Poem by Monica von Miltitz

Thoughts on the St. John’s Festival
Bruno Krüger

The Blind Spot, or the Year of Catastrophe 1935
Aphoristic Observations on a missing appearance by Ahriman in the fourth Mystery Drama
T.H. Meyer

The Task of Vidar
In the Appearance of Christ in the Etheric
Ricarda Murswiek

June Calendar

The Inner Earth and the Problem of Evil
Essay by Édouard Schuré

Édouard Schuré and the Interior of the Earth
Volker Siegfried Zielonka

LETTER FROM STOURBRIDGE
The ‘Anglobal’ Royal Wedding: Symptoms and Symbols
Terry Boardman

FORUM
“Social Threefolding” for All?
Where do we stand with regard to the “Threefolding of the Social Organism”?
Karl-Dieter Bodack

Imprint

Humanising Medicine
Obituary for Prof. Frank Nager M.D.
Dr. med. Olaf Koob

READERS’ LETTERS

 

 

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Kategorie: TPA archives

Human Indignity, Karl Marx and the Spiritual Challenge of Getting Beyond the Dollar

12.06.2018

There was a shocking scene during the public senate hearing in the USA in early May on the nomination of Gina Haspel as the new Director of the CIA. It is known that Haspel was involved in the waterboarding torture of terrorist suspects in a prison in Thailand, but she herself classified documents about her own part in this. When Ray McGovern, a former CIA analyst who has become a whistle blower, and also appears regularly on Russia Today, asked about her activities in Thailand, he was brutally interrupted, dragged to the floor and pulled out of the room. A pitiful scene, demonstrating that “democracy” may immediately be abrogated the minute the ‘wrong questions’ are asked…

 

On 5 May we remembered the 200th anniversary of the birth of Karl Marx, the most influential father of modern thought on the subjects of labour, property, capital etc.
What is less known, is the karmic background of this pioneer of economic and social theories. From his spiritual research, Rudolf Steiner revealed that Marx was a landowner in Northern France in the early 9th century, and that one day his property was seized by a rival. Marx was then forced to work under the new owner of his former property. The new owner reincarnated as Friedrich Engels, who embarked on a compensatory cooperation with his former rival.
Thus old impulses of destiny may work on in a new incarnation. No wonder that Marx became a fierce enemy of all private property, having himself experienced in a previous life how insecure the private ownership of property can become. Those seeking deeper insight into this historic-karmic background of Marx and Engels and their activities are referred to Steiner’s lecture of 6 April 1924. [GA 236].

 

Beijing launched its yuan-denominated crude oil futures in Shanghai on 26 March, with the aim of challenging the US dollar, the predominant settlement currency for oil contracts. This challenge is healthy but should be accompanied by a more spiritual understanding of the basic concepts of Marxism. TPA has published leading articles in this direction, mainly by the Swiss banker Alexander Caspar. Thinking has to be developed into three higher modes of cognition. Abstract thought alone cannot even understand the fluid nature (within the spectrum of production, distribution and consumption) of economic goods. Here the faculty of real imagination is required. Even more difficult for modern abstract and materialistic thinking is to grasp the essence of what work or labour really is; this requires inspiration. And capital, the most spiritual of all, can only be adequately comprehended by real intuition.2
Without such a widening of the horizon of understanding, materialism and world domination by the power of capital will remain – even after the challenge and overthrow of the dollar.

T.H. Meyer

_________________________

1    ‘The Veiled Power of Money’ appeared in TPA Vol. 4 No.1, April 2018, amongst a number of other articles by the same author in earlier volumes of TPA.

2    ‘T See the appendix to Karl Heyer, Wer ist der deutsche Volksgeist?, Perseus Verlag, 1990 (untransl.)

 


Kategorie: TPA Editorial

Absurditäten in der großen und der kleinen Welt

01.06.2018

Wenn in der großen Welt einer Regierung das Ergebnis eines Referendums nicht passt, lässt man es einfach wiederholen. So geschehen im Juni 2008 in Irland. Beim ersten Referendum über den Vertrag von Lissabon wurde dieser Vertrag vom Volk verworfen. Darauf setzte eine (Des-) Informationskampagne ein. Mit dem Ergebnis des zweiten Referendums im Oktober 2009 waren die führenden Kreise zufrieden.

Einfacher, mit weniger Aufwand, geht das im kleinen Dornach in der Schweiz. Die Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft stimmten bei der diesjährigen Generalversammlung am 24. März mehrheitlich gegen die Verlängerung der Amtszeit der zwei Vorstandsmitglieder Bodo von Plato und Paul Mackay.

Bereits am 26. März schrieben die noch amtierenden Vorstandsmitglieder Wittich, Sleigh, Kalkis und Girke an «Liebe Mitarbeitende am Goetheanum»: «Wie Sie erlebt und gehört haben, hat leider eine Mehrheit der anwesenden Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft den Vorschlag des Vorstandes und der Goetheanum-Leitung auf eine weitere Amtszeit von Paul Mackay und Bodo von Plato abgelehnt. (…) Wir bedauern dies nach 22jähriger bzw. 17jähriger Vorstands-tätigkeit sehr.» Dann stellten sie fest: «Paul Mackay und Bodo von Plato gehören in ihrer Mitverantwortung für die Allgemeine Anthroposophische Sektion weiterhin der Goetheanum-Leitung an. Daran ändert sich bis auf weiteres nichts. Lediglich Unterschrift im Zusammenhang mit der Vorstandsfunktion werden von beiden ab sofort nicht mehr getätigt.»

Die Allgemeine Sektion ist für die Handhabung der «Klasse» zuständig, die jahrzehntelang durch spirituelle Führungsprätentionen gründlich fehlgeleitet worden war. In dieser Sektion dürfen die in einwandfreiem Verfahren Abgewählten also weiterhin mitreden! Wie wenig es im Übrigen auf Unterschriften ankommt, weiß man in allen Bananenrepubliken genauso gut wie in deren kleinem Dornacher Abbild.

Der Restvorstand versetzte der Mehrheit der Abstimmenden mit diesem Schreiben einen Fußtritt, ebenso dem Schweizer Vereinsrecht. In Dornach gilt offenbar nach wie vor «höheres» Recht, auf das sich schon Albert Steffen berufen hatte, nämlich das «Mysterienrecht»…

Wir haben in der letzten Nummer über Karma-Illusionen im Zusammenhang mit Steiners Michael-Prophetie berichtet. Hier ist nachzutragen, dass auf der besagten GV eine Verteidigerin von Paul Mackay in Erscheinung treten durfte, die sich für Ita Wegman hält. Sie hatte mir vor vielen Jahren in einem persönlichen Gespräch zudem berichtet, dass sie Paul Mackay als den wiederverkörperten D.N. Dunlop betrachtet! Man reibe sich die Augen. Kein Traum! Wahn-Wirklichkeit auf der Dornacher März-GV. Pro Memoria: Mackay war verantwortlich für die niederländischen Inserate, mit denen man sich sicherheitshalber von einem allfälligen «Rassismus» in der Anthroposophie distanzieren wollte («Insoferne es eine Rassenlehre bei Steiner gibt, distanzieren wir uns von ihr.») Von Plato empfahl schon 2002 «keinerlei Bezugnahme auf Rudolf Steiner», um mit der «Anthroposophie» nicht allzusehr Anstoß zu erregen. Wir berichteten im Europäer. – Weiterer Kommentar durch unseren Karikaturisten auf Seite 35.

Zurück zu einer großen Bananenrepublik: Der Gift-Fall Skripal in Salisbury könnte nach einem Drehbuch von Alfred Jarry oder Eugène Ionesco abgewickelt worden sein, nicht weniger absurd als die oben berichteten Vorgänge. Die chemische Analyse in einem Schweizer Labor in Spiez ergab schließlich, dass das Gift nicht nur in Russland, sondern praktisch überall in der Welt in einem dafür ausgestatteten Labor hergestellt werden konnte. Eine Revanche für die von den Russen getöteten britischen Soldaten? Sollte einfach das NATO-Budget erhöht werden? Oder ein Vorwand zur Bombardierung von Syrien am fatalen 14. April konstruiert werden? Dann entsprächen die dreisten Mutmaßungen und Behauptungen gegenüber der «Schuld» Russlands eher einer Vorlage Machiavellis.

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

Europäer Juni 2018 (Jg 22 / Nr. 8)

01.06.2018

Editorial: Absurditäten in der großen und der kleinen Welt

Lazarus-Johannes und Ahasver
Thomas Meyer

Das Erdinnere
Betrachtung von Edouard Schuré

Von Innen nach Außen Betrachtung zu Schuré
Volker S. Zielonka

Brief aus Stourbridge
Die «Round-Table»-Bewegung
Terry Boardman

Die verkaufte DDR
Franz-Jürgen Römmeler

Widars Mission
Ricarda Murswiek

Nachruf auf Prof. Frank Nager
Dr. Olaf Koob

Forum
Soziale Dreigliederung für alle
Karl-Dieter Bodack

Leserbrief

Dilldapp / Impressum

 

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Kategorie: Europäer-Archiv

Absurdities in Great and Small Worlds

12.05.2018

If in the greater world a government doesn’t like the result of a referendum, it simply has it carried out again. That happened in June 2008 in Ireland. At the first referendum on the Lisbon Treaty, the treaty was rejected by the people. A (dis)-information campaign then began. Leading circles were satisfied with the result of the second referendum in October 2009.
It’s simpler and less expensive in little Dornach in Switzerland. The members of the Anthroposophical Society voted at this year’s AGM on 24 March by a clear majority not to reaffirm the two Vorstand members Bodo von Plato und Paul Mackay. By 26 March already, the remaining Vorstand members Wittich, Sleigh, Kalkis and Girke had written to “Dear Co-workers at the Goetheanum”:

“As you have experienced and heard unfortunately, the majority of the members of the Anthroposophical Society present [at the AGM] rejected the proposal of the Vorstand and of the leadership of the Goetheanum for a further term in office for Paul Mackay and Bodo von Plato. (…) We very much regret this after their 22 years and 17 years of activity on the Vorstand.” Then they stated: “In their co-responsibility for the General Anthroposophical Section, Paul Mackay and Bodo von Plato will continue to belong to the leadership of the Goetheanum. In that regard nothing will change. The two will, with immediate effect, merely no longer be signatories for the Vorstand.”
The General Section is responsible for conducting the “Class”, which has been thoroughly ‘misconducted’ for decades due to spiritual pretensions of leadership. In this disastrous Section, those who have been deselected in unobjectionable proceedings are now to be allowed to continue to have their say! Incidentally, how little it’s a matter of signatures, those in banana republics know just as well as in the small Dornach version.
With this letter, the remainder of the board have given the majority of voters – and also the Swiss law of association – a kicking. In Dornach a “higher” law apparently still applies, to which Albert Steffen already used to appeal, namely, the “law of the Mysteries” …
In the last issue, we reported on karma illusions related to Steiner’s Michael prophecy. It should be added here that at the aforesaid AGM a defender of Paul Mackay was allowed to appear who considers herself to be Ita Wegman. She also told me many years ago in a personal conversation that she regards Paul Mackay as the reincarnated D.N. Dunlop! You may rub your eyes. It’s no dream! Delusion as reality at the Dornach March AGM. Let’s remember that Mackay was responsible for the Dutch advertisements with which the Dutch Society wanted to distance themselves from a possible charge of “racism” in Anthroposophy (“Insofar as there are racial teachings in Steiner, we distance ourselves from them.”). Von Plato already recommended in 2002: “No referring to Rudolf Steiner” so as not to stir up too much trouble with “Anthroposophy”. We reported on it in Der Europäer. – See the cartoon above for further comment.

Back to a major banana republic. The Skripal poisoning case in Salisbury could have unfolded like a script by Alfred Jarry or Eugène Ionesco; it was no less absurd than the events in Dornach. Chemical analysis in a Swiss laboratory in Spiez finally revealed that the poison could not only have been produced in Russia but practically anywhere in the word in a reasonably equipped lab. Was it revenge for British soldiers killed by the Russians? Was the intention just to raise the NATO budget? Or was it an excuse fabricated to bombard Syria on the fatal 14 April? If the latter, then the brazen assumptions and allegations of Russian “guilt” would rather resemble a scheme of Machiavelli’

T.H. Meyer


Kategorie: TPA Editorial

The Present Age Volume 4 / No. 2 May 2018

12.05.2018

Contents

Editorial
Absurdities in Great and Small Worlds

The Year as an Archetype of the Activity of the Human Soul
Commentaries on Rudolf Steiner’s Soul Calendar verses​ by Monica von Miltitz

Lazarus-John and Ahasver
A Developmental Polarity of World-Historical Significance
T.H. Meyer

Correction
Rudolf Steiner’s Michael Prophecy (TPA, Vol.3 No.12)

An Emerson in Anthroposophy
An Interview with Dan Emerson about his Spiritual Journey
Andreas Bracher

Imprint

May Calendar

“LSD Called Me”
Albert Hofmann, Inventor of LSD, and the Anthroposophical Path of Knowledge
T.H. Meyer

BOOK REVIEW
Metaphysical Odyssey into the Mexican Revolution
– Francisco I. Madero and his secret book, “Spiritist Manual”
Stephen E. Usher

Reto Andrea Savoldelli, The Effects of Cinema on Human Perception
An Excerpt from his Book: Rudolf Steiner über das Kino (Rudolf Steiner on Cinema)

The Artist Xul Solar (1887 – 1963)
Anthroposophy Fructifying Cultural Life in Argentina
Bernhard Steiner

 

 

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Kategorie: TPA archives

Terror, Lies and Truth Conference – Reactions to the Conference

16.04.2018

The Basel event of 3 March at the Scala in Basel has proved to be something of a barometer of the climate of public opinion in relation to key events of the last few years and decades. We have already reported on the fact that in the run-up to the sold-out conference a journalistic ‘execution’ of the event was attempted in some regional tabloids in northern Switzerland.
Following the conference, on 11 March, the Swiss Sonntags-Zeitung presented a pièce de résistance of unfactual reporting about it that teemed with untruths. The title of this double-sided onslaught was: “When everything has to do with everything else – Daniele Ganser, Ken Jebsen and other conspiracy theorists meet in Basel – at the invitation of Anthroposophers. The background”.
This is exactly what the Sonntags scribblers practise: they mix everything up with everything else by throwing all kinds of theories together in a double page box spread, as if, at the conference, only one of them had been: according to David Icke, Obama is actually supposed to be a lizard – Pizzagate, anti-vaccination campaigners, Chemtrails, the Protocols of the Elders of Zion etc. etc. But wait: 9/11 can’t be left out of course – “it wasn’t done by Al Qaida (…) a nearby building (…) collapsed so rapidly that it must have been blown up. Videos of Osama bin Laden were faked.” Instead of posing questions about this event to the Scala Conference even from a distance, which would have been a journalist’s duty, a few sentences about 9/11 were thrown into a jumble of things which had not the slightest to do with the conference and were immediately scorned and dismissed as “conspiracy theories.”
The most grotesque thing was a photo that covered nearly two pages, a third of the whole two-page spread: the Twin Towers after the attack, with gigantic pillars of smoke, the like of which previously one had only known from atomic explosions or volcanic eruptions. The cause of this was two aeroplane attacks? What we see in the photograph speaks loudly of very different explanations… But the blind and the deaf see and hear nothing.

Worse, if no less predictable than such pitiable reporting, is the attitude of a section of the anthroposophical Press. In his disinformation paper, Herr Heisterkamp [editor of Info3Ed.] called the Basel event “a summit of authors well-known on the scene, who share the view that the Islamist attacks were deliberate acts of terror by the State”. Not a scintilla of an idea about how far this view might actually be justified.
Against Ken Jebsen he makes the same “reasoned” attack, only with slogans and distortions, that the spokesperson of the Federation of German Waldorf Schools, Henning Kullak-Ublick, made against him in July 2015, when he warned against the appearance of the former Waldorf pupil Jebsen (and later also of Ganser and other “conspiracy theorists”) at Waldorf Schools – a shameful blot on the free spiritual life, which these very schools were supposed to serve!1
Since the Basel conference the internal opposition to a free spiritual life within the anthroposophical movement, an opposition which is held in fearful check by the mainstream media, has again gained the upper hand: a follow-up event to the packed Basel conference was planned and already announced as due to take place at the Schopfheim Waldorf School but it has been called off – with reference to the same statement by Kullak-Ublick on behalf of the Federation of Waldorf Schools! Our anthroposophical barometer is showing a “deep depression”, i.e. a “storm” in the free spiritual life!

T.H. Meyer

_________________________

1    See the newsletter from H. Kullak-Ublick https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/downloads/sonstiges/2015/Brief_BuVo_an_Waldorfkollegien_ 10_07_2015.pdf

 


Kategorie: TPA Editorial

The Present Age Volume 4 / No. 1 April 2018

16.04.2018

Contents

Editorial
Terror, Lies and Truth Conference – Reactions to the Conference

The Year as an Archetype of the Activity of the Human Soul
Commentaries on Rudolf Steiner’s Soul Calendar verses​ by Monica von Miltitz

The Hare in Myth and Alchemy
Walter Johannes Stein

Confronting Terror, Lies and Truth – A View of a Conference in Basel
Jens Göken

Imprint

LETTER FROM STOURBRIDGE
March in Britain – Absurdity and Untruth

Terry Boardman

Questions to Claude Debussy on the 100th Anniversary of the Day of his Death
Johannes Greiner

April Calendar

THREEFOLDING
The Veiled Power of Money

Alexander Caspar

READERS’ LETTERS

Is Free Will an Illusion?
Neuroscience and Spiritual Science – a Necessary Complement
T.H. Meyer

Marianne Wachberger
In a Garden Full of Seeds and Eyes
Ruedi Bind

 

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Kategorie: TPA archives

Europäer April/Mai 2018 (Jg 22 / Nr. 6/7)

30.03.2018

Editorial: Reaktionen auf die Tagung «Terror, Lüge und Wahrheit»

Im Zeichen der Wahrheit
Berichte über die Tagung vom 3. März 2018 in Basel
Dieter Ackermann / Jens Göken

Medien-Rückblick
Franz-Jürgen Römmeler

Zwei Phasen der Michaelschule
Thomas Meyer

Die Michael-Prophetie
Thomas Meyer

Vorgeburtliche Geist-Begegnung
Thomas Meyer/ Friedrich Rittelmeyer

Claude Debussy zum 100. Todestag
Johannes Greiner

Brief aus Boston
Mark Twains prophetischer Traum
Andreas Bracher

Brief aus Stourbridge
Die Cecils und das Ende des britischen Imperiums
Terry Boardman

Russland als Reservat?
Franz-Jürgen Römmeler

Das Markus-Evangelium
Günter Aschoff

Marianne Wachberger
Ruedi Bind

Kunst und Geschmack
Ursula Ostermai

Die  Macht des Geldes
Alexander Caspar

Leserbrief / Impressum

 

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Kategorie: Europäer-Archiv

Reaktionen auf die Tagung «Terror, Lüge und Wahrheit»

30.03.2018

Die gleichnamige Basler Veranstaltung vom 3. März im Scala Basel wirkte als Barometer für die öffentliche Meinungs-Wetterlage im Zusammenhang mit Kernereignissen der letzten Jahre und Jahrzehnte. Dass bereits im Vorfeld der voll ausgebuchten Tagung eine journalistische Exekution der Tagung in Nordschweizer BZ-Regionalblättern versucht wurde, haben wir berichtet. Im Nachfeld hat die Schweizer Sonntags-Zeitung vom 11. März ein Glanzstück tatsachenfremder und vor Unwahrheit strotzender Berichterstattung vorgelegt. Titel des doppelseitigen Rundumschlags: «Wenn alles mit allem zu tun hat, Daniele Ganser, Ken Jebsen und weitere Verschwörungstheoretiker trafen sich in Basel – auf Einladung von Anthroposophen. Die Hintergründe».

Genau dies praktizieren die Sonntags-Schreiberlinge: Sie vermischen alles mit allem, indem sie in einem über eine Doppelseite gespreizten Kasten allerlei Theorien durcheinanderwerfen, als ob auch nur eine von ihnen während der Tagung Thema gewesen wäre: Obama soll nach David Icke in Wirklichkeit eine Echse sein – Pizzagate, Impfgegner, Chemtrails, Die Protokolle der Weisen von Zion usw. usw. Doch Halt: 9/11 darf natürlich nicht fehlen – «nicht von Al Qaida verübt (…) Ein Nebengebäude (…) fällt in so kurzer Zeit in sich zusammen, dass es gesprengt worden sein muss. Videos von Osama bin Laden sind gefälscht.» Statt zu diesem Gegenstand der Scala-Tagung auch nur von Ferne die Wahrheitsfrage zu stellen, was Pflicht der Journalisten wäre, sollen die wenigen Sätze über 9/11 im Wust der Dinge, die mit der Tagung nicht das Geringste zu tun hatten, sogleich als «Verschwörungstheorie» lächerlich gemacht und abgetan werden.

Sonntags-Zeitung, 11. März 2018

Sonntags-Zeitung, 11. März 2018

Das Allergroteskeste: ein über zwei Seiten laufendes Bild, das gut ein Drittel der gesamten Doppelseite füllt: Die New Yorker Gebäude nach dem Anschlag, mit riesigen Rauchpilz-Wolken, wie man sie bisher nur von Atomexplosionen oder Vulkanausbrüchen kannte. Zwei Flugzeugeinschläge als Ursache? Der photographierte Augenschein ruft laut nach ganz anderen Erklärungen… Doch Blinde und Taube sehen nichts und hören nichts.

*

Schlimmer, wenn auch nicht weniger voraussagbar als solche pitoyablen Berichterstattungen, ist das Verhalten eines Teils der anthroposophischen Presse. Herr Heisterkamp nannte die Basler Veranstaltung in seiner desinformierenden Haus-Postille «ein Gipfeltreffen szenenbekannter Autoren, deren Gemeinsamkeit die Deutung islamistischer Anschläge als inszenierten Staatsterror» ist. Kein Fünkchen Überlegung, wieweit diese Auffassung vielleicht tatsächlich begründet ist.

Gegen Ken Jebsen führt er den nur mit Schlagworten und Verdrehungen «begründeten» Angriff ins Feld, der vom Sprecher des Bundes der deutschen Waldorfschulen, Henning Kullak-Ublick, bereits im Juli 2015, gegen ihn geführt wurde, indem der Bundessprecher vor einem Auftritt des ehemaligen Waldorfschülers Jebsen (später auch von Ganser und anderen «Verschwörungstheoretikern») an Waldorfschulen warnte – ein Schandfleck für das freie Geistesleben, dem gerade diese Schulen dienen sollten!

Die durch die Mainstream-Medien in Furcht und Schach gehaltene interne Gegnerschaft gegen ein freies Geistesleben in der anthroposophischen Bewegung hat nach der Basler Veranstaltung wieder Oberhand gewonnen: Eine geplante und bereits angekündigte Folge-Veranstaltung nach der vollbesetzten Basler Tagung in der Waldorfschule Schopfheim wurde wieder abgesagt – mit Berufung auf die Kullak-Weisungen des Bundes der Waldorfschulen!

Unser anthroposophisches Barometer zeigt auf ein «Sturmtief» für das freie Geistesleben!

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

A Global Conspiracy Theorists’ Event?

17.03.2018

A notable blunder by the Swiss tabloid Press

Great events cast great shadows, but sometimes those shadows are cast not by the event itself, but by people for whom a future event is a thorn in the eye for some reason. The issue here is the seminar Terror, Lüge und Wahrheit (Terror, Lies and Truth) featuring Elias Davidsson, Daniele Ganser and Thomas Meyer, which was held on 3 March at the Scala in Basel and was moderated by Ken Jebsen.

Fake news
On 8 February and the following days there appeared in four regional daily newspapers in northwest Switzerland an article by Christian Mensch titled “Conspiracy mystics like Daniele Ganser from Basel capture the Rudolf Steiner movement”.1 In thick headlines Mensch comments: “Conspiracy mystics like the Swiss ‘peace researcher’ Daniele Ganser or the German Youtube moderator Ken Jebsen are to be supported by the anthroposophical movement of Rudolf Steiner. On 3 March the ‘Terror Lies and Truth’ seminar will be held in Basel at which propagandists of a global conspiracy will be able to put forward their theses.” Below the article is a large photo of the Goetheanum.

The facts
Mensch’s research on the event was so poor that he evidently became convinced that all the evils that have already been associated with the names of these speakers – rightly in his view – were now to be complemented by the incredible “fact” that the anthroposophical movement was going to give its full endorsement to the seminar or would be standing fully behind it.
The following facts should be noted here: 1. The conference stemmed from a private initiative by Thomas Meyer, the director of Perseus Verlag. 2. Meyer selected the speakers. 3. Meyer had first thought of a larger neutral conference centre in Basel. 4. He shared his plan for the seminar with Marcus Schneider, the leader of the Paracelsus branch [of the Anthroposophical Society] in Basel. 5. Schneider suggested that they should host the event together. 6. Meyer made Marcus Schneider aware of the risk that he would be stamped as a supporter of “conspiracy theorists”. 7. Meyer was very happy that Schneider was not bothered about that prospect. 8. The Scala in Basel, in which anthroposophical und non-anthroposophical events are regularly held, was chosen as the location for the event. 9. Daniele Ganser and Ken Jebsen had been Waldorf pupils; Schneider and Meyer had been teachers at Waldorf schools. 10. The seminar had as little to do with the Goetheanum in Dornach as Mr Mensch’s research had to do with reality, namely, – nothing.

An article by a “conspiracy theorist”?
Mensch proposes in the article that the term “conspiracy theory”, which he also uses, should no longer be applied to his victims, for this term would suggest that “their scenarios are based on a scientifically grounded theory” (emphasis TM). But Mensch wants to deny this completely in the case of these outcasts.
So straightaway, in his title he chooses to use the word “conspiracy mystics”, thinking that, this way, he can throw “conspiracy theorists” of the classical type and “anthroposophers” all into one pot. The irony here is that in Der Schweiz am Sonntag (Switzerland on Sunday) over two years ago an article appeared by Martin Wagner, Legal Counsel of the Chamber of Commerce of the Federal State of Basel, which attested that Christian Mensch was “regularly prone to conspiracy theories” which “clearly lead his writing into error”.2 Since then, nothing seems to have changed in this regard as far as Mensch is concerned.
To the credit of the newspapers which have propagated Mensch’s fake news, it should be said in concluding that in the days after his articles appeared in the Basel edition, the readers’ letters about his article were without exception critical. The tabloid Press therefore has readers, who it should look up to. Doing so would raise its own level…

T.H. Meyer

P.S. The conference was a great success; a report will appear in the next issue.

_________________________

1     https://www.basellandschaftlichezeitung.ch/schweiz/verschwoerungsmystiker- wie-der-basler-daniele-ganser-kapern-rudolf-steiner-bewegung-132179380

2     https://mobile.twitter.com/patrick_kuenzle/status/640801789835636736/photo/1

 


Kategorie: TPA Editorial

The Present Age Volume 3 / No. 12 March 2018

17.03.2018

Contents

Editorial
A Global Conspiracy Theorists’ Event?

Thoughts on the Rhythm of the Year
Commentaries on Rudolf Steiner’s Soul Calendar verses​ by Eleanor C. Merry

The Four Sheaths of the Etheric Body and the Spiritual-Scientific Path of Development
From a lecture in Munich on 19 January 2018 by T.H. Meyer

1917 – 2017: THREEFOLDING AFTER 100 YEARS
The Threefolding of the Social Organism and “Unconditional Basic Income”

Frieder Sprich

LETTER FROM STOURBRIDGE
‘A’ Customs Union or ‘the’ Customs Union? British EU Delusions

Terry Boardman

March Calendar

The Yugoslavia Tribunal
A sinister light falls on the future of justice – An eye-witness report
Arnold Sandhaus

LETTER FROM BOSTON
The strange Henry Adams

The Great Despair of the Scion of an American Presidential Family
Andreas Bracher

Marc Chagall
On the 33rd anniversary of his death
Jasminka Bogdanovic

Rudolf Steiner’s Michael Prophecy
Reality and Illusions – An Account of an Experience
Jasminka Bogdanovic

READERS’ LETTERS

Imprint

 

 

 

 

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Kategorie: TPA archives

Europäer März 2018 (Jg 22 / Nr. 5)

01.03.2018

Editorial: Veranstaltung von Weltverschwörern?

Die vier Schichten des Ätherleibes
Vortrag von Thomas Meyer

Meditatives zum Seelenkalender
Eleanor C. Merry

Marc Chagall
Jasminka Bogdanovic

Brief aus Boston
Zum 100. Todestag von Henry Adams
Andreas Bracher

Das Jugoslawien-Tribunal
Arnold Sandhaus

Die «Migrationsbombe»
Franz-Jürgen Römmeler

Dissidenten in sowjetischer Zeit
Konstantin Gamsachurdia

Bagatelle
Rehabilitierung von Ovid in Rom
Thomas Meyer

Buchbesprechungen

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Kategorie: Europäer-Archiv

Veranstaltung von Weltverschwörern? – Eine bemerkenswerte Fehlleistung der Schweizer Boulevard-Presse

01.03.2018

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Manchmal werden sie aber nicht vom Ereignis selbst geworfen, sondern von Leuten, denen ein künftiges Ereignis aus irgendeinem Grund ein Dorn im Auge ist. Die Rede ist von der Tagung «Terror, Lüge und Wahrheit» mit Elias Davidsson, Daniele Ganser und Thomas Meyer, die am 3. März im Scala Basel stattfindet und von Ken Jebsen moderiert wird.

Fake News

Am 8. Februar und den folgenden Tagen erschien gleich in vier regionalen Tageszeitungen der Nordwest-Schweiz ein Artikel von Christian Mensch mit dem Titel «Verschwörungsmystiker wie der Basler Daniele Ganser kapern Rudolf-Steiner-Bewegung».* Dazu kommentiert Mensch in fetten Schlagzeilen: «Verschwörungsmystiker wie der Schweizer ‹Friedensforscher› Daniele Ganser oder der deutsche you-tube Moderator Ken Jebsen erhalten Unterstützung durch die anthroposophische Bewegung von Rudolf Steiner. Am 3. März findet in Basel die Tagung ‹Terror, Lüge und Wahrheit› statt, an der die Propagandisten einer Weltverschwörung ihre Thesen ausbreiten können.» Darunter ein großes Bild des Goetheanum.

Die Fakten

Menschs Recherchen bezüglich der Veranstaltung waren so miserabel, dass er offenbar zur Überzeugung kam, zu allem Üblen, das mit den Namen dieser Referenten bereits in den Medien verbunden wurde – seiner Ansicht nach zu Recht –, käme nun noch das unerhörte «Faktum» dazu, dass die anthroposophische Bewegung die Tagung pauschal unterstütze oder in globo hinter ihr stehe.

Dazu die folgenden Fakten: 1. Die Tagung ging aus der privaten Initiative von Thomas Meyer als dem Leiter des Perseus Verlags hervor. 2. Dieser wählte die Referenten aus. 3. Meyer dachte zunächst an einen größeren neutralen Tagungsort in der Stadt Basel. 4. Er teilte seinen Tagungs-Plan Marcus Schneider, dem Leiter des Paracelsus-Zweiges Basel, mit. 5. Dieser schlug darauf vor, die Tagung gemeinsam zu veranstalten. 6. Meyer machte Marcus Schneider auf das Risiko aufmerksam, als Unterstützer von «Verschwörungstheoretikern» abgestempelt zu werden. 7. Das war Schneider zu Meyers großer Freude egal. 8. So wurde das Scala Basel, in dem regelmäßig anthroposophische und nicht-anthroposophische Veranstaltungen stattfinden, als Tagungsort gewählt.
9. Daniele Ganser und Ken Jebsen waren Waldorfschüler, Schneider und Meyer Lehrer an Waldorfschulen. 10. Mit dem Goetheanum in Dornach hat diese Tagung so wenig zu tun wie die Recherche von Herrn Mensch mit der Wirklichkeit, nämlich nichts.

Ein Artikel von einem «Verschwörungstheoretiker»?

Mensch schlägt in dem Artikel vor, den auch von ihm verwendeten Begriff der «Verschwörungstheorie» nicht mehr auf die von ihm Verfolgten anzuwenden. Denn dieser Begriff würde suggerieren, «ihre Szenarien beruhten auf einer wissenschaftlich fundierten Theorie» (Kursivsetzung TM). Die aber will Mensch den Geächteten rundweg absprechen. So greift er bereits im Artikel-Titel zum Wort «Verschwörungsmystiker» und glaubt damit, «Verschwörungstheoretiker» klassischer Art und «Anthroposophen» in einen Topf schmeißen zu können. Ironie der Sache ist: In der Schweiz am Sonntag erschien schon vor über zwei Jahren ein Artikel von Martin Wagner, Rechtskonsulent der Wirtschaftskammer Baselland, der Christian Mensch attestierte, «regelmäßig unter Verschwörungstheorien» zu leiden, die ihn «beim Schreiben offensichtlich in die Irre führen».** Daran scheint sich bei Mensch in der Zwischenzeit nichts geändert zu haben.

Zur Ehre der Blätter, die die Fake News von Mensch verbreiteten, sei abschließend gesagt, dass in den Tagen nach Erscheinen seines Artikels in der Basler Ausgabe ausnahmslos artikelkritische Stimmen erschienen. Die Boulevard-Presse hat demnach Leser, zu denen sie aufblicken sollte. Das würde auch ihr eigenes Niveau anheben…

Thomas Meyer

_____________________________________________________________________________________________________________

*   https://www.basellandschaftlichezeitung.ch/schweiz/verschwoerungsmystiker-wie-der-basler-daniele-ganser-kapern-rudolf-steiner-bewegung-132179380

** https://mobile.twitter.com/patrick_kuenzle/status/640801789835636736/photo/1


Kategorie: Editorial, News

The Present Age Volume 3 / No. 11 February 2018

10.02.2018

Contents

Editorial
Information, The 13th Book and The Present Age

Thoughts on the Rhythm of the Year
Commentaries on Rudolf Steiner’s Soul Calendar verses​ by Eleanor C. Merry

From the History of the Dissident Movement in the Soviet Era
Konstantin Gamsakhurdia

LETTER FROM STOURBRIDGE
The Round Table Movement and the Fall of the ‘Second’ British Empire 1909-1919

Terry Boardman

“Less Theory and More Practice”
Goethe’s Challenge and a Retrospective on 2017
Franz-Jürgen Römmeler

February Calendar

FORUM
“Social Future – now”

G.A.S. Call for the Transformation of Economy and Society
Sylvain Coiplet

Covert State Terror
Interview with Elias Davidsson
conducted by Dieter Ackermann

BOOK REVIEW
Daniele Ganser: Illegal Wars

Dieter Ackermann

Mouhanad Khorchide: Islam is Mercy
Johannes Greiner

Mark Twain’s Prophetic Dream
Andreas Bracher

The Struggle between Art and Taste
The Disappearance of Speech Formation in Anthroposophy Today
Ursula Ostermai

Imprint

READERS’ LETTERS

 

 

 

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Kategorie: TPA archives

Information, The 13th Book and The Present Age

10.02.2018

We know so much.
We are so terribly well-informed. Mails stream into my mailbox daily that tell me “the truth” about this or that greater or smaller event, with links to further information (or disinformation). Many people hastily point out new “news” and share it with dozens or hundreds, like a good friend who just wrote: “Don’t miss this”, and then just attached a link to a website.
We are like dogs driven around in an arena snapping for all sorts of information thrown in our direction. Or like the seagulls I could observe in the port of San Diego last autumn. They were following our sailing boat as soon as we started to throw pieces of bread up into the air. The quickest ones managed to catch the pieces in mid-air without in the least banging into their colleagues. Brilliant.
Do we want to become running dogs, hunting for information with our tongues hanging out, or like seagulls competing with each other to get the first bits?
In this inhuman info-hunting game all is momentary. We feel almost ashamed to think of the moment that has just past. We continually want to be in the latest, the present moment.
Dante? Homer? Steiner? They are all of yesterday, all passed. We have no time to look back. We are driven into the present moment like sheep into a pen, fed with the latest info found on the electronic pastures of the internet.
But information is not knowledge. It has to be digested, sorted out. Do we know how to sort out the essential from the inessential? To do this, thought is needed. But alas, there has never been an age with so much information and so little – thought.
*
Let us pause for a moment and look at the greater truths. What is The Present Age?
After the close of the Kali Yuga on 19 February 1899 we are in the beginning of an Era of Light which will carry us through another 4900 years to come. This is a truly long “moment” called “The Present Age”. We should not get dizzy looking up to such a lofty presence which fills up the whole horizon. This is the era of a new faculty to grasp the supersensible realities we once knew and then gradually lost.
But within this long present age we are presently at the darkest spot, around the time of the incarnation of Ahriman.
Ahriman’s weapons are sense-knowledge and quantity. He works with the sheer quantity of information. He wants us to believe: you have to strive to know everything. And only then you can understand and begin to form a modest judgment. What seeming modesty! What an illusion! No-one can ever know everything. It’s the wrong question. It’s not the quantity that’s decisive, but the quality. How do we know the essential, the things that have real weight? This is the real question.
To do this we need to develop the faculty of discernment.
As the young Elisabeth Vreede, later a member of the Executive Council of the Anthroposophical Society, wrote her thesis, she was confronted with a mass of useless information. She told Rudolf Steiner about this, and how she went to the library, got the first book, got the second book, got the third book, all useless regarding the subject. Finally the thirteenth book contained something valuable. Steiner looked at her, smiled and said: “you have to learn to immediately grasp the thirteenth book.”
That requires that we trust in our ability to find the essential. We could go even further and say: We have to become magnets for the essential, so that it may find us.
Such attitudes and abilities cannot be developed as long as we constantly remain under the bombarding shower of information.
Do we really know? Only if we deepen info-knowledge by developing the “sense for the thirteenth book”.

T.H. Meyer

 


Kategorie: TPA Editorial

Kontraste während meiner Tour durch Nord-Amerika

01.02.2018

Zwischen dem 18. Oktober und dem 24. November 2017 hatte ich eine einmalige Gelegenheit, eine Vortragstournee durch die USA zu unternehmen. Ich hielt 25 Vorträge (und Seminare) an 10 Orten, und zwar zu folgenden Themen: «The World-Historic Significance of Anthroposophy», «In the Sign of the Five», «The Subterranean Spheres», «The Mexican Mysteries», «Technology and Spirituality», «The Reappearance of the Christ» und «The Meditative Path of the Michael School». Die Tournee wurde von James Lee, Paul O’Leary und Gene Gollogly (SteinerBooks) hervorragend organisiert und betreut.

In Denver zeigten mir meine Gastgeber ein Buch von Henry Adams (1838–1918) mit dem Titel Mont Saint Michel and Chartres. Adams stammte aus einer Familie, welche zwei amerikanische Präsidenten hervorgebracht hatte. Unerwartet, für den europäischen Besucher völlig neu.

Im Museum von Seattle führte mich die dortige Gastgeberin vor ein aus dem Jahre 1898 stammendes Bronze-Relief von Augustus Saint-Gaudens mit dem Titel «Amor Caritas», welches laut meiner Begleiterin auf eine tiefere Mission Amerikas hinweist, auch wenn davon äußerlich bis heute nicht allzu viel zu sehen ist. In Denver erfuhr ich auch von der Legalisierung von Cannabis, die nun jüngst auch in Kalifornien gilt – kein gutes Omen für das Ergreifen dieser tieferen Mission Amerikas.

In der Nähe von San Diego, wo die US-Navy im Dezember 1941 alle Signale der japanischen Flotte auffing und sie Admiral Kimmel auf Hawaii vorenthielt, liegt Point Loma, eine wunderbare hochgelegene Landzunge, die in den Pazifik hinausreicht. Hier wollte Catherine Tingley, die Nachfolgerin von William Q. Judge in der Leitung der Theosophischen Gesellschaft ein Zentrum für die «Erneuerung der verlorenen Mysterien der Antike» gründen. Dies zog den jungen D.N. Dunlop an. Er fuhr von Irland nach Point Loma und arbeitete eine Weile als Tingleys Sekretär. Einige Gebäude aus jener Zeit stehen noch und sind in ein modernes christliches Privatcollege integriert.

Am 1. November kam ich in Queretaro in Mexiko an. Überall Kostüme und Figuren des Festes des «fröhlichen Todes», wie die Mexikaner es nennen. Mit Besuchen auf den Gräbern von verstorbenen Verwandten, denen Essen mitgebracht wurde. Zwiespältige Empfindungen stiegen hoch, die noch gesteigert wurden durch den Besuch in Teotihuacan mit seinen Pyramidenbauten, einem Ort, an welchem Menschenopfer dargebracht wurden. In Queretaro war am 19. Juni 1867 Kaiser Maximilian erschossen worden, wodurch der späte Traum eines Habsburgischen Weltreichs ein jähes Ende fand.

In Mexiko City besuchte ich das Wohnhaus Trotzkys, in welchem er am  21. August 1949 ermordet wurde. In starkem Kontrast dazu: Die Jungfrau von Guadalupe, zu deren heiliger Reliquie jährlich am 12. Dezember Millionen von Menschen aus ganz Südamerika strömen.

Die Waldorfschule von Washington liegt zwei Meilen von Langley, Virginia entfernt, dem Zentrum der CIA. Mein lokaler Führer fuhr mich in seinem Wagen bis an den Zaun des Geländes wie auch um das Pentagon herum. Doch in seiner eigenen Schulgemeinschaft muss man die Tatsache, dass man nicht für Hillary Clinton stimmte, verschweigen. Beim Abschied schenkte er mir das lesenswerte Buch über die Gründung der FED von Edward Griffin: The Creature from Jekyll Island.

Ich kam gerade noch rechtzeitig in New York City an, um es zum Symphony Space zu schaffen, einem Theater in Manhattan, das drei Whistleblowers eine Plattform bot: William Binney, Ray McGovern und Diane Roark. Die Moderation machte Sean Stone, ein Sohn von Oliver Stone, über dessen Serien von Putin-Interviews wir berichtet haben.  Ein außergewöhnliches Ereignis: Bill Binney war der Chef-Programmierer der NSA; er entwickelte das Programm «Thin Thread» und wurde vor dem 11. September 2001 aus dem Geheimdienst eliminiert. Er behauptete, dass in der Database alles enthalten gewesen sei, was die Anschläge hätte verhindern können.

Unterwegs zum nächsten Vortragsort, Great Barrington in Massachussetts, entwickelte ich mit Thomas O’Keefe, der mich begleitete, zwei Lackmus-Tests für Anthroposophen. Sie bestehen in den Fragen:

1. Was halten Sie von der offiziellen 9/11-Erklärung?
2. Was denken Sie über den heutigen Umgang mit dem esoterischen Material von Steiners «Klassenstunden»?

Meiner Erfahrung nach hängen die beiden Fragen innerlich zusammen. In der Regel glauben nämlich dieselben Leute, welche die offizielle 9/11-Story naiv und gläubig verinnerlicht haben, auch, dass die neunzehn Stunden der «Michael Schule» Rudolf Steiners noch heute «geschützt» werden sollten und können. Zum Beispiel durch das Vorzeigen besonderer Mitgliedskarten. Obwohl Steiner der eventuellen (und dann wirklich eingetretenen) Notwendigkeit einer unbedingten Veröffentlichung bereits 1924 entgegengesehen hatte.

In Boston endete die Tournee. Hier führte ich inspirierende Gespräche mit dem Redaktions-Mitglied Andreas Bracher, der für den Europäer wie für The Present Age schreibt. Während meines letzten Vortrags über «The World-Significance of Anthroposophy», saß Dan Emerson, der Urenkel Ralph Waldo Emersons im Auditorium. Er war freundlicherweise bereit, eine private Führung im Emerson-Haus zu arrangieren, das zu dieser Jahreszeit wohl wegen schlechter Heizbarkeit für die Öffentlichkeit bereits geschlossen war. Wir konnten uns in aller Ruhe im Haus umsehen, die Stiche an der Wand bewundern – eines vom Vesuvausbruch – oder Bücher aus den Regalen nehmen. Ein glücklicher Abschluss der ganzen Reise, galt sie doch einem Amerikaner, der viel von Amor und Caritas in sich verwirklicht hatte, einem Weltbürger, der turmhoch über den Niederungen gewöhnlicher amerikanischer Politik und Gesinnung steht.

Es ist nicht leicht, mit einem weltberühmten Philosophen und Eassayisten wie Emerson verwandt zu sein. Dan Emerson hat diese Herausforderung gemeistert. «Ich bin der lebende Beweis», sagte er den Besuchern mit einem Lächeln auf dem Gesicht, «dass Genie nicht vererbbar ist…». Gewiss besitzt der Großenkel etwas vom «Wit and Humour», über den sein Vorfahre so unendlich treffend geschrieben hat (siehe Ralph Waldo Emersons Essay auf Seite 8).

Alles in Allem: eine erfahrungsreiche Reise. An jedem besuchten Ort mindestens ein oder zwei Menschen, die nicht zu kennen ich zu den nicht mehr gut zu machenden Fehlern meines Lebens rechnen müsste…

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

Europäer Februar 2018 (Jg 22 / Nr. 4)

01.02.2018

Editorial: Kontraste während meiner Tour durch Nord-Amerika

Das Böse im Lichte der Michaelschule
Thomas Meyer

Esprit und Humor
Ralph Waldo Emerson

Meditatives zum Seelenkalender
Eleanor C. Merry

Der verdeckte Staatsterror
Interview mit Elias Davidsson

Terror, Lüge und Wahrheit
Eine Tagung am 3. März 2018

Daniele Ganser: «Illegale Kriege»
Buchbesprechung
Dieter Ackermann

Brief aus Boston
Das westliche Weltsystem und die totalitären Regime
Andreas Bracher

Weniger Theorie, mehr Praxis
Franz-Jürgen Römmeler

Anastasia und die Anthroposophie
Bettina Volz

Das Macovecz-Haus
István Kálmán

Forum
Ein Aufruf der AAG
Sylvain Coiplet

Buchbesprechung

Leserbriefe/Impressum

 

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Kategorie: Europäer-Archiv

The Present Age Volume 3 / No. 10 January 2018

18.01.2018

Contents

Editorial
Living contrasts on my American lecture tour

Thoughts on the Rhythm of the Year
Commentaries on Rudolf Steiner’s Soul Calendar verses​ by Eleanor C. Merry

Four Phases of the Michael School
A lecture by T.H. Meyer on the founding day of the Theosophical Society

Kalevala and the Future
Marcel Frei

Mariatta — Väinämöinen’s Departure

LETTER FROM BOSTON
One Year into the Trump Presidency

Five positive decisions
Andreas Bracher

January Calendar

LETTER FROM STOURBRIDGE
The ‘Anglo-saxons’ and the European Union Project

Terry Boardman

Dostoevsky – Keeping the Great Idea Alive, Part Two
Part of the Christian Community Speaker Series: Biography as a Journey to Love
Jeff Bronow

The Mediaeval Butterfly Reliquary
An attempt to reveal its meaning, purpose and background
Dr. Christin Schaub

Peter Schäfer – Rhythmically Flowing Colours
A Forty Year-long Striving to Work out of the World of Colour
Ruedi Bind and Peter Schäfer

BAGATELLE
A Late Rehabilitation of Ovid

T.H. Meyer

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Kategorie: TPA archives

Living contrasts on my American lecture tour

18.01.2018

Between 18 October and 24 November I had a unique occasion to tour the US 1. I gave 25 lectures in 10 places on the following subjects: “The World-Historic Significance of Anthroposophy”, “In the Sign of the Five”, “The Subterranean Spheres”, “The Mexican Mysteries”, “Technology and Spirituality”, “The Reappearance of the Christ” and “The Meditative Path of the Michael School”. The tour was most ably organized by James Lee, Paul O’Leary and Gene Gollogly. Here are some aphoristic impressions:
In Denver I was shown by my hosts a book by Henry Adams (1838–1918) with the title Mont Saint Michel and Chartres. Adams was a member of the family who produced two US presidents. Unexpected and remarkable, never heard of before by this European traveller.
In the Seattle museum my host showed me a bronze sculpture (1898) by Augustus Saint-Gaudens entitled “Amor Caritas” which, according to my host, points to the deeper mission of America, even if not much of this mission seems to have been achieved.
Near San Diego, where the US Navy intercepted all the signals of the Japanese Navy in December 1941, withholding them from Admiral Kimmel on Hawaii, is Point Loma, a wonderful stretch of land going out into the Pacific. Here Catherine Tingley, the successor of William Q. Judge as president of the Theosophical Society, founded a centre for the “Revival of the Mysteries of Antiquity”. This attracted the young D.N. Dunlop who worked as her secretary for a short while.
On 1 November I went to Queretaro in Mexico. Everywhere costumes and figures of the festival of “merry death” as Mexicans call it, including visits to the graves of departed relatives, to whom food is offered. Ambiguous feelings, enhanced by the visit to Teotihuacan with its pyramids, a place where human sacrifices were undertaken . In Queretaro on 19 June 1867 emperor Maximilian was shot, thus ending the belated dream of a Habsburg world empire.
In Mexico City I visited the house of Trotsky, who was brutally murdered on 21 August 1940. In great contrast to this: the Virgin of Guadeloupe, to whose holy relic millions of people from South America stream every year on 12 December.
The Waldorf School in Washington lies two miles from Langley, Virginia, the centre of the CIA. My local wingman led me in his car to the fence of it, as well as around the Pentagon. But within his own school community one has to hide the fact that one did not vote for Hilary Clinton. When parting, he gave me a most valuable book about the foundation of the Federal Reserve: The Creature from Jekyll Island by Edward Griffin.
I arrived in New York just in time to make it to Symphony Space, a theatre in Manhattan which presented three whistleblowers: William Binney, Ray McGovern and Diane Roark, moderated by Sean Stone, the son of Oliver Stone, who had recently interviewed Putin. An extraordinary event: Binney was the chief programmer for the NSA who developed “Thin Thread” and was eliminated from his agency before 9/11. He claimed that everything needed to prevent the attacks was in the database.

On the way to my next place, Great Barrington in Massachusetts, I developed together with Thomas O’Keefe, who kindly accompanied me, two litmus tests for anthroposophists:
1. What do you think about the official story of 9/11?
2. What do you think about the handling of the Esoteric Class material today?
In my experience the two questions are related. Those people who naively accept the official 9/11 story are usually the same who believe the 19 lessons of Rudolf Steiner’s Michael School should and could still be “protected” (though Steiner envisaged their publication already in 1924), by publishing them only for “Class members”.
Boston was the end of my journey. Here I had inspiring talks with co-editor Andreas Bracher, who writes for this journal. In my last lecture on “The World-Significance of Anthroposophy”, Dan Emerson, the great grandson of Ralph Waldo Emerson, was present. He kindly agreed to a private tour; officially, the Emerson house in Concord was already closed for the season. There we walked around for hours and could quietly look at the library and the etchings on the walls. It is not easy being related to a world-famous philosopher and essayist. Dan Emerson has mastered this challenge. “I am the living proof”, he said with a smile, “that genius is not hereditary.” At any rate, he has something of the genius of “Wit and Humor” about which his forefather wrote so brilliantly.

 

T.H. Meyer

_________________________

1     See the Portland account in TPA, Vol. 3 No. 9.

 


Kategorie: TPA Editorial

The Source of True Positivity

25.12.2017

What is the value of life? In a world of hunger, misery, continual acts of terrorism and war? In the face of the destruction, hatred, fear and greed that seem to dominate the world today, how can we maintain a positive attitude? It seems impossible. The question also arises for every single human being: don’t illness, constant pain and strokes of fate seem to rob life of all value? Put on one side of the scales all the positives we have ever experienced and all the negative on the other. It is clear that the negative experiences weigh heavier for the great majority of people. A completely negative balance. Isn’t suicide or “exit” the most sensible solution to put an end to the negative spiral of value?
So are we becoming pessimists? That was the philosophical consequence of Schopenhauer and Eduard von Hartmann and of all those who, like them, merely add and subtract. The calculation is accurate, but the human I reckons differently. It sees a different relationship between positive and negative experiences than adding and subtracting them. It carries out a division with them. Express all positive and negative experiences as a fraction: above the line (numerator) all the positive, and below the line (denominator) all the negative experiences. This fraction can never be zero! For this purpose, either the numerator would have to be zero or the denominator would be approximately infinite. Who can say that he did not experience anything of value until his last breath? Who can say that the number of his sufferings is infinite? The divisive relationship of positive and negative experiences therefore always retains a positive value, however slight it may be or appear to be. To experience this sober realization, gives our life an experiential, positive basic value. The I divides. This was the solution to the problem of value, as Rudolf Steiner stated in the thirteenth chapter of his Philosophy of Freedom. The ego divides; but it can only divide because it is itself indivisible, because it is in-dividuality.
The positivity, which Steiner also calls the “sense of affirmation,” is the o

nly one of Steiner’s six basic exercises known as the subsidiary exercises which he illustrates by means of a legend from the life of Christ: “There is a beautiful legend of Christ in Persian poetry, which brings to mind what is meant by this quality [of positivity]: a dead dog is lying on a path. Christ is also among those passing by. Everyone else turns away from

Der Auferstandene. von Vincenzo Foppa

the ugly sight of the beast; only Christ speaks admiringly of its beautiful teeth. That is how o

ne can feel about things; in everything, even the most

adverse, those who are serious seekers may fin

d something worthy of appreciation. And what is fruitful in things is not what they lack, but what they have.”1 For the divisory way in which the I beholds them, what they have is most definitely the positive th

ing about them.
Christ is the World-I, the great model for our microcosmic I, our individuality. He remained throughout absolutely unspeakable suffering in a state of total positivity. He is the true, essential source of all true positivity in our soul-spiritual striving.

T.H. Meyer

_________________________

1     Rudolf Steiner, Die Stufen der höheren Erkenntnis, GA 12.

 


Kategorie: TPA Editorial

The Present Age Volume 3 / No. 9 December 2017

25.12.2017

Contents

Editorial
The Source of True Positivity

Thoughts on the Rhythm of the Year
Commentaries on Rudolf Steiner’s Soul Calendar verses​ by Eleanor C. Merry

Christ in the 20th Century
Lecture by Dr. Hans Börnsen

The Life of Socrates – Remembered by Tobias Gottfried Schröer

Schröer’s Tököly-Drama, Socrates and the Sophists
Andreas Bracher

Hibernia and Arthur
In Commemoration of the Birthday of Eleanor C. Merry
Edzard Clemm

Ahasver and Saint Germain
Extract from the new book by T.H. Meyer

December Calendar

Dostoevsky – Keeping the Great Idea Alive
Part of the Christian Community Speaker Series: Biography as a Journey to Love
Jeff Bronow

FORUM
“Captivating Words”

A Call in 1917 – A Call in 2017
Arnold Sandhaus

LETTER FROM BOSTON
A Pandora’s Box of Sexual Harassment

Andreas Bracher

Imprint

Fiction and Truth in Portland
First Experiences on this Year’s
Lecture Tour by T.H. Meyer in the USA

BOOK REVIEW
Elias Davidsson – Hijacking America’s Mind on 9/11

Terry Boardman

The Makovecz House has Opened
István Kálmán

 

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Kategorie: TPA archives

Europäer Dezember/Januar 2017/18 (Jg 22 / Nr. 2/3)

01.12.2017

Editorial: Die Quelle der wahren Positivität

Erinnerungen an Sokrates
Tobias Gottfried Schröer

Ahasver und St. Germain – Eine weltgeschichtliche Polarität
Thomas Meyer

Hybernia und Artus
Edzard Clemm

Erlebnisse in Portland
Thomas Meyer

Die letzte Rune der Kalewala
Anton Schiefner

Meditatives zum Seelenkalender
Eleanor C. Merry

Globalismus-Planung und 9/11
Franz-Jürgen Römmeler

Medien-Rückblick

Brief aus Stourbridge
Die Cecils – Onkel und Neffe
Terry Boardman

Anastasia (Teil 1)
Bettina Volz

Christus im 20. Jahrhundert
Hans Börnsen

Erinnerung an Hans Börnsen
Dr. Heinrich Schwentek

Gral und Golgatha
Bernhard Steiner

Der Maler Peter Schäfer
Ruedi Bind / Peter Schäfer

Forum
«Bestechende Worte»
Arnold Sandhaus

Terror, Lüge und Wahrheit
Eine Tagung am 3. März 2018

Buchbesprechungen

Impressum

 

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Kategorie: Europäer-Archiv

Die Quelle der wahren Positivität

01.12.2017

Was hat das Leben für einen Wert? In einer Welt des Hungers, des Elends, fortwährender terroristischer Akte und Kriegshandlungen. Wie können wir angesichts der Zerstörungen, dem Hass, der Furcht und der Gier, die heute die Welt zu beherrschen scheinen, in einer positiven Grundhaltung verbleiben? Das scheint unmöglich. Die Frage stellt sich auch für jeden einzelnen Menschen: Scheinen Krankheit, permanenter Schmerz und Schicksalsschläge dem Leben nicht allen Wert zu rauben? Legen wir auf eine Waagschale alles Positive, das wir je erfahren haben, auf die andere alles Negative. Es ist klar, dass die Schale mit den negativen Erlebnissen bei den allermeisten Menschen schwerer wiegt. Eine durchaus negative Bilanz also. Ist ein Suizid oder ein «Exit» nicht die vernünftigste Lösung, um der ins Minus gehenden Wertspirale ein Ende zu setzen?

Werden wir also Pessimisten? Das war die philosophische Konsequenz von Schopenhauer und Eduard von Hartmann und allen, die wie sie bloß addieren und subtrahieren. Die Rechnung stimmt, doch das menschliche Ich rechnet anders. Es setzt ein anderes Verhältnis zwischen positiven und negativen Erlebnissen, als sie zu addieren und zu subtrahieren. Es nimmt mit ihnen eine Division vor. Setzen wir alle negativen und positiven Erlebnisse in einen Bruch: Über dem Strich (Zähler) stehen alle positiven, unter dem Strich (Nenner) alle negativen Erlebnisse. Dieser Bruch kann niemals Null werden! Denn dazu müsste entweder der Zähler Null sein oder der Nenner approximativ unendlich werden. Wer kann behaupten, dass er bis zum letzten Atemzug keinen einzigen Wert erlebte? Wer kann behaupten, dass die Zahl seiner Leiden unendlich groß sei? Das divisorische Verhältnis von negativen und positiven Erlebnissen behält also unter allen Umständen einen positiven Wert, wie gering er auch sein oder scheinen mag. Diese nüchterne Erkenntnis zu erleben, verleiht unserem Leben einen erlebten, positiven Grundwert.

Das Ich dividiert. Das war die Lösung des Wertproblemes, wie sie Rudolf Steiner bereits im dreizehnten Kapitel seiner Philosophie der Freiheit angab. Das Ich dividiert; doch es kann nur dividieren, weil es selbst unteilbar ist, weil es In-dividualität ist.

Der Auferstandene. von Vincenzo Foppa

Die Positivität, die Steiner auch als «Sinn für Bejahung» bezeichnet, ist unter den sechs als Nebenübungen bekannten Grundübungen Steiners die einzige, die er mit einer Christus-Legende illustriert: «Es gibt eine schöne, in der persischen Dichtung vorhandene Legende von Christus, die zur Anschauung bringt, was mit dieser Eigenschaft [der Positivität] gemeint ist: Ein toter Hund liegt an einem Wege. Unter den an ihm Vorübergehenden ist auch Christus. Alle anderen wenden sich ab von dem hässlichen Anblick, den das Tier bietet; nur Christus spricht bewundernd von den schönen Zähnen des Tieres. So kann man den Dingen gegenüber empfinden; in allem, auch dem Widrigsten, mag sich für den, welcher ernstlich sucht, etwas Anerkennenswertes finden. « Und das Fruchtbare an den Dingen ist ja nicht, was ihnen fehlt, sondern dasjenige, was sie haben.» Und was sie haben, ist eben für jede divisorische Ich-Betrachtungsart das unbedingt Positive an ihnen.

Christus ist das Welten-Ich, das große Vorbild für unser mikrokosmisches Ich, unsere Individualität. Er verharrte bei allem unaussprechlichen Leiden in unbedingter Positivität. Er ist der wahre, wesenhafte Quell aller wirklichen Positivität in unserem seelisch-spirituellen Streben.

Thomas Meyer, 9. November 2017, Washington D.C.


Kategorie: Editorial, News

The Present Age Volume 3 / No. 8 November 2017

15.11.2017

Contents

Editorial
Lafayette’s Sword and the Sword of Michael

Thoughts on the Rhythm of the Year
Commentaries on Rudolf Steiner’s Soul Calendar verses​ by Eleanor C. Merry

Friedrich Eckstein and the Infinitely Small
Seminar with Dr. Hans Börnsen

LETTER FROM BOSTON
1917 – An Epochal Year

The Liberal West and Totalitarianism – Opposition and Convergence
Andreas Bracher

A HUNDRED YEARS AFTER THE OCTOBER REVOLUTIONS
The Socialist Experiment and the West

From the memoirs of Alexander Shcherbatov

November Calendar

1917 – 2017: THREEFOLDING AFTER 100 YEARS
The Historical Background to Threefolding – from 869 to 1917r

A lecture given on 9 September 2017 at the “1917-2017 International Conference”
Terry Boardman

Is the Question Properly Put?
An open letter by Walter Johannes Stein

LETTER FROM STOURBRIDGE
The Herberts and the Social Spirit of the Past

Terry Boardman

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Kategorie: TPA archives

Lafayette’s Sword and the Sword of Michael

15.11.2017

At the beginning of the 1930s something unusual occurred in the USA. Monica von Miltitz (1885-1972) presented the Rector of Lafayette College with a sword¹ that had belonged to the namesake of the college in Pennsylvania.
The General and Marquis de Lafayette (1757-1834) is known as one of the noblest figures of the French Revolution. He was active on both sides of the Atlantic, and indeed first in America, where he took part in the War of Independence. Back in France, he advocated for stronger French participation in this war. He became the embodiment and symbol of Franco-American friendship.
In 1789 he took part in the Estates-General as a representative of the nobility and was appointed Commander of the Paris National Guard. The draft of the French Declaration of the Rights of Man (on the American model) also stems from him. But he did not approve of the evolutionary impulse falling into barbarism. He left his troops, who had joined in treason against the King, at the front with Germany. In crossing the border in the summer of 1792, he was called upon to hand over his sword to the envoy of the German Empire. This envoy was an ancestor of Monica von Miltitz, in whose family Lafayette’s sword was reverently guarded for 140 years. On exactly the 100th anniversary of the founding of Lafayette College in Pennsylvania, she now presented the sword to the College during a solemn ceremony. At the time she said, “in the shortest speech of my life”: “I, a German, present to this American College the sword of a meritorious Frenchman, in the sincere hope that these three great peoples will find their way to mutual goodwill and understanding.”²
Lafayette was an ardent believer in the ideals of the French Revolution – liberty, equality, fraternity. But only the threefolding of the social organism, which is a Michaelic inspiration, can realise these ideals which are otherwise condemned to exist as a mere phrase.
In the time of the incarnation of Ahriman in the West, which has been discussed in Der Europäer more than once, these Michaelic impulses, which were at the basis of the French Revolution, and in which they could only express themselves chaotically, must be taken up and nurtured afresh. According to Steiner, in the USA today, one would first have to work towards the separation of the economy and the state. This does not involve a basic income introduced by the state, which even quite a few “Anthroposophers” are dreaming of these days³.
The presentation of Lafayette’s sword by Monica von Miltitz was a real symbolic act in a supranational, Michaelic spirit, in the way that America really needs now. To reawaken this spirit, we need the sword of Michael, forged of the iron and the gold of spiritualised thinking. One who wishes to pass on this sword to a group of human beings in Germany, France, America or Russia, should be very sure that it is a real Michaelic sword he is holding in his hand – and not just a gold-lacquered wooden sword.
(…)
The true sword of Michael has a much broader radius of action than any rapier or physical sword. It can be handed to anyone of good-will. Whether he wants to take hold of it must be left to his free choice.

T.H. Meyer

_________________________

1     To refer to the sword, Miltiz actually used the German word “Degen”, which in the 18th-19th centuries meant something like a ‘dress sword’, or ‘small sword’, commonly worn by members of the aristocracy. This was much longer and thinner than a dagger but shorter than a 17th century rapier.

2   The Lafayette Alumnus, Feb. 1932. My thanks to Marcel Frei for informing me of this account. – M. von Miltitz described the episode in “Erinnerungen an das Lafayette-College” [Memories of Lafayette College] in Einige Erinnerungsbilder, undated manuscript printing, p. 8.

3   www.sozialezukunft.de/fileadmin/Soziale-Zukunft/Dateien/170922_Aufruf_SZJ.pdf

 

 


Kategorie: TPA Editorial

Europäer November 2017 (Jg 22 / Nr. 1)

01.11.2017

Editorial: Der Degen Lafayettes und das Michaelschwert

Das sozialistische Experiment und der Westen
Alexander Scherbatow

Wirklichkeit der Dreigliederung
Walter Johannes Stein

Die epochale Entdeckung Rudolf Steiners im Jahre 1917
Harald Herrmann

Armada Ade!
Franz-Jürgen Römmeler

Betrachtungen zum Seelenkalender
Hans Börnsen

Meditatives zum Seelenkalender
E.C. Merry

Brief aus Boston
Wilson und Herder
Andreas Bracher

Brief aus Stourbridge
Die Cecils – Vater und Sohn
Terry Boardman

Leserbrief

Impressum

 

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Kategorie: Europäer-Archiv

Der Degen Lafayettes und das Michaelschwert

01.11.2017

Zu Beginn der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts spielte sich in den USA eine ungewöhnliche Begebenheit ab. Monica von Miltitz (1885-1972) überreichte dem Rektor des Lafayette-Colleges ein Schwert des Namenträgers dieser Universität in Pennsylvania.

Der General Marquis von Lafayette (1757-1834) war bekanntlich eine der nobelsten Gestalten während der Französischen Revolution. Er wirkte auf beiden Seiten des Atlantiks, und zwar zuerst in Amerika, wo er sich am Unabhängigkeitskampf beteiligte. Nach Frankreich zurückgekehrt, warb er für eine stärkere Beteiligung Frankreichs an diesem Kampfe. Er wurde zum Inbegriff und Sinnbild der französisch-amerikanischen Freundschaft.

1789 zog er als Vertreter des Adels in die Generalstände ein und wurde zum Oberbefehlshaber der Pariser Nationalgarde ernannt. Der Entwurf zur französischen Menschenrechtserklärung (nach amerikanischem Muster) stammte von ihm. Doch das Umkippen der Revolutionsimpulse in die Barbarei billigte er nicht. Er verließ seine Truppe, die sich dem Königsverrat anschloss, an der Front gegen Deutschland. Beim Grenzübergang wurde er im Sommer 1792 dazu aufgefordert, dem Gesandten des deutschen Reiches seinen Degen zu überreichen. Dieser Gesandte war ein Vorfahre von Monica von Miltitz, in deren Familie das Schwert Lafayettes 140 Jahre lang pietätvoll gehütet wurde. Pünktlich zum 100. Jahrestag der Gründung des Lafayette-Colleges in Pennsylvania überreichte sie nun den Degen während einer feierlichen Zeremonie.

Dabei sagte sie «in der kürzesten Rede meines Lebens»: «Ich, eine Deutsche, übergebe diesem amerikanischen Collegen das Schwert eines verdienstvollen Franzosen, mit der innigsten Hoffnung, dass diese drei großen Völker zu gegenseitigem Wohlwollen und Verstehen finden werden.»*

Lafayette erglühte für die Ideale der Französischen Revolution Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Doch erst die Dreigliederung des sozialen Organismus, welche eine Michael-Inspiration ist, kann diese sonst zum Phrasendasein verurteilten Ideale entsprechend verwirklichen.

In der Zeit der Inkarnation Ahrimans im Westen, über die im Europäer mehr als einmal berichtet wurde, müssen diese michaelischen Impulse, die bereits der Französischen Revolution zugrunde lagen, in der sie sich allerdings erst chaotisch ausleben konnten, neu erfasst und gepflegt werden. In den USA müsste laut Steiner heute zuallererst auf eine Trennung von Wirtschaft und Staat hingearbeitet werden. Das verträgt sich nicht mit einem staatlich eingeführten Grundeinkommen, von dem gegenwärtig auch zahlreiche «Anthroposophen» träumen.**

Die Übergabe von Lafayettes Degen durch Monica von Miltitz war ein real-symbolischer Akt aus übernational-michaelischer Gesinnung, wie sie gerade Amerika braucht.

Um diese neu zu erwecken, brauchen wir das Schwert Michaels, geschmiedet aus Eisen und aus dem Gold spiritualisierter Gedanken.

Wer dieses Schwert einer deutschen, französischen, amerikanischen oder russischen Menschengruppe «überreichen» möchte, sollte sich genau vergewissern, ob er ein wirkliches Michaelschwert in Händen hält – und nicht nur ein gold-lackiertes Holzschwert …

Das wahre Michaelschwert hat einen viel weiteren Aktionsradius als irgendein Degen oder physisches Schwert. Es kann jedem Gutwilligen überreicht werden. Ob er es ergreifen will, muss in seine Freiheit gestellt bleiben.

Thomas Meyer

 

* The Lafayette Alumnus, Febr. 1932. Ich verdanke die Kenntnis dieses Berichtes Marcel Frei. – M. von Miltitz beschrieb die Episode in «Erinnerungen an das Lafayette-College», in Einige Erinnerungsbilder, Manuskriptdruck o.J., S. 8.

** www.sozialezukunft.de/fileadmin/Soziale-Zukunft/Dateien/170922_Aufruf_SZJ.pdf


Kategorie: Editorial, News

Trump, the Nation State and Ahriman

10.10.2017

In his speech of September 19 in the General Assembly of the United Nations President Trump said:
“As President of the United States, I will always put America first, just like you, as the leaders of your countries will always, and should always, put your countries first. (Applause.) All responsible leaders have an obligation to serve their own citizens, and the nation-state remains the best vehicle for elevating the human condition.”1
This is an objective untruth. A hundred years ago, in summer 1917, Rudolf Steiner clearly showed why the civilised world needs a transition from the nation-state to a threefold social organism. The First World War ended the long period of history in which the nation-state was both dominant and justified. This was in tune with some basic faculties of the human soul – thinking, feeling and willing – which were intimately interwoven and lawfully interacting within the soul. Thus the matters of spiritual or culture life (the extension of thinking), of the life of rights (the extension of feeling) and economy (the extension of will) were likewise interwoven. Of course, we are not saying that culture is only a matter of thinking; but this element is predominant in all of it, and likewise with the other two social spheres.
For more than a hundred years now the soul forces have undergone drastic change; their instinctive coherence has broken up, and they are striving towards independence from each other. Many pathological facts of our time can be understood in this light: children murdering others out of an unbridled will, not guided by thought or feeling; hyper-intellectualism (as in Transhumanism) without feeling or sound will forces and so on.
The threefold social organism is nothing other than the adequate outward sheath for these inner separating faculties of the soul. And because they have undergone drastic change, the nation-state has become outdated, once and for all.
In this sense, Trump, like most modern politicians, is not able or willing to read the signs of the times, not seeing the spiritual evolution of man and of mankind but only the more or less petty perspectives of one’s own national interests.
Turning from Trump’s words to some of his acts, we point to what is perhaps the most significant in recent months. The Washington Post reported on 18 September:
“Israel and the U.S. inaugurated the first American military base on Israeli soil on Monday, which will serve dozens of soldiers operating a missile defense system.”2
This direct military support of Israel by the US is a sort of culmination of what was born exactly one hundred years ago: the “Balfour Declaration” (Nov. 1917) which paved the way for the “nation-state” of Israel in Palestine. What a wild orgy of anachronisms!

Jahve spoke of the Jewish people at times as the “stubborn people”. Today, the Time Spirit Michael is witnessing how almost the whole of humanity is stuck in stubbornness, stubbornly ignoring spiritual realities like the evolution of the human soul and its relevance for the social question, or ignoring concrete spiritual beings like Michael himself or Ahriman and his present incarnation in the West. Ahriman is the greatest spiritual opponent of the Threefold Organism. People who cling to the nation-state today are simply inspired by Ahriman’s impulses, whether they know it or not. And in the majority of cases they have no clue that they think and speak under an occult influence. For their stubborn conceit does not allow for the recognition of anything higher than their Ego or purely physical realities.
If a people is stubborn, other peoples could balance it out. If the whole of humanity is stubborn, who or what can balance it out – if not a series of catastrophes which might waken up some souls?

T.H. Meyer

_________________________

1     https://gadebate.un.org/sites/default/files/gastatements/72/us_en.pdf

2   https://www.washingtonpost.com/world/middle_east/israel-and-us-open-first-american-military-base-in-israel/2017/09/18/42c2ca82-9c9b-11e7-b2a7-bc70b6f98089_story.html?utm_term=.568bf3ef45f1

 


Kategorie: TPA Editorial

The Present Age Volume 3 / No. 7 October 2017

10.10.2017

Contents

Editorial
Trump, the Nation State and Ahriman

Thoughts on the Rhythm of the Year
Commentaries on Rudolf Steiner’s Soul Calendar verses​ by Eleanor C. Merry

Evil in the Light of the Path of Meditation in the School of Michael
A lecture given on 12 February 2017 in the Great Hall of the Goetheanum
T.H. Meyer.

LETTER FROM BOSTON
Wilson and Herder

Andreas Bracher

President Macron
or the Fulfilment of Islamist Terrorism
Dr. Anatoly Livry

Media Review
Franz-Jürgen Römmeler

1917 – 2017: THREEFOLDING AFTER 100 YEARS
The Historical Background to Threefolding – from 869 to 1917r

A lecture given on 9 September 2017 at the “1917-2017 International Conference”
Terry Boardman

October Calendar

Rudolf Steiner’s Epoch-making Discovery in 1917
The Physical and Spiritual Interdependence of the Human Being
Harald Herrmann

LETTER FROM STOURBRIDGE
The Cecils and the End of the British Empire

Terry Boardman

Destiny and the Process of Dying
A Lecture by Dr. Zoltán Schermann

COMMENTARY
Gratitude and Respect

Olaf Koob M.D

Imprint

The Grail and Golgotha
A Lecture by Bernhard Steiner

Clearing the Mists
T.H. Meyer

 

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Kategorie: TPA archives

Europäer Oktober 2017 (Jg 21 / Nr. 12)

01.10.2017

Editorial: Unser krankes Finanzsystem und seine Heilung

Der stümperhafte Gott – Ahasver in der Weltgeschichte
Thomas Meyer

Meditatives zum Seelenkalender
E.C. Merry

Sterbeprozess und Schicksal
Dr. Zoltàn Schermann

Macron und islamistischer Terrorismus
Dr. Anatoly Livry

Brief aus Hamburg
Wahrer und falscher Sozialismus
Andreas Bracher

Geistige Hintergründe der Sozialen Dreigliederung (Teil 2)
Franz-Jürgen Römmeler

Brief aus Stourbridge
Philipp der Schöne und Heinrich VIII.
Terry Boardman

Medien-Rückblick

Überwindung des Drachen
Imanuel Klotz

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Kategorie: Europäer-Archiv

Unser krankes Finanzsystem und seine Heilung

01.10.2017

Editorial-Interview mit Catherine Austin Fitts

Nach einer erneuten Begegnung mit Catherine Austin Fitts diesen Sommer in Basel machte der Chefredaktor ein kurzes Interview mit ihr*. Es wird das übliche Editorial ersetzen, doch für unsere Leser zweifellos nicht von geringerem Interesse sein. Gewiss sind die von Fitts vorgeschlagenen Wege nicht die einzigen oder endgültigen, auch nicht im Sinne einer künftigen assoziativen Wirtschaft. Doch sie können einen Übergang zu dieser schaffen helfen.

THM: Sie verfassten das Buch Dillon, Read & Co. Inc and the Aristocracy of Stock Profits**. Was veranlasste Sie dazu, dieses Buch zu schreiben?

CAF: Ich beschloss, dieses Buch zu schreiben, mitten in einem Gemüsegarten von Montana, im Sommer 2005. Ich kam nach Montana, um ein Modell für Beteiligungs-Kapital zu entwickeln, um eine gesündere und frischere Lebensmittel-Versorgung zu gewährleisten. Wenn wir sauberes Wasser, frische Nahrungsmittel, nachhaltige Infrastruktur und eine gesunde Gemeinde wollen, dann müssen wir diese Ressourcen selber in die Hand nehmen und finanzieren. Wir können nicht in die Aktien und Obligationen von großen Unternehmen, Banken und Regierungen  investieren, die unsere Nahrung, unser Wasser und unsere Umwelt mit allen Lebewesen schädigen, und dann erwarten, dass die Ressourcen uns zur Verfügung stehen, wenn wir sie brauchen.

Ich machte jedoch die Entdeckung, dass Viele der Menschen, die solche Bestrebungen unterstützen, damit fortfahren, die wachsende Korruption zu unterstützen und zu finanzieren.

Ich wollte mit meinem Buch ein «Fallbeispiel» liefern, das solchen Menschen helfen könnte, das Wesen und das Ausmaß der Korruption besser zu verstehen, in der Hoffnung, dass eine solche Erkenntnis dazu führen würde, ihre Zeit, Aufmerksamkeit und Ressourcen in wirkliche Lösungen zu investieren.

THM: Im einführenden Video zu Ihrem Buch sprechen Sie über die Diskrepanz zwischen dem, was Sie den «Popsicle Index» nennen und dem Dow Jones Index. Können Sie unsere Leser darüber kurz aufklären?

CAF: Ich entwickelte den Begriff des «Popsicle Index», während ich in der ersten Bush-Administration als Ministerin für Wohnbau und Stadtwesen arbeitete. Ich wurde von Lobbyisten belagert, deren Geschäftsinteressen von mir verlangten, Entscheidungen zu treffen, die ihre Aktien steigen ließen. Ich bemerkte, dass viele Dinge, die ihre Aktien hochtrieben, eine Verschlechterung des Familien-Einkommens und -wohlstands mit sich bringen und damit auch eine Verschlechterung der öffentlichen Gesundheit und Wohlfahrt.

Ich suchte nach einem «Index», welcher die Wohlfahrt der Gemeinde angibt.

Der «Popsicle Index» gibt den Prozentsatz von Menschen an einem bestimmten Ort an, welche glauben, dass ein Kind sein Heim verlassen, zum nächstmöglichen Laden gehen, ein Popsicle  (Eis am Stiel) kaufen und wieder allein und sicher nach Hause gehen kann. Ich habe bemerkt, dass ein direkter Zusammenhang zwischen dem “Popsicle Index” und der sozialen, umweltbedingten und ökonomischen Gesundheit eines Ortes besteht. Ein hoher Grad an Vertrauen findet sich an Orten, die mit Erfolg für Menschen und lebende Wesen arbeiten.

Ich verwendete den «Popsicle Index», um das Verhältnis zwischen Lebenswerten und Finanzwerten auszudrücken. Ich denke, dass, wenn wir Orte mit Lebensqualität finanzieren, die umgekehrte Relation zur bestehenden zwischen  dem Dow Jones Index (Finanzwert) und dem «Popsicle Index» (Lebenswert) entstehen könnte. Denn der «Popsicle Index» ist gesunken, während der Dow Jones Index immer höher gestiegen ist.

THM: Was sind die Hauptzüge des gegenwärtigen Finanzsystems, das von den Globalisten beherrscht wird?

CAF: Die Globalisierer zentralisieren die Macht und werden dies weiterhin tun, bis Menschenrechte, Eigentumsrechte und die individuelle Souveränität restlos eliminiert sind – falls sie nicht daran gehindert werden, dies zu tun.

THM: Ein Witzbold entwarf eine Dollarnote, auf der wir anstelle von «In God We Trust» lesen «In Fraud [Betrug] We Trust». Ist dies das herrschende Prinzip in der gegenwärtigen Finanzwelt?

CAF: Vielleicht sollte es heißen: «In Violence We Trust». Der Dollar als Reserve-Währung bedarf zu seiner Stützung immer mehr der Gewalt.

THM: Was halten Sie von der gegenwärtigen Trump-Administration und ihrer Politik?

CAF: Trumps Wahl bedeutete einen Produktivitäts-Rückgang. Die Demokraten repräsentierten die Investment-Interessen der Ost- und Westküste – Hollywood, Silicon Valley, Wall Street und Washington. Dies sind alles Gruppen, die mit intellektuellem Kapital zu tun haben. Der Mittlere Westen umfasst die Menschen, die die Nahrung produzieren, nach Öl graben und im Transportwesen und als Hersteller tätig sind. Sie haben es mit der konkreten Welt zu tun. Das Kernland war vom kulturellen Faschismus, der sich steigernden Überwachung, den Regulierungen und dem Finanzbetrug der Küstengruppen angewidert. Die außerordentliche Korruption der Clintons und der Clinton Foundation wurde das Aushängeschild für ihren Abscheu. So konnte ein Mann ohne Regierungserfahrung sich beim Volk beliebt machen, indem er öffentlich zur Sprache brachte, was die Amerikaner tatsächlich schädigt –  Impfungen, Kernpflichtfächer, fehlende Verantwortung für 9/11 und «fake-news»-Medien.

THM: Was halten Sie von den neuen Sanktionen gegen Russland? Zu was werden sie führen?

CAF: Die Neocons und ihre Verbündeten wollen den globalen Krieg. Hoffentlich sind genügend besonnene Herzen da, dies zu verhüten.

THM: Welche Rolle könnte Europa in naher Zukunft spielen? Sollten die EU-Länder nicht einfach die NATO verlassen, welche zu einer Kriegs-Vorbereitungsmaschine geworden ist, die Russland und den Rest der Welt bedroht?

CAF: Jeder Verbündete, der sich mit den USA in einer Art verbündet, die es den USA gestattet, Krieg zu erklären und sie mit hineinzuziehen, wird das noch bedauern. Ich empfehle Malcolm Frasers kurz vor seinem Tod gegebenes Interview über sein Buch Dangerous Allies.

Die Vereinigten Saaten sind ein wunderbares Land. Wir haben jedoch eine relativ kleine Gruppe von Leuten – die Neocons – mit einer kleinen Anzahl von gewalttätigen Verbündeten, einschließlich Israel, welche für ihre Ziele sowohl die Vereinigten Staaten als auch Europa zerstören würden. Es wäre gesundend, zu trennen und zu entflechten. Die Frage dabei ist: Können wir den Parasiten eliminieren, ohne den Wirt zu töten? Auf die eine oder andere Art sollten wir das verwirklichen, sonst wird der Parasit den Wirt töten.

THM: Sie haben soeben das Buch des früheren Finanzministers Varoufakis gelesen***. Warum sollten wir es lesen?

CAF: Es ist ein hervorragender Bericht über die Finanz-Strategie der EU, als Varoufakis in Griechenland als Finanzminister diente.

Sein Bericht zeigt, dass es das Ziel der EU war, Griechenland in die Armut zu führen. Es war eine Elite-Strategie, ein finanzieller Staatsstreich – Invasion und Unterjochung durch Finanzmittel. Die Führung der EU verschrieb sich einem Gewinn-Verlust-Resultat. Sie wollte nicht, dass Griechenland sich erholte, noch weniger, dass es die Schulden zurückzahlte, Schuld ist eine Waffe, nicht ein Finanzwert. Das Ziel ist Kontrolle und soziale Manipulation – einschließlich einer niedrigeren Lebenserwartung und Entvölkerung. Es ist schwer, die Wahrheit zu ermitteln. Varoufakis liefert aufschlussreiche Einzelheiten und eine umfassende Wirtschaftsanalyse, welche das Lügengewebe der «Fake-news»-Medien zerstört – für die, die die Wahrheit ertragen können.

 

* Eine ausführliche Fassung desselben ist unter www.solari.com zu finden
** https://dillonreadandco.com/why-i-wrote-this-story/
*** 
Adults in the Room – My Battle with Europe’s Deep Establishment.


Kategorie: Editorial, Interviews, News

Our sick financial system and its healing

10.09.2017

Editorial interview with Catherine Austin Fitts

After a recent encounter with Catherine Austin Fitts in Basel who did an earlier interview1 with the chief editor of The Present Age, he decided to ask her for a short interview for this issue. This will be published instead of the usual editorial, but it will surely be of no less interest for our readers!

THM: You wrote the book “Dillon, Read & Co. Inc. and the Aristocracy of Stock Profits”2. What made you write it?
CAF: I made the decision to write this book in the middle of a vegetable garden in Montana during the summer of 2005.
I had come to Montana to develop a venture capital model to support a healthier, fresher local food supply. If we want clean water, fresh food, sustainable infrastructure, and healthy communities, we are going to have to finance and govern these resources ourselves. We cannot invest in the stocks and bonds of large corporations, banks and governments that are harming our food, water, environment and all living things and then expect these resources to be available when we need them.
What I discovered, however, was that many of the people who needed to create and support such an effort continued to support and finance the growing corruption. I wanted to create a “case study” that would help them understand the nature and extent of the corruption in the hopes that such insight would inspire them to shift their time, attention and resources to invest in real solutions.

TM: There is an intro video to your book in which you speak about the discrepancy between what you call the “Popsicle index” and the Dow Jones Index. Can you briefly illuminate our readers?
CAF: I developed the notion of the Popsicle Index when I worked as Assistant Secretary of Housing in the first Bush Administration. I was being lobbied by business interests who wanted me to make decisions that would cause their stocks to go up. I realized that many of the things that made their stock go up would cause the deterioration of family income and wealth, and with it the deterioration of community health and well being. I wanted an “index” that would capture that wealth – the wealth of places.
The Popsicle Index expresses the percentage of people within a place who believe that a child can leave their home, go to the nearest place to buy a Popsicle (an ice cream on a stick) and come home alone safely. I have found that there is a direct correlation between the Popsicle Index and the social, environmental and economic health of a place. High trust results from places that work successfully for humans and living things.
I used the Popsicle Index to express the relationship between living assets and financial assets. I believe that if we financed places with equity, the inverse correlation that has existed between the Dow Jones Index (financial equity) and the Popsicle Index (living equity) could be transformed to an aligned correlation.

THM: What are the main characteristics of the present financial system dominated by the globalists?
CAF: The globalists are centralizing power and will continue to do so until they have eliminated human and property rights and individual sovereignty or are prevented from doing so.

THM: Some wizard designed a dollar note on which we read IN FRAUD WE TRUST instead of IN GOD WE TRUST. Is this the ruling “moral” principle in the present financial world?
CAF: Perhaps it should be IN VIOLENCE WE TRUST. The dollar as reserve currency is increasingly reliant on force to maintain its status.

THM: What do you think of the present Trump administration and its policies?
CAF: Trump’s election represented a productivity backlash. The Democrats represented the vested interests on the East and West Coast – Hollywood, Silicon Valley, Wall Street and Washington. These are all groups that deal with intellectual capital. The heartland contains the people who grow the food, drill for the oil, and run transportation and manufacturing. They deal with the concrete world. The heartland was disgusted with the cultural fascism and the pile on of surveillance, rules and regulations and financial fraud from the coastal groups. The extraordinary corruption of the Clintons and the Clinton Foundation became the poster child for their disgust. Hence, a person who had no formal experience in government endeared himself to the American people by openly speaking about what is really harming IN Americans’ time and resources – such as vaccines, Common Core curriculum, the failure of accountability on 9-11, and fake news media.

THM: What was and is the role of the dismissed main strategist Steve Bannon? He bragged with phrases like “Darkness is good” or “I am a Leninist” or “Satan, that means power”. Is this an expression of an extreme lust for power?
CAF: I don’t know Steve Bannon. I believe he tried to speak to the importance of rebuilding domestic health and productivity and withdrawal from engaging in regime change and violations of international law globally. It looks like Trump and Bannon struggled with how to do that given the challenges of managing the reserve currency, multiple global constituencies and the problems with the budget, including the black budget and many trillions that have been shifted out of the government balance sheet illegally.

THM: What about the new sanctions against Russia3. What will they lead to?
CAF: The Neocons and their allies globally want war. Hopefully there are enough cool heads to prevent such a war.

THM: Where do you see the role Europe could play in the near future? Should the Europeans just leave NATO, which has become a machine preparing for war and threatening Russia and the rest of the world?

CAF: Any ally who ties themselves to the United States in a manner that permits the US to declare war and drag them into it, will regret it. I recommend Malcolm Fraser’s interview on his book Dangerous Allies before he died: https://www.youtube.com/watch?v=9F69baWypks&feature=youtu.be
The United States is a wonderful country. However, we have a relatively small group – the Neocons – with a small number of violent allies, including Israel, who are prepared to destroy both the United States and Europe to get their way.
The healthy thing is to separate, disengage, shun. The question is can we get rid of the parasite without killing the host. One way or another we will have to figure out how to do so or the parasite will kill the host.

THM: You have just read the book by the former Greek finance minister Varoufakis. Why should it be read?
CAF: This is an excellent account of the European Union’s economic strategies in Greece when Varoufakis covered them and then served as finance minister. I strongly recommend his book – Adults in the Room: My Battle with Europe’s Deep Establishment.

His report proves to me that the goal of the European Union was to reduce Greece to poverty. This was elites engineering a financial coup d’état – invasion and subjugation by economic means. The European Union leadership was committed to a win-lose result. They did not want Greece to succeed, let alone to be able to pay back loans. Debt is a weapon, not a financial asset. The goal is control and social engineering – including lower life expectancies and depopulation.
It is hard to fathom the truth. Varoufakis provides significant detail and comprehensive economic analysis that cuts through the lies, spin and fake news for those who can handle the truth.

T.H. Meyer

_________________________

1     Soon on www.solari.com.

2   Free download on https://dillonreadandco.com/why-i-wrote-this-story/

3   See also Mid-Summer Anger post from Oliver Stone: www.facebook.com/TheOliverStone/posts/1619882828036010

 


Kategorie: TPA Editorial

The Present Age Volume 3 / No. 6 September 2017

10.09.2017

Contents

Editorial
Our sick financial system and its healing

Thoughts on the Rhythm of the Year
Commentaries on Rudolf Steiner’s Soul Calendar verses​ by Eleanor C. Merry

1917 – 2017: THREEFOLDING AFTER 100 YEARS
Threefolding of the Social Order

Matinee on 2 July 2017 in Berlin on the 100th anniversary of the impulse
Gerald Brei

Where is Mr. Steiner’s Mr. Hicks?
Part Two
Stephen E. Usher, Ph.D.

Gender Mainstreaming and Waldorf Pedagogy
Senin Constantin

The Silent Rehabilitation of Slobodan Milošević
Gerald Brei

Zbigniew Brzeziński – An Obituary
José García Morales

September Calendar

Who Is Ken Jebsen?
Jutta Schwarz

LETTER FROM STOURBRIDGE
The Cecils – Uncle and Nephew

Terry Boardman

Namaste – Visit to Nepal
A Travel Report by the Lichteurythmie-Ensemble, Arlesheim
Gabriela Maria Gerber

READERS’ LETTERS

Imprint

BAGATELLE
La Gioconda of Astano
T.H. Meyer

 

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Kategorie: TPA archives

Europäer September 2017 (Jg 21 / Nr. 11)

04.09.2017

Editorial: Wie weitblickend sollten wir werden?

Parsifal und die Überwindung des Bösen
Thomas Meyer

Meditatives zum Seelenkalender
E.C. Merry

100 Jahre Dreigliederung
Eine Matinee in Berlin
Gerald Brei

Wer ist Ken Jebsen?
Jutta Schwarz

«Gender» und Waldorfpädagogik
Senin Constantin

«Rote Linien» – «Rattenlinien»
Franz-Jürgen Römmeler

Brief aus Stourbridge
Die «Leichenfabrik»-Lüge von 1917
Terry Boardman

Nachruf auf Brzeziński
José García Morales

Freiheit und Besitz
Karl Bäschlin

Reisebericht aus Nepal
Gabriela Maria Gerber

Bagatelle
La Gioconda von Astano
Thomas Meyer

Leserbrief

Impressum

 

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Kategorie: Europäer-Archiv

Wie weitblickend sollten wir werden?

04.09.2017

Oliver Stones Interview-Serie mit Wladimir Putin

Oliver Stone (geb. 1946), der bekannte amerikanische Filmemacher, der kürzlich einen Film über Edgar Snowden gedreht hatte, machte während mehr als zwei Jahren eine Reihe von Interviews mit Wladimir Putin. Diese Gespräche sind in verschiedener Hinsicht bemerkenswert. Sie können kostenlos heruntergeladen werden.*

Berührt werden die NATO und ihre Osterweiterung, die russischen und die US-Militärausgaben, die Gefahr eines atomaren Krieges usw. usw. Eine der wiederkehrenden Äußerungen Putins ist, dass wir versuchen sollten, immer auch mindestens vierzig bis fünfzig Jahre in die Zukunft zu schauen. Und der russische Präsident, der sich mit seinem intelligenten Gesprächspartner offensichtlich wohlfühlt, sagt diesem zum Schluss: «Sie werden dafür [für diese Interviews] zu büßen haben.»

Oliver Stone und das Attentat auf John F. Kennedy

Stone ist, im guten Sinne, kein unbeschriebenes Blatt. Er machte unter anderem den Streifen Platoon und 1991 den Film JFK, der die Alleintäter-These beim Kennedy-Attentat in Frage stellt. Er stützte sich dabei auf die Recherchen des mutigen Anwalts aus New Orleans, Jim Garrison, der im Film selbst einen Auftritt hat. Dieser Film brachte neue Recherchen zu diesem Staatsstreich ins Rollen. Deren letzte wurden in Form des Buches JFK and the Unspeakable von James W. Douglass** vorgelegt. Putin und seinem Team wird diese Vorgeschichte von Stone natürlich bekannt gewesen sein.

Ein neuer 9/11 Whistle Blower

Zum 11. September, dem amerikanischen Initialstaatsstreich des dritten Jahrtausends, ist unlängst ein neuer Zeuge hervorgetreten. Es ist der ehemalige CIA-Mitarbeiter Malcolm Howard. Der 79jährige erzählt, wie er bei der Vorbereitung der «Sprengung» des Gebäudes 7 involviert gewesen sei. Er berichtet, dass diese Sprengung so perfekt war, dass man befürchtete, sie sei zu offensichtlich, was natürlich nicht die Absicht war und bis heute von vielen Menschen auch weiterhin geleugnet wird – allem offenbarem Augenschein entgegen.***

Howard schließt mit seinem Bekenntnis an Michael Ketcham an, welcher als ehemaliger Mitarbeiter der NIST  in diesem Jahr ebenfalls die Tatsache der Sprengung von WTC7 zugegeben und betont hatte (siehe das Editorial im Mai dieses Jahres).

Geopolitische Bestrebungnen für Hunderte von Jahren

Es ist gut, fünfzig Jahre vorauszublicken. Ein tieferes Verständnis der Gegenwartsereignisse nötigt uns jedoch, noch weiter zu blicken. Rudolf Steiner sprach von einer «okkulten Gruppe» innerhalb des anglo-amerikanischen Establishments, welche den jungen slawischen Kulturkeim im russischen Territorium zu beherrschen trachte.****

Diese Gruppe weiß, dass in etwa 1500 Jahren die slawische Kulturepoche beginnen wird. Mit «okkult» ist gemeint, dass die Gruppe über geistig-okkulte Einsichten über die Entwicklung von Rassen und Völkern verfügt; allerdings verwendet sie dies zu gruppen-egoistischen Zwecken, indem sie nur die Entwicklung und die Macht des anglo-amerikanischen Elementes fördern will. Dieses Wissen stand hinter dem «sozialistischen Experiment» von 1917.  Es stand und steht hinter den Geschehnissen in der Ukraine. Dieses Wissen ernst zu nehmen, heißt mit der Realität des Geistigen zu rechnen.

Es gibt in der Tat keinen wahren Weitblick, der nicht auch die Wirklichkeit des Geistes mitumfasst.

Thomas Meyer

 

http://123hulu.com/watch/zGWJAPxP-the-putin-interviews-season-1.html
** Siehe die Rezension von Andreas Bracher in Der Europäer ???
*** http://yournewswire.com/cia-911-wtc7/
**** Erstveröffentlichung in Der Europäer, Nr. 5, März 1999. «Kampf um den russischen Kulturkeim», www.perseus.ch/PDF-Dateien/Steiner-RussKultkeim.pdf

 

 

 


Kategorie: Editorial, News

The Present Age Volume 3 / No. 5 August 2017

10.08.2017

Contents

Editorial
How Far-sighted Should We Become?

Thoughts on the Rhythm of the Year
Commentaries on Rudolf Steiner’s Soul Calendar verses​ by Eleanor C. Merry

A Fundamental Indication by Rudolf Steiner, With Relevance to Present-Day Global Politics
Nicholas Dodwell, T.H. Meyer

Parsifal and the Overcoming of Evil
 A Presentation by T.H. Meyer at the Sofia Opera House, T.H. Meyer

Stages in the Drama of the I
Richard Wagner’s Parsifal
Dr. Bruno Krüger

Imprint

LETTER FROM HAMBURG
The G20 in Hamburg and the violent protests against it

Andreas Bracher

August Calendar

1917 – 2017: THREEFOLDING AFTER 100 YEARS
What Is Tyrannising Our Lives?

Alexander Caspar

Where is Mr. Steiner’s Mr. Hicks?
Stephen E. Usher, Ph.D.

LETTER FROM STOURBRIDGE
The Cecils – Father and Son

Terry Boardman

King Arthur – A Day at Tintagel in August, 1924
By Eleanor C. Merry
With a Foreword by Mabel Cotterell

READERS’ LETTERS

 

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Kategorie: TPA archives

How Far-sighted Should We Become?

10.08.2017

Oliver Stone’s interviews with Vladimir Putin
Oliver Stone (b.1946), the well-known American producer and film director, who recently made a film about Edgar Snowden, has undertaken, for more than two years, a series of interviews with President Putin. It is truly remarkable in many ways and can be downloaded at no cost1. Putin obviously feels free to speak with an intelligent partner who has no bias or political ambition. The panorama of topics is impressive: it encompasses the wars in Syria, Chechnya, right up to the assertions of hacking and the demonisation of Russia. Key are some statements to the coup d’état in Kiev and the incident with the destroyer USS Donald Cook near Sebastopol.
Putin confirms that after 1989 NATO assured his country that there were no plans for eastward expansion. And as he already did during his famous Munich speech in 2007, he openly questions the existence of NATO. He also mentions that Russia even proposed to President Clinton that it should join NATO, if the organisation was not to be dissolved. Clinton replied: “Why not?” But of course, these remained no more than nice words. Another key topic is the new arms race – the US spends about USD 600 billion per annum on its military, Russia “only” USD 60 billion. The US cancelled the ABM contract in 1991, heightening the danger of a nuclear confrontation.
One of the surprising features is the discipline with which Putin listens, the concreteness of his answers as well as the ongoing openness with international partners that have shown more than once that their word cannot be always trusted. He has however a keen eye for the blindness and the illusions of a superpower which cannot sacrifice some of its privileges. He prepares for the worst and hopes for the best.
One of Putin’s recurring statements is that we should always try to imagine the future and look at least 30 to 50 years ahead. It is clear that this is truly his mentality and that he is beyond the usual limited horizons that result from the short-sighted interests and turmoil of elections and party politics.
Appreciating Stone’s courageous initiative, he says to him at the end: “You are going to suffer for what you are doing” [with this interview]. No wonder that the corporate media try to play down the significance of these interviews, calling them mere Putin propaganda and worse. Thus the Swiss newspaper the Neue Zürcher Zeitung on June 17: “There are jovial conversations in which Stone figures as a stooge, so that Putin can put forward his propaganda.” May our readers judge for themselves.

Oliver Stone and the Kennedy assassination
Stone is, in the good sense, no blank page. He has already several times provided proof of his sense for behind-the-scenes political realities, above all perhaps in the movie JFK, first shown in 1991. The film was based on the investigations of the courageous district attorney from New Orleans, Jim Garrison, who even has a small role in the film as United States Supreme Court Chief Justice Earl Warren, the head of the commission that investigated the assassination in the 1960s. Garrison made clear that the notion that Lee Harvey Oswald was the lone assassin, spread by the Warren Report after Kennedy’s assassination, was nothing other than a useless “conspiracy theory”. As mentioned before in this magazine, the poisonous term “conspiracy theorists” is an invention of leading members of the Warren commission and turns up in a CIA dispatch of April 1967 2. With this movie, Stone belongs to the whistle-blowers who have prompted new research and publications on the famous assassination, of which the excellent book by James W. Douglass, JFK or the Unspeakable3 seems to be the latest one.
No doubt Putin and his team carefully considered Stone’s background and his works before consenting to meet him for these interviews.

Former CIA agent as new 9/11 whistle-blower
As for important whistle-blowers, another one who recently spoke out about the controlled demolition of Building 7 on 11 September 2001 is the “retired 79 year-old former CIA agent Malcom Howard, [who] has made a series of astonishing claims since being released from hospital in New Jersey and told he has weeks to live. Mr. Howard claims he was involved in the “controlled demolition” of World Trade Center 7, the third building that was destroyed on 9/11”4. It is worth watching the documentation of this new truth witness lining up just after Michael Ketcham spoke out about the demolition of the same building a few months ago (see TPA Vol. 3 No. 1 April 2017).

Geopolitical tendencies for centuries ahead
It is good to try to see 50 years ahead. Deeper understanding of contemporary events urges us to see even further. Rudolf Steiner spoke of an occult group within the Anglo-American establishment that seeks to dominate the young Slavic cultural seed growing on Russian territory5. This occult group knows that the Slavic epoch is to begin in about 1500 years. “Occult” in this context means that this group works with some occult knowledge of the future development of races and peoples – and tries to make use of this knowledge in a group-egoistical sense, to favour uniquely the development of the Anglo-American cause. This knowledge was and still is in the background of the geopolitical conflict in the Ukraine to name but one example. To take this knowledge seriously implies to take the spiritual and its realities seriously.
There is in fact no true far-sightedness without, in the last resort, taking into account the reality of the spirit.

T.H. Meyer

_________________________

1     http://123hulu.com/watch/zGWJAPxP-the-putin-interviews-season-1.html

2   The Present Age Vol. 3 No. 1 April 2017.

3   See book review by John Schuchardt published in TPA Vol. 2 No. 1 April 2016.

4   See http://yournewswire.com/cia-911-wtc7/.

5    See p. 6 of this issue and also, at www.perseus.ch, the German original (Kampf um den russischen Kulturkeim) and the English translation of this key statement (“A Fundamental Indication by Rudolf Steiner, with Relevance to Present-Day Global Politics”) which is part of a diary entry of Steiner’s.

 

 

 


Kategorie: TPA Editorial

The Present Age Volume 3 / No. 4 July 2017

10.07.2017

Contents

Editorial
Sweet Freemasonry – an “Appreciation” in the Weltwoche

Thoughts on the Rhythm of the Year
Commentaries on Rudolf Steiner’s Soul Calendar verses​ by Eleanor C. Merry

The Birth of Threefolding in June 1917
With Original Accounts by Otto Lerchenfeld, Ludwig and Arthur Polzer-Hoditz
T.H. Meyer

A Chronology of the Threefolding Impulse in 1917
Christoph Lindenberg

The First Memorandum of 1917
Rudolf Steiner

July Calendar

Rudolf Steiner on the League of Nations
Markus Osterrieder

“There was an artist in the city of Kouroo…”
Thoughts on Henry David Thoreau’s 200th birthday
Bernhard Kuhn

LETTER FROM STOURBRIDGE
King Philip IV of France and Henry VIII of England

Terry Boardman

Assisted Dying
The contemporary situation from an anthroposophical perspective
Dr. Christin Schaub

Imprint

 

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Sweet Freemasonry – an “Appreciation” in the Weltwoche

10.07.2017

Modern Freemasonry celebrated its three-hundredth birthday on 24 June – and the Swiss weekly Die Weltwoche added its voice to the celebrations.
The occasion: the day of the founding in 1717 of the first Grand Lodge in London (see the editorial in the June issue). The cover page with the issue title “The Freemasons”, surrounded by prominent heads, shows the square and compasses and promises “a long deserved appreciation”.
The article “Humanity, Tolerance, Freedom” by the chief editor Köppel drips with benevolence, praise and slogans. Some of the most significant Freemasons have been, as is well-known, people like Mozart, Haydn, Goethe, or Schiller, but also statesmen like Winston Churchill. All the personalities mentioned are indiscriminately covered with the gloss of truth and goodness. We even learn that we owe exquisite chocolate to Freemasonry, for Suchard and Tobler were Freemasons. O sweet naivete!
Die Weltwoche presents an inside view of the lodge “Zum Neuen Venedig” [New Venice]. This is situated directly opposite the Jesuits’ residential hostel “Borromäum” on the Byfangweg in Basel. Over a hundred years ago the Jesuit Abbé Joye established a pastoral care centre for young people, which purposefully installed the new medium of film. Anyone who believes that Freemasonry and Jesuit endeavours are absolute opposites, errs.

Steiner and Heise defamed
Rudolf Steiner already drew attention to the fact that Freemasonry was originally something good and necessary, but that it “simply becomes something bad when it is made into a power base for particular groups of people”. He wrote this in a Foreword that he contributed to a book which had as its object exactly this “retrogression” of Freemasonry at the time of the First World War. This was Die Entente-Freimaurerei und der Weltkrieg [Entente-Freemasonry and the World War] by the writer Karl Heise (1872–1939).
Meanwhile, continental Freemasonry, which had been founded from England, was increasingly dragged along in the wake of political and nationalist interests. This happened most clearly in the case of the “Grand Orient de France”, which since the 1880s has even accepted atheists.
Heise died before the outbreak of the Second World War; he did not always clearly judge the development of National Socialism. That his analyses were reviewed positively in the Völkischer Beobachter and thought well of by leading National Socialists like Himmler, is not a reason to accuse him, still less Steiner. But Die Weltwoche (in the article by Christoph Mörgeli) does not shy away from castigating Heise in general and Steiner with him as well – two birds with one stone, which of course cannot do without the slogan of conspiracy theory: “In 1919 a sensation was caused by the esoteric conspiracy theory book Die Entente-Freimaurerei und der Weltkrieg by Karl Heise, later a National Socialist. The Anthroposopher Rudolf Steiner had written a foreword to it and helped finance it.” In such a simplistic way Heise’s book is defamed and Anthroposophy at the same time is associated with National Socialism.                                                                                                                  No-one understands or presents the high origins of Freemasonry like Steiner; no-one else uncompromisingly diagnoses Freemasonry’s deviation from those high origins.
The superficial gushing praise of the Weltwoche shows that Steiner‘s diagnosis is still correct today. The sweet, clichéd whitewash deceives only the naive – and they can even sit as Freemasons – or would-be Freemasons – in chief editors’ offices and regard their whitewash as “humanity, tolerance and freedom”. But we can also be grateful to the chief editor and his team: we now know, from an authoritative source, which sworn oaths are enjoying a boom in Switzerland today. Oaths to truthfulness they certainly are not.
The long-deserved appreciation of that connoisseur of Freemasonry, Rudolf Steiner, is yet to be seen.

T.H. Meyer

_________________________

1     Die Weltwoche, No. 23, 7 June 2017.

2   The book appeared in Basel in 1919. Steiner paid 3000 SFr towards the printing costs. The book’s very proper subtitle was “A Contribution to the History of the World War and to the Understanding of True Freemasonry“. Heise had heard Steiner’s Zeitgeschichtliche Betrachtungen lectures [published in English as The Karma of Untruthfulness], which had inspired him to write his book. His book went through several reprintings and can today be found online.

3    See GA 265 and Der neue Kain. Die Tempellegende und ihre Vollendung durch Rudolf Steiner, ed. T.H. Meyer, Perseus, 2013.

At the Historical Museum in Bern until 3 September an exhibition is being held in which a Freemasonic ritual is shown.

 


Kategorie: TPA Editorial

Europäer Juli/August 2017 (Jg 21 / Nr. 09/10)

05.07.2017

Editorial: Die süße Freimaurerei – eine «Würdigung» in der Weltwoche

Die Geburtsstunde der Dreigliederung 1917
Thomas Meyer

Brief aus Boston
Nach 100 Jahren
Andreas Bracher

Forum
Rudolf Steiner zur Gehaltsfrage
Hans Kühn
Ergänzungen
Andreas Flörsheimer

Der Konzilbeschluss von 869 und seine Folgen
Johannes Geyer

Magna Charta Mitteleuropas
Franz-Jürgen Römmeler

Meditatives zum Seelenkalender
Eleanor C. Merry

Henry David Thoreau
Bernhard Kuhn

Rehabilitation von Milošević
Dr. Gerald Brei

Medien-Rückblick

Das amerikanische System
Cyril Moog

Sterbehilfe
Dr. Christin Schaub

Buchbesprechungen

Forum
Zu Rudolf Steiners «Lebensgang»
Arnold Sandhaus

Buchbesprechungen

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Kategorie: Europäer-Archiv

Die süße Freimaurerei – eine «Würdigung» in der Weltwoche

05.07.2017

Die moderne Freimaurerei feierte am 24. Juni ihren dreihundertsten Geburtstag – und mit ihr die Schweizer Wochenschrift Die Weltwoche.*

Anlass: der Gründungstag im Jahre 1717 der ersten Großloge in London (siehe Juni-Editorial). Das Titelblatt mit dem Hefttitel «Die Freimaurer», umrahmt von prominenten Köpfen, zeigt Zirkel und Winkel und verspricht «eine längst verdiente Würdigung».

Der Artikel «Humanität, Toleranz, Freiheit» des Chefredakteurs Köppel trieft vor Wohlwollen, Lob und Schlagworten. Zu den zum Teil durchaus bedeutenden Freimaurern zählen bekanntlich Menschen wie Mozart, Haydn, Goethe oder Schiller; aber auch Staatsmänner wie Winston Churchill. Alle aufgezählten Persönlichkeiten werden wahllos mit dem Schimmer des Wahren und Guten überzogen. Ja, wir erfahren sogar, dass wir der Freimaurerei exquisite Schokolade verdanken, denn Suchard und Tobler waren Freimaurer. O süße Naivität!

Die Weltwoche bringt ein Innenbild der Loge «Zum Neuen Venedig». Diese liegt unmittelbar gegenüber dem Jesuiten-Wohnheim «Borromäum» am Basler Byfangweg. Der Jesuit Abbé Joye richtete hier vor über 100 Jahren eine Jugendseelsorge ein, die zielbewusst das neue Medium Film einsetzte. Wer glaubt, Logentum und jesuitische Bestrebungen seien absolute Gegensätze, irrt.

Steiner und Heise diffamiert

Schon Rudolf Steiner machte darauf aufmerksam, dass die Freimaurerei eine ursprünglich gute und notwendige Sache sei, dass sie aber «eben eine schlechte wird, wenn sie zur Machtgrundlage einzelner Menschengruppen gemacht wird». Dies stellte er im Vorwort fest, das er zu einem Werk beisteuerte, welches eben diese «Verschlechterung» der Freimaurerei zur Zeit des Ersten Weltkriegs zum Gegenstand hat. Es handelt sich um Die Entente-Freimaurerei und der Weltkrieg des Publizisten Karl Heise (1872–1939)**.

Mittlerweile war die von England aus begründete Kontinental-Freimauerei mehr und mehr in das Schlepptau politischer und nationaler Interessen geraten. Am deutlichsten geschah dies mit dem «Grand Orient de France», der seit den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts auch Atheisten aufnahm.

Heise verstarb vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs; er hat den Nationalsozialismus in seinem Werden nicht immer klar beurteilt. Dass seine Analysen im Völkischen Beobachter positiv rezensiert und von führenden Nationalsozialisten wie Himmler geschätzt wurden, ist nicht ihm anzulasten, noch weniger Steiner.

Die Weltwoche aber scheut sich nicht (im Beitrag von Ch. Mörgeli) Heise generell zu verleumden und Steiner gleich dazu – zwei Fliegen auf einen Schlag, der natürlich nicht ohne das Schlagwort «verschwörungstheoretisch» auskommt: «Für Furore sorgte 1919 das esoterische verschwörungstheoretische Werk Die Entente-Freimaurerei und der Weltkrieg des nachmaligen National-Sozialisten Karl Heise. Der Anthroposoph Rudolf Steiner hatte dazu ein Vorwort geliefert und sich an der Finanzierung beteiligt.» So einfach lässt sich Heises Werk diffamieren und zugleich Anthroposophie in die Nähe des Nationalsozialismus rücken!

Niemand hat wie Steiner den hohen Ursprung der Maurerei erkannt und dargestellt, niemand wie er das Abkommen von diesem Ursprung kompromisslos diagnostiziert.***

Die oberflächliche Lobhudelei der Weltwoche-Darstellung gibt Steiners Diagnose auch heute noch recht. Darüber kann die süße, phrasenhafte Tünche nur Naivlinge hinwegtäuschen – und die können sogar als Freimaurer oder Freimaurer in spe in Chefredaktionsstuben sitzen und ihr Getünch für «Humanität, Toleranz und Freiheit» halten. Doch man kann dem Chefredakteur und seinem Team auch dankbar sein: man weiß nun aus berufenem Munde, welche Eide in der heutigen Eidgenossenschaft Hochkonjunktur haben. Eide auf Wahrhaftigkeit sind das sicher nicht.

Die längst verdiente Würdigung des Freimaurer-Kenners Steiner steht nach wie vor aus.

Thomas Meyer

Im Berner Historischen Museum ist bis zum 3. September eine Ausstellung zu sehen, bei der auch ein Freimaurer-Ritual gezeigt wird.

 

* Die Weltwoche, Nr. 23, 7. Juni 2017.
** 
Das Werk erschien 1919 in Basel. Steiner zahlte 3000 Franken an die Druckkosten. Das Buch trug den sachgemäßen Untertitel «Ein Beitrag zur Historie des Weltkrieges und zum Verständnis der wahren Freimaurerei». Heise hörte Steiners Zeitgeschichtliche Betrachtungen, die ihn zu seinem Buch inspirierten. Es gab mehrere Nachdrucke, das Werk ist heute online zu finden.

*** Siehe GA 265 und Der neue Kain. Die Tempellegende und ihre Vollendung durch Rudolf Steiner, hg. von Thomas Meyer, Perseus, 2013.


Kategorie: Editorial, News

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